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An dem oberen Teile dieser senkrechten Säule 2 ist der Kopfteil 76 angeordnet, auf welchem die Arbeitsscheiben 11 und 12 in senkrechten Ebenen drehbar sind. Diese nehmen die Vor- formen 713 auf sowie die beiden Teile, die die Kopfform 14 bilden, ebenso die pneumatisch betätigten Mittel an jeder Arbeitsscheibe 11 und 12 zum Öffnen und Schliessen der zweiteiligen Formen 7J und 74, sowie die Düseneinrichtung 15, welche die Drehspindel 16 trägt, durch welche die Luft zum Aufblasen der Flasche zugeleitet wird und welche zum Bilden des Inneren des Halses und der Mündung der Flasche dient.
Durch das Rohr 16 wird Luft unter Druck eingelassen. Diese geht durch das Rohr 17 nach der Düse 15, welche das Külbel in den Formhälften auf der Arbeitsscheibe 11 bläst, und durch das Rohr 18 nach derjenigen Düse, welche das Külbel in den Formhälften der Arbeitsscheibe 12 aufbläst. Ferner geht Luft von dieser Zuleitung durch die Rohre 19 und das Schlangenrohr 20 (Fig. 1 und 2) sowie durch die mit Ventilen 22 ausgerüsteten Rohre 21 nach den Zylindern 23 und 24.
Diese Zylinder veranlassen das Schliessen oder Öffnen der Teile der auf dem Werktisch 6
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Speziell aus Fig. 3 ist folgendes zu ersehen :
Die aus der Zuleitung 17 (Fig. 2) kommende Luft zum Aufblasen der Flasche wird durch das Handventil 25 kontrolliert und tritt in die ringförmige Kammer 26, geht von hier durch den mittleren Kanal 27 in den Schraubteil 28 der Spindel 29 ;
diese Spindel trägt an einem Ende die Luftdüse 30, welch letztere den Kern oder Dorn zum Formen der öffnung in Hals und auch des Halsinneren der Flasche bildet, während das andere Ende dieser Schraubspindel 28, 29 mit einem Handrad J7 versehen ist, durch dessen Drehung die Luftdiise 30 in die Flasche eingeführt
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Zur Bequemlichkeit des Arbeiters beim Offnen und Schliessen der Luftleitung 17 kann in der ringförmigen Kammer 26 ein Doppelhandventil. M vorgesehen werden (Fig. 3) ; es wird
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wiederzuöffnen.
Zu diesem Zwecke und um die Kolben in den Luftzylindern 40, 41 und 38, 39 in geeigneter Aufeinanderhdge und in entsprechender Richtung in Bewegung zu setzen, wird die durch die Zuleitung 17 (Fig. 2) zugeführte Luft durch das Rohr 42 (Fig. 3) nach dem Drehventil J3 und darauf
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rohr 19 geht. welches nach dem einen Ende des Zylinders 68 und nach dem entgegengesetzten Ende des Zylinders 39 führt, und wenn jetzt die beiden Hälften der Yorform in der in Fig. 6 dargestellten offenen Lage sich befinden.
so drückt die Druckluft auf der rechten Seite des Zylinders 38 den Kolben in Zylinder fort und schliesst so die am Sektor 34 befestigte Hälfte der Vorform 13, während der Kolben in dem Zylinder J9 von dem anderen Ende dieses Zylinders aus (d. h. in der entgegengesetzten Richtung zum Kolben 37) bewegt wird und dadurch gleichzeitig die andere Hälfte der Vorform 13 geschlossen wird, so dass dann die beiden Hälften in ihre geschlossene Lage gebracht werden (Fig.
2, 3 und 5).
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nach dem Ende des Zylinders 39 führt, welches demjenigen Ende entgegengesetzt ist, zu welchem das Rohr 49 führt, welches Rohr 51 andererseits nach dem Ende des Zylinders 38 führt, das demjenigen Zylinderende entgegengesetzt ist, zu welchem das Rohr 49 führt. Wird also Druckluft in das Rohr 61 eingelassen und auf die Kolben der Zylinder 38, 39 wirken gelassen, so werden die Kolben nach entgegengesetzter Richtung getrieben und treiben die beiden Hälften der Vorform 13 in die in Fig. 6 dargestellte offene Lage.
