DE480780C - Glasblasemaschine - Google Patents

Glasblasemaschine

Info

Publication number
DE480780C
DE480780C DEL50292D DEL0050292D DE480780C DE 480780 C DE480780 C DE 480780C DE L50292 D DEL50292 D DE L50292D DE L0050292 D DEL0050292 D DE L0050292D DE 480780 C DE480780 C DE 480780C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
piston
head
preform
compressed air
finished
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEL50292D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
LYNCH GLASS MACHINERY Co
Original Assignee
LYNCH GLASS MACHINERY Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by LYNCH GLASS MACHINERY Co filed Critical LYNCH GLASS MACHINERY Co
Priority to DEL50292D priority Critical patent/DE480780C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE480780C publication Critical patent/DE480780C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03BMANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
    • C03B9/00Blowing glass; Production of hollow glass articles
    • C03B9/13Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines
    • C03B9/14Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines in "blow" machines or in "blow-and-blow" machines
    • C03B9/16Blowing glass; Production of hollow glass articles in gob feeder machines in "blow" machines or in "blow-and-blow" machines in machines with turn-over moulds
    • C03B9/18Rotary-table machines
    • C03B9/185Rotary-table machines having at least two rotary tables

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Blow-Moulding Or Thermoforming Of Plastics Or The Like (AREA)

Description

  • Glasblasemaschine Die Erfindung bezieht sich auf solche Glasblasemaschinen, bei welchen ein Vorformen- und ein Fertigformendrehgestell so zusammengeordnet sind, daß durch die wagerechte schrittweise Bewegung der Formen in Kreisbahnen die Mittelachsen je einer Vor-, Kopf- und Fertigform zwecks Überführung des Külbels aus der aufklappbaren Vorform in die aufklappbare Fertigform zur Deckung gebracht werden, so daß in dieser Austauschstellung nach Öffnen der geteilten Vorform die geteilte Fertigform um das frei an der Kopfform hängende Külbel geschlossen und das Külbel in der Fertigform während des weiteren Kreislaufes fertiggeblasen werden kann. Während bei den bekannten Maschinen die Kopfform mit dem Külbel auf das Fertigformendrehgestell übergeht und nach dem Öffnen der Fertigform mit der Glasware durch den Arbeiter abgenommen und nach Absetzen der Glasware wieder an dem Vorformen-Drehgestell angebracht werden muß, besteht das Neue der Erfindung darin, daß die Kopfformen an dem Vorformendrehgestell in gei eigneter Stellung zur Vorform befestigt sind, so daß die Kopfformen sich nach dem Öffnen mit der Vorform weiterbewegen, während die Külbel - in den Fertigformen mit freiliegendem Kopf weitergeführt werden. Es bleiben hier also die Kopfformen in ständiger Verbindung mit dem Vorformendrehgestell, wodurch die Arbeitsweise und Bedienung der Glasblasemaschine wesentlich vereinfacht und zuverlässiger gestaltet wird. In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung dargestellt Abb. = ist eine Draufsicht auf den die Vorformen enthaltenden Tisch und die mit diesem zusammenwirkenden Teile.
  • Abb. ia ist eine Draufsicht auf den die Fertigformen tragenden Tisch und die zugehörigen Teile.
  • Abb. 2 ist ein Schnitt nach- der Linie 2-2 der Abb. i.
  • Abb. 2a ist ein Schnitt nach der Linie 2a-2a der Abb. ia.
  • Abb. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. i: Abb. q. ist ein Schnitt nach der Linie 4-4 der Abb. i.
  • Abb. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5 der Abb. ia.
  • Abb. 6 ist ein Schnitt nach der Linie 6-6 der Abb. ia.
  • Abb. 7 ist eine Rückansicht der Haltemittel für eine der Vorformen, wobei Teile der benachbarten Formen dargestellt sind.
  • Abb. 8 ist ein Schnitt nach der Linie 8-8 der Abb. 2, wobei das ortsfeste Ventil an der Stelle gezeigt ist, an welcher das Külbel aus der Vorform in die Fertigform übergeht.
  • Abb. 9 ist ein Schnitt durch ein von einem Daumen gesteuertes Ventil an der gleichen Übertragungsstelle, wobei der Schnitt nach 9-9 der Abb. 2a genommen ist.
  • Abb. io ist eine schematische Darstellung der das Rohstück und die fertige Flasche herstellenden Vorrichtungen mit den dazugehörigen Teilen.
  • Auf einem Ende einer länglichen Grundplatte i ruht ein Ständer 2, der einen Tisch 3 für die Vorformen trägt (Abb. 2). Ein ähnlicher Ständer 4 ruht auf dem entgegengesetzten Ende der Grundplatte und trägt den die Blasformen enthaltenden Tisch 5. Der Tisch 3 trägt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel sechs Vorformen, und jede dieser Formen verweilt bei jeder vollen Umdrehung des Tisches eine Zeitlang an sechs verschiedenen Haltestellen die mit I, II, III, IV, V und VI bezeichnet sind (Abb. i). Sämtliche Vorformen haben dieselbe Bauart und arbeiten nacheinander in derselben Weise, so daß die Bauart und Arbeitsweise nur an einer Form beschrieben zu werden braucht.
  • Jede Vorform 45 ruht in einem Tragglied 6, in dem sich Kanäle befinden, welche bei der Drehbewegung des Tisches 3 durch die Wand des Ständers geschlossen und geöffnet werden. In dem oberen Teil des Ständers 2 befinden sich mehrere Nuten und Kanäle für die Druckluft, welche sich an den verschiedenen Haltestellen I bis VI mit Öffnungen decken, wodurch sowohl die Weiterbewegung des Tisches selbst als auch bestimmte Bewegungen der Vorformen und ihrer Halteorgane bewirkt werden.
