AT72646B - Verfahren und Einrichtung zum maschengeraden Aufspannen von Wirkwaren, z. B. Strümpfen, zwecks eines gleichzeitigen Bestickens großer Mengen solcher Waren in der Gatterstickmaschine. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum maschengeraden Aufspannen von Wirkwaren, z. B. Strümpfen, zwecks eines gleichzeitigen Bestickens großer Mengen solcher Waren in der Gatterstickmaschine.

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AT72646B
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Alma Lohse
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Alma Lohse
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Einrichtung zum maschengeraden Aufspannen von Wirkwaren, z. B. Strümpfen, zwecks eines gleichzeitigen Bestickens grosser Mengen solcher Waren in der Gatterstickmaschine. 



   Um offene Wirkwaren, wie Strümpfe, mit der Gatterstickmaschine besticken zu können, verwendete man Einsatzrähmchen, auf weiche ein oder zwei Strümpfe gespannt wurden und um einen Anhalt beim Aufspannen zu haben, bediente man sich eines besonderen Rahmens, der entsprechend der Maschenrichtung eine grössere Anzahl Stifte besass. 



  Auf diesen Rahmen setzte man den Einspannrahmen, hängte den Strumpf auf und spannte ihn unter Berücksichtigung der Markierstreifen maschengerade. Bei Verwendung dieser bekannten Vorrichtung ist das Aufspannen aber umständlich, weil die Stifte im Inneren des Aufspannrahmens stören. Dies geht soweit, dass die Genauigkeit des Aufspannens dadurch leidet ; denn wenn man eine Maschenreihe beispielsweise, nachdem der Strumpf schon straff aufgespannt ist, nur noch um einen Millimeter an einer Stelle zur Seite rücken wollte, so ist man durch die im Inneren sitzenden Stifte daran gehindert. 



   Man hat, um diesem Übel zu begegnen Fäden auf die Ware gespannt. Bei fein- maschiger Ware stören aber auch diese   aufliegenden Fäden.   



   Mit Hilfe des den Gegenstand der Erfindung bildenden Verfahrens sowie mit der neuen Einrichtung werden die   orwähntün Nachtäte behoben   und es ist möglich, die   9rümpfe   so genau wie mit der Hand zu besticken ; auch kann man den sogenannten
Zwickel sticken, das ist eint zu beiden Seiten des Strumpfes geradlinig nach dem Fersen- winkel fuhrende Stickerei, die sich am Fersenwinkel teilt, um pin Stück seitlich am Fuss und ein   Stück fähgs der Ferso nach   unten weiter zu führen. 



     Auf   der Zeichnung veranschauhcht Fig 1 die Einrichtung in Seitenansicht und
Fig. 2 ist die   Draufsicht dazn. Fig. 3@eigt einen Teil einer Gatterstickmaschiue   mit im   Gatter ang@@@@@@@ten, die Strümpfe tragenden Rahmchen.   



   Das Verfahren ist folgendes : 
Man spannt den Strumpf unter Zuhilfenahme eines ein kleines Pult darstellendes Auflagegestells   8,   auf   Rsmchen 1, 2, 3,   die allseitig mit Nadeln 4 versehen sind, sehr straff auf und bedient sich dabei, um den Fersenwinkel an die bestimmte Stelle und die Maschen in gerade Linien zu bekommen, einer mit Strichmarkierungen 5, 6, 7 versehenen Unterlage. Dabei durchleuchtet man vorteilhaft den aufgespannten Strumpf von unten mittels einer oder mehreren Lampen 9. Der Arbeiter legt also das mit Spitzen 4 versehene Rähmchen 1, 2, 3 auf das Gestell 8, hängt zunächst den Strumpf allseitig leicht an und spannt ihn dann unter weiterer Beobachtung der   Längsmarkieriinien   5 genau maschengerade sehr straff auf.