Wenn Druckluft durch Rohr 49 eingelassen wird, so kann die Luft auf dem entgegengesetzten Ende der Zylinder 38, 39 durch das Rohr 51, Durchgang 50, Kanal 52 und Durchgang 52 entweichen, und umgekehrt, wenn Druckluft durch das Rohr 51 zugelassen wird, so kann die Luft aus dem entgegengesetzten Ende der Zylinder durch das Rohr 49, Kanal 48, den offenen Durchgang 52, Drehventil 43 und den ofienen Ausgang 53 entweichen.
Das Ventil 45 und seine Durchgänge sind gleich dem Ventil 43 und seinen Durchgängen. es lässt Druckluft entweder durch das Rohr 54 nach dem einen Ende des Zvlinders 40 und nach dem anderen Ende des Zylinders 41 zu oder lässt Luft durch das Rohr 55 nach den entgegengesetzten
Enden dieser beiden Zylinder zu.
Um das Arbeiten in richtiger Reihenfolge zum schliessen der Vorform und umgekehrt herbeizuführen, sind der Handgriff 56, durch den das Druckventil 4. 3 gestellt wird, und der Hand- griff 57, durch den das Druckventil 45 gestellt wird, in solchem Winkel gegeneinander gestellt und so durch die Zugstange 58 miteinander verbunden (Fig. 4). dass beim Drehen eines Hand-
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Vorform geschlossen wird, während andererseits der Handgriff 56 oder 57 in umgekehrter Richtung genügend bewegt werden kann, um nur das Ventil-/ umzuseuein und die Vorform
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Ebenso können ähnliche pneumatische Mittel verwendet werden. um jeder senkrechten, die Kopf-und Vorform tragenden Arbeitsscheibe 11 und 12 eine hin-und hergehende Drehbewegung auf die Hälfte eines Kreises zu ; eben.
Fig. 12 und 13 zeigen eine solche Anordnung. bei weicher der Zapfen J. 9 auf der Rückseite jeder Arbeitsscheibe 11 und 12 mit einem gezahnten Sektor 60 versehen ist, der in eine Zahnstange 61 des in einem Luftzylinder 63 an dem Rahmen der Maschine beweglichen Kolben 62 eingreift. Mittels eines Ventiles kann Luft nach jedem Ende des Zylinders zugelassen und so eine Drehung der Arbeitsscheiben um 180 Grad herbeigeführt werden. Oder die Arbeitsscheiben 11 und 12 sind einfach nur mit Handgriffen 64 versehen, mit denen sie im Halbkreisbogen gedreht werden können.
Bei der Anordnung nach Fig. 11 wild die Luft, statt dass sie von dem Einlassrohr 16 durch
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Stiften 67, wie in Fig. 7 und 8 dargestellt ist, versehen und durch Kniehebel 68 mit der Kolbenstange 70 (Fig. 2, 7 und 8) verbunden werden und dadurch werden diese Formenhälften (Fig. 9 und 10) mechanisch betätigt, so dass sie in senkrechter Ebene geöffnet und geschlossen werden. In solcher Weise können Fertig-und andere Formen mit senkrechten Scharnieren für diese Maschine benutzt werden.
Die Arbeitsscheiben 11 und 12 sind mit Mitteln versehen, um sie in der richtigen Lage zu halten ; beispielsweise sind Federbolzen 72 (Fig. 2) vorgesehen, welche am Ende einer halben Umdrehung selbsttätig wirken und Anschläge 73, welche an dem Ende der entgegengesetzten halben Umdrehung sich gegen feste Anschläge der Maschine anlegen, so dass die Kopfformen 14 und die trichterartigen Vorformen 13 in senkrechter Fluchtlinie und gegen die Düseneinrichtung 15
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wird mit Druckluft durch die hohle Welle, auf welcher die Arbeitsscheiben 11, 12 befestigt sind, und welcher die Druckluft stets zugeführt wird, gespeist.
