<Desc/Clms Page number 1>
Einzelantrieb von Spinnspindeln.
EMI1.1
eintreten, so wird bei zunehmender Dicke der Spule die Tourenzahl der Motoren infolge des mit der grösseren Belastung vergrösserten Schlupfes sinken und hiedurch eine entsprechende
EMI1.2
Motoren ausserordentlich steigen und damit der Spannungsabfall zwischen Generator und Motor.
Die hiedurch eintretende Verringerung des Feldes des Motors trägt ihrerseits zum Anwachsen der Stromstärke bei und verschlechtert, falls Asynchronmotoren verwendet werden, in erheblichem Masse den Leistungsfaktor. Die Gesamtwirkung ist ein starkes Sinken des Wirkungsgrades.
EMI1.3
erhöht wird. entsprechend dem wachsenden Gewicht des Kötzers mit dem erforderlichen Au- triebsdrehmoment. Diese Erhöhung dient also lediglich zum Erhalten des bei Beginn des Spinnens vorhandenen Zustandes der Motoren hinsichtlich Tourenzahl, Stromaufnahme und Leistungsfaktor. Sobald also das Anspinnen beendet ist, wird die Spannung und Periodenzahl bis gegen Ende des Spinnprozesses allmählich erhöht.
Hiedurch wird die gleichmässigste Garn- qualität bei geringstem Stromverbrauch erzielt.
Aber nicht nur das Grösser- und Schwererwerden der Spule erfordert ein grösseres An- tnebsmoment, sondern es wird auch bei manchen Flügelspinnmaschinen noch absichtlich die Bremsung der Spule im weiteren Verlaufe des Spinnens verstärkt, um eine bestimmte Faden-
EMI1.4
EMI1.5
durch Verstärkung der Erregung des Generators, aus dem die Asynchronmotoren ihren Strom entnehmen. Auch zur Erhöhung der Periodenzahl können die verschiedensten an sich bekannten Reguliermethoden verwendet werden. Sind die kleinen Asynchronmotoren an ein Netz kon- stanter Periodenzahl angeschlossen, so genügt die Zwischenschaltung eines Periodenumformers, der die gewünschte Erhöhung der Periodenzahl zulässt.
Werden die Asynchronmotoren aus emem Wechselstromgenerator gespeist, so kann durch die Erhöhung der Tourenzahl dieses
EMI1.6
<Desc/Clms Page number 2>
. Die Regelung kann entweder', von Hand erfolgen, indem der Wirter der Maschine die, Kötzerbildung beobachtet und je nach Verstärken des Kotzers die Regelung vornimmt. Durchs Gachwindigkeits- oder Strommesser für die Motoren kann ihm der richtige Zeitpunkt für die Vornahme der Regelung angezeigt werden. Die Regelung kann aber auch selbsttätig erfolgen.
D'e Einrichtungen hiefür kBnnen in an sich bekannter Weise ebenfalls von derartigen Mess. i Mtrumenten selbsttätig gesteuert werden. So kann beispielsweise ein Kontaktamperemeter ins Stromkreis der Motoren verwendet werden, das bei zu grossem Strom einen HilfsstromkreiM schliesst, der nun seinerseits den Regeltransformator oder den Periodenumformer beeinflusst.
Die neue Regelung unterscheidet sich von den bekannten Regelungen für Ringspinnmaschinen, beispielsweise nach der österreichischen Patentschrift Erz 45350 und den deutschen Patentschriften Nr. 268926 und 274730 dadurch, dass die Tourenzahl des Antriebes konstant
EMI2.1
dagegen die Tourenzahl periodisch erhöht oder erniedrigt, zu dem Zwecke, ohne Überschreitung der zulässigen Fadenspannung mit der augenblicklich zulässigen höchsten Tourenzahl die Maschine laufen zu lassen, um ihre Leistungsfähigkeit nach Möglichkeit auszunutzen. Die Patentschriften beschreiben also Einrichtungen, bei denen periodische Abweichungen von der Durchschnittsgeschwindigkeit der Maschine erzeugt werden. Dies hat nichts zu tun mit der Erfindung, bei der nur eine bestimmte Sollgeschwindigkeit stets innegehalten bzw. nicht über- schritten werden soll.
Ausserdem beziehen sich die Patentschriften nicht auf Einzelantriebe der Spindel, sondern auf Maschinen, bei denen die Gesamtheit der Spindeln durch einen Motor angetrieben wird. Hier treten die Ubelstande wie bei Einzelantrieb nicht auf, da Änderungen der Kotzerbelastung oder der künstlichen Bremsung für den Gesamtbetrieb relativ von viel geringerem Einfluss sind wie bei Einzelantrieb der Spindel, auf den sich die Erfindung bezieht.
Dieser Unterschied fällt praktisch um so mehr ins Gewicht, da man bei Einzelantrieb der
Spindeln im allgemeinen eine Erhöhung der Spulengrösse vornimmt, so dass die geschilderten
Nachteile hier ganz besonders hervortreten.