AT89047B - Elektrischer Antrieb für Spinnmaschinen. - Google Patents

Elektrischer Antrieb für Spinnmaschinen.

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  Elektrischer Antrieb für Spinnmaschinen. 



   Das Anlassen von   Spinnmaschinen   muss langsam erfolgen, da bei schnellen Ge-   schwindigkeitsänderungen   der Faden leicht reisst. Für den elektrischen Antrieb sind daher Motoren mit   Kurzschlussanker   nicht brauchbar, weil das Anlaufdrehmoment bei ihnen so hoch liegt, dass sie sich zeitweise schnell beschleunigen. 



   Man hat nun Motoren mit   Kurzschiussanker   für Spinnmaschinen verwertbar gemacht, 
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 jedoch zu   umständlichen   Konstruktionen und Bedienungseinrichtungen. Die Anordnung kann nun erheblich vereinfacht werden, wenn der Erfindung gemäss für den elektrischen Antrieb von   Spinnmaschinen   mittels Kurzschlussankermotoren der Kurzschlussanker mit einem Schwungrad ausgerüstet wird. Da beim Anlassen des Antriebes die Schwungmassen beschleunigt werden müssen,   kann   die Geschwindigkeit sich nur allmählich steigern, so dass die Gefahr, dass der Faden reisst, beseitigt wird. 



   Die Anordnung eines Schwungrades bedingt nur einen geringen Kostenaufwand. Es fällt klein aus, da ihm nur die Aufgabe zufällt, plötzliche Geschwindigkeitänderungen zu dämpfen, jedoch nicht die Aufgabe, im Gegensatz zu der allgemeinen Verwendung von   Schwungrädern grössere Energiemengen   aufzuspeichern. Dementsprechend bedarf es für die Maschine selbst keiner   Modelländerung.   Das Schwungrad kann auf der freien Seite des Motors oder im   Motorgehäuse angeordnet   werden. 



   Es ist zwar bekannt, die   Schwungräder   zur Erhaltung eines möglichst konstanten, gleichmässigen Ganges zu benutzen ; bei der vorliegenden Erfindung handelt es sich aber darum, bei Spinnmaschinen den bisher wegen seiner ruckweisen Regelbarkeit nicht gebrauchten   Asynchronmotor   mit   Kurzschlussanker,   der sonst wegen seiner einfachen Hand- 
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 dadurch   ermöglicht,   dass das mit dem Motor gekuppelte Schwungrad ein ganz sanftes Anlassen erlaubt. 



   Ebenso wie das Schwungrad beim Anlassen der Spinnmaschine nur eine allmähliche   Drehzahlsteuerung zulässt,   so wirkt es in anderem Betriebe in bekannter Weise auch günstig bei Änderungen der   Netzverhältnisse,   falls sich beispielsweise die Spannung oder die Frequenz ändern. Diese Änderungen können ebenfalls nur eine allmähliche Geschwindigkeitsänderung zur Folge haben, weil das Schwungrad zunächst die der Änderung entsprechende Energie aufnehmen oder abgeben muss. 



   Die gleichen Verhältnisse liegen auch vor, wenn die Drehzahl des   Kurzschlussmotors   mit den bekannten Mitteln, wie Polumschaltung, geändert wird. Auch hier vermindert die Trägheit des Schwungrades einen zu schroffen Übergang der einen Geschwindigkeit zur anderen, selbst wenn schnell geschaltet wird. Ist es in Einzelfällen erwünscht, den mit
Schwungrad ausgerüsteten Motor schnell stillzusetzen, so lässt sich hierzu eine Bremse verwenden, ohne dass die Anordnung kompliziert oder ihre Wirkungsweise beeinträchtigt würde. 



   Die Einfachheit und Betriebssicherheit der neuen Antriebes kommt besonders dann zur
Geltung, wenn man den Antrieb mit dem üblichen mittels Kollektormaschine vergleicht. 



   Diese Maschinen lassen zwar eine weitgehende Regelbarkeit insbesondere zum Anlassen zu.
Sie sind aber einerseits teurer, andrerseits verlangen sie besondere Einrichtungen, um bei 
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 stoffe anschliessen. Man muss daher diese Maschine in geeigneter Weise kapseln, wodurch wiederum ihr Wirkungsgrad beeinträchtigt wird. Eine derartige Kapselung erübrigt sich völlig bei dem Motor mit   Kurzschlussläufer   gemäss der Erfindung, da irgendein Anlass zur Funkenbildung nicht vorliegt. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Elektrischer Antrieb für Spinnmaschinen mittels Wechselstromkurzschlussankermotor, dadurch gekennzeichnet, dass der Kurzschlussanker mit einem Schwungrad ausgerüstet ist, zum Zwecke, ein langsames Anlassen zu ermöglichen. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT89047D 1918-10-10 1921-02-12 Elektrischer Antrieb für Spinnmaschinen. AT89047B (de)

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