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Rechenmaschine nach System Thomas mit je einem Zählwerk für Einzelprodukte und
Produktensummen.
Die Erfindung bezieht. sich anf Rechenmaschinen nach System Thomas mit. je einem Zählwerk für Einzelprodukte und Produktensummen. Bei den Maschinen dieser Art werden zur Verbindung der beiden Zählwerke unterinander einseitig wirkende Gesperre verwendet, die aber den erheblichen Nachteil haben, dass sehr leicht ein überschlagen der Schaltung vorkommt, so dass die Arbeitsweise unzuverlässig ist. Auch kommen dort leicht Stockungen des Getriebes vor. weshalb ein motorischer Antrieb dieser Maschinen nicht möglich ist.
Diese Missstände werden durch den Gegenstand vorliegender Erfindung vollkommen beseitigt, d. h. es wird ein leichter und absolut sicherer Eingriff der die Zählwerks verbindenden Elemente erreicht und ein ruhiger Gang des ganzen Getriebes sowie der Antrieb der Maschine durch motorische Kraft ermöglicht.
Uni dies zu erreichen, wird die Verbindung der beiden Zählwerke durch Verschwenken elles gezahnten Kupplungsorganes in radialer oder achsialer Richtung bewirkt, welches unter
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bzw, entkuppelter Stellung und Draufsicht.
Auf den durchgehenden Wellen 1 sitzen vorn die Schaltwalzen oder Segmente 2 fest, die In ill bekannter Weise mit den auf den vierkantigen Achsen 3 des Produktenzählwerkes verschieb- baren Stellrädern 4 (Fig. 1, 2) in Eingriff gebracht werden können. An die Achsen des Produkten-
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Anheben der Arme 22 durch eine auf der nächstfolgenden Welle 1 zwischen deren Armen 22 festsitzende Nockenscheibe 23 gleichzeitig mit den Rädern 13, 14 der Achsen 3, 6 in Eingriff kommen.
Das Anheben der Arme 22 geschieht dadurch, dass die Nockenscheiben 23 (Fig. 4, 14 bis 16) der nächstfolgenden Welle 1 auf ein in die vorderen Enden der Arme 22 verbindendes Querstück 24 einwirken, worauf nach Passieren der höchsten Stelle der Nocken 23 die Arme 22 samt den Rädern 21 durch ihr Eigengewicht zurückfallen und sich auf das hintere Ende des nächst-
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samen Lineales 25 angeordneten Zahlenscheiben 26 bzw. 27 erfolgt, wie üblich, durch je eines der Wendetriebräder 6,7 auf die mit den Zahlernscheiben 26, 27 fest verbundenen Zahnräder 28 bzw. 29 (Fig. 1, 3, 4, 7 bis 9).
Die Zehnerschaltung erfolgt bei dieser Maschine durch radial verschiebbare Schaltzähne 30, die in auf den Wellen 1 neben den Sperrblöcken 10 bzw. 11 festsitzenden Scheiben 31 gegen Federdruck verschiebbar gelagert. sind und an ihrem einen Ende eine Anschlagfläche 32 besitzen, sowie ferner durch einen Stift 33 (Fig. 7 bis 9), der sich in einem geraden Einschnitt der Scheiben 31 führt. mit den Sperrblöcken 10, 11 dadurch verbunden sind, dass der Stift 33 in einen kurvenförmigen Einschnitt 34 (Fig. 7,8) der i ; perrblöcke 10, 11 eingreift, um im Moment der Schaltung eine geringe Rückdrehung der letzteren zu ermöglichen, damit sich die Sperrscheiben 8 bzw. 9 zwecks Zehnerschaltung um eine Teilung weiterdrehen können.
Die Verschiebung der Schaltzähne 30 wird bewirkt durch an den Zahlenscheiben 26, 27 feste Nocken 35 (Fig. 7 bis 9), die auf bei 36 drehbar gelagerte, unter Federwirkung stehende Winkelhebel 37 einwirken. mit deren ah- wärtsgericbteten Arm bei 38 ein um den Bolzen 39 drehbarer, zweiarmiger Hebel 40 gelenkig ver- bunden ist, dessen längerer Arm an seinem unteren Ende einen Anschlagzapfen 41 trägt, welcher in die Bahn der Anschlagfläche 32 des auf der nächstfolgenden Welle 1 angeordneten Zehnerschalt-
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bei.
J2 drehbare. unter Federwirkung stehende Sperrfalle 43, die den Anschlagstift 41 des Hebels 40 111 gesenkter Lage des Winkelhebels. 37 untergreift, damit der Anschlagstift J1 dem Anschlag 32 (len zur Verschiebung des 8chaItzahnes 30 erforderlichen Widerstand entgegensetzen kann. Die
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nebst Winkelhebel 37 in die Anfangslage zurückführt.
Bei der Ausführungsform der Fig. 10 und 11 wird die Kupplung der beiden Zählwerke dadurch bewirkt, dass das Zahnrad 21 auf einer Zwischenwelle 47 achsial verschiebbar angeordnet
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summen ausgeschaltet werden, so genügt auch hier die Verschiebung des Rades 13, so dass der zugehörige Teil des Rades 21 nicht mit dem Rad 13 in Eingriff kommen kann und die Achsen 3, J nif'ht gekuppelt werden.
Von dieser Ausführungsform unterscheidet sich diejenige der Fig. 12 bis 13 dadurch, dass
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Um jetzt die eingestellte Zahl 425 mit 6 zu multiplizieren, braucht nur die Kurbel 57 sechsmal gedreht zu werden, worauf auf Grund der vorbeschriebenen Arbeitsweise des Getriebes und
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Räder 21 bei ihrer Schwingbewegung gleichzeitig in die Räder 13 und 14 der Achsen 3 und 5 eingreifen und diese gemeinsam drehen, als sei es nur eine Achse.
