AT77228B - Verfahren und Einrichtung zur genauen Feststellung von Wettrenn- und Trainingergebnissen durch kinematographische Aufnahmen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur genauen Feststellung von Wettrenn- und Trainingergebnissen durch kinematographische Aufnahmen.

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AT77228B
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Franz Stromfeld
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Franz Stromfeld
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Description


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  Verfahren und Einrichtung zur genauen Feststeliung von Wetfrenn- und Training- ergebnissen durch kinematographische Aufnahmen. 



   Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren und eine automatische Registriereinrichtung zur genauen Feststellung von Wettrenn- und Trainingergebnissen mittels kinematographischer Aufnahmen. 



   In den verschiedenen Sportzweigen, insbesondere beim Pferderennsport ist es bekanntlich mit Hinsicht auf eine verlässliche Abschätzung der Training-und Wettrennresultate von grosser Bedeutung, festzustellen, mit welcher Geschwindigkeit beispielsweise beim Rennsport, die Pferde die einzelnen   Abschnitte   der, Rennbahn durchlaufen. Zur Feststellung dieser Abschnittsgesehwindigkeiten wurden bisher Bruchteile der Sekunden anzeigende Stopperuhren verwendet. 



  Da jedoch insbesondere beim Pferderennen die Renngeschwindigkeit eine bedeutende ist und das Messen der Zeit mit Hilfe einer Stopperuhr von der Beobachtungsgabe der messenden Person und noch von vielen anderen subjektiven Umständen abhängig ist, s : nd die   Messergebnisse   zumeist un verlässlich. 



   Die Erfindung bezweckt nun, diese Mängel durch eine neuartige Anwendung von kine-   matographischen   Apparaten zu beheben, indem mittels der entlang der Bahn aufgestellten   kinematographiachen   Apparate, deren Treiebvorrichtung von der Startstelle aus in bzw. ausser Betrieb gesetzt werden kann, die einzelnen Phasen des Rennens bei   gleichzeitiger Zeitmarkierung   aufgenommen werden, und zwar derart, dass man die Zeitmarken unmittelbar auf oder neben den einzelnen   Teilaufnahme   oder Bildern herstellt, zum Zwecke, die den einzelnen Phasen eines Rannens entsprechenden Zeiten an der Aufnahme unmittelbar erkennbar zu machen. 



   Eine im Sinne dieses Verfahrens wirkende Einrichtung ist auf der Zeichnung in einer   heiapie ! aweisen Ausfübrungsform   dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1   schematisch   einen mit elektromotor schem Antrieb und mit der   ZeitmarkiervorTichtung   versehenen   kinematograph : schen   Aufnahmeapparat, Fig. 2 und 3 eine perspektive Ansicht der Teile der Zeitmarkiervorrichtung, während   Fig. 4 eine aphematische Ansicht   der Gesamtanordnung darstellt. 



   Gemäss der Erfindung s : nd in beliebigen, beispielsweise 200 m grossen Abständen kinematographische Aufnahmeapparate a entlang der Rennbahn angeordnet (Fig. 4), die in der   gebräuch-   lichen Art ausgebildet sind. Zum Antr : eb derselben dient je ein Elektromotor   1,   welcher die den Aufnahmefilm 2 aufwicklende Spule 3 antreibt. Die Elektromotoren der einzelnen Aufnahme- . tppurate sind in der aus Fig. 4 ersichtlichen Weise an eine gemeinsame Leitung 4   paraliel   angeschlossen, die mit der Stromquelle in Verbindung steht.

   In dieser Leitung   4   ist an der Startstelle   bei 5 ein Schalter vorgesehen, derart,   dass bei der   Betätigung   der   Startmaschine   6 durch den Schalter 5 der Stromkreis der Elektromotoren eingeschaltet und sämtliche Aufnahme- 
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 apparate durch Ausschaltung bei 5 wieder ausser Betrieb gesetzt. 



    Die Aufnahmeapparate sind in den einzelnen Abschnitten der Rennbahn derart angeordnet, dass dieselben ihren Bahnabs. hnitt möglichst beherrschen, d. h. die Geschehni : se des ganzen     Bahnabhnitte8   aufnehmen. Wenn dann die derart erhaltenen Aufnahmen in der entsprechenden 
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 EMI2.1 
 Verdrehung der Scheibe während einer   Fünftelsekunde   entspricht. Die Scheibe 7 ragt mit ihrem Umfangsteil in einen Schlitz des Rohres   10,   welches beispielsweise unterhalb des   Aufnahme..   objektivsatzes angeordnet und am Vorderende mit einer in das Gehäuse 11 eingeschlossenen Lichtquelle   12,   zweckmässigerweise einer elektrischen Glühlampe, und ausserdem mit entsprechend verteilten Kondensatoren versehen ist.

   So oft daher ein Schlitz der Zeitmarkierscheibe 7 zwischen Film 2 und Lichtquelle 12 zu liegen kommt, trifft ein Lichtbündel den   Film sud   stellt eine Zeitmarke am Film her. Der Zeitabschnitt zwischen zwei   aufeina-riderfolgenden   Lichtbündeln, d. h. der Abstand zwischen zwei Zeitmarken entspricht daher je   eu r Fünftelsekunde.   Damit die Zeitmarke in Form eines scharfen Striches oder Punktes auf den Film gelange, ist erforderlich. dass der durch die Zeitscheibe hindurchtretende Lichtbündel nur beim Stillstand des sich absatzweise weiterbewegenden Films denselben treffe.

