AT58523B - Vorrichtung zum Pressen von Riesel- oder kurzem Streugut. - Google Patents

Vorrichtung zum Pressen von Riesel- oder kurzem Streugut.

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  Vorrichtung zum Pressen von Riesel-oder kurzem Streugut. 
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   Leinatroh,   Holzwolle oder dgl. in überall gleichmässig oder doch genügend gleichmässig dichte Ballen zu pressen, weil das in den Presskanal a eingeführte Gut in diesem sofort zu Boden fällt und dort, wie die schematische Fig. 1 zeigt, einen flachen Haufen 9 bildet, der namentlich bei kurzfaserigem. balligen Gute von dem Kolben d   vorwärtsgedrückt   und nahe dem Boden al gegen den bereits fertigen Ballen   11 gepresst   wird. Die auf diese Weise erzeugten Ballen zeigen in ihren unteren, dem Kanalboden zugekehrten Schichten eine erheblich   grössere   Dichte als in den oberen, so dass sie sich gar nicht oder doch nur mangelhaft binden lassen und nach dem Verlassen des Presskanales in der Regel auseinanderfallen. 



   Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung, die das Pressen von Ballen mit genügend gleichmässiger Dichte gewährleistet. Sie besteht darin, dass in dem   Einstopf-oder Einfall-      chacht., durch   den hindurch das Pressgut von oben her in den Presskanal gelangt, ein   Redden,   eine durchbrochene oder undurchbrochene Platte oder dgl.

   um eine feste oder verschiebbare Achse drehbar angeordnet und mit dem Presskolben oder einem anderen Teile in solchen Bewegungszusammenhang gesetzt ist, dass dieser Rechen oder Plattenkörper beim   Rückhub   des Presskolbens sich durch Steilstellen mit seiner unteren Kante in den Schacht senkt und das Gut einfallen lässt, beim Vorwärts- (Press-) Hub dagegen sich klappenartig 
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 schiebt und gegen die obere Ballenstirnfaläche f, also in den doppelt schraffiert dargestellten Raum treibt. In diesem wird dann das Gut durch den der Klappe c unmittelbar folgenden   Presskolben   d festgepresst.

   Dieser Rechen oder   Plattenkörper führt   also   unabhängig   von der Kolbenpressung einen Teil des Pressgutes auch den obersten   Ballenschichten zu, wodurch   eine gleichmässigere Pressung gewährleistet ist als bei Pressen ohne diese Einrichtung. 



   In Fig. 2 ist ein   Ausführungsbeispiel   der Erfindung an einer bekannten Ballenpresse, wie   jnan   sie zum Pressen von Heu, Stroh oder dgl.   benutzt.   in Seitenansicht   dargestellt. An   einer oberhalb des Presskanals a gelegenen   unverrückharen Drehachse b   ist eine Platte c (oder ein Sieb, ein Rechen oder dgl.) so aufgehängt, dass sie sich beim Rückhube des Press- kolbens   cl     Gewichts-oder Federwirkung steil   stellt und in den   Einfallschacbt e   senken kann, wie dies die Zeichnung veranschaulicht.

   In dieser Stellung hindert die Platte c das Einfallen des Pressgutes nicht, so dass dieses den   Boden a1   des Presskanals zwischen Platte   r   
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 während des Weges. r unter ständiger   Annäherung   an den oberen Teil der Ballenstirnfläche über die Kante cl herab. Die Folge davon ist, dass der der Plattenkante cl unmittelbar folgende Presskolben auch in den obersten Kanalschichten Gut vorfindet, das er sofort auf die   Ballenstirnnäche     f   presst. Beim nächsten Rückhube des Kolbens'beginnt dasselbe Spiel aufs neue. 



   Man kann den Rechen oder die Platte statt unmittelbar auch mittelbar von dem Presskolben oder einem anderen mit diesem   bewerten   Teil aus steuern, beispielsweise durch Kurbeln und Lenker. Die Drehachse b kann auch an dem hin und her wandernden Presskolben J angeordnet und die Schwenkung des Rechens oder der Platte c durch feste Steueranschläge oder durch Lenker, die einen ausserhalb der Drehachse b   liegenden Redten-oder   Plattenpunkt festhalten, bewirkt werden. 



   Zweckmässig ist es, die Achse b mit dem Rechen oder der Klappe, oder beide gegeneinander, derart verstellbar zu machen, dass die wirksame Arbeitskante c1 mit Rücksicht darauf, dass bald stark, bald träger rieselndes   Gut verarbeitet werden soil,   verlegt werden kann. 



   Die Erfindung lässt sich mit gleichem Erfolge bei Pressen anderer Art und bei andeiem. kurzfascrigemPressgutanwenden. 
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Die Wirkung der das Pressgut anhebenden Klappe oder des Rechens ist um so günstiger, je steiler die Bahn der Unterkante dieser Klappe ansteigt. Die Fig. 3 bis 6 zeigen Anordnungen, durch die eine steilere Lage dieser Bahn   ermöglicht   wird, trotzdem die Unterkante der Klappen, deren Drehpunkt nach wie vor über dem   Presskolbenwege liegt,   nahe dem zurückgegangenen Presskolben den Kanalboden erreicht.

   Zu diesem Zwecke ist die verschiebbare Klappen- oder Rechendrehachse mit dem Presskolben oder dessen Antriebteilen in solchen   Bewegungszusammenhang   gebracht, dass sie sich   beim Presshube   des Kolbens   rückwärts,   also entgegen der Kolbenbewegung, verschiebt. Dadurch wird beim Anheben der Klappe der um die Drehachse   schwingende untere Klappenrand infolge   der   Rückbewegung   der Drehachse in einer steilen Bahn bewegt, die im wesentlichen in der Richtung der Ebene der Ballenstirn-   fäche verläuft.   Nach den Fig. 3 und 4 ist die Drehachse b der Klappe oder des Rechens c an einem 
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 Rechen c ruht. Dadurch wird ein leichterer Gang erzielt und einer allzu grossen Abnutzung von Rechen und Kolben vorgebeugt. 



   Bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 und 6 ist der Drehpunkt i des die Klappendrehachse b tragenden Hebels h nicht wie in den Fig. 3 und 4 über, sondern unter dem Presskanale a angeordnet. und der hier einarmige Hebel h ist in seinem mittleren Teile durch 
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 dem Presskolben d auf einer in festen   Lagern drehbaren Führungsrolle M   (oder mehreren solcher Rollen), und zwar unter Vermittlung einer auf der Unterseite der Klappe c befestigten   Kurvenpchiene   o.   Gegenüber   der Einrichtung nach den Fig. 3 und 4 besitzt diese den Vorteil, dass man es in der Hand hat,   durch entsprechende, leicht   zu ermittelnde Gestaltung der Kurvenschienen c der   Kurve aus Fig. 4 einen senkrechten und gradlinigen Verlauf   zu 
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AT58523D 1911-02-03 1912-01-17 Vorrichtung zum Pressen von Riesel- oder kurzem Streugut. AT58523B (de)

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