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Glasblasemaschine Die Erfindung bezieht sich auf solche Glasblasemaschinen,
bei welchen ein Vorformen- und ein Fertigformendrehgestell so zusammengeordnet sind,
daß durch die wagerechte schrittweise Bewegung der Formen in Kreisbahnen die Mittelachsen
je einer Vor-, Kopf- und Fertigform zwecks Überführung des Külbels aus der aufklappbaren
Vorform in die aufklappbare Fertigform zur Deckung gebracht werden, so daß in dieser
Austauschstellung nach Öffnen der geteilten Vorform die geteilte Fertigform um das
frei an der Kopfform hängende Külbel geschlossen und das Külbel in der Fertigform
während des weiteren Kreislaufes fertiggeblasen werden kann. Während bei den bekannten
Maschinen die Kopfform mit dem Külbel auf das Fertigformendrehgestell übergeht und
nach dem Öffnen der Fertigform mit der Glasware durch den Arbeiter abgenommen und
nach Absetzen der Glasware wieder an dem Vorformen-Drehgestell angebracht werden
muß, besteht das Neue der Erfindung darin, daß die Kopfformen an dem Vorformendrehgestell
in gei eigneter Stellung zur Vorform befestigt sind, so daß die Kopfformen sich
nach dem Öffnen mit der Vorform weiterbewegen, während die Külbel - in den Fertigformen
mit freiliegendem Kopf weitergeführt werden. Es bleiben hier also die Kopfformen
in ständiger Verbindung mit dem Vorformendrehgestell, wodurch die Arbeitsweise und
Bedienung der Glasblasemaschine wesentlich vereinfacht und zuverlässiger gestaltet
wird. In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform des Gegenstandes der Erfindung
dargestellt Abb. = ist eine Draufsicht auf den die Vorformen enthaltenden Tisch
und die mit diesem zusammenwirkenden Teile.
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Abb. ia ist eine Draufsicht auf den die Fertigformen tragenden Tisch
und die zugehörigen Teile.
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Abb. 2 ist ein Schnitt nach- der Linie 2-2 der Abb. i.
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Abb. 2a ist ein Schnitt nach der Linie 2a-2a der Abb. ia.
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Abb. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Abb. i: Abb. q. ist
ein Schnitt nach der Linie 4-4 der Abb. i.
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Abb. 5 ist ein Schnitt nach der Linie 5-5 der Abb. ia.
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Abb. 6 ist ein Schnitt nach der Linie 6-6 der Abb. ia.
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Abb. 7 ist eine Rückansicht der Haltemittel für eine der Vorformen,
wobei Teile der benachbarten Formen dargestellt sind.
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Abb. 8 ist ein Schnitt nach der Linie 8-8 der Abb. 2, wobei das ortsfeste
Ventil an der Stelle gezeigt ist, an welcher das Külbel aus der Vorform in die Fertigform
übergeht.
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Abb. 9 ist ein Schnitt durch ein von einem Daumen gesteuertes Ventil
an der gleichen Übertragungsstelle, wobei der Schnitt nach 9-9 der Abb. 2a genommen
ist.
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Abb. io ist eine schematische Darstellung der das Rohstück und die
fertige Flasche herstellenden
Vorrichtungen mit den dazugehörigen
Teilen.
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Auf einem Ende einer länglichen Grundplatte i ruht ein Ständer 2,
der einen Tisch 3 für die Vorformen trägt (Abb. 2). Ein ähnlicher Ständer 4 ruht
auf dem entgegengesetzten Ende der Grundplatte und trägt den die Blasformen enthaltenden
Tisch 5. Der Tisch 3 trägt in dem dargestellten Ausführungsbeispiel sechs Vorformen,
und jede dieser Formen verweilt bei jeder vollen Umdrehung des Tisches eine Zeitlang
an sechs verschiedenen Haltestellen die mit I, II, III, IV, V und VI bezeichnet
sind (Abb. i). Sämtliche Vorformen haben dieselbe Bauart und arbeiten nacheinander
in derselben Weise, so daß die Bauart und Arbeitsweise nur an einer Form beschrieben
zu werden braucht.
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Jede Vorform 45 ruht in einem Tragglied 6, in dem sich Kanäle befinden,
welche bei der Drehbewegung des Tisches 3 durch die Wand des Ständers geschlossen
und geöffnet werden. In dem oberen Teil des Ständers 2 befinden sich mehrere Nuten
und Kanäle für die Druckluft, welche sich an den verschiedenen Haltestellen I bis
VI mit Öffnungen decken, wodurch sowohl die Weiterbewegung des Tisches selbst als
auch bestimmte Bewegungen der Vorformen und ihrer Halteorgane bewirkt werden.
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Am oberen Ende des Ständers 2 ist ein röhrenförmiger Teil ig angeordnet
(Abb. 2), an dem zwischen den Haltestellen Il und III in radialer Richtung ein Hubdaumen
2o (Abb. 8) befestigt ist. An dem Teil ig ist ferner an einer durch die Haltestelle
III in radialer Richtung gehenden Linie ein Ventilgehäuse 2i (Abb. 2) befestigt,
in dem ein Kolben 2z spielt. Wenn Druck auf das innere Ende des Kolbens einwirkt,
wird dieser nach dem gegenüberliegenden Ende des Gehäuses 21 verschoben und die
Kolbenspindel 26 tritt dann aus der Oberfläche des Teiles i9 nach außen vor.
