<Desc/Clms Page number 1>
Schleudervorrichtung für Geschosse oder dgl.
Bei der Schleudervorrichtung nach dem Patente Nr. 70529 werden die abzuschleudernden Geschosse oder dgl. am Umfang des Schleuderrades eingeführt, so dass sie unmittelbar aus ihrer
EMI1.1
des Geschosses entspricht. Infolge dieser Stösse ist einerseits zum Antrieb der Schleudervorrichtung eine ziemlich grosse Kraft erforderlich und andererseits ist diese Vorrichtung einer raschen Abnutzung unterworfen. Diese Nachteile werden nun gemäss der Erfindung dadurch beseitigt, dass die. Geschosse oder dgl oder nahe der Mitte des Schleuderrades eingeführt, durch die Fliehkraft entlang einer Gleitwand oder dgl. bis zu seinem Umfang befördert, an diesem durch ein Hindernis bis zur Abschussstelle zurückgehalten und an dieser Stelle freigegeben werden.
In der Zeichnung ist die Vorrichtung nach der Erfindung in einem Ausführungsbe'-piel dargestellt. Fig. 1 zeigt die Vorrichtung in Seitenansicht und Fig. 2 in Draufsicht mit teilweisem Schnitt. Fig. 3 zeigt die Art der Auslösung der Geschosse.
Das Schleuderrad 2 besitzt einen zentralen Beschickungstrichter 1, m den die kugelförmigen Geschosse fortlaufend zugeführt werden. Diese bewegen sich dann entlang einer Führunswand 3 des umlaufenden Schleuderrades bis zu seinem Umfang, an dem ein drehbares, unter der Wirkung einer Feder 6 stehendes Züngel 4 angebracht ist, dass mit seinem Fortsatz 14 die Gleitbahn 3 abschliesst und die Kugel zurückhält. Das Züngel 4 hat einen weiteren, nach aussen ragenden Entsatz , der in den Bereich eines auf einem Bogen 2J verstellbaren und feststellbaren An- schlages J reicht (Fig. 2).
Beim umlaufenden Schleuderrad 2 wird das Züngel 4 durch den Anschlag. 5 entggen der Federwirkung so verschwenkt, dass sein Fortsatz 14 in die Richtung der Gleitwand 3 gelangt, wodurch das durch das Züngel bisher zurückgehaltene Geschoss freigegeben und in tangentialer Richtung abgeschleudert wird (Fig. 3). Das Züngel 4 hat noch einen inneren, in normaler Lage nur bis vor die Wand 3 reichenden Fortsatz 34, der beim verschwenkten Züngel
EMI1.2
federnder Schieber oder ein ähnlicher Teil angewendet werden.
Wird das Schleuderrad bloss mit einer einzigen Gleitwand 3 und einem Züngel 4 versehen, so muss es durch ein Gegengewicht ausgewuchtet werden. Um aber die Anzahl der abgeschleuderten Geschosse zu vergrössern, kann das Schleuderrad 2 mit zwei oder mehreren symmetrisch verteilten
Einrichtungen 3, 4 versehen werden.
Die Anzahl der abzuschleudernden Geschosse kann auch durch deren stückweise Zuführung in den Einwurfstrichter 1 beliebig geregelt werden. In diesem Falle kann die Anwendung eines Züngels 4 wegfallen und anstatt dessen kann eine feststehende, über den ganzen Umfang des Schleuderrades 2 reichende Wand angewendet werden, die die Geschosse im Rad 2 zurückhält und an der Abschussstelle zum Freilassen der Geschosse mit einer passenden Öffnung versehen ist.
Nach dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden kugelförmige Geschosse angewendet, weil bei diesen die ganze Einrichtung am einfachsten ausgeführt werden kann. Es ist aber klar, dass die Vorrichtung leicht auch für andere Geschosse, z. B. für Pfeilgesehosse, eingerichtet werden kann. Die Vorrichtung kann entweder, wie dargestellt, mit lottechter oder mit w8. 0aerechter Drehungsachse angewendet werden.
<Desc/Clms Page number 2>
Bei der dargestellten Schleudervorrichtung kann ein Streufeld in einfacher Weise dadurch erzielt werden, dass der Anschlag 5 längs der, Führung 25 hin und her bewegt wird.
PATENT-ANSPRÜCHE:
1. Schleudervorrichtung für Geschosse oder dgl. nach dem Patente Nr. 70529, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschosse oder dgl. in oder nahe der Mitte des Schleuderrades (2) eingeführt, durch die Fliehkraft entlang einer Gleitwand (3) oder dgl. des umlaufenden Schleuderrades bis zu seinem Umfang befördert, an diesem durch ein Hindernis (4) bis zur Abschussstelle zurückgehalten und an dieser Stelle freigegeben werden.