  • Am oberen Ende des Ständers 2 ist ein röhrenförmiger Teil ig angeordnet (Abb. 2), an dem zwischen den Haltestellen Il und III in radialer Richtung ein Hubdaumen 2o (Abb. 8) befestigt ist. An dem Teil ig ist ferner an einer durch die Haltestelle III in radialer Richtung gehenden Linie ein Ventilgehäuse 2i (Abb. 2) befestigt, in dem ein Kolben 2z spielt. Wenn Druck auf das innere Ende des Kolbens einwirkt, wird dieser nach dem gegenüberliegenden Ende des Gehäuses 21 verschoben und die Kolbenspindel 26 tritt dann aus der Oberfläche des Teiles i9 nach außen vor.
  • Wenn der Kolben z2 sich in dieser vorgeschobenen Stellung befindet, ist die Verbindung zwischen der Nut 23 des Kolbens und der Auslaßöffnung 27 aufgehoben (Abb. 2). An der Stirnfläche des Teiles ig sitzen nach entgegengesetzten Richtungen verlaufende sektorartige Flügel 28 und 29 (Abb. i), wobei der Flügel 28 sich zwischen den Haltestellen V und VI und der Flügel 29 sich zwischen den Haltestellen II und III befindet. An der Unterseite jedes Flügels 28 und 29 ist eine bodenförmige Zahnstange 30 und 31 (Abb. i und 2) vorgesehen. Die Zahnstangen dienen als Antriebmittel zum Kippen der Vorformen, wie im folgenden näher beschrieben ist.
  • In jedem Tragglied 6 (Abb. i, z und 7) ist ein Zylinder 33 drehbar angeordnet, der am inneren Ende einen Kolbenraum 34 enthält, und das 'innere Ende dieses Raumes wird durch einen Deckel 35 abgeschlossen, an dem ein vierkantiger Ansatz 36 angebracht ist. Dieser Ansatz ist mit vier flachen, je zwei zueinander parallel liegenden Seitenflächen ausgestattet. Eine dieser Flächen führt sich bei der Bewegung der Vorform von der Haltestelle VI zur Haltestelle II längs einer Bahn 37, die an dem Teil ig angeordnet ist. Der Zylinder 33 kann sich so während dieses Teiles der Bewegung der Vorform um den Ständer 2 nicht um seine .Längsachse drehen. Eine zweite ähnlich gestaltete Bahn 38 ist an dem Teil ig zwischen den Haltestellen III und V vorgesehen und steht in Eingriff mit einer anderen flachen Seite des Ansatzes 36, nachdem der Zylinder 33 eine halbe Umdrehung ausgeführt hat, wie nachstehend beschrieben wird. In dem Zylinderdeckel 35 bewegt sich ein Kolben 39, der unmittelbar vor dem Eintreffen der Vorform an der Haltestelle III durch einen Hubdaumen 2o in den Kolbenraum 34 gedrängt wird. Am Zylinder 33 ist neben der Außenkante des Traggliedes 6 ein Kegelrad 40 vorgesehen, das bei jeder Umdrehung des Tisches 3 nacheinander mit den Zahnbögen 30 und 31 (Abb. i und 2) in Eingriff gelangt, wobei jede Zahnstange in bezug auf das Kegelrad derart bemessen ist, daß letzteres eine halbe Umdrehung ausführt, während es von einem Ende der Zahnstange bis zum anderen läuft.
  • An die äußere Seite des Kegelrades 40 schließen sich die Lager 41 und 42 eines Bolzens 43 an, an welchen die von den beiden Hälften 45 der Vorform ausgehenden Arme 44 angreifen. Jeder Arm 44 ist durch einen Lenker 46 mit einer Querstange 47 verbunden, die zwischen den Lagern 41 und 42 angeordnet Ist. Die Querstange 47 ist an der Stange 48 eines Kolbens 49 befestigt, der im Zylinderraum 34 hin und her geführt wird. Befindet sich der Kolben 49 in der Haltestelle I, so nehmen die Nuten und Kanäle in dem Zylinder 33 eine derartige Stellung ein, daß der Kolben 49 durch Wirkung der Druckluft nach außen gedrückt wird, wodurch die Lenker 46 auf die Arme 44 derart einwirken, daß die Formhälften fest aneinandergehalten werden.
  • Solange sich die Vorform von der Haltestelle I nach der Haltestelle II hin bewegt, wird dieser Druck gegen den Kolben 49 aufrechterhalten. Unmittelbar nachdem die Vorform die Haltestelle II verläßt, kommt das Kegelrad 40 in hingriff mit der Zahnstange 31 und dreht den Zylinder 33 um 18o°, wobei Druck auf den Kolben 49 während dieser Drehung aufrechterhalten wird. Gerade wenn der Zylinder diese halbe Umdrehung um seine Längsachse vollendet hat, so wirkt Druckluft auf die Außenseite des Kolbens 49 ein und drängt diesen nach innen, wodurch die Lenker 46 angezogen und die Formhälften 45 voneinander entfernt werden. Der Druck auf die Außenseite des Kolbens 49 wird aufrechterhalten, bis die Form sich der Haltestelle V nähert. Wenn die Form nach der Haltestelle V gelangt, wirkt Druckluft auf die Innenseite des Kolbens 49 ein, wodurch die beiden Hälften der Vorform wieder gegeneinander bewegt werden; sie verbleiben in dieser Stellung, während die Form sich von der Stellung V nach der Stellung I bewegt. Während sich die Form von der Stellung V -nach der Stellung VI bewegt, steht demnach der Kolben unter Druck, und dabei gelangt das Kegelrad 40 in Eingriff mit der Zahnstange 30, wodurch der Zylinder 33 abermals eine halbe Umdrehung beschreibt, so daß der Zylinder beim Eintreffen an der Haltestelle I dieselbe Stellung einnimmt wie beim Eintritt des Kreislaufs.