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Wenn der Kolben z2 sich in dieser vorgeschobenen Stellung befindet,
ist die Verbindung zwischen der Nut 23 des Kolbens und der Auslaßöffnung 27 aufgehoben
(Abb. 2). An der Stirnfläche des Teiles ig sitzen nach entgegengesetzten Richtungen
verlaufende sektorartige Flügel 28 und 29 (Abb. i), wobei der Flügel 28 sich zwischen
den Haltestellen V und VI und der Flügel 29 sich zwischen den Haltestellen II und
III befindet. An der Unterseite jedes Flügels 28 und 29 ist eine bodenförmige Zahnstange
30 und 31 (Abb. i und 2) vorgesehen. Die Zahnstangen dienen als Antriebmittel
zum Kippen der Vorformen, wie im folgenden näher beschrieben ist.
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In jedem Tragglied 6 (Abb. i, z und 7) ist ein Zylinder 33 drehbar
angeordnet, der am inneren Ende einen Kolbenraum 34 enthält, und das 'innere Ende
dieses Raumes wird durch einen Deckel 35 abgeschlossen, an dem ein vierkantiger
Ansatz 36 angebracht ist. Dieser Ansatz ist mit vier flachen, je zwei zueinander
parallel liegenden Seitenflächen ausgestattet. Eine dieser Flächen führt sich bei
der Bewegung der Vorform von der Haltestelle VI zur Haltestelle II längs einer Bahn
37, die an dem Teil ig angeordnet ist. Der Zylinder 33 kann sich so während dieses
Teiles der Bewegung der Vorform um den Ständer 2 nicht um seine .Längsachse drehen.
Eine zweite ähnlich gestaltete Bahn 38 ist an dem Teil ig zwischen den Haltestellen
III und V vorgesehen und steht in Eingriff mit einer anderen flachen Seite des Ansatzes
36, nachdem der Zylinder 33 eine halbe Umdrehung ausgeführt hat, wie nachstehend
beschrieben wird. In dem Zylinderdeckel 35
bewegt sich ein Kolben 39, der
unmittelbar vor dem Eintreffen der Vorform an der Haltestelle III durch einen Hubdaumen
2o in den Kolbenraum 34 gedrängt wird. Am Zylinder 33 ist neben der Außenkante des
Traggliedes 6 ein Kegelrad 40 vorgesehen, das bei jeder Umdrehung des Tisches 3
nacheinander mit den Zahnbögen 30 und 31 (Abb. i und 2) in Eingriff gelangt,
wobei jede Zahnstange in bezug auf das Kegelrad derart bemessen ist, daß letzteres
eine halbe Umdrehung ausführt, während es von einem Ende der Zahnstange bis zum
anderen läuft.
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An die äußere Seite des Kegelrades 40 schließen sich die Lager 41
und 42 eines Bolzens 43 an, an welchen die von den beiden Hälften 45 der Vorform
ausgehenden Arme 44 angreifen. Jeder Arm 44 ist durch einen Lenker 46 mit einer
Querstange 47 verbunden, die zwischen den Lagern 41 und 42 angeordnet Ist. Die Querstange
47 ist an der Stange 48 eines Kolbens 49 befestigt, der im Zylinderraum 34 hin und
her geführt wird. Befindet sich der Kolben 49 in der Haltestelle I, so nehmen die
Nuten und Kanäle in dem Zylinder 33 eine derartige Stellung ein, daß der Kolben
49 durch Wirkung der Druckluft nach außen gedrückt wird, wodurch die Lenker 46 auf
die Arme 44 derart einwirken, daß die Formhälften fest aneinandergehalten werden.
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Solange sich die Vorform von der Haltestelle I nach der Haltestelle
II hin bewegt, wird dieser Druck gegen den Kolben 49 aufrechterhalten. Unmittelbar
nachdem die Vorform die Haltestelle II verläßt, kommt das Kegelrad 40 in hingriff
mit der Zahnstange 31 und dreht den Zylinder 33 um 18o°, wobei Druck auf den Kolben
49 während dieser Drehung aufrechterhalten wird. Gerade wenn der Zylinder diese
halbe Umdrehung um seine Längsachse vollendet hat, so wirkt Druckluft auf die Außenseite
des Kolbens 49 ein und drängt diesen nach innen, wodurch die Lenker 46 angezogen
und die Formhälften 45 voneinander entfernt werden. Der Druck auf die Außenseite
des Kolbens 49
wird aufrechterhalten, bis die Form sich der Haltestelle
V nähert. Wenn die Form nach der Haltestelle V gelangt, wirkt Druckluft auf die
Innenseite des Kolbens 49 ein, wodurch die beiden Hälften der Vorform wieder gegeneinander
bewegt werden; sie verbleiben in dieser Stellung, während die Form sich von der
Stellung V nach der Stellung I bewegt. Während sich die Form von der Stellung V
-nach der Stellung VI bewegt, steht demnach der Kolben unter Druck, und dabei gelangt
das Kegelrad 40 in Eingriff mit der Zahnstange 30, wodurch der Zylinder 33 abermals
eine halbe Umdrehung beschreibt, so daß der Zylinder beim Eintreffen an der Haltestelle
I dieselbe Stellung einnimmt wie beim Eintritt des Kreislaufs.
