AT118194B - Schaltung für Antriebe von Walzwerken. - Google Patents

Schaltung für Antriebe von Walzwerken.

Info

Publication number
AT118194B
AT118194B AT118194DA AT118194B AT 118194 B AT118194 B AT 118194B AT 118194D A AT118194D A AT 118194DA AT 118194 B AT118194 B AT 118194B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
motor
reel
current
rolling
field
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
A E G Union Elek Zitaetz Ges
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by A E G Union Elek Zitaetz Ges filed Critical A E G Union Elek Zitaetz Ges
Application granted granted Critical
Publication of AT118194B publication Critical patent/AT118194B/de

Links

Landscapes

  • Control Of Multiple Motors (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
  • Control Of Electric Motors In General (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schaltung   filr   Antriebe von Walzwerken. 



   Bei Walzwerken ist des öfteren die Aufgabe gestellt, das gewalzte Gut auf einem besonderen Haspel auf-oder abzuwickeln. Bei diesen Anordnungen ist es nicht ohne weiteres möglieh, für den Haspel einen eigenen Motor vorzusehen, da sich die Drehzahl des Walzmotors dauernd verändert. Eine weitere Sehwierigkeit ist die, dass der Durchmesser des Haspels nicht dauernd gleichbleibt, sondern mit der Zunahme der aufgewickelten Windungen des Gutes zunimmt und bei gleicher Umdrehungszahl sich dementsprechend der auf das Gut ausgeübte Zug   vergrössert, so dass   es unter Umständen zum Reissen des Fördergutes kommen kann. 



   Bei den ersten bekannten Ausführungen hat man den Haspel vermittels einer Kette vom Walzwerksmotor angetrieben und zwischen Walzwerksmotor und Haspel eine Rutschkupplung geschaltet, die ein übermässig starkes Anwachsen des Zuges verhindern sollte. Bei den bekannten Nachteilen dieser Antriebe ist das Bestreben sehr stark, den Haspel von einem besonderen Motor anzutreiben. Auch hier sind schon Antriebe bekanntgeworden, bei denen der Haspelmotor bei Verwendung von fremderregten Gleichstrommaschinen parallel zum Walzmotor geschaltet worden ist. Die Anordnung ist hiebei derart getroffen, dass die Ankerklemmenspannungen beider Motoren   gleichmässig   verändert werden und so auch die Drehzahl beider Motoren in einem bestimmten gegenseitigen Abhängigkeitsverhältnis steht.

   Um eine gleichbleibende Zugkraft im Haspel zu erreichen, genügt es bei gleichbleibender Drehzahl des Walzmotors den Haspelmotor auf gleichbleibenden Strom einzuregeln. 



   Diese Voraussetzung trifft nur solange zu, als der Walzmotor gemeinsam mit dem Haspelmotor durch Verändern der Ankerspannung geregelt wird. Wird jedoch die Drehzahl des Walzmotors durch Feldregelung beeinflusst, so ve ändert sieh bei gleichbleibender Klemmenspannung und gleichbleibendem Feld und dementsprechend gleichbleibender Drehzahl des Haspelmotors die Drehzahl des Hauptmotors, und es müssen Regelvorrichtungen vorgesehen werden, die in Abhängigkeit von der Höhe des Feldstromes des Walzmotors die Drehzahl des Haspelmotors beeinflussen. Es   liar   sieh hiebei als zweckmässig herausgestellt, den Ankerstrom des Haspelmotors in Abhängigkeit vom Feldstrom des Walzmotors durch zusätzliche Regelvorrichtungen zu verändern. 



   Erfindungsgemäss soll die Einstellung der höheren Stromstärke im Haspelmotor zwangläufig oder selbsttätig mit. der Erhöhung der Drehzahl des Walzmotors vorgenommen werden, so dass die Zugkraft des Haspels gleichbleibt, gleiehgiltig, ob der Walzwerksmotor durch Verändern der Ankerspannung oder durch Verändern des Feldstromes geregelt worden ist. 
 EMI1.1 
 dynamo 8 antreibenden Drehstrommotor ; J bedeutet die Erregermasehine für die Leonarddynamo, die eine gleichbleibende Spannung für die Sammelschienen   Pi.     Ai   liefert. Die Leonarddynamo 3 treibt den Walzwerks motor 1 an. Parallel zu dem Walzwerksmotor sind die beiden Haspelmotoren 2a und 2b geschaltet, deren Feldstrom durch die Widerstände 7a und 7b geregelt wird.

   Der Widerstand 7a ist an 
 EMI1.2 
 verschiedenen Spulen magnetisiert, der Kern Kl von den Spulen 11,   1 : 2 und 13.   der Kern K2 von den Spulen 14, 15. Hiebei geben die Spulen 15 und   11,   die von der gleichbleibenden Klemmenspannung   ? i, Ai   erregt werden, die   Grunderregung   des   Tirrilireglers   an. Die Spule 14 wird in   Abhängigkeit   vom Feldstrom des Haspelmotors, die Spule 12 in Abhängigkeit vom Feldstrom des Walzmotors und die Spule 13 in Abhängigkeit vom Ankerstrom des Haspelmotors erregt. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Es gilt für den Haspelmotor folgende Gleichung (mechanisch) : Leistung = Zug X Umfangsge-   schwindig1. eit.   Die entsprechende Gleichung für die elektrischen Grössen hat die Form : Leistung = Spannung X Ankerstrom. Aus diesen beiden Gleichungen ergibt sich die Formel für den Zug : Zug = Spannung   X     AnkerstromjUIÌ1fangsgeschwindigkeit.   



