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Die Steuerung der Schieber 8 erfolgt durch je eine Kurvennutscheibe in Verbindung mit der Wirkung eines Druckmittels, z. B. Dampf. Jeder Schieber 8 trägt zu diesem Zwecke an einer inneren Verlängerung 8 eine Rolle 10, die in die Nut einer mit der Scheibe 2 umlaufenden Kurvenscheibe 11 eingreift, und ist am äusseren Ende mittels einer nach aussen führenden Stange 12 und eines Querstückes 13 mit der Stange 14 eines in einem Dampfzylinder 1. 5 arbeitenden Kolbens 14 verbunden.
Um keine zu grossen schädlichen Räume zu erhalten, ist es erforderlich, die Schieber 8 möglichst dicht hinter den vorbeigehenden Kolben wieder in die innere Stellung zu bringen, in der sie die Nuten 6 absperren. Bei Verwendung einer Kurvenllut8teuerung muss man zu diesem Zwecke sehr steile Kurven verwenden, die schädliche Schläge verursachen. Diese Schläge werden aber vermieden, wenn man die Kurvennutsteuerung durch Zuhilfenahme der Wirkung eines Druckmittels entlastet.
Es liegt nun der Gedanke nahe, die Steuerung der Schieber 8 durch reine Druckmittelwirkung ohne Verwendung von Kurven durchzuführen ; diese Steuerungsart würde jedoch keine
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was eine schwere Beschädigung der Maschine zur Folge haben müsste. Durch gleichzeitige Anordnung der Kurvennutstcuerung wird die Schieberbewegung unbedingt gesichert. Unter Zugrunde- l'gang dieser an sich bekannten Kombination wird die Kurvennutscheibe in folgender Weise ausgebildet :
Die zur Steuerung dienenden Kurvennuten werden durch zwei parallel verlaufende Kurvennutwände gebildet, von denen die innere 11' die Auswärtsbewegungen, die äussere 11o die Einwärts- bewegungpn des Schiebers erzeugt.
Jede dieser Kurvenwände besitzt nur einen aktiven Kurventeil 111 bzw. 112, während der zu diesen Teilen parallele Teil der gegenüberliegenden Kurvennutwand, der im folgenden als Gegenkurve bezeichnet ist, höchstens passiv zur Wirkung kommen kann, indem er eine mschere Bewegung als der Hubgeschwindigkeit der aktiven Kurve entspricht, verhindert.
Wenn nun die Maschine nur nach einer Richtung laufen soll, so kann man erfindungs-
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(s. Fig. 3). so dass die Schieber 8 ohne Rücksicht auf den Verlauf des aktiven Kurventeiles der äusseren Kurvennutwand durch die Wirkung des Druckmittels ganz plötzlich und dicht hinter den Kolben 3 in die Schlussstellung gebracht werden können. Ebenso kann nach Fig. 3 bei Verzicht auf die Umsteuerbarkeit der Maschine auch der in der Drehrichtung vordere Zweig der äusseren Kurve, das ist die dem aktiven Kurventeil 111 entsprechende Gegenkurve fortfallen.
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Unter Umständen kann es erwünscht sein, bei et waigem Versagen der Druckmittelsteuerung die Maschine selbsttätig zum Stillstand zu bringen. Man braucht zu diesem Zweck gemäss Fig. 4 von der äusseren Wand 11'' der Kurvennut nur den konzentrischen Teil stehen zu lassen, der eine Führungsbahn bildet, auf die das Führungsorgan 10 des Widerlagschiebers 8 beim Versagen der Druckmittelsteuerung aufläuft, nachdem die Arbeitsnuten 6 durch die Wirkung des aktiven Kurventeiles 111 der inneren Wand der Kurvennut freigegeben worden sind.
Der durch den konzentrischen Teil des äusseren Randes der Kurvennut in der Offensteltung festgehaltene Schieber kann daher während der Zeit des Versagens der Druckmittelsteuerung nicht wieder in die Verschlussstellung zurückgehen. Infolgedessen kann der Dampfdruck nicht zur Wirkung kommen und die Maschine bleibt selbsttätig stehen.
Man kann auch zwei oder mehrere Widerlagschieber 8 auf jeder Maschinenseite in gleich-
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Kolben 3 vermehren. Hiedurch kann eine vollständige Entlastung der Welle von einseitigem Lagerdruck erzielt werden. Einer beliegigen Vermehrung der Kolben-und Schieberzahl ist jedoch
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PATENT. ANSPRÜCHE : I. Kraftmaschine oder Pumpe mit kreisende Kolben und radial verschiebbarem Widerlager, dadurch gekennzeichnet, dass der Widerlagschieber (8) mit Ausschnitten (9) verstehen ist und ebensoviel im feststehenden Gehäuse konzentrisch angeordnete Nuten (6), in denen die an der Kolbenscheibe oder dgl. seitlich sitzenden Kolben (3) arbeiten, durchquert, dabei diese Nuten (6) im allgemeinen mit seinen vollen Teilen absperrt, jedoch durch eine Steuerung während des Vorbeiganges der Kolben (3) derart eingestellt wird, dass diese durch die Ausschnitte (9) des Widerlagschiebers hindurchtreten können.