<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zum Hervorheben und Abschwächen von Einzeltönen bei pneumatischen
Musikspielwerken.
EMI1.1
EMI1.2
Anordnung ist im vorliegendem Falle deshalb getroffen, um das erste Loch erst unter die Zuhaltung und über den Zusatzkanal zu bangen und dann im nächsten Augenblick, wenn dieses erste Loch der Notenlochung nun auch den Hptkanal freigeben will, durch den zweiten verstärkten Steg das Öffnen der Zuhaltung zu bewirken.
<Desc/Clms Page number 2>
Für Betonungs-oder andere Vorrichtungen mit doppelten Bälgen kann die Zuhaltung so genau eingestellt oder angeordnet werden, dass z. B. die erste Lochung schon den Hauptkanal freigibt, der zweite Steg im gleichen Moment auch die Zuhaltung bl aufstösst, so dass beide Kanäle und Membranen genau gleichzeitig Freiluft bekommen.
Dieses genaue Einstellen ist beim Doppelkammerbalg mit im Balg liegenden Zwischenschaltventil nicht so sehr notwendig, indem dies Ventil, wenn die eine Kammer zuerst entleert wird, den Weg zur anderen Kammer, welche noch volle Freiluft hat, freigibt, sich also erst unter dem für beide Kammern ausgeglichenen Winddruck der Balg, zweifach angesogen, mit Vehemenz zusammenzieht, wenn auch das Hauptventil umgesteuert ist.
In Fig. 6 ist bei d die erwähnte Verstärkung des Notenbandes in anderer Form als bei a, b, c angeordnet, nämlich vor der Notenlochung. Dadurch wird bewirkt, dass die Zuhaltung bl schon gehoben wird, bevor die Notenlochung den Zusatzkanal freigibt. Tritt nun kurz darauf die Lochung über den räumlich grossen Zusatzkanal und zieht dadurch im Falle eines Doppelkammerbalges diesen, bevor die Lochung über den Hauptkanal tritt, langsam, etwa halb, an, so wird dann beim Einschalten des Hauptventils der Balg vom Hauptkanal nur sehr kurz beeinflusst, kann a'so nur mässigen Anschlag geben, da die Taste und das Gestänge schon in langsamer Bewegung sind.
Bei Betonung mit doppelten Bälgen ist der Vorgang ähnlich, indem beim Einschalten des Zusatzbalges dieser nun den Hauptbalg mitschleppen und somit., piano" anschlagen muss.
Beim Übertritt der Notenlochung über den Hauptkanal sind somit beide Bälge durch den Pianoanschlag schon im Anziehen begriffen.
Um nun die Zuhaltung bi solange zu heben, bis die Notenlochung auch den Hauptkanal freigegeben hat, wird zweckmässig auch über den ersten Perforiersteg der Note eine Erhöhung geklebt oder auch nur bei diesem allein.
Nach dieser Beschreibung des Vorganges ist die in der Zeichnung dargestellte Ausführungs- form leicht verständlich. Es sei noch erwähnt, dass, wie auch in Fig. 5 dargestellt, verschiedene Wege hier zum gleichen Ziele führen.
An beiden Enden des Gleitblock rechts und links sind Böckchen g angeordnet, was, wie aus Fig. 2. 3 und 4 ersichtlich, in'verschiedener Form erfolgen kann, je nachdem der Gleitblock wagerecht oder senkrecht angeordnet ist. Nach Fig. 2 und 4 legt sich die Zu haltung bl durch das eigene Gewicht auf die Zusatzlochung, während nach Fig. 3 die Zuhaltung durch den Belastungs- arm 71 oder durch Federkraft an den Gleitblock gedrückt wird. Bei dem nach Fig. 2 als wagerecht gedachten Gleitblock wird durch den Arm h die Zuhaltungsvorriehtung entlastet. D r Haupt-
EMI2.1
lagert.
Auf diesem Rohr hängt wiederum freischwingend die Zuhaltung mit dem Arm li. 17m aber auch in seitlicher Richtung ein sicheres Auflegen der Zuhaltungen über die Zusatzkanäle al zu gewährleisten, führen sich die Zuhaltungen mit ihren Armen in kammartigen Einschnitten
EMI2.2
den Zuhaltungen gehoben werden, sei es zweckmässig unter Herführung des Notenbandes zur Rolle oder aus sonstiger Veranlassung. Hebel 1, ist mit dem Rohr m fest verbunden.
Fig. 5 ist ein Querschnitt, bei dem die Zuhaltung in senkrechter Lage über dem wagerecht gedachten Gleitblock angeordnet ist.
Um nun auch die Möglichkeit zu haben, die Zuhaltungen vom Gleitblock leicht entfernen zu können, werden die Böckchen. welche mit der Stange i und dem Kamm n in der Gesamtheit fest verschraubt sind, zweckmässig mit Einpassstiften versehen und mittels Zwingen oder Schrauben auf dem Gleitblock befestigt, Zweckmässig werden die Zuhaltmigsklötzchen des Gleitblockes in Form und Farbe der Klaviatur eines Pianos, also in Halb-und Ganztönen ausgebildet.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Hervorheben und Abschwächen von Einzeltönen bei pneumatischen Musikspielwerken, dadurch gekennzeichnet, dass über den Zusatzkanälen (a) im Gleitblock Verschlussvorrichtungen (6) derart angeordnet sind, dass beim Vorübergleiten der normalen Notnbandlochungen über diese Zusatzkanäle Freiluft zu denselben nicht gelangen kann.