   Es besteht nun die Forderung nach gleichbleibendem Zug. Für ein und dieselbe Erregung des Walzmotors bleibt der Bruch-Spannung durch Drehzahl-gleich, und da die Drehzahl und Umfangsgeschwindigkeit der Walze im festen Verhältnis   zueinanderstehen,   bleibt auch der Bruch-Spannung durch Umfangsgeschwindigkeit-gleich. Soll nun bei gleicher Felderregung des Walzmotors der Zug des Haspelmotors gleichbleiben, so braucht man bloss gemäss der dritten Gleichung den Strom gleich zu erhalten. 



   Der Sehaltvorgang spielt   sich während   des Walzens in nachstehender Weise ab : Bei stärkstem Feld des Walzmotors 1 wird die Erregung der Anlassdynamo 3 stufenweise von Null ausgehend durch einen Regler erhöht. Der Walzmotor 1 und die Haspehnotoren 2a und 2b laufen gleichzeitig an. Dabei soll das Walzgut in der Richtung von    nach Sa ;   laufen, wobei 2a als Motor läuft, während 2b zur Erzielung des erwünschten Zuges als Generator arbeitet. Jeder Stellung des   Al1lassmaschinenreglers   entspricht eine bestimmte Walzgeschwindigkeit bei stärkstem Motorfeld. Wird hiebei der Haspelmotor auf gleichbleibenden Strom geregelt, so übt der Haspelmotor einen gleichbleibenden Zug aus, unabhängig von der   Walzgesohwindigkeit   und vom Haspeldurchmesser, welcher mit dem aufgewickelten Walzgut wächst.

   Der 
 EMI2.1 
 



   Hat die Anlassdynamo 3 bereits volle Spannung und soll die Walzgeschwindigkeit weiter erhöht werden, so wird das Walzmotorfeld durch den Regler 8 geschwächt. Nunmehr gelten nicht mehr die Bedingungen für gleichen Zug des Haspelmotors, denn mit einer Änderung des Feldes des Walzwerksmotors ändert sich das Verhältnis Klemmenspannung zu Drehzahl, u. zw. wächst dieses Verhältnis mit der Motorerregung. Um auch weiterhin den Zug gleich zu halten, soll nun im vorliegenden Ausführungsbeispiel der Erfindung der Strom des Haspelmotors mit sinkendem Erregerstrom des Walzwerksmotors vergrössert werden.

   Dies geschieht durch eine Spule   12,   die ebenfalls auf dem Kern Kl des Tirrillreglers angebracht ist und welche den Kern in demselben Sinne magnetisiert wie die Spule   18.   Wird nun durch geänderte Stellung des Reglers 8 der Erregerstrom des Walzwerksmotors 1 geschwächt, so wird das von 
 EMI2.2 
 
 EMI2.3 
 das Gleichgewicht hält. Seine Feldwicklung wird einerseits proportional dem Erregerstrom des Walzmotors erregt ; anderseits wird die Ankerwicklung von einem Strom proportional dem Ankerstrom des Haspelmotors durchflossen. Die Wirkungsweise ist folgende : Steigt z. B. der Ankerstrom des Haspel- 
 EMI2.4 
 und der Regler 7 wird von einem nicht näher dargestellten Übersetzungsgetriebe so bewegt, dass der
Strom des Haspelmotors wieder abnimmt.

   Wird anderseits das Feld des Walzmotors 1   geschwächt,   so wird dann auch die Erregung des Hilfsmotors 6 verringert. Die Anordnung ist auch unter diesen Umständen bestrebt, den gleichen Zug im Haspelmotor aufrechtzuhalten, indem wiederum die Stellung des Reglers'l in Abhängigkeit von dem Drehmoment des Motors 6 verändert wird. 



   Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Fig. 3 dargestellt. Das Relais 6 besitzt eine Stromspule 16 und eine weitere Spule 17. Die Stromspule 16 wird über den Widerstand 18 und den parallel geschalteten   Hilfswiderstand   10 einerseits in Abhängigkeit vom Ankerstrom des Haspelmotors, anderseits in Abhängigkeit von der Stellung des Feldreglers 8 des Walzmotors 1 erregt. Das Relais 6 wirkt auf einen Motor m, der den Feldwiderstand 7 des Haspelmotors verstellt, derart, dass bei allen Stromstärken der gleiche Zug aufrechterhalten wird. Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende : Wird der Feldregler 8 verstellt, so wird auch dadurch der Strom in der Spule 16 verändert, das Relais 6 spricht an und schaltet den Motor m ein, der dementsprechend den Feldstrom und damit die Drehzahl des Motors 2 verändert. 



