AT76885B - Antrieb für Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen mit einer dem Kötzerdurchmesser und -aufbau entsprechend schwankenden Spindeldrehzahl. - Google Patents

Antrieb für Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen mit einer dem Kötzerdurchmesser und -aufbau entsprechend schwankenden Spindeldrehzahl.

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AT76885B
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Josephy S Erben G
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  • Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
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   Mit der Verbreitung der Ringspinn-und Ringzwirnmaschinen sowie den gesteigerten Ansprühen, die an diese Maschinen gestellt werden, macht sich das Bedürfnis geltend, die Spindeln mit veränderlicher Drehzahl laufen zu lassen, um die Spannungsdifferenz beim Winden auf dünne Hülsen und bei der Ansatzbildung   möglichst auszugleichen.   Es gibt bereits Vorrichtungen, welche diesen Zweck durch unmittelbaren Antrieb mit regelbaren Einphasen- oder Drehstromkollektormotoren durch mittelbaren Antrieb mittels Riemen erreichen. 



   Gemäss der Erfindung sollen die bei Selfaktoren zur Erreichung der zweiten und dritten Geschwindigkeit bereits bekannten Mittel auf folgende Weise auf die Ringspinnmaschinen übertragen werden. 



   Auf einer, wie   Fig. 1   zeigt, durch einen Riemen   ssg   angetriebenen Vorgelegewelle V befindet sich die Losscheibe   Lg   ; neben dieser ist die Scheibe für die erste Geschwindigkeit 83 fest aufgekeilt und treibt die Welle V und damit den am Kopf derselben befestigten kleineren, wechselbaren Antriebswirtel W1.

   Die Scheibe für die zweite grössere Geschwindigkeit ist auf der   Büchse   B befestigt, welche lose auf der Welle läuft und am Kopf derselben ebenfalls einen wechselbaren Schnurwirtel   W2 trä, welcher   grösser ist als der Wirtel   .   Durch eine endlose Schnur, welche durch geeignete Leitrollen, die nicht   gezeichnet sind. sowohl über   die beiden   Wurtel und   als auch über den auf der Trommelwelle befestigten, ebenfalls wechselbaren 
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 wendeten Klinken- oder Rollenkupplungen kommen dabei ganz in Wegfall. 



   Die Schaltung der   Riemengabel   erfolgt   zwangläufig,   wird von der Steuerung, welche die   Kötzerwindung     erzeugt, betätigt   und ist schematisch in der Zeichnung dargestellt. 



   Die Regelung der Geschwindigkeit kann dabei auf zweierlei Weise erfolgen. Bei Beginn eines neuen Abzuges, also bei Beginn der Windung, muss stets die langsame Geschwindigkeit 
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 solange beibehalten, bis die Ansatzbildung vorgeschritten und der Kötzer eine gewisse Stärke erreicht hat, worauf dann die schnellere Geschwindigkeit eingeschaltet und gleichbleibend bis zum Schluss des Abzuges beibehalten wird.

   Zweckmässiger ist es jedoch, besonders   wenn man   sehr   empfindliehe Garne mit   loser Drehung auf schwachen   Hülsen spinnt, wenn   man mit der langsamen Geschwindigkeit beginnt und nach fortschreitender Ansatzbildung die schnellere Geschwindigkeit   entsprechend   dem Wagenhub wirken   lässt,   so dass,   wenn die Windung   an der Spitze des   Windungakegda   erfolgt, also an der   Hübe   als der schwächsten Stelle, stets die lang-   same Geschwindigkeit arbeitet, während   an der Basis des Kegels, also der stärksten Stelle des Kötzers, die schnellere Geschwindigkeit eingeschaltet wird,

   da infolge des grösseren ziehenden   Radtus die Spannung des Fadens vermindert wird und   derselbe eine viel   grössere   Spindeldrehzahl verträgt, bevor er die gleiche Spannung hat wie an der   schwächsten Stelle.   



   DieseArbeitsweisedesAntriebesmitzweiGeschwindigkeitenwirddurchfolgendebeispielsweise Einrichtung erreicht. 

