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Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Mehl.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren und eine Vorrichtung zur Behandlung von Mehl und hat den Zweck, das im Handel gebräuchliche Mehl aus Weizen, Roggen oder einer sonstigen Getreidea t, die einen'hohen Stärkegehalt hat, so zu behandeln, dass die Stärkezellen zerbrochen werden, wodurch der Nährwert erhöht wird, indem es leichter verdaulich ist und ihm eine grössere Fähigkeit zum Absorbieren von Feuchtigkeit als gewöhnlichem Mehl gegeben wird, wodurch Brot, Pasteten und anderes Gebäck, das aus
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das Mehl e hitzt wird, wodurch die Stärkezellen der Mehlteilchen zum Bersten gebracht werden.
Die Erfindung besteht weiter in der Vorrichtung, die das Mehl in Partikelchen teilt und es in feiner Verteilung zwischen ein Paar erhitzter Mehlwalzen fallen lässt, wobei das Mehl, bevor es in die Walzen eintritt, Dampfströmen unterworfen wird.
In der Zeichnung ist die Erfindung ve : anschaulicht, und zwar zeigt : Fig. i eins Vorderansicht der Maschine,
Fig. 2 einen Schnitt nach Linie 2 der Fig i,
Fig. 3 einen Schnitt nach Linie 3 der Fig. 2,
Fig. 4 einen Schnitt nach Linie 4 der Fig. I.
5 ist em Unterstützungsrahmen, der mit Lagern 6 für Welle 7 einer der Mahlwalzen 8 versehen ist. Der obere Teil des Rahmens trägt ein Joch 9, in das eine verschiebbare Lagerbüchse 10 für Welle 11 der anderen Mahlwalze 12 eingesetzt ist. Gegen Büchse 10 wirkt eine Setzschraube 13, durch welche die Walze 12 gegenüber der Walze 8 eingetellt werden kann.
Der Querbalken 14 des Rahmens 5 trägt Seitenplatten 15 eines Gehäuses, von dem 16 und 17 die Vorder-und Hinterwände sind, und das die Mahlwalzen 8 und 12 einschliesst.
Die Kammer besitzt eine Deckelplatte 18, in die sich Rohr 19 hineinerstreckt, durch das das zu behandelnde Mehl eingeführt wird. Rohr 19 passt in eine gewöhnliche Schüttelvorrichtung, we-che das Mehl in Staubteilchen trennen und es in feiner Verteilung zwischen die W@lzen 8 und 12 liefern soll. D, e Schüttelvorrichtung besteht aus Seitenplatten 20, Rücksnp'atte 21 und schräger Bodenplatte 22. Die Schüttelvorrichtung ist an ihrem Rückende durch einen Federarm 23 unterstützt, der mit Platte 21 an e : nem Ende verbunden ist, während sein ande. es Ende an der Unterseite der Deckplatte 18 befestigt ist.
An den Seenplatten 2C sind Arme 24 befestigt, welche sich durch Öffnungen des Deckels erstrecken und mit S.angen 25 verbunden sind, die an Exzenterbügel 26 angreifen, welche die Ex-
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Welle 28 trägt eine Riemenscheibe 30.
31 ist eine Platte, die durch Stellschrauben 32 einstellbar vor dem Rohr 19 angeordnet ist und deren unte es Ende sich über die Öffnung des Rohres hinaus erstreckt. 33 ist eine
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erstreckt, wo sie an ihrem vorderen Ende von Stange 35 getragen wird, die sich nach oben durch den Deckel 18 erstreckt und am oberen Ende von einer Spiralfeder 36 umgeben ist und die mittels der Flügelmutter 37 einstellbar ist.
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Die Form der Schüttelvorrichtung ist bekannt und das in Rohr 19 eingeladen Mehl wird hinunter auf die Platte 33 gelangen und zwischen ihr und dem unteren Rand der Platte 31 nach vorne geschüttelt. Darnach wird das Mehl auf die Platte 22 treten und alsdann in feiner Verteilung zwischen die Mahlwalzen 8 und 12 fallen.
Die Erfindung besteht nun darin, dass ein Dampfrohr 38, das auf einer Seite mit einer Reihe von Öffnungen 39 versehen ist, so gelagert ist, dass auf der ganzen Länge des Mehlstromes in diesen Dampf eingeblasen wird, gerade bevor das Mehl zwischen die Mahlwalzen 8 und 12 tritt. De Mahlwalzen 8 und 12 können auf eine genügend hohe Temperatur erhitzt werden, bei der das hindurchgehende Mehl getrocknet wird. Wenn die Walzen, wie notwendig, sehr fest aufeinandergeschraubt werden, wird in denselben genügend Hitze erzeugt und eine genügend hohe Temperatur aufrechterhalten, um die notwendigen Wirkungen hervorzurufen.
Die Wirkung des Einspritzens von Dampf in das fallende Mehl, und zwar unmittelbar bevor das Mehl zwischen die angespannten erhitzten Walzen hindurchgeht, ist nicht nur das Austrocknen des Mehles, sondern es werden auch die in jedem Mehlteilchen enthaltenen Stärkezellen zerbrochen.
Rohr 38 trägt in der Mitte ein Rohr 40, das durch Krümmer 41 mit Rohr 42 verbunden ist, welches sich parallel zu Rohr 38 und durch die'Seitenplatte 15 erstreckt und dann durch Rohr 43 mit einer Dampfquelle verbunden ist.
Infolge der gezeigten Anordnung des Rohres leiten die Öffnungen 39 den Dampf in das Mehl in einer schräg nach unten verlaufenden Richtung. Dies kann jedoch nach Wunsch geändert werden. Es sind ein Paar von Reinigungsmessern 44 vorgesehen, die das gemahlene Mehl von den Walzen 8 und 12 abkratzen.
Nachdem das Mehl dem Dampf ausgesetzt und durch die erhitzten Walzen hindurchgegangen ist, kommt es in sehr dünnen Schichten heraus. Diese können auf irgendeine geeigneten Weise gesammelt und dann dem vollen Walzverfahren unterworfen werden, wodurch sie zu Mehl der Originalfeinheit gemahlen werden, jedoch sind die Stärkezellen dieses Mehles zerstört, und wenn Brot, Pasteten o. dgl. gemacht werden, sind diese leichter verdaulich, und da das Mehl mit den zerstörten Stärkezellen einen grösseren Betrag von Feuchtigkeit als gewöhnliches Mehl absorbiert, kann der Gehalt von Feuchtigkeit in der Nahrung erhöht werden und so wird auch die Zeit, die das Brot aufbewahrt werden kann, verlängert.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Verfahren zum Behandeln von Mehl unter Einwirkung von Dampf und Behandlung zwischen beheizten Walzen, dadurch gekennzeichnet, dass das Mehl in fein verteiltem Zustande durch einen Dampfstrom hindurchgeleitet und unmittelbar darauf zwischen beheizten Walzen behandelt wird.