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Zum Reparieren von Gummischläuchen sind Vulkanisierapparate bekannt, bei denen der Schlauch an der zu reparierenden Stelle zwischen einem geheizten Druckkörper aus Eisen und einer geeigneten Unterlagsplatte eingespannt wird.
Bei diesen Apparaten wird der beheizte Druckkörper mit seiner Heizfläche unmittelbar auf die zu reparierende Stelle gepresst. Daraus entspringen verschiedene Nachteile. So wird dadurch der um die Verletzung liegende Gummi unnötig erhitzt und dadurch hart und brüchig. Ferner werden die Kanten des Druckkörpers mehr oder weniger stark in den Gummi eingepresst, was namentlich in Verbindung mit der genannten intensiven Erhitzung leicht zu weiteren Verletzungen des Gummis führen kann.
Mit vorliegender Erfindung wird bezweckt, diee Nachteile der genannten Vulkanisierapparate auf eine überraschend einfache Weise zu beseitigen. Riezu werden zwischen dem beheizten Druckkörper und dem zu reparierenden Schlauch oder der zu reparierenden Fahrradlaufdecke eine über den Druckkörper vorstehende Stahl- oder dgl. Blechplatte eingelegt. Diese Stahlblechplatte kuhlt sich am Rande naturgemäss stark ab. Dadurch
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in welchem eine Heizspirale eingelegt werden kann. Die letttere ist am unteren Ende eines Rohres h augebracht, welches am oberen Ende auen Spiritusbehalter g trägt. Die in dem IlL. @rper f angeordnete Spirale. welche mit @ochern oder in sonst geeigneter Weise als Brenner bzw.
Vergaser ausgebildet ist, dient zum Erwärmen des Heizkörpers, wobei die Grosse des Spiritusbehalters g zweckmässig so gewählt wird, dass beim Ausbrennen des ganzen Behalters der heizkörper f gerade die richtige Temperatur erhält und über eine gewisse Höchsteemperatur nicht erhitzt werden kann, so dass ein Verbrennen des Gummischlauches bzw. der Laufdocke ausgeschlossen ist. Die Spiritusleitung h kann durch eine Klemmvorrichtung t oder dgl. am Bügel d leicht lösbar befestigt werden. k ist die Zwischenlage aus Stahlblech.
Beim Gebrauch des oben beschriebenen Vulkanisierapparates wird wie folgt verfahren : Man nehme den zu vulkanisierenden Autoschlauch und reinige die Vu ! kanisiernngs- stellen gut mit Benzin, schneide das Nagelloch bzw. die schadhafte Stelle konisch und passe den Fleck o auf das Loch auf.
Sodann bostreiche man beides gut mit Gummilösung und lasse dieses gut trocknen Bei einem grösseren Loche führt mau vorher noch etwas Papier innen in den Luftschlauch ein, um ein Zusammenkleben der Gummiwäode zu vermeiden. Ist der Fleck auf die zu
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vulkanisierende Stelle aufgelegt, so. überdeckt man den Fleck mit etwas Papier und legt auf das Papier die Stahlblechplatte k und auf diese den Heizkörper f. Hierauf presst man mit Hilfe der Druckschraube e und des Pressbugeis d don Heizkörper fest auf den Gummischlauch, wie aus der Zeichnung ersichtlich.
Nun legt man in den Heizkörper den Spirltusverg8ser ein, befestigt ihn mit Hilfe
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vollständig voll. Man entzündet nun den Spiritus an dem Auslaufrohre des Behälters, das sich in dem Heizkörper befindet, und lässt den Apparat stehen, bis der Spiritus vollständig verbrannt ist. Hat sich der Heizkörper so weit abgekühlt, dass man ihn angreifen kann, so öffnet man die Spindel, klappt den Pressbügel um und nimmt den Schlauch heraus. Derselbe muss dann mit Wasser abgekühlt und dabei auch das Papier vom Schlauch mit Wasser weggelöst werden.
Die Löcher des Vergaserrohres sollen mit einem Reinigungsstift immer gut gereinigt werden, so dass der Apparat bei neuerlichem Gebrauch stets wieder betriebsfertig ist. Bei wiederholtem Gebrauch des Apparates muss stets dafür gesorgt werden, dass der Heizkörper vor dem nächsten Gebrauch vollkommen abkühlt.
Der Hauptvorteil des oben beschriebenen Apparates liegt in seiner ausserordentlichen Einfachheit, Billigkeit und Leichtigkeit, so dass derselbe auf jedem Auto leicht mitgeführt und die Reparaturen an jeder Stelle schnell und einfach vorgenommen werden können.