AT74898B - Verfahren und Vorrichtung zum Auswaschen und Füllen von Lokomotivkesseln. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Auswaschen und Füllen von Lokomotivkesseln.Info
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Description
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zum Betreiben des Bläsers in der Rauchkammer behufs Anfachung des Feuers dienen.
Die Anlage unter Verwendung von hochstehenden Behältern (Fig. 2) unterscheidet sich nur wemg von der Anlage nach Fig. l. Durch die Verwendung der Schwerkraft als Druckmittel fallen die sonst zur Steuerung des Druckmittels erforderhchen Hähne fort und das zum Ausspritzen und Füllen des Lokomotivkessels erforderliche warme Wasser fliesst durch die unter den betreffenden Bottichen angebrachten Durchgangshähnc der Leitung 5 zu. Beide Anlagen haben den gemeinsamen Vorteil, dass die Behandlung des zu reinigenden Kessels vollständig geräuschlos und unter Vermeidung der äusserst lästigen Dampfausströmung in den Lokomotivschuppen vor sich geht.
Wie bereits angegeben, wird es je nach der Reinheit des Ausspritzwassers ab und zu er- forderlich werden, vor dem Auffüllen des Lokomotivkessels diesen noch mit dem warmen reinen Füllwasser auf kurze Zeit nachzuspülen. Auch diese Arbeit ist nach entsprechender Stellung der Hähne m einfachster Weise auszuführen.
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dargestellt und ist die Wirkungsweise dieser Anlage folgende : Nach Bereitstellung auf dem Auswaschstande wird die Lokomotive bei mässig hohem Dampfdruck abgelassen.
Die Ablassgeschwindigkeit wird durch grössere oder kleinere Öftnung des Vierweghahnes A nach Bedarf derart geregelt, dass eine möglichst weitgehende Abgabe von Wärme
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Erfindung die überschüssige Wanne soweit entzogen, dass es eine für das Bedienungspemonal ungefährliche Temperatur von ungefähr 60 bis 65 erhält.
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Lokomotive gerade aus.
Das aus dem Lokomotivkessel kommende Wasser hat aber nach dem Austritt aus der ersten Heizschlange eine für das Ausspritzen noch immer zu hohe Temperatur, weil der Wärmeaustausch höchstens bis zu gleicher Temperatur des heizenden und des geheizten Wassers getrieben werden kann.
Das noch zu heisse Kesselwasser wird hierauf durch die Heizschlange des Behälters II geführt, wobei die zu erwärmende Wassermenge dieses zweiten Behälters so bemessen wird, dass nunmehr die zum Ausspritzen gefahrlose Temperatur von etwas über 60 gewonnen wird.
Die im zweiten Behälter noch über das erforderliche Füllw8B8er hinaus gewonnene Warmwassermenge kann beliebig verwertet werden ; vorteilhaft ist es, die Temperatur des Füllwassers der nächstfolgenden auszuwaschenden Lokomotive damit zu erhöhen, indem der Behälter II nach vollständiger Auffüllung und erfolgter Umschaltung des Vierweghahnes A in die Stellung 3 zuerst von dem heissen Ablasswasser der nächsten Lokomotive angewärmt wird. War also z. B. beim Ablassen der ersten Auswaschlokomotive der Weg des Kesselwassers durch die Be-
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weghahn C der Druckluftleitung in Stellung 2 und ist der Hahn B in der AUB8pritzleitung geöffnet, so wird das im Kessel III aufgefangene Wasser von ungefähr 60 unter den Druck der Pressluft gesetzt und zum Ausspritzen der Lokomotive unter Benutzung eines Spritzschlauches verwendet.
Da wegen des hohen Druckes, mit dem das Ausspritzen des Kessels vor sich geht, nur ungefähr die Hälfte des aufgefangenen Wassers verbraucht wird, so bleibt auch hier noch ein Rest heissen Wassers übrig, der für andere Zwecke verfügbar bleibt (z. B. Reinigen des Fahr-
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möglich, schnell kleinere Kessetreparaturen auszuführen, wie das Dichten von Luken, Einschleifen von Hähnen, ohne die Lokomotive auf längere Zeit, wie es bisher üblich war, dem Betriebe zu entziehen.