  • Mit dem unteren Endteil des Bolzens 43 sind (Abb. i und 2) Klemmbacken 53 drehbar verbunden, an deren äußeren Enden die Teile des Halsringes 54 befestigt sind. Diese Teile fassen das Halsende des Külbels und werden von einem Teil der Vorform umgeben, wie es bei Vorrichtungen dieser Art üblich ist. Die Klemmbacken 53 sind mittels Lenker 55 an einer Querstange 56 befestigt, deren Führung 57 gleitbar in einer Öffnung 58 im Kegelrad 40 angeordnet ist. Ein Ansatz 59 der Querstange 56 weist nach unten, wenn die Form sich an dpr Haltestelle I befindet, ist aber nach oben gerichtet, wenn sich die Form in der Haltestelle III befindet. Wenn die Ansätze 59 und die Querstange 56 sich in der weitesten Außenstellung befinden, drängen die Lenker 55 die Klemmbacken 53 zusammen, wodurch der Halsring geschlossen wird; wenn- jedoch der Ansatz 59 und die Querstange 56 nach innen geführt werden, werden die Glieder des Halsringes voneinander entfernt.
  • An der Haltestelle III (Abb. i und 2) ist am Flügel 29 ein Zylinder 6o vorgesehen, der einen Kolben 61 und Stange 62 enthält. Am äußeren Ende dieser Stange sitzt ein spulenförmiger Körper 63, der für gewöhnlich in der äußersten Stellung gehalten wird, so daß beim Eintreffen der Vorform in der Haltestelle lII der Ansatz 59 in die Nut der Spule eindringt. Am Flügel 29 ist ein Ventilgehäuse 64 (Abb. 2 und io) vorgesehen, das mit einer Druckeinlaßöffnung 65 und Auslaßöffnungen 66, 67, 68, 69 ausgestattet ist. Die Auslaßöffnung 68 befindet sich zwischen der Einlaßöffnung 65 und der Auslaßöffnung 66, und die Auslaßöffnung 69 befindet sich zwischen den Öffnungen 65 und 67. Ständiger Druck wirkt auf die Einlaßöffnung 65 ein, und die Auslaßöffnung 68 steht mit dem inneren Ende des Zylinders 6o durch eine Leitung 70 in Verbindung (Abb. io). Eine Leitung 71 verbindet das äußere Ende des Zylinders 6o mit der Auslaßöffnung 69. Ein Kolben 72 spielt im Gehäuse 64 und weist einen mittleren verdickten Teil 73 (Abb. 2) auf, der für gewöhnlich die Öffnung 65 (Abb. io) abschließt. Er ist außerdem mit verdickten Endteilen ausgestattet, welche abwechselnd die Auslaßöffnungen 66 und 67 abschließen. Je eine Druckeinlaßöffnung 74 und 75 ist an den Enden des Ventilgehäuses 64 vorgesehen. Daraus erhellt, daß, wenn Druck - durch- die Öffnung 74 auf den Kolben 72 einwirkt, was der Fall ist, wenn die Form die Haltestelle III erreicht, die Einlaßöffnung 65 in Verbindung mit der Auslaßöffnung 69 steht, während die Auslaßöffnung 68 in Verbindung mit der Auslaßöffnung 66 steht. Preßluft fließt demnach durch die Leitung 71 zum äußeren Ende des Zylinders 6o, wodurch der Kolben 61 nach innen gedrängt wird und hierbei den- Ansatz 59 nach innen bewegt, so daß die Glieder des Halsringes voneinander entfernt werden.
  • Die erwähnte Arbeitsweise ist zeitlich derart in bezug auf das Öffnen der Vorform in der Haltestelle III eingestellt, daß die Glieder des Halsringes sich nicht öffnen, bis die Glieder der Vorform sich von dem Glasgegenstand gelöst haben.
  • Die Arbeitsweise in der Haltestelle I ist folgende: Wenn die Vorform an der Haltestelle I anlangt, wird der von einem Hefteisen herabhängende Posten in die V orform eingelassen. Bei der Abwärtsbewegung kommt das Hefteisen in Berührung mit einem Hebel 139 (Abb. i und io), der, wenn er von dem Hefteisen niedergedrückt wird, ein Ventil 14o betätigt, wodurch ein Kolben 116 in dem Zylinder 117 durch Druckluft nach außen verschoben wird, um das Schließen der Scherenklingen iii und damit das Abschneiden des herabhängenden Glaspostens zu bewirken. Hat sich die Vorform nach der Haltestelle II hin bewegt, so setzt sie sich dort auf den Blaskopf 149 auf (Abb. 4), wodurch ein Ventil 152 betätigt wird, das dann Druckluft durchströmen läßt und so das Vorblasen der Flasche bewirkt.
  • Der Blasetisch 5 ist an seinem Umfang mit einer Reihe von- Formböden 165 ausgestattet, die der Anzahl der Vorformen entsprechen, welche am Tisch 3 angeordnet sind. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind sechs Blasformen vorgesehen. Die beiden Tische werden gleichmäßig in Umdrehung versetzt, so daß wenn ein vorgeblasenes Stück in die Haltestelle III gelangt, es am Halsring an der Vorform herabhängt und mit einem Formboden 165 in Deckung gebracht wird. Eine geöffnete Fertigform erfaßt das herabhängende Rohstück, bevor dieses von der Kopfform gelöst wird. Die Kopfformen sind also an dem Vorformendrehgestell in solcher Stellung in bezug auf die Vorform befestigt, daß sich die Kopfformen nach dem Öffnen mit der Vorform weiterbewegen, während die Külbel in den Fertigformen mit freiliegendem Kopf weitergeführt werden. Zu diesem Zweck sind die Teile der Vorform und die Teile der Blasform derart zueinander angeordnet, daß sie eine Stellung konzentrisch zu einem gemeinsamen Mittelpunkt einnehmen können, während das Rohstück von einem Tisch zum anderen überführt wird.
  • Die Blasformen durchlaufen ebenfalls nacheinander sechs Haltestellen I', II', III', IV', V' und VP. Haltestelle I' befindet sich an der Übertragungsstelle, und die anderen Haltestellen werden entgegengesetzt zur Uhrzeigerbewegung um den Tisch 5 durchlaufen.