  Wird der Ankerstrom des Motors 2 verändert, so spricht wiederum das Relais 6 an und schaltet vermittels des Motors m und des Widerstandes 7 den Feldstrom des Haspelmotors. 

**WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Schaltung für Antriebe von Walzwerken, bei welchen das Walzgut auf beiden oder auch nur auf einer Seite der Walze ab-oder aufgewickelt wird, wobei die Walzen und die Haspel von parallel geschalteten Gleichstrommotoren angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Haspelmotoren <Desc/Clms Page number 3> in Abhängigkeit vom Feldstrom des Walzmotors derart beeinflusst sind, dass der Zug im Walzgut zwischen Walze und Haspel bei allen Stellungen des Feldreglers gleich oder annähernd gleich ist.
    2. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Regelung des Feldstromes des Haspelmotors ein Schnellregler vorgesehen ist, dessen eine Erregerspule vom Feldstrom des Walzmotors erregt ist.
    3. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bewegungsorgan des Feldreglers für den Haspelmotor mit der unter dem Einfluss eines Kraftspeiehers stehenden Welle einer elektrischen Maschine verbunden ist, deren Ankerstrom dem Ankerstrom des Haspelmotors und deren Feldstrom dem Feldstrom des Walzmotors proportional ist.
    4. Schaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Stromkreis einer selbsttätigen Verstellvorrichtung für den Feldregler des Haspelmotors ein Stromrelais liegt, dessen Wicklung sowohl vom Haspelmotorstrom als auch vom Feldstrom des Walzmotors erregt wird. EMI3.1 dem Ankerkreis des Haspelmotors über einen Regelwiderstand verbunden ist, welcher mit dem Feldregler des Walzmotors gekuppelt ist. EMI3.2
AT118194D 1928-02-20 1929-01-31 Schaltung für Antriebe von Walzwerken. AT118194B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE118194X 1928-02-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT118194B true AT118194B (de) 1930-06-25

Family

ID=5655481

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT118194D AT118194B (de) 1928-02-20 1929-01-31 Schaltung für Antriebe von Walzwerken.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT118194B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE654600C (de) Regeleinrichtung fuer elektromotorisch angetriebene Aufwickelvorrichtungen
AT118194B (de) Schaltung für Antriebe von Walzwerken.
DE815063C (de) Einrichtung zur UEberwachung von elektromotorisch angetriebenen Wickelvorrichtungen
DE682081C (de) Elektromotorischer Antrieb fuer Bandkaltwalzwerke
DE740292C (de) Steuerung fuer Haspelantriebe von Walzwerken, insbesondere von Bandwalzwerken
DE707953C (de) Rutschkupplungsantrieb der Aufwickelwelle fuer Schlichtmaschinen oder aehnlich arbeitende Maschinen
DE483365C (de) Regeleinrichtung fuer Antriebe von Walzwerken
DE760030C (de) Elektromotorisch angetriebene Wickelrolle fuer Bandwalzwerke
DE710365C (de) Elektromotorischer Antrieb von Wickelvorrichtungen
DE757705C (de) Elektromotorischer Antrieb fuer eine Aufwickelvorrichtung mit selbsttaetiger Zugeinstellung und grossem Drehzahlregelbereich
AT130437B (de) Einrichtung zur Regelung der Antriebsmotoren bei mehrteiligen Arbeitsmaschinen, insbesondere Papiermaschinen.
DE714266C (de) Regeleinrichtung fuer elektromotorisch angetriebene Aufwickelvorrichtungen
DE682140C (de) Elektrisch betriebene Kabelwinde fuer ortsveraenderliche Maschinen
DE903602C (de) Gleichstrom-Elektrowickler
DE1513331C (de) Einrichtung zum Aufrechterhalten eines vorgegebenen konstanten Zuges einer aufzu wickelnden Bahn, insbesondere einer Papier bahn
DE650600C (de) Regeleinrichtung fuer elektromotorische Antriebe von Rollapparaten
DE687469C (de) Regeleinrichtung fuer elektromotorische Antriebe von Rollapparaten
AT103150B (de) Einrichtung zur willkürlichen Leistungsübertragung zwischen zwei nicht starr miteinander verbundenen Wechselstromnetzen mittels zweier gekuppelter Synchronmaschinen.
DE976982C (de) Elektromotorischer Antrieb von Wickelvorrichtungen, insbesondere fuer Haspelantriebe bei Walzwerken
AT94733B (de) Einrichtung zum Konstanthalten der jeweilig eingestellten Gesamtspannung zweier betriebsmäßig zu- oder gegeneinander geschalteter elektrischer Maschinen.
DE619742C (de) Schaltung zum Anlassen und Nutzbremsen von Gleichstrombahnmotoren
DE835316C (de) Steuerschaltung fuer elektrische Antriebe, insbesondere fuer Elektrowickler
AT129215B (de) Vorrichtung zur Regelung elektrisch angetriebener Rollapparate.
DE631746C (de) Steuerung fuer elektromotorische Antriebe von Haspeln
DE670817C (de) Elektromotorischer Antrieb fuer Aufwickelvorrichtungen