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   Bei beinahe allen Ringsplun- und Ringzwirnmaschinen wird die Fortschaltung durch ein Sperrad r bewirkt, welches bei jedem Wagenhub eine gewisse einstellbare Anzahl    Zähne-fort :   schaltet, Dieses Sperrad sitzt auf einer Schneckenwelle v und dreht durch die Fortschalt. schnecke s das Fortschaltschneckenrad n langsam weiter, wodurch die zunehmende Fort-   schreitung der Kötzerbildung erfolgt, da auf derselben Welle eine Kettenrolle t befestigt ist, welche durch eine Kette k die Fortschaltung auf die Ringschiene überträgt. Die Fortschaltrolle t macht nicht ganz eine Umdrehung und wird bei Beendigung jedes Abzuges in die Anfangsstellung zurückgedreht.

   Die Hubbewegung wird in der Regel durch ein Exzenter oder ein Herz h erzeugt, welches den Aufwinderhebel a zwangläufig bewegt und der über denselben geführten Kette k ausser der Fortschaltbewegung auch eine zweite Bewegung erteilt, welche auf die Ring-   schiene übertragen, die   Schichtenwindung   erzeugt. 



    Der Aufwinderhebel a überträgt seine Bewegung durch den Bolzen b und die Druckstange d auf den Hebel c, welcher auf der Riemengabelwelle u befestigt ist. Die Druckstange d ist nicht   fest mit beiden Hebeln verbunden, sondern hat einen Schlitz, in welchem sich der Mitnehmerbolzen b bewegt, falls der Riemen sich auf der Losscheibe La befindet. Mit der Aufwinderwelle w   wird ein in einer Scheibe oder einem Arm befestigter Bolzen o bewegt. An diesen Bolzen legt sich ein Hebel i an, der am anderen Schenkel einen Bolzen l trägt, an welchem die zweite Druck-     stange d'l befestigt   ist, welche an ihrem oberen Ende ebenfalls einen Schlitz hat, in welchem sich der Bolzen   lb,   des Riemenhebels c führt. Durch eine Feder f wird die Riemengabel immer 
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   In der gezeichneten Lage befindet sich der Riemen auf der Scheibe für die erste Geschwindigkeit    < Sg   und die Kettenrolle in der Stellung bei Beginn eines neuen Abzuges. Die ersten Windungen auf die blanke Hülse werden somit mit der langsamen Geschwindigkeit erfolgen, da der Bolzen l des Hebels i die Druckstange   d,   und damit den Riemen nicht auf die Scheibe für die schnellere Geschwindigkeit lässt, wohin die Feder f den Riemengabelhebel immer ziehen will. Der Riemenbebelbolzen b schwingt dabei frei in dem Schlitz der Druckstange d. 



     Bei fortschreitender   Schaltung bewegt sich die Kettenrolle t und damit auch der Bolzen o in der Pfeilrichtung und kommt langsam in die gestrichelt gezeichnete Lage. Dadurch wird auch der Hebel t und mit ihm der Bolzen l in die gestrichelte Lage gezogen, so dass die Druckstange   d,   frei wird. 



   Der Aufwindehebe   ! a nimmt, wenn   die Herzrolle sich auf die tiefste Stelle des Herzens auflegt, wobei die Ringschiene an der stärksten Stelle des   Windung-keels   den Faden aufwindet, die gestrichelte Lage ein. Die    Feder. f wird nun   den Riemengabelhebel und damit den Riemen auf die Scheibe für die grössere Geschwindigkeit ziehen, da sowohl die Bolzen   b und b, als   auch die Druckstangen d und d1 den Weg freigegeben haben.

   
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 mird und mittels Kette k die   Ringschiene   zur Spitze des Windungskegels gehoben wird, dann wird auch der   Bolzen 1 im Aufwinderhebel a   durch die Druckstange den Riemengabelbebel und damit den Riemen wieder auf die Scheibe 83 für die langsame Geschwindigkeit führen, so dass der angestrebte Zweck durch diese Einrichtung vollkommen erreicht wird. Zur Sicherung des Riemengabelhebels, welcher in der Unterwindestellung durch den Bolzen o vermittelst Hebels i durch   Druckstange cl,   auf die Losscheibe   L3     gedrückt   wird, ist der   Spenhebel m   vorgesehen,   welcher an einem Ende Stufen hat.

   Die erste Stufe hält den Riemengabelbebel mit dem     Ans hlagbolzen. r   in der Unterwindestellung auf der Losscheibe fest, so dass die Maschine während des Abziehens der Kötzer   niemals   eingerückt, werden kann, während die zweite Stufe diesen Hebel solange auf der Scheibe für die langsame Geschwindigkeit hält, bis die Stellschraube s den Hebel In auslöst, was erst dann geschieht, wenn die ersten Schichten gewunden sind. 



