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Hilfsapparat für Sägewerke.
Als ein in der Sägeindustrie sehr beklagenswerter Übelstand empfunden wurde die Unmöglichkeit, das Rohmaterial in möglichst rationeller Weise auszubeuten, da es hiezu an wirklich brauchbaren Hilfsmitteln fehlte und daher bisher nur nach Erfahrung und ungefährer Schätzung gearbeitet wurde, wodurch aber häufig, insbesondere bei nicht ausreichend geübten, erfahrenen Sägeleitern, der erhaltene Abfall so bedeutend werden konnte,
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dadurch, dass mittels dieses Apparates eine Einteilung des Klotzes ermöglicht wird, noch bevor derselbe zum Einschnitt gelangt.
Der Apparat wird einem lebhaft gefühlten Bedürfnisse bei allen Sägewerken entsprechen, da derselbe auf eine einfache, leichte und bequeme Weise die Einteilung bzw. die Bestimmung der Ausbeute eines Klotzes auf sichere Weise ermöglicht, wie man dies bei einem Probeschnitt am Sägegatter feststellen könnte.
In der Zeichnung ist der Hilfsapparat in Ansicht dargestellt.
Auf einem Brett a ist eine Tafel b mit einer quadratischen Einteilung angebracht, die einen Quadranten darstellt, dessen Scheitel an dem mit 0 bezeichneten Eckpunkte sich befindet. Von diesem Punkte aus als Mittelpunkt sind eine grössere Anzahl Viertelkreise c
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ausgehende Skalen auf den beiden Achsen des Quadranten geben die entsprechenden Durch- messer der Kreise in Zentimeter an, wobei selbstverständlich der Massstab dieser Einteilung der halben natürlichen Grösse entspricht, also jeder halbe Zentimeter der Skala je einem Zentimeter Durchmesser entspricht. Beispielsweise einem Stamm oder Block von 30 cm Durchmesser oder Zopfstärke entspricht der Kreisbogen 30, vom tatsächlichen Halbmesser 15 cm.
Von jedem Endpunkt der Viertelkreis sind lotrechte-bzw. wagreclite Linien d bzw. e gezogen, während vom Scheitel 0 aus eine Diagonale f eingetragen ist, die an den Schnittpunkten mit den Viertelkreisen die diesen entsprechenden, in der Zeichnung nicht eingetragenen Ziffern trägt.
Beiderseits der Tafel b ist je eine längsgeschlitzte Schiene g angebracht, in welchen eine Anzahl über die Einteilung reichender Querschienen h verschiebbar geführt sind, die durch Muttern i an jeder Stelle festgeklemmt werden können. Die Breite dieser Querschienen beträgt vorteilhaft je 5 mm. Dieselben dienen dazu, die Gatterschnitte darzustellen.
Dieser Hilfsapparat ist nun je nach dem jeweiligen Gebrauchszweck in einer der folgenden Arten zu verwenden : I. Es soll die Zopfstärke des zum Schneiden eines Kantholzes bestimmter Abmessungen zu verwendenden Stammes bestimmt werden. Beispielsweise soll der einem scharfkantigen Kantholz von 18/24 cm entsprechende Zopfdurchmesser gefunden werden. Zu diesem Zwecke sucht man den Schnittpunkt der 18. lotrechten und 24. wagrechten Linie und findet, dass dieser Schnittpunkt auf oder wenig innerhalb des Kreises 30 gelegen ist. Die zugehörige Ziffer gibt die erforderliche Zopfstärke an, in diesem Falle also 30 cm,
Für den gewöhnlichen baumkantigen Querschnitt, wo die Baumkante insgesamt etwa ein Viertel des Umfanges bildet, ist der gefundene Zopfdurchmesser um seinen 8. Teil und bei mässig verlaufender Baumkante um seinen 12.
Teil zu verringern.
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2. Ein Klotz soll auf ein bestimmtes ! ass besäumt werden und es ist die dadurch zu erhaltende Fiächenauflage sowie die Anzahl der daraus zu gewinnenden, besäumten Bretter von gewünschter Breite zu bestimmen.
Zum Beispiel soll ein Klotz von 37 cm Zopfstärke auf 26 cm, die gewünschte Breite der Bretter, besäumt werden. Zu diesem Zwecke verfolgt man die wagrechte Linie 26 bis zum Schnittpunkte mit Kreis dz und findet auf oder knapp innerhalb dieses Schnittpunktes die lotrechte Linie-'6 entsprechend der damit festgestellten Flächenauflage von 26 CM. Aus dieser Flächenauflage von 26 ein ergibt sich nun durch Division unter Berücksichtigung der gewünschten Brettdicke und der Stärke der Gatterschnitte die Anzahl der erzielbaren Bretter. g. Es kommt vor, dass Bretter unter einer gewissen Breite nicht erzeugt werden dürfen.
Es ist daher nötig zu wissen, welche Zopfstärke gewählt werden muss, damit die Bretter nicht unter der festgesetzten Breite geschnitten werden.
Sollen z. B. bei einer Gatterspannung von 22 cm die Bretter nicht unter 20 cm erzeugt werden, so ergibt der Schnittpunkt der wagrechten Linie 20 und der lotrechten
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von 30 cm Stärke zu verwenden.
4. Die Anwendung der Querschienen k empfiehlt sich in solchen Fällen, wo z. B. aus einen Block Bretter verschiedener Stärke geschnitten werden sollen. derart dass aus den dem Ke@n zunächst gelegenen Teile stärkere, aus dem äusseren Teil aber schwächere Bretter geschnitten werden. Es werden dann die Schienen an die Stellen der ins Auge gefassten Gatterschnitte eingestellt und es ist mithilfe der Kreise sofort die erzielbare Breite der Bretter feststellbar. Hiedurch wird in leichtester und sicherster Weise durch
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mässigen Abfalles gefunden.
Diese vielseitige Verwendbarkeit macht den Apparat zu einem äusserst nützlichen (weil Mühe, Zeit und Abfall sparenden) Hilfsmittel.