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Die Erfindung bezieht sich auf einen Bremsregler mit indirekter Übertragung der Verstellkraft des Reglers durch eine Hilfsmaschine.
Der Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, bei der der Kolben der Hilfsmaschine, sobald er im Sinne des Anziehens der Bremse bewegt wird, zu geeigneter Zeit ein Ausgleichsventil der Hilfsmaschine, das von dem mit dem Fliehkraftregler verbundenen Steuerventil vollkommen unabhängig ist, selbsttätig öffnet. Dadurch wird das Treibmittel hinter den Kolben der 11iIfsmaschine eingelassen, so dass auf beiden Seiten dieses Kolbens gleicher Duck herrscht. Die Bremse kann dadurch nur bis zu einem gewissen Grade angezogen werden und veibleibt infolge des Beharrungsvermögens der Teile in diesem Zustande.
Wird dann das Hauptsteuerorgan der Hilfsmaschine durch den Fliehkraftregler um-
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Stärkung der Bremswirkung auf diese Weise sehr genau eingestellt werden kann, auch ist ein Festklemmen der Bremse ausgeschlossen, vielmehr findet die Bremswirkung in der Weise statt, als ob dieselbe durch Federn übertragen würde.
Die Zeichnung zeigt eine Ausführungsform der Erfindung. die sich besonders für Dampfbetrieb eignet. Fig. i ist eine Seitenansicht der Einrichtung, Fig. 2 eine obere Ansicht derselben, Fig. 3 ein Querschnitt durch den Hilfsmaschinenzylinder nach Linie der Fig. i.
Fig. 4 ein senkrechter Querschnitt nach Linie B-B der Fig. i, Fig. 5 ist eine Seitenansicht der Einstellvorrichtung, Fig. 6 ein Querschnitt nach der Linie C-C in Fig. 5, Fig. 7 eine
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eine Einze'darstellung einer weiteren Ausführungsform der Bremsvorrichtung.
Wie aus Fig. i und 2 zu ersehen ist, besteht das Bremsband aus einem oberen Teile 1 und einem'unteren Teile 2, die auf einem gemeinsamen, in den Lagern 4 ruhenden Zapfen 3 angeordnet sind. Die Bremse ist mit Bremsklötzen 3 ausgestattet, die auf den Umfang einer Bremsscheibe wirken, die auf der zu beeinflussenden Welle i aufgekeilt ist. Die rückwärtigen Enden der Bremsstelle 1 und 2 sind an Hebel 12 und 13 angeschlossen, die bei 14 bzw. 15 in den Lagern 16 drehbar angeordnet sind. Die rückwärtigen Enden dieser Hebel sind durch kurze Lenker 17 und 18 mit einem Kreuzkopf 79 verbunden, der auf der Kolbenstange 20 befestigt ist und durch Stangen 21 geführt ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 9 kommen Bremsschuhe 22, 23 zur Anwendung, die unmittelbar auf den Hebeln 12 und 13 bei 24 bzw. 25 drehbar be'estit sind.
Der Kolben 30 arbeitet in einem Zylinder 31. dessen Dampfeinlassventil 82 als Kolben- ventil ausgebildet ist und in einem Gehäuse 33 gleitet. Das Ventil ist mit einem ringförmigen Teil 34 ausgestattet, der die Öffnung 35 des Dampfeinlassrohres 36 und die Dampfeintrittsöffnung 37 beeinflusst. Wenn der Regler sich im Ruhezustand befindet, sind die beiden Öffnungen 35 und 37 durch das Ventil geschlossen.
Bei dieser Stellung des Ventils ist gleichzeitig der Dampfauslasskanal 42 durch eine ringförmige Nut 41 des Ventils
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Wenn die Geschwindigkeit der Welle 7 eine bestimmte Höhe erreicht hat, so bewegt der Regler 38 mittels seiner Spindel 44 und des Winkelhebels 45 das Steuerventil 3 : 2. Es tritt nun Frischdampf durch Öffnung 35, Nut 41 und Bohrung 37 in den rückwärtigen Teil des Zylinders 31 und bewegt den Kolben 30 nach vorne. Hierbei wird die Bremse durch die Hebelvorrichtung 17, 18, 12 und 13 angezogen.
