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Der Gegenstand der Erfindung ist eine Antriebsvorrichtung, mit der mehrere Organe oder Ornangruppen nacheinander durch Betätigung eines einzigen Organes betätigt werden können. Zwei nacheinander zu betätigende O. gane oder Organgruppen können hierbei dera t betätigt werden, dass irgendeines der Organe (Organgruppen) aus seiner NOrmalstellung erst dann verstellt werden kann, wenn das andere Organ (Organgruppe) vorher in seine Normal- stellung zurückgebracht worden ist.
Solche Arbeitsbedingungen sind in vielen Fällen erfordeilich, bei denen schwer zu lenkende Organe in einer bestimmten Reihenfolge betätigt werden sollen, wie dies bei Weichen, Wegschranken, Signalen von Eisenbahnen usw. der
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schnitt, wobei einzelne Teile in Ansicht dargestellt sind. Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt nZtch A-A dcr Fig. 1, unter Weglassung e'nzelner Teile ; Fig. 3 zeigt die Vorrichtung im Grundriss bei abgehobenem Gehäuse 8. Fig. 11 ist ein Längsschnitt des oberen Teiles der in Fig. i da ; gestellten Vorrichtung. Fig. 12 und 13 sind Schnitte durch Einzelheiten der Fig. i. Fig. 21 zeigt einen Querschnitt des oberen Teiles, Fig. 22 zeigt eine Einzelheit-Kulisse-in Ansicht, die in Fig. 2 im Querschnitt dargestellt ist.
Fig. 23 ist eine schematische Darstellung des Kulissenmechanismus. Fig. 24 zeigt eine
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Fig. 5 ist ein wagrechter Schnitt dmch das nach Art der Freilaufkupplung eingerichtete Kugelklemmgesperre. Fig. 6 ist ein Schnitt nach C-C in Fig. 5. Fig. zeigt schaubildlich eine Einzelheit den Riegel ? J.
Das Torpedolancierrohr l hat drei Schieber : Der erste Schieber V (Fig. 3), der mit ..Verschluss" bezeichnet wird und den Durchtritt des Torpedos sperrt, ist an einer Zahnstange. ? befestigt. Die beiden anderen Schieber F und V, die zur Entleerung des Wassers
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Schieber , ' geschlossen. Vor dem Einführen eines Torpedos werden zuerst die Schieber v1, V2 geöffnet, wodurch das Wasser aus dem Rohr abfliesst ; hierauf werden diese Schieber geschlossen. Sodann wird der Torpedo eingeführt. Nunmehr wird der Verschluss V geöffnet, um freien Durchgang für den Torpedo zu schaffen ; während dieser Zeit hat sich das Rohr vollständig mit Wasser gefüllt.
Gemäss der Erfindung werden die verschiedenen Abschlussorgane des Torpedolancierrohres mittels eines einzigen Handrades J betätigt. Das Handrad 3 verdreht eine Welle 4, auf der ein Zahnrad ! angeordnet ist, das mit einem Zahnrad 6 in Eingriff steht, dessen Nabe eine Schraubenmutter und dessen Achse eine Schraubenspindel 7 bildet, die in dem Gehäuse 8 befestigt ist.
Das Zahrad 6 ist mit einer Muffe. 57 fest verbunden, die einen seitlch angeordneten Zapfen 9 trägt, der zwischen die beiden Zinken einer schwingbar
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<tb> Verschluss <SEP> V. <SEP> Auslassschieber <SEP> F, <SEP> V2.
<tb> i. <SEP> Offen, <SEP> Beide <SEP> geschlossen,
<tb> 2. <SEP> geschlossen, <SEP> beide <SEP> geschlossen,
<tb> 3. <SEP> geschlossen, <SEP> beide <SEP> offen,
<tb> 4. <SEP> geschlossen, <SEP> beide <SEP> geschlossen.
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Die Steuerung in diese Stellungen erfolgt mit zwei Umdrehungen des Griffrades vorwärts und zwei Umdrehungen rückwärts, wobei diesen beiden Umdrehungen eine tote Viertelumdrehung in entsprechendem Sinne'0 angeht.
Die erste Stellung ist jene, bei der der Verschluss V geöffnet wird, wobei die
Schieber p und r geschlossen bleiben. Die Steuerung in diese Stellung vollzieht sich, wie bereits erwähnt, während einer toten Viertelumdrehung und zweier Griffradumdrehungen im Uhrzeigersinne.
Während der toten Viertelumdrehung werden die Steuerorgane der Schieber F und) ' infolge Festlegung des Grundrades 20 und damit des Zahnrades 22 nicht betätigt. Während dieser toten Viertelumdrehung verstellt nämlich der in diesem Zeitpunkte in die Gabel 10 eingreifende Zapfen 9 des Zahnrades 6 die Gabel und bewirkt das Senken der Klinke 13, die die Daumenscheibe 14 derart verdreht, dass das Gleitstück 15 mittels der Anlaufflächen 16 die Kugeln 18 des Rades 201 auslöst, hingegen das Grundrad 20 festlegt.
Während dieser zuerst erfolgenden toten Viertelumdrehung wirkt die Antriebswelle 4 nicht auf den das Differentialgetriebe betätigenden Kranz 56, was durch irgendein geeignetes Mittel erreicht werden kann, beispielsweise dadurch, dass ein auf der Welle 4 lose sitzendes Zahnrad 55 durch zwei seitliche Mitnehmeransätze 53,54 mitgenommen wird, die an zwei ähnliche Ansätze 51, 52 einer auf der Welle 4 aufgekeilten Muffe 50 (Fig. 11 und i) angreifen. Andererseits wird der Zapfen 9 des Zahnrades 6 allmählich aus der Gabel 10 dadurch herausgezogen, dass das Rad 6 längs seiner Achse sich verschiebt ; dieses kann sich nunmehr drehen, ohne dass die Gabel 10 mitgenommen und die Daumenscheibe 14 verstellt wird.
