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Flugzeug.
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Die Biegsamkeit und einseitige Durchlässigkeit der Hinterenden der Flügel haben ebenfalls zur Wirkung, die stützende Eigenschaft der Flügel in dem Sinne zu verbessern, dass jeder schädliche Druck, der zeitweilig auf die Oberseite der Flügel wirken könnte (Strudel, Wirbel usw.) unwirksam gemacht wird, während alle auf die Unterseite einwirkenden Drucke vollständig wirksam bleiben.
In der schematischen Zeichnung zeigt Fig. 1 die Draufsicht des Flügels einer Flugmaschine
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das Neigenlassen der Flügel.
Der Flügel besitzt eine bis zur höchsten Empfindlichkeit steigende Biegsamkeit von vorne nach hinten und nach den Seiten zu, d. h. steigend von a nach c, von b nach d und im allgemeinen von m nach ss. Durch die Konstruktion aus Federn ist der Flügel für die Luftwirkungen auf der einen Seite viel empfindlicher als auf der anderen ; jeder von unten F (Fig. 2) kommende Luftstrom erzeugt eine Gestaltänderung des ganzen Flügels, während jeder von oben F1 kommende Luftstrom lediglich eine örtliche und unbedeutende Gestaltänderung verursacht.
Ausserdem ist der Flügel um eine mit dem Gestell des Flugapparates ein Ganzes bildende Achse 0,,} beweglich ; der Flügel ist symmetrisch mit Bezug auf diese Achse und seine Neigung um dieselbe mit Bezug auf das Gestell lässt sich nach Belieben des Fliegers regeln.
Der Flügel kann, wie Fig. 2 zeigt, gekrümmt sein, wodurch die Sicherheit auf Kosten des Stützvermögens erhöht wird.
Dank dieser Vorbedingungen sichert der Flügel :
1. Die selbsttätige Stetigkeit in dem Sinne, dass jeglicher Bewegung im Sinne o, c (Fig. 3) sofort beim Entstehen, und zwar durch eine wünschenswerte Gestaltsänderung, entsprechend o, y, entgegengewirkt wird ; die gefahrbringende Gestaltsänderung, entsprechend o, y, ist nach dieser Konstruktion unmöglich und die Sicherheit wird durch die natürlichen Bogen der Flächen (Fig. 2) vermehrt ;
2. die Möglichkeit des Lenkens der Maschine durch die Neigung des Flügels um die Achse o, 01 (Fig. 4) mit Bezug auf das durch die Linie o, e schematisch dargestellte Gestell der Flugmaschine ; die Luftwirkung auf den Teil c, o, e ist stärker als auf den Teil o, cl, wodurch o, c mit Bezug auf c, o1 gehemmt wird.
Die Stetigkeit ist im übrigen dank den Eigenschaften der Flügelenden c gesichert, die dem Umschlagen während des seitlichen Abstieges im Sinne o, c bei einer Schwenkung entgegenwirken.
Die stabilisierenden Flächen werden durch dachziegelartiges Nebeneinandersetzen der Federn genannter Teile bewirkt. Die schematisch durch f, m, p, n (Fig. 5) dargestellte Feder
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von 9 nach m bis zur Höchstgrenze wachsenden Biegsamkeit, wobei m, 11 ein beliebiger Querschnitt ist und zweitens aus einem schmalen Teil/', t, M oder Sohle, welche lediglich als Stütze für die biegsame Seite f1, m1 der benachbarten Feder dient.
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wachsender Biegsamkeit dar.
Die Feder kann praktischerweise mit einer Rippe von Metall oder Holz hergestellt werden, massiv oder hohl, von entsprechendem und abnehmendem Querschnitt : auf ihr sind leichte Gewebeschnitte in der Weise befestigt, dass die Dicke von p nach f und von m nach 9 anwächst und so abnehmende Steifheit und Biegsamkeit erzeugt. Die Steifheit kann durch von der Rippe ausgehende Metalldrähte von abnehmendem Querschnitt vermehrt werden. Die Gewebeschnitte können durch elastische gleichmässige Plättchen ersetzt werden. die derart gegossen oder gewalzt sind, dass in jedem Punkt eine geeignete Dicke erzielt wird (aus Metall, Kautschuk oder anderem clastischen Material).
Ebenso kann man die Feder aus einer gleichmässigen, gewalzten oder gegossenen Masse derart ausarbeiten, dass sie ein ähnliches oder gleiches Profil wie in, n (Fig. 6) erhält. Die Dicke dieses Querschnittes nimmt von f nach p (Fig. 5) ab, während die Breite entsprechend anwächst (Metall, Kautschuk oder anderes elastisches Material).
