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Regelbare Schmiervorrichtung für Einzelletterngiessmaschinen.
Die Erfindung betrifft eine regelbare Schmiervorrichtung für Einzelletterngiessmaschinen, welche als Besonderheit eine Vorwärmervorrichtung aufweist, bestehend aus einem durch Wärmeleiter mit dem Metallbad verbundenen, als Vorwärmer dienenden Ölbehälter, dessen tropfenweise Ölabgabe an die Giessform mittels durch Gradeinteilung einstellbare Nadelventile derart regelbar ist, dass diese Ölabgabe nach dem Auffallen der Tropfen auf die konischen Wandungen von trichterförmigen, in einem Verteilerkopf vorgesehenen Eintrittsöffnungen von an die Giessform angeschlossenen Rohrleitungen in der Form von zusammenhängenden dünnen Ölfäden erfolgt, wodurch eine genau gleichmässige und ununterbrochene Schmierung der Arbeitsflächen der Giessform und damit ein gleichmässiges Format,
saubere Buchstabenbilder und nicht zusammenklebende Zeilen gesichert sind.
Eine sorgfältige, gleichmässige aber regelbare Schmierung der Formen von Einzelletterngiessmaschinen ist von grosser Wichtigkeit, sofern Wert auf ein gleichmässiges Format, saubere Buchstabenbilder und nicht zusammenklebende Zeilen gelegt wird. Mit den besten bisherigen Einrichtungen, sogar mit den sogenannten Siphonölern, konnte die Schmierung nur tropfenweise erfolgen, was den Übelstand hervorrief, dass die Zeilen abwechselnd trocken und fettig erschienen. Eine tropfenweise erfolgende und daher teilweise aussetzende Schmierung kann auch eine verhältnismässig rasche Abnützung der teueren Giessformen nicht verhindern.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt und ist Fig. 1 eine teilweise im Schnitt gezeichnete Seitenansicht, Fig. 2 ein Horizontalschnitt nach Linie IN-IL der Fig. 1 von unten gesehen, Fig. 3 eine Vorderansicht des Ventilregulierrädchens, Fig. 4 eine Draufsicht auf den Verteilerkopf, Fig. 5 eine schematisch gehaltene Draufsicht auf die allgemeine Anordnung der Schmiervorrichtung gegenüber der Giessform, Fig. 6 ist eine Draufsicht auf eine den Ölbehälter der Schmiervorrichtung tragenden Schiene und Fig. 7 eine Ansicht eines zur Bestimmung der Lage des Ölbehälters gegenüber einem Verteilerkopf verwendbaren Montagegerätes.
Gemäss der Zeichnung ist ein, vorzugsweise aus Kupfer, als gutem Wärmeleiter, bestehender zylindrischer Ölbehälter 1 mittels einer Schiene 2 und einer Wärmeschutzplatte 3 als Zwischenlage auf der Brücke 4 einer Einzelletterngiessmaschine befestigt. Der Ölbehälter 1 ist in die Schiene 2 mit einem Dreikant 5 eingepasst, um dadurch die Lage des Ölbehälters gegen Verdrehungen zu sichern. Im aufgeschraubten Deckel 6 des Behälters 1 ist ein durch ein Spitzventil 7 regelbarer Belüftungskanal 8 vorgesehen und am Mantel des Behälters eine Flüssigkeitsstandröhre 9 angeordnet. Am Behälter 1 sitzen auch zwei Rohrschellen 10 fest, welche zwei in das geschmolzene Metall der Giessmaschine eintauchende, gut wärmeleitende Metall- stangen 11, vorzugsweise aus Aluminium, festhalten.
Im Boden 12 des Behälters 1 endlich sind drei enge Austrittskanäle 13 gebohrt, in welche unten schief abgeschnittene Tropfröhrchen- (Fig. 2) eingesteckt sind und deren Durchflussmenge durch drei NadelventHe 15 (Fig. 2) genau geregelt werden kann. Um diese Durchflussmengen auf ein bestimmtes Mass bringen zu können, tragen die Handscheiben 16 dieser Ventile an ihrem Umfang durch eine Einteilung bezeichnete Kerben 17 (Fig. 3) in welche ein federnder Stellarm 18 einfallen kann. Ausserdem weisen
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die Handscheiben 16 Vierkantlöcher 19 zum Einsetzen eines Schlüssels auf.