Diese letztere Massnahme des unmittelbaren Wasserüberganges aus der Lokomotive in den Kessel III wird jedoch zur Vermeidung der durch die Druckentlastung (Entlüftungshahn B geöffnet) auftretenden Wärmeverluste nur m ganz eiligen Fällen angewendet ; andernfalls geht
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spitze Form ; dieser Teil des Kessels wird mit grosskörnigem Sand oder einer anderen körnigen Masse aus geeignetem Stoff gefüllt, um von hier aus durch die Auswaschleitung mitgerissen zu werden und die Lösung des Kessclsteins zu beschleunigen. Zu diesem Zweck.. muss der Sand ständig aufge'ührt werden. Dies geschieht, indem man entweder das Luftzuführungsrohr bis in den unteren Teil des Kessels führt (vgl.
Sammelbehälter III in Fig. 3), oder indem man die Luft auf einen Drphapparat (Luftturbine oder dgl.) führt, der auf dem Ausspritzrohr sitzt und eine Rühr- vorrichtung betätigt (vgl. Fig. 4). Die Rührvorrichtung besteht aus einer Blechscheibe S, die
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Körner durch die Zentrifugalkraft nach aussen gegen die Kesselwand geschleudert und damit In dpiu Ausspritzwasser herumgewirbelt, mit dem sie dann durch den gleichzeitig im Kessel auftretenden Luftdruck durch die Ausspritzleitung mitgerissen werden.
Nach Beendigung des Auswaschens ist der Kessel 777 mit einer gewissen Menge Druckluft gefüllt, die zur Erzeugung des für das Ausspritzen erforderlichen Druckes gedient hat. Diese Luft von ziemlich hoher Spannung wird nun weiter noch dazu benutzt, das in dem Kessel 7 und 77 angewärmte Fillwasser sehnell in den Lokomotivkessel zu drücken. Hiezu wird der Dreiweghahn C
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Pressluft noch zum Anfachen des Feuers beim Anheizen der Lokomotiven benutzt.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel zur Durchführung des Auswaschverfahens gemäss vorhegpuder Erfindung zeigt die in Fig. 5 dargestellte Anlage, die sich besonders für kleinere Loko- motivstationen eignet, bei denen taglich etwa nur eine oder wenige Lokomotiven ausxuwaschen sind und bei welcher vorausgesetzt ist, dass das abzublasende Kesselwasser nur geringe un-
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schädliche und leicht absetzbare Bestandteile enthält, so dass es nach erfolgtem Auswaschen der Lokomotiven teilweise wieder als Füllwasser verwendet werden kann. a ist bei dieser Anlage der Behälter zur Aufnahme des Ausspritzwassers und b der Behälter für das Füllwasser.
Die von der
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Der Ausspritzkessel a wird vor Beginn des Abblasens des heissen Lokomotivwassers so weit mit Frischwasser gefüllt, dass dasselbe durch die später erfolgende Zuführung von heissem Kesselwasser die zum Auswaschen erforderliche Temperatur von zirka 650 C erhält, während dem Füllwasserkessel nur so viel Frischwasser zugeführt wird, als der für den Ausspritzbehälter erforderlichen Menge an Ausblasewasser ungefähr entspricht.
Dann wird gleichzeitig beiden Behältern das Ausblasewasser der Lokomotive durch die Leitung c unter Kesseldruck zugeführt und sobald das Wasser im Ausspritzbehälter a die erforderliche Auswaschtemperatur von zirka 650 angenommen hat, wird die zu diesem Behälter führende Leitung durch den Hahn d abgestellt und der übrige Teil des Ausblasewassers wird in den Füllwasserbehälter gedrückt, der dann mit dem zuvor eingeführten Frischwasser ein Wasser von möglichst hoher Temperatur für die hierauf folgende Füllung des Lokomotivkessels enthält.