Die Kupplung der Achsen 3, 5 bzw. der Räder 13, 14 durch die Kupplungsglieder 21, 22 erfolgt dadurch, dass jeweils die auf der der schaltenden Welle 1 vorausgehenden Welle 1 festsitzende Nockenscheibe 23 das die vorderen Enden der Arme 22 verbindende Querstück 24 hebt, wodurch die Räder 21 mit den Rädern 13, 14 in Eingriff kommen. In dem Augenblick nun, in welchem nach erfolgter Schaltung die Sperrscheiben 8 und 9 durch die Sperrblöcke 10 und 11 bereits gesperrt werden, passieren die Nockenscheiben 23 mit ihrer höchsten Stelle die Querstücke 24 der Arme 22, worauf letztere samt den in ihnen gelagerten Rädern 21 infolge Eigengewichts niederfallen, so dass die Kupplung der Räder 21 mit denjenigen 13, 14 und somit die Verbindung der Achsen 3,5 augenblicklich aufgehoben ist.
Es ist jetzt noch das zweite Produkt 31 x 12 zu dem bereits ermittelten Produkt
17 X 25 X 6 = 2550 hinzuzuaddieren. Um dieses auszuführen, löscht man das Resultat in den
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stellschienen 58, lässt dagegen das Resultat im hinteren Zählwerk (Summenzählwerk) unverändert. Nun stellt man mittels der Stellräder 4 den ersten Faktor 31 des zweiten Produktes ein und kurbelt erst zweimal, rückt dann das Lineal 25 um eine Stelle nach rechts und kurbelt noch einmal, worauf auf Grund der schon vorbeschriebenen Arbeitsweise des Getriebes im vorderen Zählwerk das Einzelprodukt 31 # 12 = 372 und im hinteren Zählwerk die Summe der beiden Produkte
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erscheint.
Es ergibt sich dies daraus, weil, nachdem im Summenzählwerk das erste Produkt 2550 stehen bleibt und hernach bei der Ermittlung des zweiten Produktes durch die Kupplung der Achsen. 3 und 5 die Zahlenscheiben 27 des Summenzählwerks genau dieselbe Drehungszahl ausführen müssen wie die Zahlenscheiben 26 des Produktenzählwerks, und demzufolge arbeiten auch die unter sich getrennten Zehnerschaltungen beider Zählwerke übereinstimmend.
Bei dem m vorstehenden Ausführungen erläuterten Zahlenbeispiel hat das zweite Produkt
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das zweite. dritte usw. mehr als zwei Einzelfaktoren enthält, so verfährt man wie folgt :
Es seien z. B. die Produkte 17 xi 6 und 16 X 16 X 52 x 3 > . 2 zu addieren.
Das erste Produkt 17 X 25.. < 6 wird in derselben Weisen, wie im ersten Beispiele angegeben. ermittelt und es ergibt die Zahl 2550. Dieselbe lässt man wiederum im hinteren Zählwerk (Summen- zäh) werk) stehen, während sie im vorderen Zählwerk gelöscht wird, um in diesem das zweite Produkt zu ermitteln. Bevor jedoch damit begonnen wird, ist das hintere Zählwerk erst durch Umstellen des Hebels 16 wieder auszuschalten, d. h. die Eingriffsmöglichkeit der Räder 13 und 21 ist aufzuheben.
ALsdann wird das zweite Produkt in der üblichen Weise bis auf den vorletzten Faktor (hier 3)
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Bevor nun mit dem letzten Faktor des zweiten Produktes multipliziert wird, ist das hintere Zählwerk durch Zurücklegen des Hebels 16 in die Lage der Fig. 1 wieder einzuschalten und, nachdem mittels der Stellräder der Faktor 39.936 eingestellt und diese Zahl im vorderen Zählwerk
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die Summe der beiden Produkte
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erscheint.
Die bei diesem Beispiel nach Ermittlung des ersten Produkts vorgenommene Ausschaltung des hinteren Zählwerks und die Wiedereinschaitung desselben vor Beginn der Multiplikation mit dem letzten Faktor des letzten Produkts ist deshalb nötig, weil sonst das Endresultat im Summen- zäh) werk zu hoch sein würde, und zwar stets um die Summe aus dem ersten Produkt und dem Produkt aller voraufgegangenen Einzelfaktoren des zweiten Produktes.
Mit der vorliegenden Maschine ist somit die Möglichkeit gegeben, bei Anwendung eines einzigen Zählwerkstincais mit zwei Zählwerken beliebig viele Produkte mit beliebig vielen Einzelfaktoren zu addieren, indem
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man jedesmal das Resultat des vorhergehenden Produktes im Summenzählwerk stchen lässt, vor Beginn der Ermittlung des nächsten Produktes das Summenzählwerk ausschaltet bis der vorletzte Faktor dieses Produktes erledigt ist und dann vor Beginn der Rechnung mit dem letzten Faktor dieses Produkts das Summenzählwerk wieder einschaltet, worauf in diesem richtig die Summe aller Einzelprodukte und im vorderen Zählwerk das letzte Einzelprodukt erscheint.
Genau so verhält es sich mit den übrigen Rechnungsarten.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rechenmaschine nach System Thomas mit je einem Zählwerk für Einzelprodukte und Produktensummen, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der beiden Zählwerke durch von den Schaltwerk8achsen direkt zwangläufig bewirktes Verschwenken eines gezahnten Kupplungs- organes in radialer oder achsialer Richtung erfolgt.