   Gegebenenfalls kann man, anstatt die Steuerung von Herz und Aufwinderhebel abzuleiten, ein besonderes Herz anbringen, welches die gleiche Umdrehungszahl macht und den Riemen schneller   von   der einen auf die andere Scheibe   fiihrt,   um unnütze Reibung des Riemens zu vermeiden. 
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   tneb\\ 'Ue erzielen, wenn   neben der Scheibe für die zweite Geschwindigkeit eine dritte, gegebenenfalls eine weitere gleichgrosse, ebenfalls auf Büchsen gesetzt wird, von deren vorderem Ende neben den Schnurwirteln   W,   bzw.      für jede Scheibe ein weiterer wechselbarer Schnurwirtel aufgesteckt wird.

   über welche die gleiche, über den Trommelwirtel und den Wirtel für die erste und zweite Geschwindigkeit laufende endlose   Schnur läuft, 80 dass   jeweils jener Wirtel treibt, auf dessen Scheibe sich der Riemen befindet, doch wird sich die Notwendigkeit, über drei Ge-   schwindigkeiten hinauszugehen,   wohl nie ergeben. 



   Für besondere Fälle kann auch. der Antrieb der Vorgelegewelle nach Fig. 1 mit einem weiteren, an sich bekannten Antrieb mit   Klinkengesperre kombiniert   werden, so dass die Spindeln mit drei oder mehreren Geschwindigkeiten angetrieben werden können (Fig. 2). 

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 durch Schnur auf den Antriebswirtel   tF   der Trommelwelle der Maschine überträgt. Wird dann der Riemen auf die Scheibe für die dritte Geschwindigkeit   8.,   geschoben, so wird der Antrieb durch die   Büchse   B1 dem grösseren, ebenfalls wechselbaren Twistwirtel W4 und der endlosen Schnur der Trommelwelle übermittelt. 



   Durch die Vermehrung der   Antriebsscheiben   lassen sich leicht ausser drei auch vier und mehr Geschwindigkeiten erzielen. Für gewöhnliche Fälle wird man stets selbst beim Verspinnen sehr   schwer verspmnbarer   Garne mit drei Geschwindigkeiten auskommen, bei denen die erste Geschwindigkeit bei Beginn der Spinnperiode solange einsetzt, bis alle gerissenen Fäden angedreht sind, worauf die zweite Geschwindigkeit eingeschaltet wird und den Ansatz bildet. Ist die Ansatzbildung entsprechend fortgeschritten, so schaltet die Steuerung die dritte Geschwindigkeit ein,   vorauf   der Riemen über die Scheiben für die zweite und dritte Geschwindigkeit hin und her gehen wird und je nach den aufgesetzten Wirteln die endlose Schnur bald mit schnellerer, bald mit langsamerer Geschwindigkeit die Trommelwelle antreibt. 



   PATENTANSPRüCHE :
1. Antrieb für Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen mit einer dem   Kötzerdurchmesser   und -aufbau entsprechend schwankenden Spindeldrehzahl, bei welchem die Antriebswelle durch zwei oder mehrere Riemenscheiben von verschiedener   Umdrehungszahl   angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass die eine dieser   Riemenscbeiben (Sg)   auf einer Vorgelegewelle   (V)     die anderen (S4 usw.) auf um diese Welle laufenden Büchsen (B usw. ) befestigt sind, während   am Ende der Vorgelegewelle und jeder Büchse nebeneinanderliegend auswechselbare Schnurwirtel (W1 bzw. W2 usw.) sitzen, die durch eine endlose, über sämtliche Wirtel laufende Schnur die mit auswechselbarem   Schnurwirtel (W)   versehene Antriebswelle (H1) treiben.

Claims (1)

  1. 2. Antrieb für Ringspinnmaschinen und Ringzwirnmaschinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorgelegewelle (V1) ausser dem ersten Antrieb mit den auf Büchsen EMI3.2
AT76885D 1914-06-24 1914-06-24 Antrieb für Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen mit einer dem Kötzerdurchmesser und -aufbau entsprechend schwankenden Spindeldrehzahl. AT76885B (de)

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AT76885D AT76885B (de) 1914-06-24 1914-06-24 Antrieb für Ringspinn- und Ringzwirnmaschinen mit einer dem Kötzerdurchmesser und -aufbau entsprechend schwankenden Spindeldrehzahl.

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