DE760030C - Elektromotorisch angetriebene Wickelrolle fuer Bandwalzwerke - Google Patents

Elektromotorisch angetriebene Wickelrolle fuer Bandwalzwerke

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DE760030C
DE760030C DEB192681D DEB0192681D DE760030C DE 760030 C DE760030 C DE 760030C DE B192681 D DEB192681 D DE B192681D DE B0192681 D DEB0192681 D DE B0192681D DE 760030 C DE760030 C DE 760030C
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DE
Germany
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winding
rolling mills
winding roller
driven winding
torque
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Expired
Application number
DEB192681D
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English (en)
Inventor
Arthur Orth
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BROWN
Original Assignee
BROWN
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B37/00Control devices or methods specially adapted for metal-rolling mills or the work produced thereby
    • B21B37/48Tension control; Compression control
    • B21B37/52Tension control; Compression control by drive motor control
    • B21B37/54Tension control; Compression control by drive motor control including coiler drive control, e.g. reversing mills

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Controlling Rewinding, Feeding, Winding, Or Abnormalities Of Webs (AREA)

Description

  • Elektromotorisch angetriebene Wickelrolle für Bandwalzwerke Bei Arbeitsmaschinen, bei denen das bearbeitete Material auf- bzw. abzuwickeln ist, wie z. B. bei Kaltwalzwerken, Papiermaschinen oder Ziehmaschinen usw., ist sorgfältig darauf zu achten, .daß die auf das Wickelgut ausgeübte Zugspannung für alle Betriebszustände konstant gehalten wird. Wird diese Bedingung nicht erfüllt, d. h. treten Schwankungen in der für das jeweilige Material eingestellten Zugspannung auf, so ergibt sich ein unregelmäßiger Arbeitsablauf. Dabei kann das Material aus seiner Bahn laufen, es kann reißen, aber auf alle Fälle wird die gewünschte gleichmäßig feste Wicklung des Gutes nicht erzielt. Ganz besonders nachteilig macht sich ein Nachlassen der Zugspannung bemerkbar, da in diesem Falle die aufzubringende Walzleistung bedeutend ansteigen würde.
  • Voraussetzung für einen gleichbleibenden Zug auf das Wickelgut bei ebenfalls gleichbleibender Arbeitsgeschwindigkeit ist, daß das Produkt aus Zugspannung und Umfangsgeschwindigkeit der Wickelrolle konstant gehalten wird: Da sich nun der Durchmesser der Wickelrolle beim Auf- bzw. Abwickeln ständig ändert, ist es notwendig, die Drehzahl des Wickelmotors bei wachsendem Wickeldurchmesser zu vermindern bzw. bei abnehmendem Wickeldurchmesser zu steigern. Bei Papiermaschinen, bei denen die Wickelrollen mit einer der jeweiligen Papiergeschwindigkeit entsprechenden Drehzahl angetrieben werden, hat man die für gleichbleibenden Zug notwendige Drehzahländerung dadurch erreicht, daß man die Wickelrollen mit Rutschkupplungen versah. Diese geben unter dem Einfluß des Papierzuges nach, und zwar um; so mehr, je größer der Aufwickeldurchmesser ist. Da aber das zu übertragende Drehmoment ebenfalls mit dem Wickeldurchmesser variiert, mußte der Anpreßdruck der Reibungsflächen auch geändert werden. Dies geschah durch Nachregulieren von Hand und war daher restlos dem Gefühl des Maschinenwärters überlassen. Neben diesem Nachteil «-ar der Wirkungsgrad dieser Anordnung sehr schlecht, da ein großer Teil der Antriebsleistung durch Reibung vernichtet wurde.
  • Man hat daher bald die Anwendung von Rutschkupplungen wieder aufgegeben und die Aufgabe elektrisch gelöst. In diesem Falle treibt man die Wickelrollen und die Arbeitsmaschine getrennt durch je einen besonderen Elektromotor an, und um auch bei wechselndem Rollendurchmesser einen gleichmäßigen Zug auf das Wickelgut zu erzielen, hat man die Antriebsmotoren der Wickelrollen mit Reglern versehen, die das Feld der Wickelmotoren so beeinflussen, daß der aufgenommene Strom annähernd konstant bleibt.