Ist das Abblasen des Lokomotivkessels beendigt, so beginnt nach Entfernung der Luken das Ausspritzen des Kessels mit dem im Behälter a befindlichen Wasser, indem Druckluft von genügender Spannung 1D den Behälter eingelassen wird und während des Ausspritzens des Lokomotivkessels hat das mit, Frischwasser gemischte Ausblasewasser im Füllbehälter b hinreichend Zeit, um etwaige Unreinigkeiten am Boden abzusetzen. Nach Beendigung des Ausspritzens wird die Druckluftzuführung abgestellt und die vorhandene Druckluft dazu benutzt, nach Wiedereinsetzen der Luken das Füllwasser aus dem Behälter b möglichst schnell in den Lokomotivkessel zu drücken.
Nach dem Füllen des letzteren kann die Druckluft in gleicher Weise wie bei dem zuerst beschriebenen Ausführungsbeispiel noch zum Betrieb des Lokomotivbläsers oder eventuell für andere Zwecke verwendet werden.
An Stelle geschlossener Behälter können natürlich auch bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform der Erfindung oHene Behälter verwandt werden. Sind dieselben tiefliegend angeordnet, so muss zur Förderung des Ausspritz- und Füllwassers eine Schlenderpumpe oder dgl. an geeigneter Stelle der Leitung c eingebaut werden.
Bei der Ausführung nach Fig. G und 7 sind offene Behälter a und b für das Ausspntzwaer und Füllwasser vorgesehen, wobei das mit dem Füllwasser zu veremigende Ausblasewasser vorher einer Reinigung unterworfen wird. Zu diesem Zweck tritt das Ausblasewasser von unten her in
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die schweren Bestandteile nach unten fallen.
Dicht über der in Uhrfederform gestalteten Rohrspirale s ! t lose oder nur leicht befestigt eine eiserne Platte p, die in der Mitte ein Überlaufrohr M trägt, in welchem das in der Kammer k
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Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Auswaschen und Füllen von Lokomotivkesseln, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausblaswasser des Kessels erst zum Anwärmen des Füllwassers und hierauf zum Ausspritzen des Lokomotivkessels verwendet wird.2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass das Ausblaae- wasser zwecks Steigerung seiner Angriffswirkung auf den loszulösenden Kesselstein im ungereinigten Zustande zum Ausspritzen des Kessels verwendet wird.3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ableitung des Ausblasewassers zum Anwärmebehälter des Füllwassers und zum Sammelbehälter des Ausblasewassers sowie die Zuführung des Ausspritzwassers und des Füllwassers zum Kessel durch ein und dieselbe Hauptleitung erfolgt.4. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung des Ausspritzwassers und des Füllwassers zum Kessel durch Druckluft, und zwar zweckmässig einer "bereits vorhandenen Druckluftanlage erfolgt.5. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckluft nacheinander unter fortgesetzter Expansion zum Ausspritzen und Füllen des Lokomotivkessels und hierauf zum Anfachen des Feuers in der Feuerbüchse verwendet wird.6. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllwasser durch das Abblasewasser der Lokomotiven m zwei oder auch mehreren Gefässen angewärmt wird, die bei jedem Auswaschen abwechselnd umgeschaltet werden, um einerspits die beim Abblasen einer Lokomotive im Kesselwasser vorhandene Wärme für das Füllen der folgenden Lokomotive in Weitgehendster Weise nutzbar zu machen und andererseits das Abblasewasser auf eine für das Bedienungspersonal beim Auswaschen unschädliche Temperatur abzukühlen.7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausspritzkessel zur Aufnahme von Sandkörnern oder einer anderen geeigneten körnigen Masse eine am unteren Ende konisch zulaufende Form erhält und dass das zur Zuführung von Pressluft dienende Rohr bis in EMI5.1 spritzens im umgebenden Wasser in ständiger Bewegung gehalten und ausgewirbelt wird.8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Ausspritzen dienende Pressluft zuerst in einen Drehapparat (Luftturbine oder dgl.) geführt wird, der eine auf dem Ausspritzrohr selbst sitzende Rührvorrichtung in Umdrehung versetzt, die sowohl als Lagerfläche für die kömige Masse dient als auch infolge ihrer besonderen Form geeignet ist, die körnige Masse EMI5.2
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