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Fadenwachsvorrichtung für Nähmaschinen.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Fadenwachsvorrichtung für Nähmaschinen. Die Erfindung bezweckt, die Fadenwachsvorrichtung derart auszubilden, dass der Faden
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Zustande erhalten werden, seine Temperatur darf jedoch niemals den Siedepunkt erreichen.
Gemäss der Erfindung wird das Erhitzen des Wachses durch eine neuartige Heizvorrichtung in verlässlichster Weise bewirkt.
Der Erfindungsgegenstand ist in den Zeichnungen in zwei verschiedenen Ausführungsformen. beispielsweise an einer Schuhwerknähmaschine veranschaulicht.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht der Fadenwachsvorrichtung, der Wachsbehälter ist in gesenkter
Lage dargestellt. Fig. 2 ist ein senkrechter Schnitt nach der Linie x-x der Fig. 1 von rechts nach links gesehen, der Wachsbehälter nimmt seine angehobene Lage ein. Fig. 3 ist ein Grundriss.
Fig. 4 ist ein Querschnitt einer etwas abgeänderten Ausführungsform der Fadenwachsvorrichtung.
Fig. 5 ist eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, der in Fig. 4 dargestellten Fadenwachsvor- richtung. Fig. 6 ist eine Schnittansicht des Wachsabstreifcrs. Fig. 7 zeigt die den Wachsabstreifer aufnehmendegespalteneMuffe.
Die in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Fadenwachsvorrichtung ist an einer an dem Gestell der Nähmaschine befestigten Konsole 7 angeordnet. An der Konsole 1 ist em flacher Teil 2 an- gebracht. der für gewöhnlich den Deckel des Wachsbehälters bildet. Der Wachsbehälter ist an einer an der Konsole 1 befestigten senkrechten Stange 4 angebracht und kann auf derselben verstellt sowie durch Festziehen der Zwinge ; ; mittels der Schraube 6 festgestellt werden. An dem unteren Ende der Stange 4 ist ein rnteriagsring 7 angebracht, der die Abwärtsbewegung des Wachsbehälters nach Lockern der Zwinge 5 begrenzt.
Der Wachsbehälter nimmt für gewöhnlich die in Fig. 2 dargestellte Lage ein. Der Faden läuft über eine Scheibe 8, die sich für gewöhnlich in dem Wachsbehälter befindet, so dass der durch das Wachs hindurchgezogene Faden in der erforderlichen Weise mit Wachs durchtränkt wird. Die Scheibe 8 ist in einem Rahmen 9 gelagert, der an zwei U-förmig gestalteten Röhren 10 befestigt ist. Die Röhren 10 sind an der Konsole 1 angebracht und bilden auch die Heizkörper, mittels deren das in dem Wachsbehälter befindliche
Wachs geschmolzen und während des Nähvorganges in flüssigem Zustande erhalten wird. Innerhalb
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Ehe der Faden um die Scheibe 8 herumläuft, wird er durch die Backen 12 einer Fadenspannvorrichtung üblicher Bauart hindurchgezogen. Die Backen 12 sind drehbar an einer
Schraube 13 angeordnet und werden von einer Feder 14 gegeneinandergepresst, um eine leichte
Spannung des Fadens zu bewirken. Der mit Wachs durchtränkte Faden geht durch einen Wachs- abstreifer hindurch, der das iibernüssige Wachs von dem Faden abstreift, ehe dieser der Näh- maschine zugeführt wird.
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Um zu verhindern, dass der Faden mit unvollständig geschmolzenen Wachsstücken in Berührung kommt, ist in dem Wachsbehälter eine Scheidewand 75 angebracht. Die kalten Wachsstücke werden in den Raum 16 eingelegt.
Die Scheidewand 16 besitzt Löcher 17, durch die das schmelzende Wachs in den Hauptteil des Wachsbehälera übertritt.
