AT71404B - Rechenmaschine nach System Thomas mit je einem Zählwerk für Einzelprodukte und Produktensummen. - Google Patents

Rechenmaschine nach System Thomas mit je einem Zählwerk für Einzelprodukte und Produktensummen.

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AT71404B
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  Rechenmaschine nach System Thomas mit je einem Zählwerk für Einzelprodukte und
Produktensummen. 



   Die Erfindung bezieht. sich   anf Rechenmaschinen   nach System Thomas mit. je einem Zählwerk für Einzelprodukte und   Produktensummen.   Bei den Maschinen dieser Art werden zur Verbindung der beiden Zählwerke unterinander einseitig wirkende Gesperre verwendet, die aber den erheblichen Nachteil haben, dass sehr leicht ein   überschlagen der Schaltung vorkommt, so   dass die Arbeitsweise   unzuverlässig   ist. Auch kommen dort leicht Stockungen des Getriebes vor. weshalb ein motorischer Antrieb   dieser Maschinen nicht möglich   ist. 



     Diese Missstände werden   durch den Gegenstand vorliegender Erfindung vollkommen beseitigt, d. h. es wird ein leichter und absolut sicherer Eingriff der die   Zählwerks   verbindenden   Elemente erreicht   und ein ruhiger Gang des ganzen Getriebes sowie der Antrieb der Maschine durch motorische Kraft ermöglicht. 



   Uni dies zu erreichen, wird die Verbindung der beiden Zählwerke durch Verschwenken   elles   gezahnten Kupplungsorganes in radialer oder achsialer Richtung bewirkt, welches unter 
 EMI1.1 
   bzw, entkuppelter Stellung und Draufsicht.   



   Auf den durchgehenden Wellen 1 sitzen vorn die Schaltwalzen oder Segmente 2 fest, die   In     ill   bekannter Weise mit den auf den vierkantigen Achsen 3   des Produktenzählwerkes verschieb-   baren Stellrädern 4 (Fig. 1, 2) in Eingriff gebracht werden können. An die   Achsen   des Produkten- 
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 EMI2.1 
 Anheben der Arme 22 durch eine auf der nächstfolgenden Welle 1 zwischen deren Armen 22 festsitzende Nockenscheibe 23 gleichzeitig mit den Rädern 13, 14 der Achsen 3,   6   in Eingriff kommen. 



  Das Anheben der Arme 22 geschieht dadurch, dass die Nockenscheiben 23 (Fig. 4, 14 bis 16) der nächstfolgenden Welle 1 auf ein in die vorderen Enden der Arme 22 verbindendes Querstück 24 einwirken, worauf nach Passieren der höchsten Stelle der Nocken 23 die   Arme 22   samt den   Rädern   21 durch ihr Eigengewicht zurückfallen und sich auf das hintere Ende des nächst- 
 EMI2.2 
 samen Lineales 25 angeordneten Zahlenscheiben 26 bzw. 27 erfolgt, wie üblich, durch je eines der Wendetriebräder 6,7 auf die mit den Zahlernscheiben 26, 27 fest verbundenen Zahnräder 28 bzw.   29   (Fig. 1, 3, 4, 7 bis 9). 



   Die Zehnerschaltung erfolgt bei dieser Maschine durch radial verschiebbare Schaltzähne 30, die in auf den Wellen 1 neben den   Sperrblöcken   10 bzw. 11 festsitzenden Scheiben 31 gegen Federdruck verschiebbar gelagert. sind und an ihrem einen Ende eine Anschlagfläche 32 besitzen, sowie ferner durch einen Stift 33 (Fig. 7 bis 9), der sich in einem geraden Einschnitt der Scheiben 31 führt. mit den Sperrblöcken 10, 11 dadurch verbunden sind, dass der Stift 33 in einen kurvenförmigen Einschnitt 34 (Fig. 7,8) der   i ; perrblöcke 10, 11 eingreift, um   im Moment der Schaltung eine geringe Rückdrehung der letzteren zu ermöglichen, damit sich die Sperrscheiben   8   bzw. 9 zwecks Zehnerschaltung um eine Teilung weiterdrehen können.

   Die Verschiebung der Schaltzähne 30 wird bewirkt durch an den Zahlenscheiben 26, 27 feste Nocken   35   (Fig. 7 bis 9), die auf bei 36 drehbar gelagerte, unter Federwirkung stehende Winkelhebel 37 einwirken. mit deren ah-   wärtsgericbteten   Arm bei 38 ein um den Bolzen 39 drehbarer, zweiarmiger Hebel 40 gelenkig ver-   bunden ist, dessen   längerer Arm an seinem unteren Ende einen Anschlagzapfen 41 trägt, welcher in die Bahn der Anschlagfläche 32 des auf der nächstfolgenden Welle 1 angeordneten   Zehnerschalt-   
 EMI2.3 
   bei.