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Mit dem unteren Endteil des Bolzens 43 sind (Abb. i und 2) Klemmbacken
53 drehbar verbunden, an deren äußeren Enden die Teile des Halsringes 54 befestigt
sind. Diese Teile fassen das Halsende des Külbels und werden von einem Teil der
Vorform umgeben, wie es bei Vorrichtungen dieser Art üblich ist. Die Klemmbacken
53 sind mittels Lenker 55 an einer Querstange 56 befestigt, deren Führung 57 gleitbar
in einer Öffnung 58 im Kegelrad 40 angeordnet ist. Ein Ansatz 59 der Querstange
56 weist nach unten, wenn die Form sich an dpr Haltestelle I befindet, ist aber
nach oben gerichtet, wenn sich die Form in der Haltestelle III befindet. Wenn die
Ansätze 59 und die Querstange 56 sich in der weitesten Außenstellung befinden, drängen
die Lenker 55 die Klemmbacken 53 zusammen, wodurch der Halsring geschlossen wird;
wenn- jedoch der Ansatz 59 und die Querstange 56 nach innen geführt werden, werden
die Glieder des Halsringes voneinander entfernt.
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An der Haltestelle III (Abb. i und 2) ist am Flügel 29 ein Zylinder
6o vorgesehen, der einen Kolben 61 und Stange 62 enthält. Am äußeren Ende dieser
Stange sitzt ein spulenförmiger Körper 63, der für gewöhnlich in der äußersten Stellung
gehalten wird, so daß beim Eintreffen der Vorform in der Haltestelle lII der Ansatz
59 in die Nut der Spule eindringt. Am Flügel 29 ist ein Ventilgehäuse 64 (Abb. 2
und io) vorgesehen, das mit einer Druckeinlaßöffnung 65 und Auslaßöffnungen 66,
67, 68, 69 ausgestattet ist. Die Auslaßöffnung 68 befindet sich zwischen der Einlaßöffnung
65 und der Auslaßöffnung 66, und die Auslaßöffnung 69 befindet sich zwischen den
Öffnungen 65 und 67. Ständiger Druck wirkt auf die Einlaßöffnung 65 ein, und die
Auslaßöffnung 68 steht mit dem inneren Ende des Zylinders 6o durch eine Leitung
70 in Verbindung (Abb. io). Eine Leitung 71 verbindet das äußere Ende des
Zylinders 6o mit der Auslaßöffnung 69. Ein Kolben 72 spielt im Gehäuse 64 und weist
einen mittleren verdickten Teil 73 (Abb. 2) auf, der für gewöhnlich die Öffnung
65 (Abb. io) abschließt. Er ist außerdem mit verdickten Endteilen ausgestattet,
welche abwechselnd die Auslaßöffnungen 66 und 67 abschließen. Je eine Druckeinlaßöffnung
74 und 75 ist an den Enden des Ventilgehäuses 64 vorgesehen. Daraus erhellt, daß,
wenn Druck - durch- die Öffnung 74 auf den Kolben 72 einwirkt, was der Fall ist,
wenn die Form die Haltestelle III erreicht, die Einlaßöffnung 65 in Verbindung mit
der Auslaßöffnung 69 steht, während die Auslaßöffnung 68 in Verbindung mit der Auslaßöffnung
66 steht. Preßluft fließt demnach durch die Leitung 71 zum äußeren Ende des Zylinders
6o, wodurch der Kolben 61 nach innen gedrängt wird und hierbei den- Ansatz 59 nach
innen bewegt, so daß die Glieder des Halsringes voneinander entfernt werden.
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Die erwähnte Arbeitsweise ist zeitlich derart in bezug auf das Öffnen
der Vorform in der Haltestelle III eingestellt, daß die Glieder des Halsringes sich
nicht öffnen, bis die Glieder der Vorform sich von dem Glasgegenstand gelöst haben.
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Die Arbeitsweise in der Haltestelle I ist folgende: Wenn die Vorform
an der Haltestelle I anlangt, wird der von einem Hefteisen herabhängende Posten
in die V orform eingelassen. Bei der Abwärtsbewegung kommt das Hefteisen in Berührung
mit einem Hebel 139 (Abb. i und io), der, wenn er von dem Hefteisen niedergedrückt
wird, ein Ventil 14o betätigt, wodurch ein Kolben 116 in dem Zylinder 117 durch
Druckluft nach außen verschoben wird, um das Schließen der Scherenklingen iii und
damit das Abschneiden des herabhängenden Glaspostens zu bewirken. Hat sich die Vorform
nach der Haltestelle II hin bewegt, so setzt sie sich dort auf den Blaskopf 149
auf (Abb. 4), wodurch ein Ventil 152 betätigt wird, das dann Druckluft durchströmen
läßt und so das Vorblasen der Flasche bewirkt.
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Der Blasetisch 5 ist an seinem Umfang mit einer Reihe von- Formböden
165 ausgestattet, die der Anzahl der Vorformen entsprechen, welche am Tisch 3 angeordnet
sind. Bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel sind sechs Blasformen vorgesehen.
