AT65171B - Verfahren zur Aufarbeitung von Mutterlaugen, welche Brom in gebundenem Zustand enthalten. - Google Patents

Verfahren zur Aufarbeitung von Mutterlaugen, welche Brom in gebundenem Zustand enthalten.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Aufarbeitung von Mutterlaugen, welche Brom in gebundenem Zustand enthalten. 
 EMI1.1 
 elementare Form oder in Bromwasserstoff. 



   DasVerfahrenstütztsichaufdiebekannteFähigkeitdesBromsundBromwasserstoffes selbst in gelöster Form mit ungesättigten, organschen Verbiudungen. insbesondere 
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 EMI1.6 
 und liefern bei ihren   Umsetzungen   neben mehr oder weniger wertvollen organischen Präparaten auch   Alkalibromide   oder   bromwasserstoff   ah Nebenprodukte. 



   Behufs praktischer   Durchführung   des Verfahrens kann beispielsweise-unter der 
 EMI1.7 
 wird das in gebundenem Zustande vorhandene   Brom, x.   B. durch   Einführung   von Chlor oder eines   Hypochlorits in   die Flüssigkeit, in Freiheit gesetzt, so dass man eine wässerige Bromlösung erhält. Diese wird nun zwecks   Überführung   des Broms in   Azetylenbromide.   insbesondere in unlösliches   Azetylentetrabromid mit Azetylen behandelt, was vorteilhaft   durch Einspritzen der Bromlösung in Azetylen enthaltende Kammern, die mit   Glaswänden   versehen sind, geschieht, da die gewünschte Reaktion nur unter dem Einflüsse des Lichtes leicht vonstatten geht.

   Aus der sich in der Kammer ansammelnden Flüssigkeit kann dann das gebildete Tetrabromid durch Zentrifugieren abgeschieden werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



      Anstattdie aus   den zu verarbeitenden Mutterlaugen erhaltene, freies   Brom eot-   haltende, wässerige Lösung, wie vorstehend angegeben, unmittelbar mit einer ungesättigten Verbindung, wie Azetylen, in Reaktion zu bringen, kann die genannte Lösung   gewünschten-   falls vorher auf, aus früheren Operationen stammende Bromadditionsprodukte einwirken gelassen werden, um einerseits an diese    noch'Brom anzulagern   und andererseits Brom in den vorher gebildeten Bromverbindungen zu lösen, worauf dann erst die so erhaltenen. eventuell Brom gelöst enthaltenden Bromadditionsprodukte mit Azetylen oder anderen ungesättigten Verbindungen in Reaktion gebracht werden.

   Für diese Ausführungsform des Verfahrens gestaltet sich dann der Arbeitsvorgang so, dass man die in einer früheren Operation in der Glaskammer entstandene Emulsion von Bromiden mit der wässerigen Bromlösung mischt, sodann das Gemisch zentrifugiert und die abgesonderten Bromadditionsprodukte in mit Azetylen beschickte Kammern einführt. Das hier erhaltene Azetylentetrabromid kann 
 EMI2.1 
 Alkalibromid oder Bromwasserstoff resultiert. 



   Im nachfolgenden sei der Vollständigkeit halber noch die praktische Durchführung dus den Erfindungsgegenstand bildenden Verfahrens unter der Annahme erläutert, dass das in den aufzuarbeitenden Flüssigkeiten oder Dämpfen in gebundenem Zustande enthaltene Brom nicht in elementarer Form, sondern in Form von Bromwasserstoff mit einer ungesättigten Verbindung, insbesondere Azetylen, in Reaktion gebracht werden soll. In diesem Falle wird das Ausgangsmaterial, z. B. Mutterlauge der Salzteiche, zunächst mit Schwefelsäure angesäuert, wodurch in der Flüssigkeit die Bildung von Bromwasserstoff- und Chlor-   wassorstoffsäure nach   wechselnden   Mengenverhältnissen, jedoch   unter Vorherrschen von   Uromwass'rstoffsäure,   veranlasst wird.

   Lässt man nun durch die erhaltene saure Flüssigkeit   einen Strom von Azetylengas unter gleichzeitiger, kräftiger Belichtung hindurchtreten, so findet bei genügender Konzentration die Bildung von Äthylidenbromid statt nach der     (t) fichnnss :   
 EMI2.2 
 
Dieses kann dann nach bekannten Reaktionen zu verschiedenen anderen Verbindungen unter gleichzeitiger Bildung von Alkalibromiden als Nebenprodukt umgesetzt werden. 



    PATENT-ANSPRÜCHE:  
1. Verfahren zur Aufarbeitung von Matterlaugen. welche Brom in gebundenem Zustande enthalten, dadurch gekennzeichnet. dass die nach dem   Überführen   des Broms in elementare Form oder in Bromwasserstoff entstehenden Lösungen oder Dämpfe mit Azetylen oder einer anderen ungesättigten, organischen Verbindung in Reaktion gebracht werden,   um   Brom-oder Bromwasserstoff-Additionsprodukte zu bilden, die nach bekannten   Reaktionen zu Hrotn, Alkalibromiden   oder Bromwasserstoffsäure und dgl. umgesetzt werden können.

Claims (1)

  1. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die freies Brom cntbaltenden Flüssigkeiten oder Dämpfe auf ans früheren Operationen stammende Bromadditionsprodukte einwirken lässt, um einerseits noch Brom anzulagern und andererseits Brom in den vorher gebildeten Bromverbindungen zu lösen.
AT65171D 1913-05-28 1913-05-28 Verfahren zur Aufarbeitung von Mutterlaugen, welche Brom in gebundenem Zustand enthalten. AT65171B (de)

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