DE2172C - Regulir- und Absperr-Apparat für Dampfmaschinen - Google Patents

Regulir- und Absperr-Apparat für Dampfmaschinen

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DE2172C
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DENDAT2172D
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Dr. R. PROELL, Civilingenieur, in Dresden
Publication of DE2172C publication Critical patent/DE2172C/de
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Classifications

    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D13/00Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover
    • G05D13/08Control of linear speed; Control of angular speed; Control of acceleration or deceleration, e.g. of a prime mover without auxiliary power
    • G05D13/10Centrifugal governors with fly-weights

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

1S77.
Klasse 60.
R. PRÖLL in DRESDEN. Regulir- und Absper r-Ap par at für Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 9. September 1877 ab. Längste Dauer: 1. Februar 1891.
Der in verjüngtem Maafsstabe auf beiliegender Zeichnung dargestellte Apparat ist zur Regulirung und Arretirung kleinerer Dampfmaschinen bestimmt, bei welchen eine selbstthätige Einwirkung des Regulators auf die Expansion des Dampfes nicht stattfindet. Die compendiöse Anordnung der zur Regulirung und Arretirung nothwendigen Paarschlüsse in einen einzigen leicht transportablen Apparat, dessen Fabrikation als Handelswaare sich als rentabel erweisen dürfte, soll den Maschinenfabrikanten der Mühe überheben, die in den meisten Fällen zur Regulirung und Arretirung der Dampfmaschinen üblichen fünf Maschinentheile, als: 1) Regulator, 2) Gestell zum Regulator, 3) Drosselklappe oder Drosselventil, 4) Stellzeug, 5) Absperrventil mit Handrad, einzeln berechnen, construiren und ausführen zu müssen. Zum leichten und bequemen Einbauen des Apparates in die Maschine soll der Apparat entweder mit einem entlasteten Eckventil oder doppelsitzigen Durchgangsventil versehen und Fürsorge getroffen werden, dafs der Rohrstutzen in verschiedenen Richtungen an den Rumpf des Ventils angesetzt werden kann, wie es gerade die Rohrleitung der Maschine und das Einbauen des Apparates erheischt. Dadurch dafs bei der Construction des Apparates ein für alle mal die verschiedenen Querschnitte im Ventil, die Wandstärken, die Dimensionen der Stopfbuchse, des Regulirungsstängelchens, des konischen Antriebes, der Lagerung, des Handrades und endlich des Regulators und der in ihm schwingenden Massen möglichst richtig und zweckentsprechend bestimmt sind, fällt ein gut Stück Arbeit im technischen Bureau des Maschinenfabrikanten fort, und es wird sich für denselben der sofortige Bezug des Apparates, dessen gute und exacte Wirkungsweise wohl aufser Frage steht, sehr empfehlen.
Was nun die Anordnung der einzelnen Theile des Apparates anbelangt, so ist dieselbe aus der Zeichnung klar ersichtlich. In der hohlen gufseisernen Regulatorspindel befindet sich das Regulirungsstängelchen, welches, durch einen Splint mit dem unteren Querschnitt des Tachometers (Regulators) verbunden (die gufseiserne Spindel ist an dieser Stelle auf die Länge des Hubes geschlitzt), die Hebung und Senkung des Ventils veranlafst. Die Drehung des Stängelchens ist oberhalb der Stopfbuchse des Ventildeckels durch eine kleine Metallkupplung aufgehoben. Eine im Buchsfutter des Deckels eingesetzte Stellschraube greift mit ihrer Spitze in eine Nuth des Stängelchens und verhindert jede andere Bewegung des Ventils mit Ausnahme des Auf- und Niedersteigens. Das Ventil ist vollkommen cylindrisch und sauber in das Gehäuse eingeschliffen. Der Dampf tritt durch drei ringförmige und in der vorliegenden Zeichnung ersichtliche Schlitze in den ringförmigen Raum zwischen Ventilsitz und gufseisernem Gehäuse und aus diesem in den Stutzen des Schieberkastens. Die Regulirung des Dampfzutritts erfolgt durch Verengung oder Erweiterung der Dampfeintrittsschlitze, je nach der Höhenlage des Ventils, welche durch die beschriebene Verbindung von der augenblicklichen Gleichgewichtslage des Regulators abhängig gemacht ist. Bei ca. 10 mm Hub des Regulators erfolgt gerade vollständiger Abschlufs des Dampfes, während das Ventil selbst noch vollständig entlastet ist. Ein weiteres Anheben des Regulators durch Drehen des auf dem Gestell angebrachten, während der Regulirung feststehenden Handrades bringt die Sitzflächen des Ventiles ober- und unterhalb der Durchgangsöffnungen des Dampfes zur Berührung, und die Arretirung der Dampfmaschine ist eingeleitet. Mittelst des Handrades kann der Ausschlag des Regulators von einem Maximum bis Null beliebig begrenzt werden. Zum bequemen Schmieren des Bundzapfens der Regulatorspindel ist der glockenförmige Aufsatz des Handrades, auf welchem das Gleitstück des Regulators ruht, mit vier Löchern versehen, durch welche das OeI eingegossen werden kann.
Die Verbesserungen der vorliegenden Construction gegenüber der älteren dürften in folgendem bestehen:
i. Das zur Arretirung vorgesehene Handrad steht während der Regulirung fest. Ein zufälliges, selbständiges Lösen des Handrades, wie solches bei der älteren Construction infolge der permanenten Rotation desselben immerhin zu befürchten stand, sowie die mit dem Bremsen