Die beiden Tische werden gleichmäßig in Umdrehung versetzt, so daß wenn ein vorgeblasenes
Stück in die Haltestelle III gelangt, es am Halsring an der Vorform herabhängt und
mit einem Formboden 165 in Deckung gebracht wird. Eine geöffnete Fertigform erfaßt
das herabhängende Rohstück, bevor dieses von der Kopfform gelöst wird. Die Kopfformen
sind also an dem Vorformendrehgestell in solcher Stellung in bezug auf die Vorform
befestigt, daß sich die Kopfformen nach dem Öffnen mit der Vorform weiterbewegen,
während die Külbel in den Fertigformen mit freiliegendem Kopf weitergeführt werden.
Zu
diesem Zweck sind die Teile der Vorform und die Teile der Blasform
derart zueinander angeordnet, daß sie eine Stellung konzentrisch zu einem gemeinsamen
Mittelpunkt einnehmen können, während das Rohstück von einem Tisch zum anderen überführt
wird.
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Die Blasformen durchlaufen ebenfalls nacheinander sechs Haltestellen
I', II', III', IV', V' und VP. Haltestelle I' befindet sich an der Übertragungsstelle,
und die anderen Haltestellen werden entgegengesetzt zur Uhrzeigerbewegung um den
Tisch 5 durchlaufen.
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An dem Tisch 5 sind in gleichmäßigem Abstand voneinander Böcke 166
vorgesehen, in welchen drehbar Arme 167 befestigt sind, die sich an die zugehörigen
Hälften 168 der Blasform ansetzen. Führungsstangen 169, die gleichfalls von den
Böcken 166 gehalten werden, tragen ein Gleitstück 170, dessen Ausschnitt 171 in
der Außenstellung des Gleitstückes mit einer Nase I72 des Bockes 166 in Eingriff
kommt. Das Gleitstück i7o trägt außerdem auf der Oberseite eine Rolle 173 und seitlich
Lenker174, deren äußere Enden drehbar mit den zugehörigen Armen 167 der Formhälften
verbunden sind. Federn 175 umgeben die Lenker 174 und beim Auswärtsdrängen des Gleitstückes
üben sie einen Druck auf die Lenker aus und bringen die Hälften der Blasform in
Schlußstellung. Ein Führungsnocken 176 ist auf dem Tisch fest angeordnet und erstreckt
sich von der Haltestelle I' zur Haltestelle IV'. Wenn die Blasform von der Haltestelle
I' nach der Haltestelle IV' geht, führt sich die Rolle 173 am Umfang dieses Nockens,
um so die Blasform festgeschlossen zu halten.
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Auf dem Tisch ist ferner zwischen den Haltestellen IV' und I' eine
ortsfeste Nut 177 zum Aufnehmen der Rolle 173 angebracht, wenn sie die Haltestelle
IV' verläßt, um -langsam die Rolle nach innen zu ziehen, wenn diese nach den beiden
nächsten Haltestellen V', VI' läuft. Diese besondere Einwärtsbewegung der Rolle
dient dazu, die Hälften der Blasform langsam zu öffnen. Wenn die Blasform die Haltestelle
VP erreicht und diese verläßt, sind die Hälften der Blasform ganz nahe zum Umfang
des Blastisches zurückgezogen, so daß sie sie leicht in die Übertragungstelle eingeführt
werden können, ohne in Berührung mit der Vorform und dem Rohstück zu gelangen, welche
Teile nach der Haltestelle III des Tisches 3 gebracht worden sind. Sowie die Blasform
die Haltestelle I' erreicht, gleitet die Rolle.173 von der Nut 177 und gelangt in
Eingriff mit dazu vorgesehenen Stellvorrichtungen.
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Diese Vorrichtungen zum Schließen der Fertigform sind folgendermaßen
angeordnet Am Ständer 4 und oberhalb des Tisches 5 ist ein Zylinder i78. (Abb. 2a)
vorgesehen, der an den Enden mit Offnungen 179 und 18o ausgestattet ist und in dem
ein Kolben 18i spielt, dessen Stange 182 radial gegen die Haltestelle I' hin gerichtet
ist. Diese Stange trägt am freien Ende einen Kopf 183, der die Rolle 173 bei ihrem
Austreten aus der Nut 177, wenn zu dieser Zeit Druck von der Öffnung i8o auf den
Kolben 181 einwirkt, nach außen drängt, wodurch das Gleitstück i7o auf seinen Führungsstangen
169 nach außen verschoben wird, bis es den Bock166 erreicht. Durch diesenVorgang
werden die Hälften der Blasform unterhalb der Kopfform um die Vorform zusammengeschwungen,
und zwar um jenen Teil des Rohstücks, das von dem Eingriff mit den Gliedern der
Vorform befreit worden ist. Diese Auswärtsbewegung des Gleitstückes i7o bringt die
Rolle 173 in diejenige Stellung, in die sie in Eingriff mit dem Umfang des Führungsnockens
176 gelangen kann, wenn die Blasform gerade die Haltestelle I' verläßt.