   J2 drehbare.   unter Federwirkung stehende Sperrfalle 43, die den Anschlagstift 41 des Hebels 40   111 gesenkter   Lage des Winkelhebels. 37   untergreift,   damit der Anschlagstift J1 dem Anschlag 32 (len zur Verschiebung des   8chaItzahnes 30 erforderlichen   Widerstand entgegensetzen kann. Die 
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 nebst Winkelhebel 37 in die Anfangslage zurückführt. 



   Bei der   Ausführungsform   der Fig. 10 und 11 wird die   Kupplung   der beiden Zählwerke dadurch bewirkt, dass das Zahnrad 21 auf einer Zwischenwelle 47 achsial verschiebbar angeordnet 
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 summen ausgeschaltet werden, so genügt auch hier die Verschiebung des Rades   13,   so dass der zugehörige Teil des Rades 21 nicht mit dem Rad 13 in Eingriff kommen kann und die Achsen 3,   J     nif'ht gekuppelt   werden. 



     Von   dieser Ausführungsform unterscheidet sich diejenige der Fig. 12 bis 13 dadurch, dass 
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 EMI3.2 
 

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   Um jetzt die eingestellte Zahl 425 mit 6 zu multiplizieren, braucht nur die Kurbel 57 sechsmal gedreht zu werden, worauf auf Grund der vorbeschriebenen Arbeitsweise des Getriebes und 
 EMI4.1 
 Räder 21 bei ihrer Schwingbewegung gleichzeitig in die Räder 13 und 14 der Achsen 3 und 5 eingreifen und diese gemeinsam drehen, als sei es nur eine Achse. 



   Die Kupplung der Achsen 3, 5 bzw. der Räder   13, 14   durch die Kupplungsglieder 21, 22 erfolgt dadurch, dass jeweils die auf der der schaltenden Welle 1 vorausgehenden Welle 1 festsitzende Nockenscheibe 23 das die vorderen Enden der Arme 22 verbindende Querstück 24 hebt, wodurch die Räder 21 mit den Rädern 13, 14 in Eingriff kommen. In dem Augenblick nun, in welchem nach erfolgter Schaltung die Sperrscheiben 8 und 9 durch die Sperrblöcke 10 und 11 bereits gesperrt werden, passieren die Nockenscheiben 23 mit ihrer höchsten Stelle die Querstücke 24 der Arme 22, worauf letztere samt den in ihnen gelagerten Rädern 21 infolge Eigengewichts niederfallen, so dass die Kupplung der Räder 21 mit denjenigen 13, 14 und somit die Verbindung der Achsen 3,5 augenblicklich aufgehoben ist. 



   Es ist jetzt noch das zweite Produkt 31 x 12 zu dem bereits ermittelten Produkt
17 X 25   X 6 =   2550 hinzuzuaddieren. Um dieses auszuführen, löscht man das Resultat in den 
 EMI4.2 
 stellschienen 58, lässt dagegen das Resultat im hinteren Zählwerk (Summenzählwerk) unverändert. Nun stellt man mittels der Stellräder 4 den ersten Faktor 31 des zweiten Produktes ein und kurbelt erst zweimal, rückt dann das Lineal 25 um eine Stelle nach rechts und kurbelt noch einmal, worauf auf Grund der schon vorbeschriebenen Arbeitsweise des Getriebes im vorderen Zählwerk das Einzelprodukt 31   #   12 = 372 und im hinteren Zählwerk die Summe der beiden Produkte 
 EMI4.3 
 erscheint. 



   Es ergibt sich dies daraus, weil, nachdem im Summenzählwerk das erste Produkt 2550 stehen bleibt und hernach bei der Ermittlung des zweiten Produktes durch die Kupplung der Achsen. 3 und 5 die Zahlenscheiben 27   des Summenzählwerks   genau dieselbe Drehungszahl ausführen müssen wie die Zahlenscheiben 26 des   Produktenzählwerks,   und demzufolge arbeiten auch die unter sich getrennten Zehnerschaltungen beider Zählwerke übereinstimmend. 



   Bei dem m vorstehenden Ausführungen erläuterten Zahlenbeispiel hat das zweite Produkt 
 EMI4.4 
 das zweite. dritte usw. mehr als zwei   Einzelfaktoren enthält, so   verfährt man wie folgt :
Es seien z. B. die Produkte   17 xi   6 und 16 X 16 X   52   x 3    > . 2 zu addieren.   