Die Tropfröhrchen 14 ragen unten aus der Schiene 2 heraus und ebenso auch das Dreikantstück 5, welches mittels eines runden Zapfens 51 in den Boden des Ölbehälters 1 eingepresst ist. Unter der Schiene 2 ist ein zylindrischer Verteilerkopf 22 mittels der in die Giessform 24 eingesteckten Verteiler- röhrchen 25 festgehalten. In diesem Kopf sind drei den drei Tropfröhrchen entsprechende, Durchgangskanäle 23 (Fig. 4) mit trichterförmigen Auffangöffnungen vorgesehen und ist es von Wichtigkeit, dass diese Auffangöffnungen so unter die Tropfröhrchen 14 zu liegen kommen, dass die abfallenden Öltropfen nicht in die Öffnung 23 direkt, sondern auf die konischen Flächen der Auffangtrichter fallen.
Um nun die richtige Lage des Vorwärmers 1 zum Verteilerkopf 22 auch nach wiederholtem Wegnehmen und Wiedereinstecken des Ölbehälters zu sichern, bedient man sich bei der Montage zum Bestimmen der Löcher für die Befestigungsschrauben der Schiene 2 auf der Brücke 4 der Maschine einer Lehre nach Fig. 7. Diese Lehre, ein Zapfen. 30 wird mit einem zentrischen Stift 20'in ein zentrisches Loch 21 des Verteilerkopfes 22 gesteckt, danach die Schiene 2 über einen exzentrischen Stift 20" dieses Zapfens gesteckt, so dass die Dreieckseiten des Dreieckloches der Schiene 2 die Zylinderflächen des Stiftes 20tus berühren und dann werden die Löcher 2' (Fig. 6) für die Befestigungsschrauben auf der, Brücke 4 angezeichnet.
Dadurch ist die Lage der Schiene 2 gegenüber der Giessform ein für allemal festgelegt und werden auch die Tropfröhrchen 14 stets so gegenüber den Auffangtrichtem 23 zu liegen kommen, dass die Tropfen nur die konischen Trichteroberflächen 23 : treffen können. Die Exzentrizität des Stiftes 20 zum Stift 20'beträgt ungefähr 3 mm, je nach dem Durchmesser der Durchtrittskanäle 23.
In die schlank konisch ausgedrehten Austrittsöffnungen dieser Durchtrittskanäle 23 sind als Zuleitungen zu der Einzelletterngiessform 24 (Fig. 5) mehrfach gebogene Röhrchen 25 eingesteckt. Die Verbindung zwischen der Giessform und diesen Röhrchen 25 ist ebenfalls durch konische Passflächen bewirkt, ebenso sind die Röhren 25 im Verteilerkopf 22 schlank konisch eingeschliffen und dadurch wird ein stets sicherer Anschluss erzielt im Vergleich zu Gewindeverbindungen, welche bei dem öfters nötig werdenden Wegnehmen der Röhrchen 25 bald durch Abnutzung locker und undicht werden. Zum Festhalten des Verteilerkopfes 22 an der Giessform 24 und der Röhrchen 25 in ihren Lagern dient eine mit federnden Armen 26 versehene auf dem Verteiler 22 festgeklemmte Rohrschelle 27.
Mittels der Arme 26 werden die Röhrchen federnd und doch leicht lösbar in ihren Einstecklöchern in der Giessform 24 gehalten.
Bei dem Betrieb dieser Schmiervorrichtung bewirkt die Vorwärmung durch die Tauchschienen 11 die Dünnflüssigkeit des Öles ganz unabhängig von der äusseren Lufttemperatur.
Es wird nicht nur ein sicherer und gleichmässiger Durchfluss des Öles, sondern auch eine viel feinere Einstellung der Nadelventile 15 möglich und eine raschere, gesicherte Ausbreitung der auf die Trichterfläche der Kanäle 23 auffallenden Tropfen. Dadurch ziehen sich die einzelnen Tropfen rasch in die Länge und verbinden sich zu einem zusammenhängenden Ölfaden, wodurch eine ununterbrochene Schmierung der Giessform 24 bewirkt wird und ein zu grosser oder zu geringer Ölzufluss durch eine genaue Einstellung der Ventile 15 leicht zu vermeiden ist.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Regelbare Schmiervorrichtung für Einzelletterngiessmaschinen, gekennzeichnet durch eine Ölvorwärmevorrichtung, bestehend aus einem durch Wärmeleiter (11) mit dem Metallbad verbundene, als Vorwärmer dienenden Ölbehälter (1), dessen tropfenweise Ölabgabe an die Einzel- letterngiessform (24) mittels durch Gradeinteilung einstellbare Nadelventile (15) derart regelbar ist, dass diese Ölabgabe nach dem Auffallen der Tropfen auf die konischen Wandungen von trichterförmigen, in einem Verteilerkopf (22) vorgesehenen Eintrittsöffnungen (23) von an die Giessform angeschlossenen Rohrleitungen in Form von zusammenhängenden dünnen Ölfäden erfolgt.