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Die Fertigform bewegt sich über die Haltestelle II', wo nichts geschieht,
zu der Haltestelle III', wo die Flasche fertiggeblasen wird. Zu diesem Zweck ist
an dieser Stelle (Abb. 5) ein besonderer Blaskopf 192 vorgesehen, welcher sich auf
die Form aufsetzt und dabei das Druckluftventil zum Blasen öffnet. Die beiden Hälften
der Fertigform werden an dieser Stelle durch einen Druckluftkolben 203 (Abb.
i a) besonders stark zusammengedrückt. Von der Haltestelle IV' bis zur Haltestelle
V' wird die Fertigform geöffnet. An der Haltestelle V' wird die Flasche an eine
Fördervorrichtung abgegeben. Bei der Bewegung von der Haltestelle V' zu der Haltestelle
VI' bleibt die Form, um auszukühlen, offen. Bei I' nimmt sie dann wieder ein neues
vorgeblasenes Külbel auf.
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Oberhalb der Bewegungsbahn des Kolbenkopfes 183 (Abb. 2 a und io)
ist ein Ventilgehäuse 258 angeordnet, dessen Kolbenspindel in die Bahn des Kopfes
183 vorsteht. Dieses Ventilgehäuse besitzt einen Drucklufteinlaß 261 und eine Auslaßöffnung
26o, die beide für gewöhnlich nicht in Verbindung stehen. Wenn jedoch der Kopf 183
nach außen gedrängt ist, um die Blasform um das Rohstück zu schließen, das in der
Haltestelle I' dargeboten wird, hebt der Kopf 183 den Ventilkörper 259, wodurch
eine Verbindung zwischen den beiden Öffnungen 261 und 26o hergestellt wird.
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An dem Ständer 4 ist unterhalb 'des Blastisches 5 an der Haltestelle
I' ein Ventilgehäuse 262 (Abb. 2 a und 9) angeordnet, dessen gegenüberliegende Öffnungen
263 und 26q. für gewöhnlich miteinander durch eine Ringnut 265 in dem Ventilkolben
266 in Verbindung stehen. Der Ventilkolben ragt aus dem inneren Ende des Gehäuses
heraus und trägt eine Rolle z68, die nacheinander von einer Reihe von Hubdaumen
269. am Nabenteil des Blastisches erfaßt wird, wobei je ein Hubdaumen für jede Blasform
vorgesehen
ist. Die Längsbohrung 27o des Ventilkolbens läuft in eine radiale Bohrung 271 aus.
Sooft einer der Hubdaumen 269 in Eingriff mit der Rolle 268 gelangt, wird der Kolben
266 in das Gehäuse zurückgedrängt, wodurch die Verbindung zwischen den gegenüberliegenden
Öffnungen 263 und 26q. aufgehoben und die Bohrung 271 des Kolbens in Verbindung
mit einer der beiden Öffnungen gebracht wird, so daß dort Druckluft von der Öffnung
267 zudem nachstehend beschriebenen Zweck eindringen kann.
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Neben dem Zylinder 178 ist ein Ventilgehäuse 272 (Abb. io) vorgesehen,
das mit Endöffnungen 273 und 274, einer mittleren Druckeinlaßöffnung 275, in einem
bestimmten Abstand voneinander angeordneten Bohrungen 276 und 277 sowie Auslaßöffnungen
278 und 279 ausgestattet ist. Die Bohrungen 276 und 277 stehen in Verbindung mit
den Endöffnungen 179 und 18o des Zylinders 178. Ein Kolben 28o spielt im Gehäuse
272 und weist mehrere Umfangsnuten auf. Diese Umfangsnuten sind derart bemessen,
daß bei Verschieben des Kolbens 28o nach links die Bohrung 277 in Verbindung mit
der Auslaßöffnung 279 steht, während die Druckeinlaßöffnung 275 in Verbindung mit
der Auslaßbohrung 276 steht. Wenn das Ventil nach rechts gedrückt wird, wird die
Richtung der Druckwirkung umgekehrt und Druckluft tritt in den Zylinder 178 ein.
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Die beiden Blastische werden wie folgt angetrieben Jeder der Tische
3 und 5 ist an seinem Umfang mit einem Zahnkranz 281 (Abb. 2 und 2a) ausgestattet.
Diese Zahnkränze stehen ständig in Eingriff mit einem Zahnrad 282, das zwischen
den beiden Tischen an den Haltestellen III und I' angeordnet ist. Das Zahnrad 282
ist am oberen Ende mit der Welle 283 verkeilt, deren unteres Ende in einem Lager
284 auf der Grundplatte i drehbar gelagert ist. Der untere Teil der Welle ist von
einem Gehäuse 285 umgeben, und in diesem Gehäuse kann eine Zahnstange 286 wagerecht
hin und her bewegt werden, deren freies Ende bei 287 abgeschrägt ist (Abb. io).
Ein Zahnrad 288 sitzt verschiebbar, aber nicht drehbar, auf der Welle 283 und ist
bei 289 mit einer Hülse 29o verbunden, die am oberen Teil der Welle 283 verschiebbar
ist und sich innerhalb des Gehäuses 285 führt. Das Gehäuse läuft in einen zylindrischen
Teil 291 aus, in dem ein Kolben 292 spielt. Dieser Zylinder hat -- (Abb. io) eine
Öffnung 293 an seinem oberen' Ende ;und e i i ne Öffnung294 am unteren Ende. Diese
beiden Öffnungen sind mit der Druckleitung in'der nachstehend beschriebenen Weise
verbunden. Am oberen Ende der-Hülse 290 ist ein Arm 295 vorgesehen, der mit der
Hülse aufwärts und abwärts bewegt wird, wenn diese von dem Kolben 292 bewegt wird.