   Das erste Produkt 17   X 25.. < 6   wird in derselben Weisen, wie im ersten Beispiele angegeben. ermittelt und es ergibt die Zahl 2550. Dieselbe lässt man wiederum im hinteren Zählwerk (Summen-   zäh) werk)   stehen, während sie im vorderen Zählwerk gelöscht wird, um in diesem das zweite Produkt zu ermitteln. Bevor jedoch damit begonnen wird, ist das hintere Zählwerk erst durch Umstellen des Hebels 16 wieder auszuschalten, d. h. die Eingriffsmöglichkeit der Räder 13 und 21 ist   aufzuheben.   



     ALsdann wird   das zweite Produkt in der   üblichen   Weise bis auf den vorletzten Faktor (hier 3) 
 EMI4.5 
 



    Bevor nun   mit dem letzten Faktor des zweiten Produktes multipliziert wird, ist das hintere   Zählwerk durch Zurücklegen   des Hebels 16 in die Lage der Fig. 1 wieder einzuschalten und, nachdem mittels der   Stellräder der   Faktor 39.936 eingestellt und diese Zahl im vorderen   Zählwerk   
 EMI4.6 
 die Summe der beiden Produkte 
 EMI4.7 
 erscheint. 



   Die bei diesem Beispiel nach Ermittlung des ersten Produkts vorgenommene Ausschaltung des hinteren Zählwerks und die   Wiedereinschaitung   desselben vor Beginn der Multiplikation mit dem letzten Faktor des letzten Produkts ist deshalb nötig, weil sonst das   Endresultat   im   Summen-     zäh) werk zu hoch   sein würde, und zwar stets um die Summe aus dem ersten Produkt und dem   Produkt aller voraufgegangenen Einzelfaktoren   des zweiten Produktes.

   Mit der vorliegenden Maschine ist somit die Möglichkeit gegeben, bei Anwendung eines einzigen   Zählwerkstincais   mit zwei Zählwerken beliebig viele Produkte mit beliebig vielen Einzelfaktoren zu addieren, indem 

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 man jedesmal das Resultat des vorhergehenden Produktes im Summenzählwerk stchen lässt, vor Beginn der Ermittlung des nächsten Produktes das Summenzählwerk ausschaltet bis der vorletzte Faktor dieses Produktes erledigt ist und dann vor Beginn der Rechnung mit dem letzten Faktor dieses Produkts das   Summenzählwerk   wieder einschaltet, worauf in diesem richtig die Summe aller Einzelprodukte und im vorderen Zählwerk das letzte Einzelprodukt erscheint. 



  Genau so verhält es sich mit den übrigen Rechnungsarten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Rechenmaschine nach System Thomas mit je einem Zählwerk für Einzelprodukte und   Produktensummen,   dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung der beiden Zählwerke durch von den   Schaltwerk8achsen     direkt zwangläufig   bewirktes   Verschwenken eines gezahnten Kupplungs-   organes in radialer oder achsialer Richtung erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Rechenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Kupplungsorgan radial verschwenkbare Zahnräder (21) dienen, welche mit auf den getrennten Zählwerks- achsen (3, 5) sitzenden Zahnräder (13, 14) gleichzeitig in und ausser Eingriff gebracht werden, was durch auf der nächstfolgenden Schaltwalzenachse festsitzende Nockenscheiben (23) geschieht, welche auf ein die das Zahnrad (21) der vorhergehenden Schaltwalzenachse (1) tragende Arme (22) verbindendes Querstück (24) einwirken und dadurch Heben und Senken der lose um die Achse (1) drehbaren Arme (22) nebst Rädern (21) verursachen.
    3. Rechenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die auf den Achsen des Produktenzählwerks sitzenden Kupplungszahnräder (13) verschiebbar angeordnet sind und EMI5.1 und Lenker (17) an einen Hebel (16) angeschlossen ist, durch dessen Verstellen die Räder (13) in und ausser Bereich der verschwenkbaren Kupplungsräder (21) gebracht werden können, um nach Bedarf das Zählwerk für die Produktensummen von dem Zählwerk für die Einzelprodukte ganz trennen zu können.
    4. Rechenmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Kupplungsorgan für die beiden Zählwerke achsial verschwenkbare Zahnräder (21) dienen, deren Verschwenkung von auf den Schaltwalzenachsen (1) angeordneten, je eine in sich zurückkehrende Kurve (52) EMI5.2
AT71404D 1914-06-12 1914-06-12 Rechenmaschine nach System Thomas mit je einem Zählwerk für Einzelprodukte und Produktensummen. AT71404B (de)

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