Der in Fig. 1 bis 3 dargestellte Abstreifer besteht aus zwei Blöcken 18 und 19 von gehärtetem Stahl oder dgl., die sich an den mit Nuten 20 versehenen Enden überlappen (Fig. 3), wodurch eine Öffnung von solcher Grösse gebildetet wird, dass die Metallflächen das überschüssige Wachs von dem Faden abstreifen. Damit die Öffnung des Abstreifers den obwaltenden Umständen angepasst werden kann, ist der Block 18 längsweise verschiebbar angeordnet. An der unteren
Seite des Blockes 18 ist zu diesem Zwecke ein Fortsatz 21 angebracht, der zwischen Fortsätzen einer in die Konsole 1 hineingeschraubten Stellschraube 22 liegt. Durch Drehung der Schraube 22 wird der Block 18 dem Block 79 gegenüber in der Längsrichtung verstellt.
Damit Knoten oder besonders dicke Teile des Fadens durch den Abstreifer hindurchgezogen werden können, ist der Block 19 bei 23 drehbar angeordnet. Eine Feder 24, die einerseits mit dem
Arm 25 des Blockes 19 und andererseits mit der Schraube 13 in Berührung steht, sucht den
Block 19 gegen den Block 18 zu drücken. Wenn ein dicker Teil des sich aufwärts bewegenden
Fadens mit der unteren Seite des Blockes 19 zusamncentrifit, so gibt der letztere nach und ermöglicht das Hindurchziehen des dicken Fadenteiles, so dass dem Zerreissen des Fadens vor- gebeugt wird. Die Feder 24 führt dann den Block 19 wieder in seine Anfangslage zurück. Diese neuartige Anordnung des Abstreifers erleichtert auch das Einfädeln, da der Faden bei angehobener
Lage des Blockes 19 ohne Schwierigkeit eingeführt werden kann.
An der Konsole 1 ist ein abnehmbarer Block 26 angebracht, der mittels einer Schraube 27 in seiner Lage gehalten wird. Der Wachsabstreifer und die Fadenspannvorrichtung sind an dem Block 26 angeordnet. Eines der Heizglieder ist zwischen dem Block und der Konsole 1 fest- geklemmt (Fig. 3). Ein Klemmglied 28 und die Schraube 27 klemmen das andere Heizglied gegen den Block 26.
Die Dampfrühren 11 sind mit einer geeigneten Dampfquelle verbunden. Die Anwendung der Mantelröhren 10 verhindert ein Überhitzen des Wachses. Ferner wird dadurch, dass der Wachs- behälter unabhängig von der Heizvorrichtung und unabhängig von der Scheibe 8 verstellt werden kann, das Einführen des Fadens wesentlich erleichtert. Der Arbeiter kann stets den Wachsbehälter und die in demselben untergebrachten Teile untersuchen, indem er einfach die Zwinge 5 mittels der Schraube 6 lockert und den Wachsbehälter senkt. Die neuartige Anordnung erleichtert auch das Reinigen des Wachsbehälters.
Wenn derwachsbehälter gereinigt werden soll, wird er zunächst in seine niedrigste Lage bewegt und dann um die Stange 4 herumgeschwungen, so dass alle Teile desselben bequem zugänglich sind. Ein weiterer Vorteil der senkrechten Verstellbarkeit des
Wachsbehälters liegt darin, dass die Hcizvorrichtung mehr oder weniger in das Wachs eingetaucht werden kann, wobei die Temperatur des Wachses dementsprechende Änderungen erfährt.
Wenn der Dampf zu Beginn des Arbeitsganges der Maschine angelassen wird, so wird zunächst das an die Reizglieder angrenzende und zwischen ihnen befindliche Wachs geschmolzen. z Da der Faden sich in unmittelbarer Nachbarschaft der Heizvorrichtung befindet, wird er schon zu Beginn des Erhitzens in der erforderlichen Weise mit Wachs durchtränkt und ist es nicht notwendig, den Arbeitsgang der Maschine zu verzögern, bis das ganze in dem Wachsbehälter befindliche Wachs geschmolzen ist. Die Scheibe steht ebenfalls mit der Heizvorrichtung in
Berührung, so dass sie rasch erhitzt wird.