An den äußeren Enden des Armes sind als Ventilkolben wirkende Bolzen a96 und 297
befestigt, die in Bohrungen 298 und 299- von Armen 3oo gleiten, welche das Lager
für das Zahnrad 282 bilden. Diese Arme stehen mit dem Gehäuse 285 durch Ständer
301 in Verbindung. An den Bolzen 296 und 297 sind Ringnuten 302 und 303 vorgesehen.
Je zwei gleichachsige Öffnungen 304 und 3o5 sind quer zu den Bohrungen 298 und 299
vorgesehen. Wenn die Bolzen 296 und 297 nach oben und unten bewegt werden,
stellen sie somit zeitweilig eine Verbindung zwischen den Öffnungen 304 und 3o5
her. Werden die Bolzen nach oben bewegt, was stattfindet, sowie die beiden Tische
stillstehen, dringen sie in Öffnungen in dem Umfangsteil der Tische ein und sichern
diese so gegen Drehung. Die Öffnungen an den Tischen sind derart angeordnet, daß
sie, sooft eine Vorform nach der Haltestelle III und eine der Blasformen nach der
Haltestelle I' gelangen, sich decken und sie die Bolzen 296 und 297 aufnehmen.
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Die Zahnstange 286 steht mit der Stange 307
eines die Drehtische
absetzend antreibenden Kolbens 3o8 in Verbindung. Dieser Kolben (Abb. io) spielt
in einem Zylinder 3o9, der auf der Grundplatte i zwischen den Haltestellen II und
II' befestigt ist. Hinter dem Zylinder ist ein Hilfsventilgehäuse 31o angeordnet,
das hinten eine Druckeinlaßöffnung 311 (Abb. io) und an den Seiten Auslaßöffnungen
312 und 313 sowie eine weitere Auslaßöffnung 314 besitzt. Der Ventilkolben 315 hat
eine Ringnut 316, in die eine nach dem Druckeinlaß gerichtete Längsbohrung mündet.
Eine Spindel317 erstreckt sich von dem Kolben 315 in den Zylinder Sog, so daß bei
der Rückwärtsbewegung des Kolbens 3o8 dieser auf die Spindel auftrifft und den Steuerkolben
315 verschiebt, wodurch die Öffnungen 311 und 312 verbunden werden und die Auslaßöffnung
314 geöffnet wird. Für gewöhnlich ist eine Verbindung zwischen der Öffnung 311 und
der Öffnung 313 durch die Nut 316 und den anschließenden Kolbenteil hergestellt.
Neben dem ZylindQr 3o9 befindet sich ein Ventilgehäuse 318, das eine mittlere Druckeinlaßöffnung
31g, Endöffnungen 37,0 und 32i und im Abstand voneinander angeordnete Auslaßöffnungen
322 und 323 besitzt. Ein Kolben 324 hat Umfangsnuten, so daß, wenn Druckluft
von der Öffnung 32o auf den Kolben einwirkt, die Druckeinlaßöffnung 31g in Verbindung
mit der Auslaßöffnung 322 gelangt. Wenn der Kolben 324 in der entgegengesetzten
Richtung verschoben wird, wird Druck von der Öffnung 31g her der Öffnung 323 übermittelt.
Die Öffnung 322 steht in Verbindung mit einer rückwärtigen Öffnung 325 im Zylinder
309, während die Öffnung 323 sich in Verbindung mit der vorderen Öffnung
326 im Zylinder Sog befindet.
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Das abgeschrägte Ende 287 der Zahnstange 286 bewegt sich bei deren
Vorwärtsbewegung,
verursacht durch den Kolben 3o8, unter das Stoßventil
326', hebt dasselbe und stellt so eine Verbindung zwischen der Druckeinlaßöffnung
327 und einer Auslaßöffnung 328 in dem Ventilgehäuse 329 her. Auf der Grundplatte
:r ist zwischen den-Haltestellen I und II das Gehäuse 329' eines Steuerkolbens 33o
angeordnet. Dieses Gehäuse hat Endöffnungen 33z und 332, eine mittlere Druckeinlaßöffnung
333 und in einem gewissen Abstand angeordnete Auslaßöffnungen 334 und 335. Wenn
also Druck gegen das rechte Ende des Kolbens 330 von der Öffnung 332 her
gerichtet ist, wird die Drucköffnung 333 in Verbindung mit der Auslaßöffnung 335
gesetzt, und wenn die Bewegung des Ventils umgekehrt wird, kommt die Drucköffnung
333 in Verbindung mit der Auslaßöffnung 334.
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Die Arbeitsweise der verschiedenen Einheiten der Vorrichtung ist bereits
erwähnt worden; jedoch soll nunmehr im Zusammenhange die Arbeitsweise der Maschine
beschrieben werden. In der Haltestelle I wird ein Posten von geschmolzenem Glas
in die Vorform eingeführt, und die Scheren iii werden in der schon erwähnten Weise
geschlossen. Nach Wiederöffnen der Scheren iii wird der Blaskopf 149 unmittelbar
über und auf die Vorform bewegt.