  • Diese Einrichtung arbeitet im Normalbetrieb, d. h. bei annähernd gleichbleibender Geschwindigkeit des Wickelgutes, einwandfrei. Bedeutend schwieriger liegen jedoch die Verhältnisse beim Anlassen oder Stilisetzen der Motoren. Hier ist die Regelung auf konstanten Strom geradezu schädlich, denn sie hindert den Wickelmotor, beim Anfahren den zur Beschleunigung seines schnellaufenden Ankers und den für das Hochlaufen des Getriebes erforderlichen höheren Strom aufzunehmen. Bei Verminderung der Arbeitsgeschwindigkeit und beim Abstellen liegen die Verhältnisse nicht besser, da hier der Motorstrom ebenfalls konstant gehalten wird und sich damit die frei werdende Verzögerungsarbeit zu der Antriebsleistung addiert und sich in einer Verstärkung des Zuges auf das Arbeitsgut auswirkt, so daß dieses sogar zerreißen kann.
  • Nach der vorliegenden Erfindung werden diese Nachteile dadurch behoben, daß die von den Wickelmotoren aufzubringenden Zugkräfte auf das Wickelgut durch eine Drehmoment-@leßdose überwacht werden, die direkt auf der Welle der verhältnismäßig langsam laufenden Wickelrolle angeordnet oder in diese selbst eingebaut ist, damit alle Beschleunigungskräfte des Antriebsmotors und der Getriebeteile bei der Messung außer Betracht bleiben.
  • In den Abb. i bis 3 ist als Anwendungsbeispiel ein Kaltwalzwerk gewählt, da sich für ein solches infolge der gegenüber einer Papier- bzw. Ziehmaschine u. dgl. wesentlich schwierigeren Bedingungen die Erfindung besonders gut eignet. Bei einem Kaltwalzwerk ist es nämlich häufig nicht nur erforderlich, daß die das fertige Material aufnehmende Wickelrolle eine gewisse Kraft auf das Arbeitsgut ausübt, sondern auch die zuliefernde Rolle das Material vor Auflieferung auf die Walzen streckt. Hieraus ergibt sich, daß die das Material aufnehmende Rolle motorisch angetrieben wird, während die das Material abgebende Rolle entsprechend der erforderlichen Streckkraft abgebremst werden muß. Die Leistungen können hier ganz erheblich sein, da es Kaltwalzwerke gibt, die mit einer Zugkraft von vielen Tonnen arbeiten.
  • In Abb. i ist das Kaltwalzwerk schematisch durch die Walzen a und b mit ihrem Antriebsmotor c dargestellt. Die Wickelrolle d, nimmt das Material auf und wird motorisch angetrieben, während die abgebende Wickelrolle d1 gebremst wird.
  • In der Abbildung wird das Material von links nach rechts bearbeitet, wobei sich beide Wickelrollen wohl mit wechselnder Winkelgeschwindigkeit (c», und w2) jedoch im gleichen Sinne drehen. Wird von rechts nach links gewälzt, so ändert sich auch der Drehsinn beider Rollen, wobei jedoch die Rolle dz angetrieben und die Rolle dl gebremst wird. Wesentlich für die Erfindung ist jedoch, daß die Drehrichtung der Drehmomente in allen Fällen die gleiche bleibt.
  • Die Wickelrollen «-erden sich also immer in der Richtung zu drehen versuchen, auf deren Seite die größere Zugkraft aufgebracht wird.
  • Aus den obigen Überlegungen ergibt sich daher, daß für den Betrieb von Wickelrollen praktisch nur der elektrische Antrieb in Frage kommt, da sich dieser in seiner Wirkung leicht beeinflussen läßt, andererseits aber auch die Möglichkeit besteht, die Bremsenergie der abgebenden Wickelrolle wieder nutzbar zu machen.