Claims (4)

  1. und Festhalten des rotirenden Handrades verbundenen Uebelstände sind vermieden.
  2. 2. Das als volle Scheibe construirte Handrad hindert durchaus nicht den Zugang zum Schmiergefa'fs des Bundzapfens, was früher stattfand.
  3. 3. Das Schmiergefäfs ist an das Regulatorgestell angegossen, so dafs ein Herausschleudern des OeIs, welches früher leicht eintreten konnte, nicht mehr zu befürchten steht.
  4. 4. Das Ventil ist vollständig entlastet und sehr sicher geführt. Es wird bei gehöriger Oelung dem Regulator einen sehr geringen Widerstand darbieten.
    3. Der Regulator (Tachometer) ist nahezu astatisch construirt. Die Schwungkugeln bilden mit dem Stängelchen ein Gufsstück, und dadurch, dafs dieselben aufserhalb ihrer Mittellinie in bestimmtem Abstande von derselben an die oberen Hängearme angeschlossen sind, werden die Mittelpunkte der Kugeln gezwungen, sich in der Längsschnittebene in Bahnen zu bewegen, deren Krümmungsmittelpunkte sich in nahezn doppelter Spindelhöhe jenseits der Spindel befinden, eine Bedingung, welche bekanntlich für eine pseudoastatische oder nahezu astatische Wirkungsweise des Regulators (Tachometers) erfüllt sein mufs. Der Centrifugalkraft der Kugeln hält die Schwere einer Kugel, welche direct auf das Regulirungsstängelchen gesetzt ist, das Gleichgewicht. Da die Energie des Regulators durch die Gröfse des Gegengewichtes bedingt ist, so kann im vorliegenden Falle durch Aus-• wechseln der belasteten Kugel die Energie des Regulators in leichtester Weise nach Bedarf modificirt, oder umgekehrt, so lange die Minimalgrenze der Energie noch eingehalten wird, die Tourenzahl des Regulators entsprechend geändert werden.
    Was die Vorzüge dieses verbesserten Regulirund Absperrapparates im allgemeinen anbelangt, so dürfte aufserdem, was im Anfange vorliegender Beschreibung gesagt ist, die Thatsache der Erwähnung werth sein, dafs durch die directe Verbindung des Regulators mit dem Ventil jede gröfsere Abnutzung der sich berührenden Theile vermieden ist. Eine ausgedehnte Gelenkverbindung, welche sonst bei Einwirkung des besonders montirten Regulators auf die Drosselklappe vorhanden ist und aus mindestens vier bis fünf Zapfenverbindungen besteht, ist weit weniger geeignet, einen schnellen Zug oder Druck vom Regulator auf die Drosselklappe zu übertragen. Der Verschleifs in den Zapfen führt sehr bald einen todten Gang herbei, der auf die Hülse reducirt mit der Zeit leicht 10 bis 20 mm und mehr noch erreicht. Aus diesem Grunde allein ist man schon genöthigt, dem Regulator einen gröfseren Ausschlag zu geben. Je kleiner derselbe, desto präciser ist indefs die Wirkungsweise des Regulators. Im vorliegenden Falle ist eben wegen der directen Verbindung der Ausschlag sehr gering, und der Hub der Hülse im Maximum beträgt nur 10 mm, bei gröfseren Apparaten nur 15 mm. Ein Klemmen und Versetzen der einzelnen Verbindungen infolge schlechter Montage kann bei Anwendung dieses Apparates nicht mehr vorkommen, da derselbe, in sich fertig montirt, in tadellosem Zustande an den Maschinenfabrikanten abgeliefert wird und das Einbauen des Apparates in die Rohrleitung eine Lagenänderung aller regulirenden und zur Absperrung nothwendigen Theile nicht herbeiführen kann. ,
    Bemerkung. Die Anordnung eines Handrades unmittelbar unter dem Regulator, behufs Ersparung eines besonderen Absperrventiles, ist auch empfehlenswerth bei allen Maschinen, bei welchen der Regulator auf den Füllungsgrad des Cylinders wirkt. Sind die Verhältnisse so gewählt, dafs der Regulator in seiner obersten Lage keine Füllung giebt, so ist das Verharren des Regulators in dieser Lage gleichbedeutend mit dem Absperren des Dampfes durch ein besonderes Ventil. Durch Anheben des Regulators mittelst eines Handrades und Fixirung desselben in seiner obersten Lage werden die Einlafshähne oder Einlafsventile der Corlifs- bezw. Sulzermaschinen oder Maschinen mit modificirter Corlifssteuerung Absperrhähne und Absperrventile. Besondere Absperrvorrichtungen erscheinen also überflüssig.
    Patent-Anspruch: Die Anordnung und Verstellungsweise des Ventils, auf welches der Regulator einwirkt, und welches gleichzeitig das Abstellungsventil der Maschine ist.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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