Die Temperatur kann so geregelt werden, dass nur das , in unmittelbarer Nachbarschaft der Heizvorrichtung befindliche Wachs geschmolzen wird, während das an den Wänden des Wachsbehälters anliegende Wachs in teilweise ungeschmolzenem
Zustande verbleibt. Es ist zu ersehen, dass auf diese Weise auch eine Ersparnis an Heizmaterial erzielt wird.
Unter besonderen Umständen, z. B. wenn der zur Verfügung stehende Dampf unter verhältnismässig niedrigem Drucke steht oder feucht ist oder wenn sich der Wachsbehälter in einem Raum befindet, dessen Temperatur zuweilen unter den Gefrierpunkt sinkt, zeigt sich die Anwendung von U-förmigen Röhren in gewisser Hinsicht nachteilig, da sich kondensierter Dampf an den gebogenen Teilen der Röhren ansammelt und dort anfriert. Um derartige Übelstände zu vermeiden, kann der in Fig. 4 und 5 dargestellte Wachsbehälter Anwendung finden. Die Heizröhren sind hier senkrecht durch denWachsbehälter hindurchgeführt, so dass keine Stellen vorhanden sind, an denen sich kondensierter Dampf ansammeln könnte.
Der Wachsbehälter 31 ist in zwei Teile geteilt die durch eine durchlöcherte Scheidewand 32 miteinander verbunden sind. Der an der Rückseite des Wachsbehälters befindliche Teil dient zur Aufnahme des ungeschmolzenen Wachses. Der Behälter 33 ist abnehmbar an einem horizontalen Träger 33 befestigt, der an das Maschinengestell angeschraubt ist und den Deckel für den vorderen (Haupt) teil des Wachsbehälters bildet. Die abnehmbare Befestigung des Wachsbehälters 31 an dem Träger 33 erfolgt durch Schraubenbolzen 3J, die durch Augen des Wachsbehälters und durch Schlitze des Trägers. 33 hindurchgeführt sind. An den freien Enden der Bolzen sindFlügeImuttern.
M angebracht,
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die gegen die obere Seite des Trägers 33 gepresst, den Wachsbehälter 31 für gewöhnlich m der in Fig. 4 dargestellten Lage festhalten. Wenn der Wachsbehälter herabbewegt werden soll, werden die Flügelmuttern 35 losgeschraubt und die Bolzen 34 in die in Fig. 5 dargestellte Lage geschwungen. Der Faden 36 geht durch eine Offnung des Trägers 33 hindurch und läuft über eine Rolle 37, die an dem unteren Ende eines Führungsrahmens 38 angeordnet ist. Die Fadenrolle 37 und der Rahmen 38 nehmen mit Bezug auf den Träger 33 eine ortsfeste Lage ein, so dass die Fadenrolle während der Abwärtsbewegung des Behälters 31 aus dem Wachsbehälter herausgelangt und bequem besichtigt werden kann. Zu dieser Zeit kann das Einfädeln bzw. Einführen des Fadens'mit Leichtigkeit vorgenommen werden.
Das in dem Behälter befindliche Wachs wird durch eine Dampf röhre 39 erhitzt, die in einer geraden Linie durch den Wachsbehälter hindurchgeführt ist und keine gebogenen Stellen besitzt, an denen sich durch Kondensation des Dampfes gebildetes Wasser ansammeln könnte. Die gerade Röhre 39 bietet auch den Auf-und Abbewegungen des Wachsbehälters keine Hindernisse. Das obere Ende der Röhre 39 ist mit einer Dampfleitung 40 und das untere Ende mit einer Dampfleitung 41 verbunden. Die Röhre 39 ist vollständig von dem Wachs umgeben und gleichlaufend zu dem sich in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft befindlichen Faden 36 angeordnet. Auf diese Weise wird das Wachs in unmittelbarer Nähe des Fadens zum Schmelzen gebracht.