Ein am Kreuzkopf 19 angeordneter Ansatz 46 trägt eine Stange 51, die mittels der
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Dampf in den vorderen Teil des Zylinders 31 ein, wodurch der Druck auf beiden Seiten des Kolbens der gleiche wird.
Infolge des Anziehens der Bremse verringert sich die Geschwindigkeit der Welle und das Steuerventil 32 wird durch den Regler im entgegengesetzten Sinne bewegt, wodurch der Dampf aus dem rückwärtigen Teile des Zylinders entweichen kann. Gleichzeitig treibt der Druck im vorderen Teile des Zylinders den Bremskolben nach rückwärts und der Hebel 49 wird infolge Rückganges des Ansatzes 46 derart bewegt, dass das Ausgleichsventil 55 den Auspuff öffnet so dass der Dampf aus dem vorderen Teile des Zylinders ent-
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weichen kann. Sämtliche Teile werden bomit in die Anfangslage zuriickgefühlt, so dass im Falle einer unzulässigen Geschwindigkeitserhöhung die Vorrichtung von neuem wirken kann.
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geschlitzten Verlängerungsstück 63 verbunden.
In dem Schlitz 60 ist eine Verzahnung 61 angeordnet, in die ein Zahnrad 62 eingreift, das auf der Spindel 63 eines Handrades 64 sitzt. Auf der Vorderseite des Verlängerungsstückes 65 ist ein Massstab 67 angeordnet, der die Zahl der Umdrehungen bzw. die Meilenzahl pro Stunde angibt, auf die die Maschine eingestellt ist. Durch Drehen des Handrades und Einstellen des Spindel 44 in bezug auf den Winkelhebel 45 kann die Umdrehungszahl nach Belieben geändert werden.
Zum Feststellen des Handiades 64 und des Zahnrades 62 dient ein unter Feder-
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im Gehäuse 78 drehbar gelagert und wird mittels eines Uhrwerkes 79 getrieben. Ein auf der Reglerspindel 44 angeordneter Arm 80 greift in das untere Ende eines zweiarmigen, bei 82 drehbar gelagerten Hebels 81 ein. Das obere Ende des Hebels ist mit einem Schlitz 83 versehen, in den ein Zapfen 84 des in einer Führung 86 gleitbaren Schiebers 85 eingreift.
Die Führung 86 ist parallel zur Achse der Trommel 76. Der Schieber 85 trägt einen Blei- stift oder eine beliebige andere Vorrichtung, die zum Aufzeichnen der Geschwindigkeitskurve dient. Die Registrierkarte 87 kann an dem einen Ende 89 mit einem die Umdrehungszahl angebenden Massstab versehen sein. Die auf der Karte aufgezeichnete Kurve gibt die Zahl der Umdrehungen bzw. die Geschwindigkeit des Wagens in Meilen pro Stunde an.
Soll z. B. die Bremse mittels atmosphärischer Luft getrieben werden, so ist die
Bauart dieselbe wie bei Anwendung von Dampf als Triebmittel. Selbstverständlich ist in diesem Falle der Auspuffkanal 43 bei beiden Ventilen 32 und 55 mittels einer Leitung 112, die in Fig. 4 durch gestrichelte Linien angedeutet ist, mit einer Luftabsaugevorrichtung 113 bekanntet Bauart verbunden. Die Wirkungsweise ist dann ähnlich wie bei Dampfbetrieb.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Bremsregler mit indirekter Übertragung der Verstellkraft des Reglers durch eine
Hilfsmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass der Bremskolben (30) an einer bestimmten ver- änderlichen Stelle seines Bremshubes ein Ausgleichventil . J) öffnet, um den Druck auf beiden Seiten des Bremskolbens vor Umsteuerung der Hilfsmaschine auszugleichen.