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Vorrichtung zum Pressen von Riesel-oder kurzem Streugut.
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Leinatroh, Holzwolle oder dgl. in überall gleichmässig oder doch genügend gleichmässig dichte Ballen zu pressen, weil das in den Presskanal a eingeführte Gut in diesem sofort zu Boden fällt und dort, wie die schematische Fig. 1 zeigt, einen flachen Haufen 9 bildet, der namentlich bei kurzfaserigem. balligen Gute von dem Kolben d vorwärtsgedrückt und nahe dem Boden al gegen den bereits fertigen Ballen 11 gepresst wird. Die auf diese Weise erzeugten Ballen zeigen in ihren unteren, dem Kanalboden zugekehrten Schichten eine erheblich grössere Dichte als in den oberen, so dass sie sich gar nicht oder doch nur mangelhaft binden lassen und nach dem Verlassen des Presskanales in der Regel auseinanderfallen.
Die Erfindung betrifft nun eine Einrichtung, die das Pressen von Ballen mit genügend gleichmässiger Dichte gewährleistet. Sie besteht darin, dass in dem Einstopf-oder Einfall- chacht., durch den hindurch das Pressgut von oben her in den Presskanal gelangt, ein Redden, eine durchbrochene oder undurchbrochene Platte oder dgl.
um eine feste oder verschiebbare Achse drehbar angeordnet und mit dem Presskolben oder einem anderen Teile in solchen Bewegungszusammenhang gesetzt ist, dass dieser Rechen oder Plattenkörper beim Rückhub des Presskolbens sich durch Steilstellen mit seiner unteren Kante in den Schacht senkt und das Gut einfallen lässt, beim Vorwärts- (Press-) Hub dagegen sich klappenartig
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schiebt und gegen die obere Ballenstirnfaläche f, also in den doppelt schraffiert dargestellten Raum treibt. In diesem wird dann das Gut durch den der Klappe c unmittelbar folgenden Presskolben d festgepresst.
Dieser Rechen oder Plattenkörper führt also unabhängig von der Kolbenpressung einen Teil des Pressgutes auch den obersten Ballenschichten zu, wodurch eine gleichmässigere Pressung gewährleistet ist als bei Pressen ohne diese Einrichtung.
In Fig. 2 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung an einer bekannten Ballenpresse, wie jnan sie zum Pressen von Heu, Stroh oder dgl. benutzt. in Seitenansicht dargestellt. An einer oberhalb des Presskanals a gelegenen unverrückharen Drehachse b ist eine Platte c (oder ein Sieb, ein Rechen oder dgl.) so aufgehängt, dass sie sich beim Rückhube des Press- kolbens cl Gewichts-oder Federwirkung steil stellt und in den Einfallschacbt e senken kann, wie dies die Zeichnung veranschaulicht.
In dieser Stellung hindert die Platte c das Einfallen des Pressgutes nicht, so dass dieses den Boden a1 des Presskanals zwischen Platte r
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während des Weges. r unter ständiger Annäherung an den oberen Teil der Ballenstirnfläche über die Kante cl herab. Die Folge davon ist, dass der der Plattenkante cl unmittelbar folgende Presskolben auch in den obersten Kanalschichten Gut vorfindet, das er sofort auf die Ballenstirnnäche f presst. Beim nächsten Rückhube des Kolbens'beginnt dasselbe Spiel aufs neue.
Man kann den Rechen oder die Platte statt unmittelbar auch mittelbar von dem Presskolben oder einem anderen mit diesem bewerten Teil aus steuern, beispielsweise durch Kurbeln und Lenker. Die Drehachse b kann auch an dem hin und her wandernden Presskolben J angeordnet und die Schwenkung des Rechens oder der Platte c durch feste Steueranschläge oder durch Lenker, die einen ausserhalb der Drehachse b liegenden Redten-oder Plattenpunkt festhalten, bewirkt werden.
Zweckmässig ist es, die Achse b mit dem Rechen oder der Klappe, oder beide gegeneinander, derart verstellbar zu machen, dass die wirksame Arbeitskante c1 mit Rücksicht darauf, dass bald stark, bald träger rieselndes Gut verarbeitet werden soil, verlegt werden kann.
Die Erfindung lässt sich mit gleichem Erfolge bei Pressen anderer Art und bei andeiem. kurzfascrigemPressgutanwenden.
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Die Wirkung der das Pressgut anhebenden Klappe oder des Rechens ist um so günstiger, je steiler die Bahn der Unterkante dieser Klappe ansteigt. Die Fig. 3 bis 6 zeigen Anordnungen, durch die eine steilere Lage dieser Bahn ermöglicht wird, trotzdem die Unterkante der Klappen, deren Drehpunkt nach wie vor über dem Presskolbenwege liegt, nahe dem zurückgegangenen Presskolben den Kanalboden erreicht.
Zu diesem Zwecke ist die verschiebbare Klappen- oder Rechendrehachse mit dem Presskolben oder dessen Antriebteilen in solchen Bewegungszusammenhang gebracht, dass sie sich beim Presshube des Kolbens rückwärts, also entgegen der Kolbenbewegung, verschiebt. Dadurch wird beim Anheben der Klappe der um die Drehachse schwingende untere Klappenrand infolge der Rückbewegung der Drehachse in einer steilen Bahn bewegt, die im wesentlichen in der Richtung der Ebene der Ballenstirn- fäche verläuft. Nach den Fig. 3 und 4 ist die Drehachse b der Klappe oder des Rechens c an einem
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Rechen c ruht. Dadurch wird ein leichterer Gang erzielt und einer allzu grossen Abnutzung von Rechen und Kolben vorgebeugt.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 5 und 6 ist der Drehpunkt i des die Klappendrehachse b tragenden Hebels h nicht wie in den Fig. 3 und 4 über, sondern unter dem Presskanale a angeordnet. und der hier einarmige Hebel h ist in seinem mittleren Teile durch
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dem Presskolben d auf einer in festen Lagern drehbaren Führungsrolle M (oder mehreren solcher Rollen), und zwar unter Vermittlung einer auf der Unterseite der Klappe c befestigten Kurvenpchiene o. Gegenüber der Einrichtung nach den Fig. 3 und 4 besitzt diese den Vorteil, dass man es in der Hand hat, durch entsprechende, leicht zu ermittelnde Gestaltung der Kurvenschienen c der Kurve aus Fig. 4 einen senkrechten und gradlinigen Verlauf zu
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