<Desc/Clms Page number 1>
Einrichtung zum Zusammenzählen sämtlicher aus einer Kasse verkauften Billetts.
In dem Stammpatente Nr. 62407 ist eine Vorrichtung zum selbsttätigen Zusammenzählen der aus verschiedenen Billettkassen ausgegebenen Billetts nach deren Klassen beschrieben. Zur Kontrolle bzw. zum Zusammenzählen sämtlicher aus einer Kasse ausgegebenen Billetts wurde es bei dieser Vorrichtung genügen, das betreffende Zählwerk in diejenige Leitung einzuschalten, welche diese Kasse mit dem einen Pole der Stromquelle verbindet. Dabei ist aber ein Missbrauch nicht ausgeschlossen, welcher dadurch bewirkt werden könnte, dass bei gleichzeitiger Entnahme zweier oder mehrerer Billetts verschiedener Klassen aus einer Kasse an dem betreffenden Zählwerk die Zeiger nur um eine Teilung vorwärtsgeschoben werden.
Es wird zwar an den Zählern für sämtliche Billetts jeder Klasse sowie gegebenenfalls auf dem Hauptzähler die richtige Anzahl der ausgegebenen Billetts registriert und somit unter den Angaben dieser und der Kassenzähler eine Differenz vorhanden sein, jedoch wird es dennoch unmöglich sein, festzustellen, an welcher Kasse eben der Missbrauch stattgefunden hat. Dieser Mangel lässt sich nur dadurch beseitigen, dass der Kassenzähler nicht unmittelbar nach und durch das Herausnehmen der Billetts aus der Kasse betätigt wird, sondern nach der bewirkten Registrierung am Zähler für Billetts einer Klasse.
Da diese Registrierungen auch für gleichzeitig entnommene Billetts infolge der gesamten Anordnung der Vorrichtung nicht gleichzeitig geschehen, so ist auch bei der vorliegenden Einrichtung das Ausbleiben der Registrierung auch am Kassenzähler unmöglich gemacht.
Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in Fig. 1 schematisch dargestellt, indem der zur Kasse KI gehörende Teil ähnlich wie bei den früher behandelten Ausführungsformen, der zur Kasse KU gehörende Teil aber gemäss vorliegender Erfindung ausgeführt ist.
Fig. 2 zeigt die Ausführungsform nach der früheren Erfindung.
Gemäss der letzteren wurde durch das Herausziehen eines Billetts aus einer Kassenabteilung der Stromkreis E +, Kasse, 37, 35, 38, 34, # E geschlossen.
Beim Durchfliessen des Stromes durch die Wicklung 34 wird das betreffende Eisen magnetisiert und zieht den Anker 36 an, welcher die Kontakte 39--10 schliesst. Es entsteht somit ein neuer Stromkreis E +, 41, A, 40, 36, 39, 33, 28', 29, 3C,-F. Dieser Stromkreis ist an der Stelle 28', 29 unterbrochen und wird erst in dem Augenblicke geschlossen, in welchem die Bürste 29 bei ihrer Drehung die betreffende Lamelle 28'des Kollektors berührt.
Der in diesem Kreise laufende Strom ruft im Zählwerke A sowie im Zählwerke 41 für die Gesamtanzahl der verkauften Billetts eine Weiterschaltung der Zeiger um eine Teilung hervor, aber fast in demselben Augenblicke wird infolge der Stromleitung durch die Wicklung des Elektromagneten 33 der Anker von den Kontakten 3 ?',38 entfernt, worauf der primäre und als Folge davon der zweite Stromkreis unterbrochen wird.
Der Kollektor (Verteiler) kann dabei in der durch Fig. 2 dargestellten üblichen Kreisform ausgeführt sein. Er kann aber auch geradlinige Form erhalten, indem die Bürste dabei anstatt rotierender eine schwingende Hin-und Herbewegung ausführt.
Da der Kassenzähler ZI bei dieser Anordnung nur in die Leitung L eingeschaltet werden konnte, so war eine Weiterschaltung des Zeigers desselben nur beim Schliessen des primären Stromkreises durchführbar und konnte es also sehr leicht vorkommen, dass zwei oder mehr gleichzeitig entnommene Billetts die Weiterschaltung des Zeigers nur um eine Teilung hervorriefen.