Wenn es gewünscht wird, Flaschen mit Innengewinde im Flaschenhals herzustellen, so wird das Ende 30 der Spindel 29 als Schraubengewinde ausgeführt, derart, dass, wenn die Spindel eingeschraubt wird, nachdem die Vorform mit flüssiger Glasmasse angefüllt ist, die Hälse der
Flaschen so mit Innengewinde versehen werden.
Die beiden Hälften der beiden Formen 13, 14 können verstellbar an den drehbaren Arbeits- scheiben 11 und 12 angeordnet werden oder sie sind verstellbar auf den Lagern, die sie an diesen
Scheiben halten.
Der Werktisch 6 ist ebenfalls in solcher Weise angeordnet, dass er Fertigformen von ver- schiedenen Weiten und Höhen aufnehmen kann, so dass hohle Glasartikel von verschiedenen Grössen auf der Maschine hergestellt werden können.
Die Arbeitsweise dieser Art Glasblasmaschinen ist folgende :
Eine der veitikalen Arbeitsscheiben 11 oder 12, beispielsweise 11, wird gedreht und in der weisp eingestellt, dass die Kopfformhälften 14 in der offenen Stellung über der Düsenvorrichtung 15 stehen, während die trichterförmigen Vorformhälften 13 in der offenen Lage über und anliegend un die offenen Kopfformhälfte 14 gehalten sind.
Wird nun das Luftventil 4j (Fig. 3) geöffnet und zwar durch einen der Handgriffe 56 oder. 57. so wird Druckluft zu den Zylindern 40 und 71 geleitet, so dass diese rasch die Kopfformhälften 74 in der beschriebenen Weise schliessen, und veranlassen. dass diese dicht über dem Formteil 3 : ! rlN der Dü. seneinrichtung passen. Unmittelbar darauf wird durch Drehen des Ventiles 43 Luft in die Luftzylinder 38, 39 eingelassen und hiebei die Vorformhälften 13 rasch geschlossen, diese
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wimscittenialls aus der Formkammer herausgezogen.
Eine geeignete Menge geschmolzenes Glas kann dann in die Form eingebracht werden. beispelsweise kann die kombinierte Form bis zu 2/3 oder 3/4 der Höhe der inneren Kammer dieser kombimerten Form angefüllt werden. Die Schraubenspindel 28, 29 wird dann durch das Hand- rad. 31 gedreht, so dass das Düsenende 30 (durch welches die Luft zum Aufblasen der Flasche durch den mittleren Kanal in das geschmolzene Glas eingelassen wird) in das geschmolzene
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Ist nun so dns Külbel gebildet und die Fertigform in die offene Lage unter diese beiden kombamerten Formteile gelegt, wie in Fig.
2 links dargestellt ist, und alles in Bereitschaft, so wird das Drehventil, das den Luftzutritt zu den Luftzylindern 38, 39 führt, so umgestellt, dass
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den Ha) s zum Teil geformte Flasche oder das Külbel im Halbkreis gedreht und hängt nach unten und wird durch den Hals gehalten, und da die geschmolzene Glasmasse sich nun selbst aus- xutängen sucht, so önnet der Arbeiter das Ventil 22, welches den Zutritt der Luft nach dem Zylinder 23 regelt. Dadurch werden rasch die beiden Hälften der Fertigform geschlossen und das
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Külbel eingeschlossen. Die Fertigform 65 ist dabei so gestellt, dass sie gegen die Kopfform dicht abschliesst, und erforderlichenfalls können die Teile 65 der Fertigform einen Teil der Aussenkante der Kopfform 14 einschliessen.
In die so aus den Fertigformhälften und der Kopfform 14 gebildete kombinierte Form (Fig. 2, rechts) wird komprimierte Luft eingelassen, indem das Ventil 25 geöffnet wird ; letztere strömt durch den Düsenkanal 2i in das Innere der halbfertigen Flasche, bläst das Külbel zur fertigen Flasche bezw. Glashohlgegenstand auf.
Wenn die Blaseoperation beendet ist, so wird das Ventil 25 geschlossen, um weiteren Luft- zutritt zu verhindern.