  • An dem Tisch 5 sind in gleichmäßigem Abstand voneinander Böcke 166 vorgesehen, in welchen drehbar Arme 167 befestigt sind, die sich an die zugehörigen Hälften 168 der Blasform ansetzen. Führungsstangen 169, die gleichfalls von den Böcken 166 gehalten werden, tragen ein Gleitstück 170, dessen Ausschnitt 171 in der Außenstellung des Gleitstückes mit einer Nase I72 des Bockes 166 in Eingriff kommt. Das Gleitstück i7o trägt außerdem auf der Oberseite eine Rolle 173 und seitlich Lenker174, deren äußere Enden drehbar mit den zugehörigen Armen 167 der Formhälften verbunden sind. Federn 175 umgeben die Lenker 174 und beim Auswärtsdrängen des Gleitstückes üben sie einen Druck auf die Lenker aus und bringen die Hälften der Blasform in Schlußstellung. Ein Führungsnocken 176 ist auf dem Tisch fest angeordnet und erstreckt sich von der Haltestelle I' zur Haltestelle IV'. Wenn die Blasform von der Haltestelle I' nach der Haltestelle IV' geht, führt sich die Rolle 173 am Umfang dieses Nockens, um so die Blasform festgeschlossen zu halten.
  • Auf dem Tisch ist ferner zwischen den Haltestellen IV' und I' eine ortsfeste Nut 177 zum Aufnehmen der Rolle 173 angebracht, wenn sie die Haltestelle IV' verläßt, um -langsam die Rolle nach innen zu ziehen, wenn diese nach den beiden nächsten Haltestellen V', VI' läuft. Diese besondere Einwärtsbewegung der Rolle dient dazu, die Hälften der Blasform langsam zu öffnen. Wenn die Blasform die Haltestelle VP erreicht und diese verläßt, sind die Hälften der Blasform ganz nahe zum Umfang des Blastisches zurückgezogen, so daß sie sie leicht in die Übertragungstelle eingeführt werden können, ohne in Berührung mit der Vorform und dem Rohstück zu gelangen, welche Teile nach der Haltestelle III des Tisches 3 gebracht worden sind. Sowie die Blasform die Haltestelle I' erreicht, gleitet die Rolle.173 von der Nut 177 und gelangt in Eingriff mit dazu vorgesehenen Stellvorrichtungen.
  • Diese Vorrichtungen zum Schließen der Fertigform sind folgendermaßen angeordnet Am Ständer 4 und oberhalb des Tisches 5 ist ein Zylinder i78. (Abb. 2a) vorgesehen, der an den Enden mit Offnungen 179 und 18o ausgestattet ist und in dem ein Kolben 18i spielt, dessen Stange 182 radial gegen die Haltestelle I' hin gerichtet ist. Diese Stange trägt am freien Ende einen Kopf 183, der die Rolle 173 bei ihrem Austreten aus der Nut 177, wenn zu dieser Zeit Druck von der Öffnung i8o auf den Kolben 181 einwirkt, nach außen drängt, wodurch das Gleitstück i7o auf seinen Führungsstangen 169 nach außen verschoben wird, bis es den Bock166 erreicht. Durch diesenVorgang werden die Hälften der Blasform unterhalb der Kopfform um die Vorform zusammengeschwungen, und zwar um jenen Teil des Rohstücks, das von dem Eingriff mit den Gliedern der Vorform befreit worden ist. Diese Auswärtsbewegung des Gleitstückes i7o bringt die Rolle 173 in diejenige Stellung, in die sie in Eingriff mit dem Umfang des Führungsnockens 176 gelangen kann, wenn die Blasform gerade die Haltestelle I' verläßt.
  • Die Fertigform bewegt sich über die Haltestelle II', wo nichts geschieht, zu der Haltestelle III', wo die Flasche fertiggeblasen wird. Zu diesem Zweck ist an dieser Stelle (Abb. 5) ein besonderer Blaskopf 192 vorgesehen, welcher sich auf die Form aufsetzt und dabei das Druckluftventil zum Blasen öffnet. Die beiden Hälften der Fertigform werden an dieser Stelle durch einen Druckluftkolben 203 (Abb. i a) besonders stark zusammengedrückt. Von der Haltestelle IV' bis zur Haltestelle V' wird die Fertigform geöffnet. An der Haltestelle V' wird die Flasche an eine Fördervorrichtung abgegeben. Bei der Bewegung von der Haltestelle V' zu der Haltestelle VI' bleibt die Form, um auszukühlen, offen. Bei I' nimmt sie dann wieder ein neues vorgeblasenes Külbel auf.
  • Oberhalb der Bewegungsbahn des Kolbenkopfes 183 (Abb. 2 a und io) ist ein Ventilgehäuse 258 angeordnet, dessen Kolbenspindel in die Bahn des Kopfes 183 vorsteht. Dieses Ventilgehäuse besitzt einen Drucklufteinlaß 261 und eine Auslaßöffnung 26o, die beide für gewöhnlich nicht in Verbindung stehen. Wenn jedoch der Kopf 183 nach außen gedrängt ist, um die Blasform um das Rohstück zu schließen, das in der Haltestelle I' dargeboten wird, hebt der Kopf 183 den Ventilkörper 259, wodurch eine Verbindung zwischen den beiden Öffnungen 261 und 26o hergestellt wird.
  • An dem Ständer 4 ist unterhalb 'des Blastisches 5 an der Haltestelle I' ein Ventilgehäuse 262 (Abb. 2 a und 9) angeordnet, dessen gegenüberliegende Öffnungen 263 und 26q. für gewöhnlich miteinander durch eine Ringnut 265 in dem Ventilkolben 266 in Verbindung stehen. Der Ventilkolben ragt aus dem inneren Ende des Gehäuses heraus und trägt eine Rolle z68, die nacheinander von einer Reihe von Hubdaumen 269. am Nabenteil des Blastisches erfaßt wird, wobei je ein Hubdaumen für jede Blasform vorgesehen ist. Die Längsbohrung 27o des Ventilkolbens läuft in eine radiale Bohrung 271 aus. Sooft einer der Hubdaumen 269 in Eingriff mit der Rolle 268 gelangt, wird der Kolben 266 in das Gehäuse zurückgedrängt, wodurch die Verbindung zwischen den gegenüberliegenden Öffnungen 263 und 26q. aufgehoben und die Bohrung 271 des Kolbens in Verbindung mit einer der beiden Öffnungen gebracht wird, so daß dort Druckluft von der Öffnung 267 zudem nachstehend beschriebenen Zweck eindringen kann.