  • In Abb. a wurde als Beispiel für den Antrieb ein Gleichstrom-Leonard-Satz gewählt. Dieser besteht aus dem Generator e und dem Motor f. Durch letzteren wird die Wickelwalze dl über ein Übersetzungsgetriebe g angetrieben. Zwischen das Getriebe und die Wickelwalze ist eine Drehmoment-illeßdose h eingeschaltet. Diese Meßdose ist zweckmäßigerweise so ausgebildet, daß sie einem durch sie hindurchgeleiteten Strom mit wachsendem Drehmoment einen entsprechend kleiner werdenden Widerstand bietet, d. h. also, je größer das Drehmoment, um so stärker wird der Strom, der durch die Meßdose hindurchgeht.
  • Es kann -hier außer Betracht bleiben, daß man in der Praxis neuerdings häufig auch Meßdosen verwendet, bei denen die Messung durch Veränderung eines Luftspaltes erzielt wird. Solche Meßdosen arbeiten selbstverständlich nur mit Wechselstrom, und da hier auch nur mit sehr geringen Strömen gearbeitet werden kann, ist dann wohl meistens eine Verstärkereinrichtung erforderlich. Alle diese Nebenapparate sind jedoch bei vorliegender Erfindung ohne Bedeutung und wurden daher in der Zeichnung auch nicht wiedergegeben.
  • Die Meßdose h arbeitet nun auf das Meßsystem i eines Reglers. In der Abbildung wurde wegen der einfachen Darstellung ein Kohledruckregler gewählt, der im Stromkreis des Generatorfeldes l liegt. Das Feld m des Motors f wird zweckmäßigerweise von dergleichen konstanten Gleichstromquelle n gespeist.
  • Wird nun die Wickelvorrichtung in Betrieb genommen, so übt der Motor f über sein Getriebe g ein bestimmtes Drehmoment aus. Erreicht nun dieses einen solchen Wert, daß das Magnetsystem i in der Lage ist, die Gegenkraft der Reglerfelder o zu überwinden, so bewegt sich der Magnetanker p nach oben und vergrößert damit den Widerstand der Kohlesäule k. Damit wird aber das Feld L des Generators geschwächt und somit auch das Drehmoment auf die Wickelrolle dl wieder herabgesetzt.. Die Einrichtung ist also in der Lage, ein ganz bestimmtes Drehmoment und damit auch eine ganz bestimmte Zugkraft z1 aufrechtzuerhalten. Durch Einstellung der Feder o läßt sich diese Zugkraft in beliebigen Grenzen verändern. Die Geschwindigkeit und die Bewegungsrichtung des Arbeitsgutes spielen hierbei praktisch keine Rolle, da die Meßdose h unter allen Betriebsbedingungen dafür sorgt, daß stets das gleiche Drehmoment auf die Wickelrolle ausgeübt wird. Je nach Bewegungsrichtung arbeitet der Motor f als Antriebsmaschine oder gibt die abgebremste Energie über den Generator e wieder an das vorhandene Netz zurück.
  • Die Regeleinrichtung nach Abb.2 würde nun ihren Zweck schon restlos erfüllen, wenn sich der Durchmesser der Wickelrolle- durch das Auf- und Abwickeln des Arbeitsgutes nicht laufend verändern würde. Mit zunehmendem Aufwickeldurchmesser ändert sich aber der Hebelarm q, so daß, wenn die Zugkraft z erhalten bleiben soll, auch das Drehmoment mit wachsendem Durchmesser vergrößert bzw. mit abnehmendem Durchmesser vermindert werden muß. Zwischen Zugkraft und Drehmoment besteht also die einfache lineare Beziehung M = z - q. Nach Abb. 3 besteht nun ein einfacher Weg, diese Bedingung zu erfüllen, darin, daß die Reglerfeder o im gleichen Verhältnis zum zunehmenden Wickeldurchmesser gespannt bzw. zum abnehmenden Wickeldurchmesser entspannt wird. Zu diesem Zweck kann z. B. in an sich bekannter Weise ein Tasthebel r dienen, an dessen Ende eine Rolle s befestigt ist, die durch eine Feder t auf das Arbeitsgut gedrückt wird. Mit zu- oder abnehmendem Rollendurchmesser wird dann die Spannung der Feder o verändert. Ist nun das Meßsystem p des Reglers so bemessen, daß auch dessen elektromagnetische Zugkraft genau wie die der Feder o linear ansteigt, und steigt außerdem mit wachsendem Drehmoment auch der über die Meßdose fließende Strom linear an, so ist es möglich, die Zugkraft z für jeden Wickeldurchmesser der Rolle d1 konstant zu halten.