Dann wird der Kern aus dem Hals der Flasche herausgeschraubt, und wenn eine Flasche mit Schraubenhals herzustellen ist, so wird dieser durch Zurückschrauben des Kernes rückwärts und vorwärts mit der Schraube 28. (auf der Spindel 29) hergestellt ; es erhält dann die Flasche im Inneren des Halses dasselbe Schraubengewinde wie die Schraube auf dem Düsenende.
Nun wird dem Werktisch 6 eine teilweise Drehung gegeben (entweder bevor oder nachdem die Kopfform geöffnet ist), so dass die gerade benutzte Form aus der Arbeitslage in eine solche
Lage kommt, dass ein Junge oder ein Arbeiter die gerade geblasene Flasche aus der Fertig- form nehmen kann. Gleichzeitig bringt diese Drehung des Werktisches 6 und des Kreuzkopfes 10 die andere senkrechte Arbeitsscheibe mit einem frischen Satz Formen daran und eine frische
Fertigform auf den Werktisch 6 in den Bereich des Arbeiters, so dass, während die eben her- gestellte Flasche noch in der früheren Fertigform bleibt, der Arbeiter mit den Arbeiten zum
Blasen der nächsten Flasche beginnen kann.
Zu diesem Zweck kann die Glasmasse unmittelbar in die kombinierte Form gebracht werden, welche durch die Vorform 13 und die Kopfform 14 (an der Arbeitsscheibe 12) gebildet ist, welche natürlich in die geschlossene und nach aufwärts gedrehte Stellung gebracht werden (Fig. 3 L : nd Fig. 2, links), um Glasmasse aufzunehmen, und während dieser Zeit, in welcher die nächste Form- und Blaseoperation ausgeführt wird, kann die- zuletzt fertiggestellte Flasche in ihrer Form bleiben oder die letztere kann geöffnet werden und die Flasche vor der Vollendung der zweiten Flasche entfernt werden.
Es ist so die Leistungsfähigkeit der Maschine eine sehr beträchtliche.
Wenn das Blasen jeder Flasche in derselben Weise beendet wird, indem man während eines Teiles der nächsten Blaseoperation die Flasche in der Fertigform allein stehen lässt (nachdem der Kern und die Kopfform weggezogen sind, weil diese Teile mehr Zeit brauchen, um sich ab-
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ist sehr vereinfacht, weil es nicht nötig ist, dass der Arbeiter auf das Abkühlen dieser Teile wartet.
Es können aber erforderlichenfalls auch Kühlmittel vorgesehen oder sonstwie dafür gesorgt werden, dass gewisse Teile der Maschine gekühlt werden.
Wenn die Fertigform geonnet ist, und zwar durch die später beschriebenen oder andere geeignete Mittel, so wird die vollendete Flasche fortgenommen, in den Kuhlofen gestellt und in der gewöhnlichen Weise behandelt.
Wenn es wünschenswert erscheint, so kann man auch, statt dass man die Vorform nach dem Vorbbasen öffnet, und das Külbel, das nur durch den Halsteil der späteren Flasche gehalten ist.
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Die Kopfformhälften und die Vorformhälften können so zueinander an den Arbeits- scheiben 11 und 12 montiert werden, dass sie leicht auswechselbar sind. In ähnlicher Weise können auch die Fertigformhälften an dem Werktisch 6 montiert werden.
Für einige Formen von Flaschen kann, damit beim Vollenden des Blasens der Flasche der Boden gleichmässig ausfällt, der Boden der Fertigform nachgiebig oder auf Federn so gelagert werden, dass der Bodenteil des Külbels im geschmolzenen Zustande gegen diesen Federboden anliegt ; dieser Federboden wird dann beim Fertigblasen niedergedrückt. Bei Anwendung dieses
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hat, noch solche auf die Wandungen der Flasche ausübt.
Es können auch mehr als zwei vertikale Arbeitsacheiben 77 und 12 mit der entsprechenden Anzahl Sätze von Kopf-und Vorformteilen verwendet werden. Ebenso kann die gleiche oder
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