  • Neben dem Zylinder 178 ist ein Ventilgehäuse 272 (Abb. io) vorgesehen, das mit Endöffnungen 273 und 274, einer mittleren Druckeinlaßöffnung 275, in einem bestimmten Abstand voneinander angeordneten Bohrungen 276 und 277 sowie Auslaßöffnungen 278 und 279 ausgestattet ist. Die Bohrungen 276 und 277 stehen in Verbindung mit den Endöffnungen 179 und 18o des Zylinders 178. Ein Kolben 28o spielt im Gehäuse 272 und weist mehrere Umfangsnuten auf. Diese Umfangsnuten sind derart bemessen, daß bei Verschieben des Kolbens 28o nach links die Bohrung 277 in Verbindung mit der Auslaßöffnung 279 steht, während die Druckeinlaßöffnung 275 in Verbindung mit der Auslaßbohrung 276 steht. Wenn das Ventil nach rechts gedrückt wird, wird die Richtung der Druckwirkung umgekehrt und Druckluft tritt in den Zylinder 178 ein.
  • Die beiden Blastische werden wie folgt angetrieben Jeder der Tische 3 und 5 ist an seinem Umfang mit einem Zahnkranz 281 (Abb. 2 und 2a) ausgestattet. Diese Zahnkränze stehen ständig in Eingriff mit einem Zahnrad 282, das zwischen den beiden Tischen an den Haltestellen III und I' angeordnet ist. Das Zahnrad 282 ist am oberen Ende mit der Welle 283 verkeilt, deren unteres Ende in einem Lager 284 auf der Grundplatte i drehbar gelagert ist. Der untere Teil der Welle ist von einem Gehäuse 285 umgeben, und in diesem Gehäuse kann eine Zahnstange 286 wagerecht hin und her bewegt werden, deren freies Ende bei 287 abgeschrägt ist (Abb. io). Ein Zahnrad 288 sitzt verschiebbar, aber nicht drehbar, auf der Welle 283 und ist bei 289 mit einer Hülse 29o verbunden, die am oberen Teil der Welle 283 verschiebbar ist und sich innerhalb des Gehäuses 285 führt. Das Gehäuse läuft in einen zylindrischen Teil 291 aus, in dem ein Kolben 292 spielt. Dieser Zylinder hat -- (Abb. io) eine Öffnung 293 an seinem oberen' Ende ;und e i i ne Öffnung294 am unteren Ende. Diese beiden Öffnungen sind mit der Druckleitung in'der nachstehend beschriebenen Weise verbunden. Am oberen Ende der-Hülse 290 ist ein Arm 295 vorgesehen, der mit der Hülse aufwärts und abwärts bewegt wird, wenn diese von dem Kolben 292 bewegt wird. An den äußeren Enden des Armes sind als Ventilkolben wirkende Bolzen a96 und 297 befestigt, die in Bohrungen 298 und 299- von Armen 3oo gleiten, welche das Lager für das Zahnrad 282 bilden. Diese Arme stehen mit dem Gehäuse 285 durch Ständer 301 in Verbindung. An den Bolzen 296 und 297 sind Ringnuten 302 und 303 vorgesehen. Je zwei gleichachsige Öffnungen 304 und 3o5 sind quer zu den Bohrungen 298 und 299 vorgesehen. Wenn die Bolzen 296 und 297 nach oben und unten bewegt werden, stellen sie somit zeitweilig eine Verbindung zwischen den Öffnungen 304 und 3o5 her. Werden die Bolzen nach oben bewegt, was stattfindet, sowie die beiden Tische stillstehen, dringen sie in Öffnungen in dem Umfangsteil der Tische ein und sichern diese so gegen Drehung. Die Öffnungen an den Tischen sind derart angeordnet, daß sie, sooft eine Vorform nach der Haltestelle III und eine der Blasformen nach der Haltestelle I' gelangen, sich decken und sie die Bolzen 296 und 297 aufnehmen.
  • Die Zahnstange 286 steht mit der Stange 307 eines die Drehtische absetzend antreibenden Kolbens 3o8 in Verbindung. Dieser Kolben (Abb. io) spielt in einem Zylinder 3o9, der auf der Grundplatte i zwischen den Haltestellen II und II' befestigt ist. Hinter dem Zylinder ist ein Hilfsventilgehäuse 31o angeordnet, das hinten eine Druckeinlaßöffnung 311 (Abb. io) und an den Seiten Auslaßöffnungen 312 und 313 sowie eine weitere Auslaßöffnung 314 besitzt. Der Ventilkolben 315 hat eine Ringnut 316, in die eine nach dem Druckeinlaß gerichtete Längsbohrung mündet. Eine Spindel317 erstreckt sich von dem Kolben 315 in den Zylinder Sog, so daß bei der Rückwärtsbewegung des Kolbens 3o8 dieser auf die Spindel auftrifft und den Steuerkolben 315 verschiebt, wodurch die Öffnungen 311 und 312 verbunden werden und die Auslaßöffnung 314 geöffnet wird. Für gewöhnlich ist eine Verbindung zwischen der Öffnung 311 und der Öffnung 313 durch die Nut 316 und den anschließenden Kolbenteil hergestellt. Neben dem ZylindQr 3o9 befindet sich ein Ventilgehäuse 318, das eine mittlere Druckeinlaßöffnung 31g, Endöffnungen 37,0 und 32i und im Abstand voneinander angeordnete Auslaßöffnungen 322 und 323 besitzt. Ein Kolben 324 hat Umfangsnuten, so daß, wenn Druckluft von der Öffnung 32o auf den Kolben einwirkt, die Druckeinlaßöffnung 31g in Verbindung mit der Auslaßöffnung 322 gelangt. Wenn der Kolben 324 in der entgegengesetzten Richtung verschoben wird, wird Druck von der Öffnung 31g her der Öffnung 323 übermittelt. Die Öffnung 322 steht in Verbindung mit einer rückwärtigen Öffnung 325 im Zylinder 309, während die Öffnung 323 sich in Verbindung mit der vorderen Öffnung 326 im Zylinder Sog befindet.