Man führt sodann zwei Griffradumdrehungen in demselben Sinne aus, wobei das
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Rad 23 drehen, das in das Zahnrad 24 eingreift und daher die Welle 25 dreht. Diese betätigt mittels der Kegelräderühersetzung das den Mitnehmer 26 tragende Stirnrad, wobei sich dieser Mitnehmer in der Kulisse 261 der Scheibe 27 bewegt und das in die Zahnstange 2 des Schiebers V eingreifende Zahnrad 28 unmittelbar betätigt. Diese Einrichtung ermöglicht die Änderung des Hebelarmes, an dem der Mitnehmer 26 angreift, so zwar, dass die Kraft in dem Masse, als der Verschluss V herangezogen wird, allmählich verringert wird.
Um den Verschluss V zu schliessen, ohne die Schieber V, V2 zu öffnen, muss man die um-
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hat, belassen wird. Man erteilt dem Griffrad eine anfängliche tote Vierteldrehung, um die Ansätze 51 bzw. 52 an die Ansätze 53 bzw. 54 zu bringen, worauf die beiden Umdrehungen ausgeführt werden, die den Verschluss V in die Schliessstellung zurückführen. Am Ende dieser beiden Umdrehungen wird durch Verstellen des Zahnrades 6 auf seiner Schrauben- spindel 7 der Zapfen 9 wieder in Eingriff mit der Gabel 10 gebracht und der Bügel 13 gehoben. Man kann nunmehr die zweite Operation, nämlich das Öffnen der Auslassschieber, ausführen.
Diese zweite Operation umfasst eine tote Vie telumdrehung Im Uhrzeigersinne, wobei im Verlaufe derselben die Klinke 13 neuerdings gesenkt wird ; aber sie bewirkt die Verstellung der Daumenscheibe in einer zur ersten Verstellung entgegengesetzten Richtung, wodurch das Zahnrad 20 ausgelöst, das Zahnrad 201 hingegen blockiert wird. Die Antriebsvorrichtung V ist daher festgestellt, während jene der Schieber V1 und V2 in Tätigkeit tritt, und zwar durch Vermittlung der Räder 20,22. Letzteres nimmt das Zahnrad 29 und dessen Welle mit, die mittels der Kette 30 die Welle 31 in Umdrehung versetzt. Diese Welle 31, die in das Kegelrad des Differentialgetriebes der Schieber VI, V2 eingreift und daher das Gehäuse dieses Differentialgetriebes und die Planetenräder 411 in Drehung versetzt.
Da die Schieber im allgemeinen ungleich sind, so ist es zweckmässig, zuerst. jenen Schieber zu öffnen, der den grösseren Kraftaufwand erfordert. Bei dem dargestellten Aus- fühiungsbeibpiel ist angenommen, dass der Schieber V2 zu seiner Öffnung eine viermal grössere Kraft e fo de t als der kleinere Schieber V1.
Um diesen Unterschied auszugleichcn, wird der Schieber V2 mittels eines Zahnbogens 41 betätigt, der fünfmal grösseren Halbmesser besitzt, als jener des Zahnbogens 40, der für den Antrieb des Schiebers F dient, so dass der grössere Schieber V2 geringeren Widerstand zu Beginn dem Öffnen bietet und sich also zuerst öffnet, wobei sein Zahnrad 35 mittels des Planetenrades 411 sich an dem zu diesem Zeitpunkt festgestellten Z'ihnnul 34 abstiitzt. Nun bewirkt aber die Bewegung
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bestimmten Zeit dasselbe auf seiner Achse blockiert und in diesem Augenblicke die Mitnahme des ganzen Systems durch die Kränze des Differentialgetriebes bewirkt, wodurch das Zahnrad.'34 auf den Schieber V1 wirken kann.
der sich nun seinerseits öffnet. Die beiden Schieber sind am Ende der zwei wirksumen Handumdrehungen vollständig geöffnet.
Das Schliessen dieser Schieber vollzieht sich während zweier Handradumdrchungen in umgekehrter Richtung, wobei stets eine tote Vierteldrehung vorangeht. Während der letzten
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zu wirken. Die Reihe der Operationen ist vollständig beendet und kann beliebig wiederholt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Vorrichtung zur Betätigung der Schieber von Lanzierrohren für Torpedo-, oder dgl., die mit einer Einrichtung versehen ist. um die für die Steuerur. g des Verschlusses not- wendige Umdrehungszahl des Betätigungsorgans zu veringern. dadurch gekenneichnet, dass dieses die Drehung auf das in die Zahnstange des Verschlusses (V) eingreifende Zahn-
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Bewegung in der Kulisse (261) einer auf der Welle des in die Zahnstange (2) eingreifenden Zahnrades (28) aufgekeilten Scheibe (27) verstellt, z. B. dadurch, dass die Drehachse des Zapfens ) gegen jene der Scheibe (,'27) verschoben ist, so dass der Hebelarm des durch den Zapfen (26) auf die Scheibe (27) ausgeübten Druckes zwischen einem Maximum und einem Minimum sich ändert.