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Verfahren und Einrichtung zur genauen Feststeliung von Wetfrenn- und Training- ergebnissen durch kinematographische Aufnahmen.
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren und eine automatische Registriereinrichtung zur genauen Feststellung von Wettrenn- und Trainingergebnissen mittels kinematographischer Aufnahmen.
In den verschiedenen Sportzweigen, insbesondere beim Pferderennsport ist es bekanntlich mit Hinsicht auf eine verlässliche Abschätzung der Training-und Wettrennresultate von grosser Bedeutung, festzustellen, mit welcher Geschwindigkeit beispielsweise beim Rennsport, die Pferde die einzelnen Abschnitte der, Rennbahn durchlaufen. Zur Feststellung dieser Abschnittsgesehwindigkeiten wurden bisher Bruchteile der Sekunden anzeigende Stopperuhren verwendet.
Da jedoch insbesondere beim Pferderennen die Renngeschwindigkeit eine bedeutende ist und das Messen der Zeit mit Hilfe einer Stopperuhr von der Beobachtungsgabe der messenden Person und noch von vielen anderen subjektiven Umständen abhängig ist, s : nd die Messergebnisse zumeist un verlässlich.
Die Erfindung bezweckt nun, diese Mängel durch eine neuartige Anwendung von kine- matographischen Apparaten zu beheben, indem mittels der entlang der Bahn aufgestellten kinematographiachen Apparate, deren Treiebvorrichtung von der Startstelle aus in bzw. ausser Betrieb gesetzt werden kann, die einzelnen Phasen des Rennens bei gleichzeitiger Zeitmarkierung aufgenommen werden, und zwar derart, dass man die Zeitmarken unmittelbar auf oder neben den einzelnen Teilaufnahme oder Bildern herstellt, zum Zwecke, die den einzelnen Phasen eines Rannens entsprechenden Zeiten an der Aufnahme unmittelbar erkennbar zu machen.
Eine im Sinne dieses Verfahrens wirkende Einrichtung ist auf der Zeichnung in einer heiapie ! aweisen Ausfübrungsform dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 schematisch einen mit elektromotor schem Antrieb und mit der ZeitmarkiervorTichtung versehenen kinematograph : schen Aufnahmeapparat, Fig. 2 und 3 eine perspektive Ansicht der Teile der Zeitmarkiervorrichtung, während Fig. 4 eine aphematische Ansicht der Gesamtanordnung darstellt.
Gemäss der Erfindung s : nd in beliebigen, beispielsweise 200 m grossen Abständen kinematographische Aufnahmeapparate a entlang der Rennbahn angeordnet (Fig. 4), die in der gebräuch- lichen Art ausgebildet sind. Zum Antr : eb derselben dient je ein Elektromotor 1, welcher die den Aufnahmefilm 2 aufwicklende Spule 3 antreibt. Die Elektromotoren der einzelnen Aufnahme- . tppurate sind in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise an eine gemeinsame Leitung 4 paraliel angeschlossen, die mit der Stromquelle in Verbindung steht.
In dieser Leitung 4 ist an der Startstelle bei 5 ein Schalter vorgesehen, derart, dass bei der Betätigung der Startmaschine 6 durch den Schalter 5 der Stromkreis der Elektromotoren eingeschaltet und sämtliche Aufnahme-
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apparate durch Ausschaltung bei 5 wieder ausser Betrieb gesetzt.
Die Aufnahmeapparate sind in den einzelnen Abschnitten der Rennbahn derart angeordnet, dass dieselben ihren Bahnabs. hnitt möglichst beherrschen, d. h. die Geschehni : se des ganzen Bahnabhnitte8 aufnehmen. Wenn dann die derart erhaltenen Aufnahmen in der entsprechenden
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Verdrehung der Scheibe während einer Fünftelsekunde entspricht. Die Scheibe 7 ragt mit ihrem Umfangsteil in einen Schlitz des Rohres 10, welches beispielsweise unterhalb des Aufnahme.. objektivsatzes angeordnet und am Vorderende mit einer in das Gehäuse 11 eingeschlossenen Lichtquelle 12, zweckmässigerweise einer elektrischen Glühlampe, und ausserdem mit entsprechend verteilten Kondensatoren versehen ist.