  • Das abgeschrägte Ende 287 der Zahnstange 286 bewegt sich bei deren Vorwärtsbewegung, verursacht durch den Kolben 3o8, unter das Stoßventil 326', hebt dasselbe und stellt so eine Verbindung zwischen der Druckeinlaßöffnung 327 und einer Auslaßöffnung 328 in dem Ventilgehäuse 329 her. Auf der Grundplatte :r ist zwischen den-Haltestellen I und II das Gehäuse 329' eines Steuerkolbens 33o angeordnet. Dieses Gehäuse hat Endöffnungen 33z und 332, eine mittlere Druckeinlaßöffnung 333 und in einem gewissen Abstand angeordnete Auslaßöffnungen 334 und 335. Wenn also Druck gegen das rechte Ende des Kolbens 330 von der Öffnung 332 her gerichtet ist, wird die Drucköffnung 333 in Verbindung mit der Auslaßöffnung 335 gesetzt, und wenn die Bewegung des Ventils umgekehrt wird, kommt die Drucköffnung 333 in Verbindung mit der Auslaßöffnung 334.
  • Die Arbeitsweise der verschiedenen Einheiten der Vorrichtung ist bereits erwähnt worden; jedoch soll nunmehr im Zusammenhange die Arbeitsweise der Maschine beschrieben werden. In der Haltestelle I wird ein Posten von geschmolzenem Glas in die Vorform eingeführt, und die Scheren iii werden in der schon erwähnten Weise geschlossen. Nach Wiederöffnen der Scheren iii wird der Blaskopf 149 unmittelbar über und auf die Vorform bewegt.
  • Die Leitung C führt Druckluft nach dem Ende des Ventilgehäuses 3i8, um dort den Kolben 324 in diejenige Stellung zu bringen, daß Preßluft auf die Vorderseite des Kolbens 3o8 einwirken kann, so daß dieser im Zylinder 3o9 aus der gezeichneten Stellung bewegt wird. Die Rückbewegung des Kolbens 3o8 kann durch Abschließen des Auslasses gesteuert werden. Diese Rückwärtsbewegung des Kolbens 3o8 wird zum Einstellen der Zeitdauer benutzt, während welcher Druck auf das Glas in der Vorform in der Haltestelle I einwirken kann.
  • Die Einstellung selbst wird in der folgenden Weise herbeigeführt In der normalen Stellung wirkt ein gleichbleibender Luftdruck auf die Einlaßöffnung 311 des Ventilgehäuses 31o ein und hält den Kolben 315 in der gezeichneten Vorderstellung, so daß die Spindel 317 in den Zylinder 3o9 hineinragt. Bei dieser Einstellung des Kolbens 315 tritt Luft durch die Öffnung 313 aus und geht durch die Leitung D nach den Blasköpfen 148 und 98 zum Einpressen bzw. Vorblasen, die jedoch nicht wirksam werden, ehe sie auf die Formen aufgedrückt sind. Wenn der Kolben 3o8 in der Rückbewegung auf die Spindel 317 des Kolbens 315 einwirkt, wird dieser zurückgeschoben, wodurch die Öffnung 313 geschlossen und so der Durchgang zur Leitung D aufgehoben wird, so daß die Zuführung von Preßluft nach den Blasköpfen 148 und 98 abgeschnitten wird und diese Leitung durch die Öffnungen 314 atmosphärischen Auslaß hat. Die weitere Rückwärtsbewegung des Kolbens 315 bringt die Preßluft in Verbindung mit der Auslaßöffnung 312, und die Leitung E wird mit Preßluft versorgt. Diese Leitung führt zum Ventilgehäuse 82, dessen Kolben so in jene Stellung gebracht wird, in welcher Preßluft durch die Öffnungen go und 84 nach der Unterseite des Kolbens 81 des Zylinders 8o geführt wird. Der Kolben 81 geht nach oben und hebt den Blaskopf 98 an, der nach oben in die normale Stellung zurückschwingt.
  • Die Leitung E führt außerdem noch zum einen Ende des Ventilgehäuses 329' und verschiebt dessen Kolben in eine Stellung, in welcher Preßluft von der Leitung NI in die Auslaßleitung F gelangen kann, welche die Luft auf die Oberseite des Kolbens i3o im Zylinder 129 (Abb. 3) einwirken läßt, so daß der Kolben nach unten geführt wird und die Kopfform aus dem geschmolzenen Glas in der Vorform in der Haltestelle I herausgezogen wird. Die Röhre F führt ferner (Abb. io) Preßluft nach der Oberseite des Kolbens 147 des Zylinders 144, um diesen Kolben nach unten zu bewegen, so daß der Vorblaskopf 148 von der Vorform in der Haltestelle II entfernt wird. Die Röhre F führt weiterhin (Abb. 4) Preßluft dem Kolben 16o im Zylinder ihr zu, wodurch der Kolben nach oben bewegt und die Platte 158 von der Form in der Haltestelle II entfernt wird.