  • In der Praxis wird es allerdings nicht immer möglich sein, den Regler durch den Abtasthebel direkt zu verstellen. In solchen Fällen kann man aber den Abtasthebel z. B. auf einen Wfderstand wirken lassen, mit Hilfe dessen dann eine Fernwirkung auf den Regler ausgeübt wird. Selbstverständlich kann auch an Stelle des Kohledruckreglers ein Wälzregler oder ein_ beliebiges anderes System gewählt werden. Zur Vervollständigung des Reglers gehört z. B. auch eine Dämpfungseinrichtung, durch die in bekannter Weise verhindert wird, daß das Regelsystem ins Pendeln gerät.
  • Betriebsmäßig ist es erforderlich, die Zugkraft auf das Arbeitsgut in bestimmten Grenzen einstellen zu können. Bei vorliegender Erfindung ist dies in einfacher Weise dadurch möglich, daß in dem Stromkreis zwischen Meßdose und Regler ein auf Zugkraft geeichter Widerstand u eingeschaltet wird. Bei Verwendung von Wechselstrom könnte selbstverständlich an Stelle dieses Widerstandes auch eine Regeldrossel oder ein Kondensator treten.
  • Es sei hier noch darauf hingewiesen, daß es bei der Anordnung wichtig ist, den Zugkrafteinsteller u und den Abtasthebel y vollständig unabhängig voneinander auf den Regler einwirken zu lassen. Nur dann ist es möglich, daß die einmal eingestellte Zugkraft bei jedem Rollendurchmesser die gleiche bleibt. Man läßt daher z. B. den Widerstand u auf das Meßsystem p des Reglers einwirken, während der Abtasthebel auf die Rückholfeder o einwirkt. Selbstverständlich kann man die Beeinflussung auch vertauschen. Eine ähnliche Wirkung läßt sich auch dadurch erreichen, daß man auf dem Meßsystem des Reglers zwei getrennte Spulen aufbringt, von denen die eine vom Abtasthebel, die andere vom Zugkräfteinsteller beeinflußt wird. So ist es möglich, daß sich die Wirkungen der beiden Spulen je nach Wahl addieren bzw. subtrahieren.
  • Auf alle Fälle wäre es falsch, die beiden Steuergeräte r und ts *in ihrer Wirkung hintereinander zu schalten, da sie sich dann in ihrer Wirkung gegenseitig beeinflussen würden. Im Gegensatz hierzu ist es bei .der vorgeschlagenen Ausführung möglich, daß der Abtasthebel nur ein einziges Mal bei der Inbetriebsetzung der Anlage auf die Drehmomentänderung durch den Wickeldurchmesser eingestellt wird. Zur Einstellung der absoluten Zugkraft wird dann betriebsmäßig nur der Zugkrafteinsteller zc verstellt.
  • Die Anwendung der Erfindung ist natürlich nicht auf Gleichstromantriebe beschränkt. In ähnlicher Weise lassen sich die angeführten Mittel auch für andere elektrische Antriebe v ewenden. Bei Induktionsmotoren wird man z. B. die Rotorwiderstände verändern, bei Iiollektormotoren die Bürstenbrücken verschieben, usw.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektromotorisch angetriebene Wickelrolle für Bandwalzwerke, Papiermaschinen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsmotoren zur Erzielung eines gleichbleibenden Zuges auf das Wickelgut durch eine elektrische Drehmomentmeßdose (1a) überwacht werden, die in die Antriebswelle der Wickelrolle (dl, d2) bzw. unmittelbar in letztere eingebaut ist. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik sind im Erteilungsverfahren folgende Druckschriften in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschriften -N r. 491754, 614 765, 682 o8 r ; österreichische Patentschrift -N r. 12o68-1-, britische Patentschrift Zr. 261 03z.
DEB192681D 1940-12-08 1940-12-08 Elektromotorisch angetriebene Wickelrolle fuer Bandwalzwerke Expired DE760030C (de)

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