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Ballschläger.
Die verhältnismässig rasche Abnutzung der Ballschläger ist weniger auf den Stoss des Balles gegen das Netz als vielmehr auf das gegenseitige Abscheeren der Saiten zurückzuführen.
Denn der Stoss eines auf den Ballschläger fallenden Balles wirkt im allgemeinen in mehr oder weniger schräger Richtung und bewirkt demgemäss eine leichte Verschiebung der Saiten, welche unter dem Einfluss der ihnen gegebenen Spannung sofort wieder in ihre normale Lage zurückkehren, sobald die verschiebende Stosswirkung aufgehört hat. Diese Verschiebung der Saiten gegeneinander, so schwach sie auch sei, ist mit einer Abscheer-oder Schabewirkung verbunden, die überdies auch beim Aufschlagen des Balles auftritt, weil sich das Netz unter der Wirkung des Stoffes wölbt und auch hierdurch eine Verrückung der Saiten aus ihrer ursprünglichen Lage verursacht wird.
Um die mit den Bewegungen der Saiten verbundene, die Lebensdauer des Ballschlägers herabsetzende Schabewirkung aufzuheben, werden der Erfindung gemäss an den Kreuzungsstellen der Saiten dünne, jedoch widerstandsfähige und wenig elastische Zwischenlagen eingelegt. Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein zum Einlegen dieser Zwischenlagen geeignetes Werkzeug.
In Fig. i der Zeichnung ist ein der Erfindung gemäss ausgestatteter Ballschläger und in Fig. 2 und 3 eine besonders ausgebildete Scheibe oder ein Plättchen, welches als Zwischenlage für die sich berührenden Saiten dient, in Draufsicht und Seitenansicht gezeigt ; Fig. 4 ist eine Seitenansicht des zum Einlegen der Plättchen dienenden Werkzeuges, Fig. 5 zeigt die Handhabung dieses Werkzeuges.
An der Berührungsstelle zweier Saiten 2 des Ballschlägers 1 wird eine Zwischenlage, vorzugsweise in Form einer Scheibe oder eines Plättchens 3 eingelegt. Hierzu wird ein Werkzeug in Form eines Brettchens 6 mit gegabeltem und leicht aufgebogenem Ende benutzt. Man untergreift mittels der Zinken 7 eine Saite 21, welcher Vorgang dadurch erleichtert wird, dass der Gabelschlitz 8 hierbei die rechtwinklig durchziehende Saite 22 aufnimmt. Dann drückt man auf das freie Ende des Werkzeuges 6, um die Saite 21 anzuheben, worauf man mittels der Hand oder einer Pinzette eine Scheibe 3 zwischen die Saiten 21 und 22 einlegt.
Wenn man nun das Werkzeug 6 freigibt, wird die Scheibe 3 zwischen den beiden Saiten durch die Spannung der letzteren geklemmt und festgehalten. Damit die Saiten durch das Werkzeug nicht verletzt werden, wird dieses an der Wurzel der Zinken 7, beispielsweise durch eine Umwicklung 9 geschützt (Fig. 4).
Die eingelegten Scheiben bewirken natürlich eine Erhöhung der Spannung des Netzes 2, aber im Verlauf der Benutzung des so ausgestatteten Ballschlägers drücken sich die Saiten in den Stoff der Scheiben ein und die ursprüngliche Vermehrung der Saitenspannung wird in dem Masse aufgehoben, als die von den Saiten erzeugten Einschnitte tiefer werden und schliesslich lässt die Spannung nach. Man kann diesem Übelstand dadurch begegnen, dass man Plättchen verwendet, die bereits auf die äusserste Grenze zusammengepresst sind und welche, wie in Fig. 2 und 3 dargestellt, von vornherein in geeigneter Weise mit senkrecht zueinander verlaufenden Rillen 4 und 5 für die Aufnahme der korrespondierenden Saiten 21 und 22 versehen sind.
Diese Plättchen 3 werden vorzugsweise aus Leder oder einem ähnlichen Stòff hergestellt.
Durch Verwendung von Plättchen, welche bereits die Einschnitte 4 und- ? in einer dem Durch-
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messer der Saiten gleichen Stärke aufweisen, wird gleichzeitig, und zwar in bedeutendem Masse, die Abnutzung der Bespannung an der äusseren Seite herabgesetzt, denn die Oberseite des Leders der Plättchen 3 liegt in diesem Falle in gleicher Höhe mit der Oberseite der Bespannung und nimmt mit dieser den Stoss des Balles im Moment des Auftreffens desselben auf das Netz auf.
Da natürlich die Abnutzung der Saiten hauptsächlich in der Mitte des Ballschlägers erfolgt, ist auch besonders dieser Teil durch Zwischenlagscheiben zu schützen ; doch kann selbstverständlich jeder Spieler nach eigenem Ermessen das Scheibenfeld mehr oder weniger vergrössern oder verkleinern.
Man kann auch in der Weise vorgehen, dass man mit dem Ballschläger spielt, ohne es mit Scheiben zu versehen und allmählich an jenen Saitenkreuzungspunkten, welche sich abzunutzen beginnen, Scheiben einlegt. In vielen Fällen kann man so die Dauer des Ballschlägers verlängern.
Selbstverständlich gestattet die Erfindung, ohne an ihrem Wesen etwas zu verlieren, zahlreiche Abänderungen sowie die Anwendung beliebiger geeigneter Stoffe und Hilfsmittel. So kann man Scheiben benutzen, deren Nuten 4 und 5 in geeigneter Weise mit Leim oder Talg eingelassen sind, je nach der Natur der Fäden der Bespannung. Das Werkzeug 6 kann auch als Behälter für die Aufbewahrung der Ersatzscheiben ausgebildet sein oder es kann hierzu der Griff des Ballschlägers benutzt werden. Die Scheiben können. im übrigen jede beliebige Form erhalten und auch durch Fäden aus beliebigem Material ersetzt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Ballschläger, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verminderung seiner Abnutzung und zur Vergrösserung seiner Elastizität in die Kreuzungsstellen der Saiten dünne, widerstandsfähige, wenig elastische Körper, vorzugsweise kleine Lederscheiben eingelegt sind.