  • Weiterhin liefert die Röhre F Preßluft der Unterseite des Kolbens igo im Zylinder 178 (Abb.5), wodurch der Kolben den Fertigblaskopf i92 von der Form und- der fertiggestellten Mündung in der Haltestelle III' abhebt. Die Leitung F läßt ferner (Abb. 5) Preßluft auf die Vorderseite des Kolbens 203 des Zylinders 2o4 einwirken, wodurch der Kolben nach auswärts getrieben wird und die Klemmbacken Zoo öffnet, so daß die Blasform in der Haltestelle III' ausgelöst wird. Endlich wirkt Prebluft aus der Leitung F auf die Oberseite des Kolbens 292 im Zylinder 291 (Abb. 2 und 2a) ein, wodurch der Kolben 292 nach unten geht, so daß das Zahnrad 288 in Eingriff mit der Zahnstange 286 gelangt und die Sperrbolzen 296 und 297 aus den Öffnungen in den Tischen herausgezogen werden. Beide Tische sind dann für die nächste Teildrehung vorbereitet, d. h. sie können um den Abstand zweier Haltestellen gedreht werden. Wie ersichtlich, werden sämtliche Kolben durch die Einwirkung von Preßluft der Leitung F gleichzeitig bewegt, mit Ausnahme der Abwärtsbewegung des Kolbens 292 im Zylinder 29i, wo die Verschiebung vorzugsweise durch den Abschluß des Auslasses unterhalb des Kolbens verzögert wird. Wenn sich der Sperrbolzen 296 in der unteren Stellung befindet (Abb. io), ist seine Nut 302 in Verbindung mit der Öffnung 304, und Preßluft der Leitung F kann dann nach der Öffnung 32o des Ventilgehäuses 318 fließen, dessen Kolben so verschdben wird, daß Luft auf die Rückseite des Kolbens 3o8 im Zylinder 309 einwirken kann, wodurch der Kolben 3o8 nach vorn bewegt wird. Die Vorwärtsbewegung dieses Kolbens verschiebt die Zahnstange 286 nach vorn, die sich in Eingriff mit dem verschiebbaren Zahnrad 288 befindet, so daß eine Drehung der Tische um je einen Schritt erfolgt.
  • Während der Bewegung der Tische gelangt die Rolle 268 am Ende des Kolbens 266 (Abb. 2 a und 9) im Gehäuse-262 in Eingriff mit einem der Hubdaumen 269 an der Nabe des Tisches 5, wodurch der Kolben so weit zurückgeschoben wird, daß seine Bohrung 271 in Deckung mit der Auslaßöffnung 263 kommt und Luft von der Druckleitung 1l1 nach der Leitung L fließen kann, die von der Öffnung 263 zur Öffnung 273 des Ventilgehäuses 272 führt (Abb. io). Der Kolben 28o wird dann in eine Stellung gebracht, in welcher Luft auf die Vorderseite des Kolbens 181 im Zylinder 178 einwirken kann, so daß der hubnockenartige Kopf 183 in die Normalstellung gebracht wird. Dadurch kann der Kolben 259 im Gehäuse 258 die Verbindung zwischen der Leitung M und der Leitung j aufheben: -Die Leitung L führt zu dem Ventilgehäuse 64 (Abb. io), um dessen Kolben 72 derart zu verschieben, daß Luft von der Leitung M auf die Rückseite des Kolbens 61 im Zylinder 6o einwirken kann, so daß die Spule 63 in die vordere Stellung geschoben wird, wodurch die Vorformen von dem jetzt in die Stellung III gelangenden Külbel gelöst werden. Die Leitung L - führt auch (Abb. io) Luft vor den Kolben 2z7 im Zylinder 216, so daß der Kolben zurückgeschoben und die Ausgabevorrichtung zurückgeschoben wird, wobei die auf der Rückseite des Kolbens befindliche Luft durch die Bohrung der Kolbenstange 218 um die Ringnut des Kolbens 222 herum und durch den seitlichen Auslaß 224 des Zylinders 22o entweicht. Das Zurückgehen des Kolbens 217 im Zylinder 216 und die dadurch bewirkte Rückbewegung des Zylinders 220 gestattet der hinter dem Kolben 241 im Gehäuse 238 befindlichen Luft den Kolben 241 nach vorn zu schieben. Dadurch wird die Verbindung zwischen der Nut 242 des Kolbens und der Auslaßöffnung 240 aufgehoben, wodurch die Zuführung zur Leitung K aufgehoben wird (vgl. auch Abb. 6).
  • Wenn die Vorform, die den Glasposten enthält, von der Füllstelle I nach der Haltestelle II bewegt worden ist, sind die Zahnstange 286 und der Kolben 308 im Zylinder 3o8 an das Ende des Vorwärtshubes gelangt. Dann kommt das geschrägte Ende 287 der Zahnstange 286 in Eingriff mit dem Ansatz des Kolbens 326' in dem Gehäuse 329, wodurch der Kolben gehoben wird, so daß Preßluft von der Leitung M nach der Leitung G gelangen kann, die zur Öffnung 332 des Gehäuses 329' führt und dessen Kolben derart bewegt, daß Druckluft von der Leitung M nach der Leitung H gelangt. Die Druckluft der Leitung H hebt den Kolben i3o im Zylinder x29, und durch diese Bewegung wird der Mundstücksdorn 133 im Halsring der Vorform an der Haltestelle I nach oben bewegt, so daß die Form dann eine weitere Ladung von geschmolzenem Glas aufnehmen kann. Die Druckluft der Leitung H hebt ferner den Kolben 147 im Zylinder =44, um so den Vorblaskopf 148' an der Haltestelle II in festen Eingriff mit dem Halsring der Vorform zu bringen. Die Druckluft der Leitung H bewirkt fernerhin das Senken des Kolbens 16o im Zylinder 161, wodurch der Vörformboden 158 nach unten bewegt und in festem Eingriff mit der Oberseite der Vorform in der Haltestelle II gehalten wird. Die Aufwärtsbewegung des Blaskopfes 148, der nun in festem Eingriff mit dem Halsring steht, öffnet das dort befindliche Ventil, wie vorstehend erwähnt wurde. Die Leitung H läßt ferner (Abb. 5) Preßluft auf den Kolben 2,03 einwirken, der die Klemmbacken Zoo zum Verriegeln der soeben in die Stellung IV gelangten Fertigform in der vorstehend beschriebenen Weise schließt. Dieselbe Leitung H führt Luft dem Kolben igo im Zylinder 187 zu, wodurch der Blaskopf 192 an der Haltestelle III' gesenkt wird und die Asbestunterlegscheibe igg in die Verschlußstellung gerät, so daß der Blasvorgang in der erwähnten Weise stattfindet. Preßluft von der Leitung H wirkt ferner auf den Kolben 292 ein (Abb. io unten und Abb. 2 und 2a), der das Zahnrad 288 nach oben verschiebt und so außer Eingriff mit der Zahnstange 286 bringt, wodurch auch die Sperrbolzen 296, 297 gehoben werden, so daß die Tische verriegelt sind.