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Die Leitung C führt Druckluft nach dem Ende des Ventilgehäuses 3i8,
um dort den Kolben 324 in diejenige Stellung zu bringen, daß Preßluft auf die Vorderseite
des Kolbens 3o8 einwirken kann, so daß dieser im Zylinder 3o9 aus der gezeichneten
Stellung bewegt wird. Die Rückbewegung des Kolbens 3o8 kann durch Abschließen des
Auslasses gesteuert werden. Diese Rückwärtsbewegung des Kolbens 3o8 wird zum Einstellen
der Zeitdauer benutzt, während welcher Druck auf das Glas in der Vorform in der
Haltestelle I einwirken kann.
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Die Einstellung selbst wird in der folgenden Weise herbeigeführt In
der normalen Stellung wirkt ein gleichbleibender Luftdruck auf die Einlaßöffnung
311 des Ventilgehäuses 31o ein und hält den Kolben 315 in der gezeichneten Vorderstellung,
so daß die Spindel 317 in den Zylinder 3o9 hineinragt. Bei dieser Einstellung des
Kolbens 315 tritt Luft durch die Öffnung 313 aus und geht durch die Leitung D nach
den Blasköpfen 148 und 98 zum Einpressen bzw. Vorblasen, die jedoch nicht wirksam
werden, ehe sie auf die Formen aufgedrückt sind. Wenn der Kolben 3o8 in der Rückbewegung
auf die Spindel 317 des Kolbens 315 einwirkt, wird dieser zurückgeschoben, wodurch
die Öffnung 313 geschlossen und so der Durchgang zur Leitung D aufgehoben wird,
so daß die Zuführung von Preßluft nach den Blasköpfen 148 und 98 abgeschnitten wird
und diese Leitung durch die Öffnungen 314 atmosphärischen Auslaß hat. Die weitere
Rückwärtsbewegung des Kolbens 315 bringt die Preßluft in Verbindung mit der Auslaßöffnung
312, und die Leitung E wird mit Preßluft versorgt. Diese Leitung führt zum Ventilgehäuse
82, dessen Kolben so in jene Stellung gebracht wird, in welcher Preßluft durch die
Öffnungen go und 84 nach der Unterseite des Kolbens 81 des Zylinders 8o geführt
wird. Der Kolben 81 geht nach oben und hebt den Blaskopf 98 an, der nach oben in
die normale Stellung zurückschwingt.
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Die Leitung E führt außerdem noch zum einen Ende des Ventilgehäuses
329' und verschiebt dessen Kolben in eine Stellung, in welcher Preßluft von der
Leitung NI in die Auslaßleitung F gelangen kann, welche die Luft auf die Oberseite
des Kolbens i3o im Zylinder 129 (Abb. 3) einwirken läßt, so daß der Kolben nach
unten geführt wird und die Kopfform aus dem geschmolzenen Glas in der Vorform in
der Haltestelle I herausgezogen wird. Die Röhre F führt ferner (Abb. io) Preßluft
nach der Oberseite des Kolbens 147 des Zylinders 144, um diesen Kolben nach unten
zu bewegen, so daß der Vorblaskopf 148 von der Vorform in der Haltestelle II entfernt
wird. Die Röhre F führt weiterhin (Abb. 4) Preßluft dem Kolben 16o im Zylinder ihr
zu, wodurch der Kolben nach oben bewegt und die Platte 158 von der Form in der Haltestelle
II entfernt wird.
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Weiterhin liefert die Röhre F Preßluft der Unterseite des Kolbens
igo im Zylinder 178
(Abb.5), wodurch der Kolben den Fertigblaskopf i92 von
der Form und- der fertiggestellten Mündung in der Haltestelle III' abhebt. Die Leitung
F läßt ferner (Abb. 5) Preßluft auf die Vorderseite des Kolbens 203 des Zylinders
2o4 einwirken, wodurch der Kolben nach auswärts getrieben wird und die Klemmbacken
Zoo öffnet, so daß die Blasform in der Haltestelle III' ausgelöst wird. Endlich
wirkt Prebluft aus der Leitung F auf die Oberseite des Kolbens 292 im Zylinder 291
(Abb. 2 und 2a) ein, wodurch der Kolben 292 nach unten geht, so daß das Zahnrad
288 in Eingriff mit der Zahnstange 286 gelangt und die Sperrbolzen 296 und 297 aus
den Öffnungen in den Tischen herausgezogen werden. Beide Tische sind dann für die
nächste Teildrehung vorbereitet, d. h. sie können um den Abstand zweier Haltestellen
gedreht werden. Wie ersichtlich, werden sämtliche Kolben durch die Einwirkung von
Preßluft der Leitung F gleichzeitig bewegt, mit Ausnahme der Abwärtsbewegung des
Kolbens 292 im Zylinder 29i, wo die Verschiebung vorzugsweise durch den Abschluß
des Auslasses unterhalb des Kolbens verzögert wird. Wenn sich der Sperrbolzen 296
in der unteren Stellung befindet (Abb. io), ist seine Nut 302 in Verbindung mit
der Öffnung 304, und Preßluft der Leitung F kann dann nach der Öffnung 32o des Ventilgehäuses
318 fließen, dessen Kolben so verschdben wird, daß Luft auf die Rückseite des Kolbens
3o8 im
Zylinder 309 einwirken kann, wodurch der Kolben 3o8
nach vorn bewegt wird. Die Vorwärtsbewegung dieses Kolbens verschiebt die Zahnstange
286 nach vorn, die sich in Eingriff mit dem verschiebbaren Zahnrad 288 befindet,
so daß eine Drehung der Tische um je einen Schritt erfolgt.
