<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Dieser Steuerungsmechanismus ist für den Kammerboden, die Füllmasse und das Luftventil bei solchen Vorrichtungen zur Abscheidung der Melasse aus Zuckermassen mittels warmer Druckluft bestimmt, welche aus einer die Füllmasse aufnehmenden Kammer besteht, deren Boden ein endloses zum Fortbewegen der Zuckermasse dienendes Drahtgewebe bildet.
Die Vorrichtung ist in den Zeichnungen dargestellt und zwar in Fig. 1 in einer Seitenansicht
EMI1.2
auf ihrer Vorderwand ein Manometer 4 trägt. Die Seitenöffnungen der Druckluftkammer sind durch je einen Deckel 5 bezw. 6 geschlossen, während der Boden der Kammer durch ein auf den
EMI1.3
Das Sperrorgan für den Einlass der Füllmasse in die Kammer wird durch ein in der Druckluftkammer angeordnetes Kugelventil gebildet, dessen gusseiserne, mit Kautschuk überzogene Kugel 12 auf einem auf der Welle 14 sitzenden Hebel 13 befestigt ist. Auf der Welle 14 ist ein Gegengewicht 15 (Fig. 2) und ein Hebel 16 aufgekeilt, der von dem Daumen 17 der Steuerscheibe 42 in sp : ter zn erläuternder Weise beeinflusst wird.
Zwei kleine Stopfbüchsen verhindern das Entweichen von Luft an der Welle 14.
EMI1.4
zweiarmigen Hebels befestigt ist, dessen zweiter Arm das Gegengewicht 20 trägt.
Die Steuerung der Schliess walze 18 erfolgt durch einen Lenker 27, welcher durch später beschriebene Obertragungsorgane auf den die Schliesswalze 18 tragenden Hebelarm 22 einwirkt.
Die Ventilstange des Lufteinlassventiles 2, welches normal durch die Schraubenfeder 23 in Verschlussstellung gehalten wird, ist an einer drehbar gelagerten Schwinge -/a. ngelenkt, welche an ihrem vorderen Ende eine in dem Halslager 26 geführte Steuerstange 2J trägt. Das
EMI1.5
auf den Trommeln -9. von welchen die Trommel 8 auf der Welle 30 lose drehbar lagert, die Trommel. 9 aber auf der Welle 28, auf welcher sich auch das Steuerrad 29 befindet, aufgekeilt ist.
Die Abmessungen der Trommel 8 und 9 und des Steuerrades 29 sind derart gewählt, dass bei einer Vierteldrehung des Steuerrades das Förderband um einen Betrag verschoben wird, welcher stets etwas grösser als die Länge der Druckluftkammer ist. Das die Trommeln 8 und 9 umschlingende Förderband ist doppelt, und zwar besteht es aus einem starken und dabei sehr
EMI1.6
Auf den unteren Teil des endlosen Bandes wirkt eine Spannrolle 32 ein, welche durch eine auf dem Rahmen der Maschine gelagerte Spannvorrichtung bekannter Art beeinflusst wird.
Die zum Antrieb der Maschine benutzten Stufenscheiben 34 (Fig. 2) sind auf der Wellf 30 aufgeteilt, an der auch eine halbzylindrische Daumenscheibe zur Bewegung der Rinnen fü. r den zt'ekerarmen und zuckerreichen Sirup, die Steuerscheibe 42 und die Trommel 8 angeordnetsind.
Auf der Welle 28 sitzt die Trommel 9, die Steuerscheibe 29, und ein Zahnrad 35, von welchem aus mittels besonderer Zwischenräder eine zylindrische Bürste 36 angetrieben wird, die zur
Reinigung des Messingdrahtgewebes des Förderbandes dient.
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
das Steuerrad 29 im Sinne der Schubbewegeung des Lenkers bewegt wird.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einr@chtung ist folgende :
Angenommen die Kammer 1 sei mit Füllmasse beschickt und alle ihre Auslässe seien geschlossen. Beim Eindrücken des Stutengetriebes wird der Lenker 21 durch die Steuerscheibe 42 in eine schwingende Bewegung versetzt, welche durch die beschriebenen Übertragungsorgane als kreisende Bewegung auf die Steuerscheibe S9 und die Trommel 9 übertragen wird. Durch die Bewegung der Trommel 9 und des Steuerrades 29 wird ein bestimmtes, früher unter der Druckluftkammer gelegenes Stück des Förderbandes vorgezogen und die Schliesswalze 18 durch einen daumenart'gen Vorsprung am Lenker angehoben, wodurch die in der Druckluftkammer befindliche Füllmasse zum Abflusse gelangt.
Sobald dieses Stück des Förderbandes vorgezogen ist, wird die Trommel 9 angehalten und der Druckluftkammerauslass geschlossen. Die Steuer- scheibe 42 setzt ihre kreisende Bewegung fort und der Daumen 17 schlägt gegen den Ventilhebel 16 des Einlassventiles 12, wodurch neue Füllmasse in die Druckluftkammer strömen kann, bis diese in einer Höhe von 8-10 cm den Boden der Druckluftkammer bedeckt.
Hierauf schliesst die Einlassöffnung wieder. In diesem Zeitpunkte wirkt die Steuerrille 27 der Scheibe 4 (Fig. 2) auf die zum Steuergestänge des Einlassventiles gehörende Stange 25 ein, wodurch das Lufteinlassventil geöffnet und warme Druckluft in die Druckluftkammer strömt.
Die Einführung von Füllmasse findet während einer halben Umdrehung der Steuerscheibe 42 statt, die nicht näher zu erläuternde Entfernung des Sirups der Füllmasse während der zweiten Hälfte der Umdrehung der Steuerscheibe. Der Dampfeinlasshahn 3 wird je nach Bedarf geöffnet oder geschlossen gehalten.
Die von einem Kompressor o. dgl. erzeugte Druckluft wird durch eine Heizschlange geleitet. welche mit warmem Wasser von einer Temperatur von 80-900 berieselt wird.
Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, dass Druckluft sich nur dann in den Kammern 1 befindet, wenn der Boden der Druckluftkammer mit einer entsprechend hohen Schicht von Füll- masse bedeckt ist.