Claims (6)

  1. YAT£NTANSPRÜCiiE: i. Glasblasemaschine, bei welcher ein Vorformen- und ein Fertigfoimendrehgestell so zusammengeordnet sind, daß durch die wagerechte schrittweise Bewegung der Formen in Kreisbahnen die Mittelachsen j e einer Vor-, Kopf- und Fertigform zwecks Überführung des Külbels aus der aufklappbaren- Vorform in die aufklappbare Fertigform zur Deckung gebracht werden, so daß in dieser Austauschstellung nach Öffnen der geteilten Vorform die geteilte Fertigform um das frei an der Kopfform hängende Külbel geschlossen und das Külbel in der Fertigform während des weiteren Kreislaufes fertiggeblasen werden kann, dadurch gekennzeichnet, daß die Kopfformen an dem Vorformendrehgestell in geeigneter Stellung zur Vorform befestigt sind, so daß die Kopfformen sich nach dem Öffnen mit der Vorform weiterbewegen, während die Külbel in den Fertigformen mit freiliegendem Kopf weitergeführt werden.
  2. 2. Glasblasemaschine nach Anspruch x, bei welcher jeder der Drehtische in der Ruhestellung, in welcher das Külbel von dem einen Tische zum anderen übergeführt wird, durch einen Sperrbolzen festgestellt wird, dadurch gekennzeichnet, das beide Sperrbolzen (2g6, 297) an einem gemeinschaftlichen, durch einen Druckluftkolben (2g2) bewegten Träger (295) befestigt sind.
  3. 3. Glasblasemaschine nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Drehtische absetzend antreibende Kolben (3o8) auf seinem unwirksamen Rückhube ein Steuerventil (315) für den Druckluftkolben (292) zur Bewegung des Sperrbolzenträgers (295) so bewegt, daß der Druckluftkolben (292) die Sperrbolzen (296, 297) außer Eingriff mit den Tischen bringt.
  4. 4. Glasblasemaschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckluftkolben (i8x, 182, 183) zum Schließen der Fertigform am Ende seines wirksamen Hubes ein Steuerventil (259) für den die Kopfform öffnenden und schließenden Druckluftkolben (6o, 61) so bewegt, daß dieser die Kopfform öffnet.
  5. 5. Glasblasemaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (25g) des Druckluftkolbens für die Kopfform längs der Bahn des Druckluftkolbens für die Fertigform verstellbar ist, so daß der Zeitraum zwischen Schließen der Fertigform und Öffnen der Kopfform entsprechend der herzustellenden Glaswarenart länger oder kürzer eingestellt werden kann.
  6. 6. Glasblasemaschine nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstange (182) des Druckluftkolbens für die Fertigform mit einem hubnockenartigen Kopf (183) versehen ist, in dessen Bahn die Ventilstange des Steuerventils (259) zwecks unmittelbaren Anhebens frei hineinragt, und daß das Gehäuse (258) des Steuerventils in Richtung der Kolbenstange (182) verschiebbar befestigt ist.
DEL50292D 1920-04-16 1920-04-16 Glasblasemaschine Expired DE480780C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL50292D DE480780C (de) 1920-04-16 1920-04-16 Glasblasemaschine

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEL50292D DE480780C (de) 1920-04-16 1920-04-16 Glasblasemaschine

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE480780C true DE480780C (de) 1929-08-15

Family

ID=7273412

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEL50292D Expired DE480780C (de) 1920-04-16 1920-04-16 Glasblasemaschine

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE480780C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2453038C3 (de) Maschine des IS-Typs zur Herstellung von hohlen Glasgegenständen nach dem Preß-Blasverfahren
DE1596472C3 (de) Vollautomat zur Herstellung von Glas hohlkörpern nach dem Preß Blas Verfahren
DE2720129A1 (de) Verfahren und maschine zur herstellung von hohlgegenstaenden mit mehrfachformen
DE3130694A1 (de) Glasformvorrichtung und insbesondere dafuer vorgesehene zufuehr-, muendungsring-, kolben-zylinder-, blaskopf- und uebergabevorrichtung
DE2600029C3 (de) Maschine des IS-Typs zur Herstellung von hohlen Glasgegenständen nach dem PreB-Blasverfahren
DE2324953C3 (de) Formstation zur Herstellung von Hohlgl asgegenständen
AT146260B (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Glashohlkörpern.
DE1471836A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Glaswaren durch Press- und Blasvorgang
DE2946382A1 (de) Maschine zum herstellen von geblasenen hohlkoerpern aus glas
DE480780C (de) Glasblasemaschine
CH632473A5 (de) Verfahren zur herstellung von hohlglaesern.
DE644096C (de) Zweitisch-Glasblasemaschine
DE482219C (de) Glasblasemaschine mit einer Austragevorrichtung
DE579468C (de) Verfahren und Maschine zum Herstellen von Glashohlkoerpern
AT99754B (de) Glasblasemaschine.
DE436793C (de) Glasblasemaschine
DE543908C (de) Pressblasemaschine zur Herstellung von Glashohlkoerpern
AT129451B (de) Glasblasemaschine.
DE566672C (de) Selbsttaetige Glasblasemaschine
DE520962C (de) Selbsttaetige Glasblasemaschine
DE250307C (de)
DE566542C (de) Glasformmaschine
DE939530C (de) Glasformmaschine und Verfahren zum Formen nahtloser Glasgegenstaende
DE671802C (de) Glaspressblasemaschine
DE253315C (de)