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Während der Bewegung der Tische gelangt die Rolle 268 am Ende des
Kolbens 266 (Abb. 2 a und 9) im Gehäuse-262 in Eingriff mit einem der Hubdaumen
269 an der Nabe des Tisches 5, wodurch der Kolben so weit zurückgeschoben wird,
daß seine Bohrung 271 in Deckung mit der Auslaßöffnung 263 kommt und Luft von der
Druckleitung 1l1 nach der Leitung L fließen kann, die von der Öffnung 263 zur Öffnung
273 des Ventilgehäuses 272 führt (Abb. io). Der Kolben 28o wird dann in eine Stellung
gebracht, in welcher Luft auf die Vorderseite des Kolbens 181 im Zylinder 178 einwirken
kann, so daß der hubnockenartige Kopf 183 in die Normalstellung gebracht wird. Dadurch
kann der Kolben 259
im Gehäuse 258 die Verbindung zwischen der Leitung M und
der Leitung j aufheben: -Die Leitung L führt zu dem Ventilgehäuse 64 (Abb. io),
um dessen Kolben 72 derart zu verschieben, daß Luft von der Leitung M auf die Rückseite
des Kolbens 61 im Zylinder 6o einwirken kann, so daß die Spule 63 in die vordere
Stellung geschoben wird, wodurch die Vorformen von dem jetzt in die Stellung III
gelangenden Külbel gelöst werden. Die Leitung L - führt auch (Abb. io) Luft vor
den Kolben 2z7 im Zylinder 216, so daß der Kolben zurückgeschoben und die Ausgabevorrichtung
zurückgeschoben wird, wobei die auf der Rückseite des Kolbens befindliche Luft durch
die Bohrung der Kolbenstange 218 um die Ringnut des Kolbens 222 herum und durch
den seitlichen Auslaß 224 des Zylinders 22o entweicht. Das Zurückgehen des Kolbens
217 im Zylinder 216 und die dadurch bewirkte Rückbewegung des Zylinders 220 gestattet
der hinter dem Kolben 241 im Gehäuse 238 befindlichen Luft den Kolben 241 nach vorn
zu schieben. Dadurch wird die Verbindung zwischen der Nut 242 des Kolbens und der
Auslaßöffnung 240 aufgehoben, wodurch die Zuführung zur Leitung K aufgehoben wird
(vgl. auch Abb. 6).
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Wenn die Vorform, die den Glasposten enthält, von der Füllstelle I
nach der Haltestelle II bewegt worden ist, sind die Zahnstange 286 und der Kolben
308 im Zylinder 3o8 an das Ende des Vorwärtshubes gelangt. Dann kommt das
geschrägte Ende 287 der Zahnstange 286 in Eingriff mit dem Ansatz des Kolbens 326'
in dem Gehäuse 329, wodurch der Kolben gehoben wird, so daß Preßluft von der Leitung
M nach der Leitung G gelangen kann, die zur Öffnung 332 des Gehäuses 329' führt
und dessen Kolben derart bewegt, daß Druckluft von der Leitung M nach der Leitung
H gelangt. Die Druckluft der Leitung H hebt den Kolben i3o im Zylinder x29, und
durch diese Bewegung wird der Mundstücksdorn 133 im Halsring der Vorform
an der Haltestelle I nach oben bewegt, so daß die Form dann eine weitere Ladung
von geschmolzenem Glas aufnehmen kann. Die Druckluft der Leitung H hebt ferner den
Kolben 147 im Zylinder =44, um so den Vorblaskopf 148' an der Haltestelle II in
festen Eingriff mit dem Halsring der Vorform zu bringen. Die Druckluft der Leitung
H bewirkt fernerhin das Senken des Kolbens 16o im Zylinder 161, wodurch der Vörformboden
158 nach unten bewegt und in festem Eingriff mit der Oberseite der Vorform in der
Haltestelle II gehalten wird. Die Aufwärtsbewegung des Blaskopfes 148, der nun in
festem Eingriff mit dem Halsring steht, öffnet das dort befindliche Ventil, wie
vorstehend erwähnt wurde. Die Leitung H läßt ferner (Abb. 5) Preßluft auf den Kolben
2,03 einwirken, der die Klemmbacken Zoo zum Verriegeln der soeben in die
Stellung IV gelangten Fertigform in der vorstehend beschriebenen Weise schließt.
Dieselbe Leitung H führt Luft dem Kolben igo im Zylinder 187 zu, wodurch der Blaskopf
192 an der Haltestelle III' gesenkt wird und die Asbestunterlegscheibe igg in die
Verschlußstellung gerät, so daß der Blasvorgang in der erwähnten Weise stattfindet.
Preßluft von der Leitung H wirkt ferner auf den Kolben 292 ein (Abb. io unten und
Abb. 2 und 2a), der das Zahnrad 288 nach oben verschiebt und so außer Eingriff mit
der Zahnstange 286 bringt, wodurch auch die Sperrbolzen 296, 297 gehoben
werden, so daß die Tische verriegelt sind.