<Desc/Clms Page number 2>
Würde dagegen der Kassenzähler nicht vermittelst des primären, sondern vermittelst des zweiten (sekundären) Stromkreises betätigt, so könnte das zeitliche Zusammenfallen zweier Registrierungen keineswegs vorkommen.
Das zur Kasse KII der Fig. 1 gehörige Schaltungsschema ist eben derart ausgeführt, dass das Kassenzählwerk zn vermittelst des sekundären Stromkreises betätigt wird.
Das Schaltungsschema zur Kasse KI nach Fig. l unterscheidet sich von demselben nach Fig. 2 ganz unwesentlich nur in der Anordnung der einzelnen Elemente. Der Primärstromkreis
EMI2.1
das Magnetisieren des Eisens 34 wird der Anker 35 angezogen und es entsteht somit der zweite Stromkreis : E +, c, d, A1, e, 37, 35, 38, 33, f, 28', 29, 30, b, # E.
Der Anker 36 wird von den Kontakten 40,. 39 abgerissen, infolgedessen wird auch der primäre Stromkreis unterbrochen, und die ganze Vorrichtung kommt in den Anfangszustand zurück. Der Kassenzähler könnte hier nur in die Leitung L eingeschaltet sein, indem die eben erwähnten Mängel dabei nicht beseitigt geblieben wären.
Laut dem zur Kasse FI gehörigen Schema werden diese Mängel folgendermassen beseitigt.
Vor dem Elektromagneten werden ausser den Kontakten 39 und 40 noch Gegenkontakte 44 und 45 angeordnet. Einer von diesen, z. B. 44, wird mit dem einen Pole und der anderer 4-5) mit dem anderen Pole der Stromquelle E verbunden. In die Verbindungsleitung wird der Kassenzähler eingeschaltet.
Beim Herausziehen eines Billetts wirkt die Vorrichtung zuerst ebenso wie nach dem Schema der Kasse KI. Es wird der primäre Stromkreis geschlossen und der zweite Kreis vorbereitet.
Darauf wird bei dem Vorbei gleiten der Bürste 29 an der betreffenden Lamelle 28'der zweite Stromkreis geschlossen, der Anker 16 wird vom Elektromagneten 33 angezogen und dadurch von den Kontakten 39, 40 entfernt, so dass der erste Stromkreis unterbrochen wird. Dabei berührt aber der Anker 36 die Kontakte 44, 4-5 und schliesst somit den neuen Stromkreis E +, c, h, zn, 45, 36, 44, g, b, - E, indem eine Weiterschaltung des Zeigers im Kassenzähler ZD un eine Teilung hervorgerufen wird.
Durch die Unterbrechung des primären Stromkreises wird auch der sekundäre Kreis unterbrochen, das Anziehen des Ankers 36 vom Elektromagneten 33 hört auf, und der Stromkreis des Kassenzählers Z wird auch unterbrochen, so dass die ganze Einrichtung wieder in ihren Anfangszustand zurückkehrt.
Es ist klar, dass das Schliessen des dritten Stromkreises erst dann geschehen kann, wenn die Bürste 29 die betreffende Kollektorlamelle S < 'berührt. Infolgedessen werden sogar gleichzeitig aus einer Kasse entnommene Billetts am Kassenzähler Z unbedingt gesondert registriert und wird somit das richtige Funktionieren der Kassenzähler durch diese Einrichtung vollständig gesichert.
Die Vorrichtung kann auch mit Vorteil für statistische Arbeiten angewendet werden, bei welchen nach Klassen Einheiten summiert werden müssen, welche von den in verschiedenen Räumen bzw. an verschiedenen Stellen arbeitenden Personen ermittelt werden.
Auch ist zu bemerken, dass jede Abteilungen der Kasse je zwei Relais nur in dem Falle erfordert, falls aus denselben eine gleichzeitige Entnahme V011 Billetts vorkommen kann. Im anderen Falle dagegen, wie z. B. bei Ballotiereinrichtungen, bei welchen die Abgeordneten bloss zwei Abteilungen benötigen, von denen nur eine betätigt wird, kann die Anzahl der Relais sowie auch der Lamellen des Verteilers (Kollektors) verringert werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Zusammenzählen sämtlicher aus einer Kasse verkauften Billetts bei der Vorrichtung nach Patent Kl. 62407, dadurch gekennzeichnet, dass die Weiterschaltung des Zeigers am Kassenzähler durch das Schliessen des sekundären Stromkreises bewirkt wird.