So oft daher ein Schlitz der Zeitmarkierscheibe 7 zwischen Film 2 und Lichtquelle 12 zu liegen kommt, trifft ein Lichtbündel den Film sud stellt eine Zeitmarke am Film her. Der Zeitabschnitt zwischen zwei aufeina-riderfolgenden Lichtbündeln, d. h. der Abstand zwischen zwei Zeitmarken entspricht daher je eu r Fünftelsekunde. Damit die Zeitmarke in Form eines scharfen Striches oder Punktes auf den Film gelange, ist erforderlich. dass der durch die Zeitscheibe hindurchtretende Lichtbündel nur beim Stillstand des sich absatzweise weiterbewegenden Films denselben treffe.
Zu diesem Behufe kann zwischen der Zeitscheibe und dem Film eine mit den sogenannten Malteserkreuz der Filmbewegungsvorrichtung in Verbindung stehende, mit entsprechenden Ausschnitten versehene Deckblende angeordnet werden, die den Querschnitt des Rohres 10 nur dann freigibt, wenn der Film bei je einer Bildaufnahme stillsteht. Diese Deckblende kann auf Art der bekannten, bei kinematographischen Aufnahmeapparaten verwendeten und durch das Malteserkreuz betätigten Blenden ausgebildet sein und ist daher in der Zeichnung nicht dargestellt. Anstatt der Blende kann auch eine den Stromkreis der Glühlampe 12 unterbrechende Kontaktvorrichtung angewendet werden, welche durch den Filmbewegungsmechanismus des Aufnahmeapparates derart betätigt wird, dass die Lampe nur dann aufleuchtet, wenn der Film stillsteht.
Die Scheibe 7 der Zeitmarkiei'vorrichtung kann auf die in Fig. 3 ers : chtliche Weise an Stelle von geradlinigen Schlitzen auch mit zahlenförmigen Ausschnitten versehen sein, in welchem Falle an Stelle der einzelnen Schlitze die die ganzen Sekunden und deren Fünftel markierenden, fortlaufenden Zahlen auf die Scheibe kommen. In Fig. 3 ist jener Teil einer solchen Scheibe in grösserem Massstabe dargestellt, welcher den Zeitintervall zwischen 11/"bis 2 Sekunden markiert. Am Film kann daher der Wert der einzelnen Zeitmarken unmittelbar abgelesen werden.
Das Uhrwerk kann, wie bereits erwähnt, beliebiger Konstruktion sein, es ist jedoch von Vorteil, an einer geeigneten Stelle eine elektrische Zentraluhr und an den einzelnen Aufnahmeapparaten je eine elektrische Nebenuhr anzuordnen, welch letztere die einzelnen Zeitscheiben 7 antreiben.
Da bei Betätigung der Startmaschine sämtliche Aufnahmeapparate auf einmal in Betrieb gesetzt werden, in den von der Startstelle entfernten, d. h. dem Ziele nähergelegenen Abschnitten der Rennbahn jedoeh die Aufnahme des Rennens erst in einem späteren Zeitpunkte, d. h. nur dann erfolgt, wenn die Rennpferde in den betreffenden Abschnitt gelangt sind, ist es, um Materialersparnis zu erzielen, zweckmässig, bei den in diesen Abschnitten gelegenen Aufnahmeapparaten den Anfangsteil des Films durch ein aus einem entsprechenden Material hergestelltes Band,
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Augenblicken nach einander in Betrieb setzt.
Die dargestellte Einrichtung ist eine beispielsweise und kann ohne Abweichung vom Wesen der Erfindung auch auf andere Weise ausgebildet werden.
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