Die Anordnung der Dampfröhre verhindert auch ein Überhitzen oder Verbrennen des Wachses, da das in der Nähe der Röhre befindliche Wachs das Bestreben hat, gegen die Wandungen des Behälters zu fliessen und dort abgekühlt wird. Zweckmässig ist die Dampfröhre 39 durch eine Mantelröhre 42 hindurchgeführt, deren unteres Ende an dem Wachsbehälter befestigt ist. Das obere Ende der Röhre 42 überragt das Niveau des Wachses und findet in einer Aussparung des Trägers 33 Aufnahme. Im übrigen ist die Anordnung der Röhren 42 und 39 ungefähr dieselbe, wie diejenige der Röhren 10 und 11.
Damit das Wachs nach dem Anlassen des Dampfes rascher zum Schmelzen gebracht werden kann, ist. eine Hilfsheizvorrichtung vorgesehen, welche aus einer gleichlaufend zur Röhre 39 angeordneten Dampfröhre 43 besteht, die durch eine Mantelrohre 44 hindurchgeführt und mit den Dampfleitungen 40, 41 verbunden ist. In der Nähe des unteren Endes des Wachsbehälters ist an der Röhre'3 ein Ventil 45 angebracht, mittels dessen die Zufuhr des Dampfes abgestellt werden kann. Wenn das Ventil 45 geschlossen ist. verhindert das durch die Kondensation ent- standene Wasser weitere Heizwirkungen seitens der Röhre 43. Natürlich könnte auch bei der
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Der Wachsabstreifer (Fig. 6) besteht aus einem Stöpsel 47 aus Gummi oder dgl., der von einem Stempel 4R mehr oder weniger zusammengepresst wird. Der Stempele findet mit. seinem abgesetzten oberen Ende 49 in einem Kappenstück 50 Aufnahme, das auf eine Büchse 51 aufgeschraubt ist. Die Büf'hse ist mit einem Stiel versehen, der in den Deckel 33 des Wachsbehälters eingeschraubt ist. Sämtliche Teile sind der Länge nach durchbohrt, um den Durchgang des Fadens zu ermöglichen.
Durch Ein-und Ausschrauben des Kappenstückes kann der Stöpsel mehr oder weniger zusammengedrückt werden, um die zum richtigen Abstreifen des überflüssigen Wachses erforderliche Durchgangsöffnung für den Faden zu erhalten. Damit der unbrauchbar gewordene Stöpsel mit Leichtigkeit entfernt werden kann, ist er gemäss der Erfindung innerhalb einer aus zwei Teilen 52, 53 (Fig. 7) bestehenden Muffe angeordnet. An dem unteren Ende der lose in die Büchse il eingesetzten Muffe ist ein nach innen ragender Flansch 54 ausgebildet, der nur eine Öffnung für den Faden freilässt. während an dem oberen Ende der Muffe ein Aussenflansch 55 angebracht ist.
Der Stöpsel 47 wird demnach von der Muffe wie von einer Kapsel aufgenommen und kann. nachdem durch Entfernen des Kappenstückes 50 der auf die Muffen- teile.5. t3 ausgeübte Druck aufgehoben ist, bequem herausgenommen und ausgewechselt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fadenwachsvorrichtung für Nähmaschinen. dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Heizglieder innerhalb des Wachsbehälters in der Nähe des Fadens und gleichlaufend zu demselben angeordnet sind, so dass das Wachs in der Nachbarschaft des Fadens in flüssigem Zustande erhalten wird, während die Aussenwände des Wachsbehälters in verhältnismässig kühlem Zustande verbleiben.