AT501160B1 - Wintersportgerät - Google Patents
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Description
2 AT 501 160 B1
Die Erfindung betrifft ein schlittenartiges Wintersportgerät, bei welchem ein Träger für die Sitzplatte und mit diesem Träger über beidseitig zwei zueinander parallele bzw. nahezu parallele Gelenkstäbe verbundene Kufen in der Form flacher taillierter Gleitkörper vorgesehen sind und die unteren Gelenkpunkte der Gelenkstäbelager mit Lagerschienen an den Kufen vorgesehen 5 sind.
Die Erfindung betrifft ein schlittenartiges Wintersportgerät, durch dessen Mechanik es ermöglicht wird, über eine Schrägstellung der Träger - hervorgerufen durch Gewichtsverlagerung -, welche über eine Sitzplatte miteinander verbunden sind, diese an die Kufen in Form flacher io taillierter Gleitkörper so zu übertragen, dass diese aufkanten, wodurch auf Grund der Taillierung ein Kurvenradius beschrieben wird.
Die gegenständliche Erfindung unterscheidet sich maßgeblich vom bisherigen Stand der Technik (CH 545217A und DE 1279482B) durch die Verbindung der unteren Drehgelenke - den 15 Zughebeln und dem Distanzstück - welche in Verbindung mit den Zugorganen samt den dazugehörigen Träger - und Mittelachslagern eine mehrfach funktionelle Einheit ergibt.
Diese bewirkt eine sowohl eine konstante Spurbreite auch beim Lenkbetrieb, sowie eine Neigungsbegrenzung der Sitzplatte und der Kufen durch Parallelanschlag der Zugorgane in Ab-20 hängigkeit der Breite dersselben - wie in Fig. 4 dargestellt.
Weiters bewirken die mittigen Lagerpunkte der unteren Drehgelenke eine gleichmäßige Schrägstellung beider Kufen. 25 Um eine Lenkbarkeit eines Schlittens bzw. eines schlittenartigen Wintersportgerätes zu erzielen, sind nach dem Stand der Technik bereits einige Konstruktionen bekannt, welche sich auch darin unterscheiden, dass - um eine Lenkbarkeit zu erzielen - zusätzliche Komponenten wie Lenkräder (CH 644557A5), lenkradähnliche Konstruktionen (DE 7034251 U) oder Steuerbügel (EP 1134 143 A 1 oder DE 19705060 C2) zum Einsatz kommen. Bei der gegenständlichen 30 Erfindung beruht die Lenkbarkeit auf dem Zusammenwirken der Schrägstellung der Träger - hervorgerufen durch Gewichtsverlagerung des Benützers - welche über die Mechanik an die Kufen in Form flacher taillierter Gleitkörper so übertragen wird, dass diese aufkanten und einen Kurvenradius beschreiben. 35 Um dem Benützer beim Lenkbetrieb einen sicheren Halt zu gewährleisten, ist es denkbar, Haltegriffe im Bereich der Sitzplatte oder im Bereich der oberen Träger vorzusehen, nicht aber irgendwelche Komponenten, welche direkt auf die Kufen in Form flacher taillierter Gleitkörper einwirken. 40 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine funktionelle mechanische Verbindung der eingangs geschilderten Art so zu gestalten, dass ohne Verwendung irgendwelcher zusätzlicher Lenkvorrichtungen, ein Lenken des schlittenartigen Wintersportgerätes ermöglicht wird.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass zwischen den unteren Gelenkpunkten der Gelenkstäbe-45 lager ein weiteres Drehgelenk vorgesehen ist, an welchem zum Träger hinweisende, etwa mittig unterhalb des Trägers miteinander in einem Mittelachslager verbundene Zughebel angreifen, wobei das Mittelachslager zwischen den beiden Zughebeln mittels eines Zugorganes am Träger angreift, wodurch die unteren Drehgelenke in Zusammenarbeit mit den Zughebeln und den Gelenkstäben einen Drehpunkt ergeben, und somit die Kufen entsprechend der ausgeführten so Beweg u ng des Trägers aufka nten.
Durch das Zugorgan und die Zughebel ergibt sich eine Begrenzung der Neigung der Sitzplatte und somit auch des Trägers und in weiterer Folge auch der Kufen in Form flacher taillierter Gleitkörper, welche über die unteren Lagerschienen mit der Mechanik verbunden sind. Dieser 55 Effekt ergibt sich dadurch, dass die Zugorgane mit den jeweils dazugehörigen Zughebel zur 3 AT 501 160 B1
Bildung einer Geraden tendieren.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand dargestellt. 5 Fig. 1 zeigt eine Variante mit einem starren Zugorgan
Fig. 2 zeigt eine Variante mit einem als Zugfeder wirkendem Zugorgan - welches sowohl als
Konstruktionsschutz, aber auch als Federung mit spurverbreiternder Wirkung dient.
Fig. 3 und 4 zeigen Varianten mit zwei starren Zugorganen, welche im doppelten Mittelachslager (4 und 4') mittels eines Distanzstückes (11) miteinander verbunden sind. 10
Figur 1 bis 3 zeigen die verschiedenen Bauweisen des erfindungsgemäßen schlittenartigen Wintersportgerätes. Jeweils zwei solcher Konstruktionen werden dafür benötigt. Sie werden dazu im entsprechenden Längsabstand an den Kufen in Form flacher taillierter Gleitkörper (12) und im selben Abstand an der Sitzplatte (14) bzw. dem Träger (1) befestigt. 15
Fig. 4 zeigt eine Darstellung von Fig. 3 in geneigter Stellung mit breiten Zugorganen (9, 9'), wobei durch die Schrägstellung bzw. durch die Neigung des Trägers 1, diese über die Gelenkstäbe 6 an die unteren Lagerschienen 2 übertragen wird. 20 Dadurch resultiert über die unteren Drehgelenke 5, den Zughebeln 8 und 8' und des Distanzstückes 11 eine Pendelbewegung der Zugorgane 9 und 9'.