Jede Feder kann flach oder krumm sein und eine geradlinige oder gekrümmte Rippe haben.
Die Nebeneinandersetzung der Federn, um einen Flügel herzustellen, geschieht nach Fig. 5 und 6,
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lieben eine auf der anderen parallel zur Achse o, 01 des Flügels (Fig. 1) mit Hilfe eines Zapfens oder einer Gleitstange anliegen.
Mit einem oder mehreren derartigen Flügeln kann man Flugmaschinen (Ein-oder Vieldecker) herstellen.
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um die Achse o, 01.
Die Fig. 8 zeigt schematisch eine Steueranordnung und besteht aus einem Rad t, das auf ein Seil wirkt, dessen Enden bei u, ut an dem Rumpf der Flügel angebracht sind, um die Schwenkungen hervorzurufen. Der dieses Drehrad auf der Gondel tragende Teil o, e1 kann sich nach vorn und nach hinten, senkrecht zur Ebene j, o, p, e1 verschieben, um die Stellung des Schwanzes für den Auf-oder Abstieg zu ändern.
Man kann die Leichtigkeit der Maschine vergrössern, indem man sie wie nach Fig. 9 vereinfacht. Sie besteht aus einem aus zwei starr vereinigten Röhren v, v1, x, x1 zusammengesetzten Rumpfe. der Flügel der oben beschriebenen Art trägt. Ein biegsamer Schwanz 1, r, P, r1 ist beweglich un l, l1 angeordnet und wird von der Gondel aus gesteuert. Die Gondel besteht aus einem Rahmen, ähnlich einem Fahrradrahmen, der an der Röhre v, v1 aufgehängt ist, welche den Sitz und den Motor trägt. Die Schraube kann, wie gesagt, auf der Gondel oder auf der Verlängerung der Röhre v, v1 angebracht werden. Die Steuerung kann durch einen Lenker y, y1 (Fig. 10) erfolgen, der einesteils mit den Flügeln bei u, U1 und andererseits mit den Steuerleinen z, Zl des Schwanzes in Verbindung steht.
Ein Zug auf-die Leine y, u bzw. y1, u1 ruft Schwenkungen hervor, und ein Zug nach vorwärts oder nach rückwärts auf die Schnur z bzw. z1 bewirkt das Steigen oder Fallen.
Nach Fig. 11 ist der Lenker y, yl an einer Stange fest angebracht, die an dem Rohre v, derartig angelenkt ist, dass sie nach vorn und nach hinten schwingen kann und bei diesen Schwing- bewegungen dieses Rohr nach links und nach rechts mitnimmt ; diese letzteren Bewegungen erzeugen eine Neigung der Flügel um die Achse v, v1 und die Schwingungen nach vorn und nach hinten steuern die Bewegungen des chwanz8tückes mittels der Leinen z, : 1 oder mittels Schnùre, die im Innern der Röhre v, v1 untergebracht sind.
Durch möglichst leichte Konstruktion des oben beschriebenen Apparates und durch Ersatz des Motors durch eine Tretkurbel, um die Schraube nur von Menschenkraft betätigen zu lassen, würde man eine Maschine erhalten, die man Luftfahrrad nennen könnte.
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einer Schwenkung. Das Rad 1 steuert die Flügel und ist auf einem beweglichen Träger angeordnet, der die Hebel zur Steuerung des Schwanzstückes l, r, P, trägt.
Anstatt zweier ganzer Flügel von symmetrischer Form kann man auch zwei Halbflügel c, jf, 2 und c1, 4, 5 getrennt anordnen und symmetrisch auf die rechte und linke Seite der Flugmaschine (Fig. 14) verteilen. Diese halben Flügel werden ebenso wie die oben beschriebenen geneigt, so dass sie einer zum anderen parallel stehen.
PATENT. ANSPRDCHE :
1. Flugzeug mit um seine Längsachse schwingbaren Flügeln, dadurch gekennzeichnet, dass diese Flügel, besonders an den seitlichen Enden, eine grössere Biegsamkeit unter nach oben gerichtetem Druck haben als unter nach unten gerichtetem, und zwar mittels Anordnung von nach unten durchfedernden Teilen am hinteren und seitlichen Flügelrande, welche Teile durchwegs einen sehr biegsamen, sich von unten nach oben gegen den minder biegsamen Rand des angrenzenden Teiles stützenden Rand besitzen.