   Heim Sticken des Zwickels wird zuerst der Fersenwinkel an eine   Nadel 1. 1 angehängt,   die ihn festhält und dann erfolgt das weitere Anhängen und Straffspannen unter Beobachtung der Markierungen 6, 7 wie vorbeschrieben. 



   Die Einrichtung, welche zum Aufspannen der Strümpfe nach vorbeschriebenen Verfahren erforderlich ist, ist folgende :
Die Rähmchen 1, 2, 3, weiche aus Metall bestohen und allseitig Nadeln 4 tragen, 
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 festgehalten werden mass, zu beiden Seiten ein Stift oder eine Nadel 13 an einer an dem Seitenteil des Rähmchens befestigten Zunge 12 angeordnet. Der Stift 13 ist mit einer Verdickung oder dgl. ausgestattet, damit der aufgesteckte Strumpf gehalten wird, also nicht wieder abgleiten kann. Nur einem geschickten GriE folgt der Strumpf beim Abnehmen der fertig bestickten Ware.

   Die Rähmchen können natürlich auch vervielfacht sein oder sie können kleiner sein, so dass nur eine Hälfte eines Strumpfes beim Sticken des Zwickels aufgespannt wird, was beispielsweise erforderlich ist, wenn man   Strumpfes   besticken will, deren Fuss geschlossen ist. Auch können, um die Haltestifte überflüssig zu machen, schmale Rähmchen zur Anwendung kommen, die die Form einer Zwickelsticknaht haben. Die Auflage für das zu bespannende Rähmchen 1, 2,3 ist ein pult- ähnliches   Gestell 8 mit Mattglasplatte 10.   Auf dieser Mattglasplatte befinden sich die lang und quer führenden Markierlinien 5, 6, 7, welche dem aufspannenden Arbeiter genau erkennen lassen, wie der fertig aufgespannte Strumpf im Verhältnis zur Stickerei liegen muss. 



   Man kann dabei natürlich die Linien auch verschiebbar anbringen, um   für Änderungen   in der Lage der Stickerei nicht neue Linien aufzeichnen zu müssen. 



   Die mit Strümpfen genau und straff bespannten Rähmchen setzt man dann nebenund übereinander in das Gatter 11 der Stickmaschine (Fig. 3), genau zu den Sticknadeln stehend, ein und klemmt sie fest. Ist dies geschehen, so kann man auf eine grosse Anzahl StrUmpfe, genau   gleichmässig   und ohne dass die Ware zerrissen wird, Zwickel oder andere Stickerei aufarbeiten. 



     PATENT ANSPRÜCHE   :
1. Verfahren zum maschengeraden Aufspannen von Wirkwaren, z. B. Strümpfen, zwecks eines gleichzeitigen Bestickens grosser Mengen solcher Waren in der Gatterstickmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Strumpf unter Anwendung einer mit Markierlinien (5, 6,   7)   versehenen Unterlage genau maschengerade und der Lage der Sticknadel in der Maschine entsprechend, straff auf das allseitig mit Spitzen versehene Rähmchen gespannt wird.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zeichnet, dass ein Auflagegestell (8) oben mit einer Mattscheibe (10) ausgestattet ist, die mit längs-und querführenden, die Lage des Strumpfes und gradlinige Richtung der Maschen angebenden Markierlinien versehen und nach Erfordernis mit Innenbeleuchtung ausgestattet ist.
    3. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekenn- zeichnet, dass im Spannrährnchen dort, wo der Scheitel des Fersenwinkels des auf- gespannten Strumpfes liegt, je ein Stift (13) an einer Zunge (12) angeordnet ist. die EMI2.1
AT72646D 1914-06-08 1914-06-08 Verfahren und Einrichtung zum maschengeraden Aufspannen von Wirkwaren, z. B. Strümpfen, zwecks eines gleichzeitigen Bestickens großer Mengen solcher Waren in der Gatterstickmaschine. AT72646B (de)

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