   Zu diesem Behufe kann zwischen der Zeitscheibe und dem Film eine mit den sogenannten Malteserkreuz der Filmbewegungsvorrichtung in Verbindung stehende, mit entsprechenden Ausschnitten versehene Deckblende angeordnet werden, die den Querschnitt des Rohres 10 nur dann freigibt, wenn der Film bei je einer Bildaufnahme stillsteht. Diese Deckblende kann auf Art der bekannten, bei kinematographischen Aufnahmeapparaten verwendeten und durch das Malteserkreuz betätigten Blenden ausgebildet sein und ist daher in der Zeichnung nicht dargestellt. Anstatt der Blende kann auch eine den Stromkreis der Glühlampe 12 unterbrechende Kontaktvorrichtung angewendet werden, welche durch den Filmbewegungsmechanismus des Aufnahmeapparates derart betätigt wird, dass die Lampe nur dann aufleuchtet, wenn der Film stillsteht. 



   Die Scheibe 7 der Zeitmarkiei'vorrichtung kann auf die in Fig. 3 ers : chtliche Weise an Stelle von geradlinigen Schlitzen auch   mit zahlenförmigen   Ausschnitten versehen sein, in welchem Falle an Stelle der einzelnen Schlitze die die ganzen Sekunden und deren Fünftel markierenden, fortlaufenden Zahlen auf die Scheibe kommen. In Fig. 3 ist jener Teil einer solchen Scheibe in grösserem Massstabe dargestellt, welcher den Zeitintervall zwischen   11/"bis   2 Sekunden markiert. Am Film kann daher der Wert der einzelnen Zeitmarken unmittelbar abgelesen werden. 



   Das Uhrwerk kann, wie bereits erwähnt, beliebiger Konstruktion sein, es ist jedoch von Vorteil, an einer geeigneten Stelle eine elektrische Zentraluhr und an den einzelnen Aufnahmeapparaten je eine elektrische Nebenuhr anzuordnen, welch letztere die einzelnen Zeitscheiben 7 antreiben. 



   Da bei Betätigung der Startmaschine sämtliche Aufnahmeapparate auf einmal in Betrieb gesetzt werden, in den von der Startstelle entfernten, d. h. dem Ziele nähergelegenen Abschnitten der Rennbahn   jedoeh die Aufnahme   des Rennens erst in einem späteren Zeitpunkte, d. h. nur dann erfolgt, wenn die Rennpferde in den betreffenden Abschnitt gelangt sind, ist es, um Materialersparnis zu erzielen, zweckmässig, bei den in diesen Abschnitten gelegenen Aufnahmeapparaten den Anfangsteil des Films durch ein aus einem entsprechenden Material hergestelltes Band, 
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 Augenblicken nach einander in Betrieb setzt. 



   Die dargestellte Einrichtung ist eine beispielsweise und kann ohne Abweichung vom Wesen der Erfindung auch auf andere Weise ausgebildet werden. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur genauen Feststellung von Wettrennen0 und Trainingergebnissen durch kinematographische Aufnahmen, darin bestehend, dass die einzelnen Phasen des Rennens unter <Desc/Clms Page number 3> EMI3.1
    2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch l, gekennzeichnet durch eine Reihe von entlang der Rennbahn angeordneten, Von einer gemeinsamen Stelle aus zu be. tätigenden oder automatisch nacheinander in Wirkung tretenden solchen kinematographischen Aufnahmeapparaten, die mit je einer in beliebigen Bruchteilen der Zeiteinheit Zeitmarken auf den Film erzeugenden Vorrichtung versehen s : nd, welche durch ein vom FiJmantrieb unabhängilei Uhrwerk angetrieben wird.
    3. Zeitmarkiervorrichtung zur Einrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch eine mit lichtdurchlässigen Öffnungen versehene, vom Uhrwerk angetriebene Scheibe, welche zwischen Lichtquelle und Film angeordnet ist und deren oeffnungen die auf den Film photographisch zu erzeugenden Zeitmarken darstellen, wobei in den Weg der Lichtstrahlen auch noch eine vom Film antrieb abhängige Deckblende angeordnet ist, die eine Belichtung des Filmes nur beim Stillstand desselben zulässt.
    4. Zeitmarkiervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die vom Uhrwerke angetriebene Scheibe mit solchen Ausschnitten versehen ist, deren Form den die Zeiteinheit und deren Bruchteile anzeigenden fortlaufenden Zahlen entspricht.
    5. Zeitmarkiervorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zeitmarkier- scheiben der einzelnen Aufnahmeapparate durch von einer elektrischen Zentraluhr angetriebene elektrische Nebenuhren betätigt werden.
AT77228D 1914-07-28 1914-07-28 Verfahren und Einrichtung zur genauen Feststellung von Wettrenn- und Trainingergebnissen durch kinematographische Aufnahmen. AT77228B (de)

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