Die Neigungsbegrenzung ergibt sich entweder durch eine tendenzielle Geradenbildung des Zugorganes 9 bzw. 9' und des dazugehörigen Zughebels 8 bzw. 8', oder wie in Fig. 4 auch 25 dargestellt durch die in der Breite entsprechend ausgebildeten Zugorgane 9 und 9', wodurch über die Verbindung der beiden Mittelachslager 4 und 4' mittels des Distanzstückes 11 und der beiden Trägerlager 3 ein Parallelanschlag hergestellt wird. Durch die Zugorganbreite wird eine Neigungsbegrenzung der Sitzplatte 14, des Trägers 1 aber auch der unteren Lagerschienen 2 und den damit verbundenen Kufen in Form flacher taillierter Gleitkörper 12, in beliebiger Stel-30 lung, unabhängig von einer Geradenbildung der Zugorgane 9 bzw. 9' zu den Gelenkstäben 8 bzw. 8', erreicht.
Ein durch Gewichtsverlagerung lenkbares Wintersportgerät mit Gleitkufen ergibt sich durch die Zusammenarbeit der Gelenkstäbe 6 und der Gelenkstäbelager 13 mit den Zughebeln 8, 8', den 35 Zugorganen 9, 9' und den jeweils dazugehörigen Lagerpunkten (unteres Drehgelenk 5, Trägerlager 3, Mittelachslager 4). Die Ausführungsvarianten der Zugorgane 9 können folgendermaßen ausgebildet sein: 1. als starre Verbindung mit einem Zugorgan 9 (Fig. 1) 40 2. als gefederte Ausführung (Fig. 2) mit einer Feder 7 3. als starre Verbindung mit 2 Zugorganen 9, 9' und Distanzstück 11 (Fig. 3)
Fig. 1 u. Fig. 2 unterscheiden sich funktionell von Fig. 3 darin, dass sich bei entsprechender Bewegung des Trägers 1 der Abstand der unteren Drehgelenke 5 verringert. Bei Fig. 3 und 4 45 hingegen bleiben bei entsprechender Konstruktion die Abstände der Drehgelenke 5 in jedem Fall konstant.
Zeichnungserklärung so 1 = T räger 2 = untere Lagerschienen 3 = Trägerlager der Zugorgane 4 bzw. 4 und 4' = Mittelachslager 5 = untere Drehgelenke 55 6 = Parallelgestänge bzw. Gelenkstäbe
Claims (2)
- 4 AT 501 160 B1 7 = Feder 8 und 8' = Zughebeln 9 bzw. 9 und 9' = Zugorgane 11 = Distanzstück 5 12 = Kufen in Form flacher taillierter Gleitkörper 13 = Gelenkstäbelager 14 = Sitzplatte io Patentansprüche: 1. Schlittenartiges Wintersportgerät, bei welchem ein Träger (1) für die Sitzplatte (14) und mit diesem Träger (1) über beidseitig zwei zueinander parallele bzw. nahezu parallele Gelenkstäbe (6) verbundene Kufen in Form flacher taillierter Gleitkörper (12) vorgesehen sind und 15 die unteren Gelenkpunkte der Gelenkstäbelager (13) mit Lagerschienen (2) an den Kufen (12) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den unteren Gelenkpunkten der Gelenkstäbelager (13) ein weiteres Drehgelenk (5) vorgesehen ist, an welchem zum Träger (1) hinweisende, etwa mittig unterhalb des Trägers (1) miteinander in einem Mittelachslager (4) verbundene Zughebel (8 und 8') angreifen wobei das Mittelachslager (4) 20 zwischen den beiden Zughebeln (8 und 8') mittels eines Zugorganes (9) am Träger (1) an greift, wodurch die unteren Drehgelenke (5) in Zusammenarbeit mit den Zughebeln (8 und 8') und den Gelenkstäben (6) einen Drehpunkt ergeben und somit die Kufen entsprechend der ausgeführten Bewegung des Trägers (1) aufkanten.
- 2. Wintersportgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugorgan (9), in zwei paralell zueinanderliegende Zugorgane (9 und 9') aufgeteilt ist, welche über je ein Mittelachslager (4 und 4') mit je einem Zughebel (8, 8') und mit einem Distanzstück (11) miteinander verbunden sind. 30 Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 35 40 45 50 55
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT21322004A AT501160B8 (de) | 2004-12-21 | 2004-12-21 | Wintersportgerät |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT21322004A AT501160B8 (de) | 2004-12-21 | 2004-12-21 | Wintersportgerät |
Publications (3)
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| AT501160A4 AT501160A4 (de) | 2006-07-15 |
| AT501160B1 true AT501160B1 (de) | 2006-07-15 |
| AT501160B8 AT501160B8 (de) | 2007-02-15 |
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ID=36638316
Family Applications (1)
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| AT21322004A AT501160B8 (de) | 2004-12-21 | 2004-12-21 | Wintersportgerät |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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2004
- 2004-12-21 AT AT21322004A patent/AT501160B8/de not_active IP Right Cessation
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