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Melkmaschine.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf jene Gattung von Melkmaschinen, bei welchen die Milch aus den Zitzen dnrch komprimierte Luft ausgepresst mrd und bei denen die Zitzen- becher durch Vakuum an den Zitzen haften. Die Zitzen werden von den sie umgebenden Ringkammern, welche nacheinander aufblasbar sind, von oben nach unten ausgedrückt. Um hierbei
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gesetzt.
Zur Erzielung dieses Vorganges ist die Anwendung eines Pulsators notwendig, dessen Steuerung entweder durch Verdrehung von Schiebern oder Klappen von einer Daumenwelle oder Knaggenstange aus oder durch einen am Umfang mit Ausschnitten versehenen rotierenden Kolbenschieber in der Weise erfolgt, dass die nacheinander mit der Druckluftleitung m Verbindung gesetzte obere und untere Ringkammer der Zitzenpresse erst nach dem Abschluss der zu ihnen führenden Druckmittelleitungen, dann aber gleichzeitig mit dem Vakuumbehälter in Verbindung gebracht werden. Die zu den Ringkammern führenden Druckmittelleitungen stehen durch Zweigleitungen mit der Vakuumkammer des Pulsators in Verbindung.
Die ganze Melkeinrichtung kann derart ausgeführt werden, dass für je eine Kuh je eine Melkgarnitur vorhanden ist.
Auf der Zeichnung ist die neue Melkmaschmc in ihrer Gesamtanordnung sowie in Einzelheiten dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 die gesamte Melkeinrichtung schaubildlich in Seiten-
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Fig. 4 ist die Seitenansicht des Pulsators, Fig. 5 eine Draufsicht auf denselben bei abgehobenem Deckel, Fig. 6 ein Schnitt nach Linie A-A von Fig. 4 und Fig. 7 ein Schnitt nach der Linie B-B gleichfalls von Fig. 4, Fig. 8 ist ein Querschnitt durch eine andere Ausführungsform des Pulsators, Fig. 9 eine Einzeldarstellung, Fig. 10 und 11 sind eine Ansicht und Draufsicht mit teilweisem Schnitt durch einen Zitzenbehälter, Fig. 12 ein Zitzenbeutel im Schnitt, Fig. 13 eine Verbindungsmuffe in perspektivischer Ansicht, Fig. 14 eine Düse in Ansicht, Fig. 15 ein Zitzenbehälter mit geöffnetem Gehäuse in Ansicht, Fig. 16 und Fig.
17 zeigen eine abgeänderte Ausführungsform eines Pulsators in Ansicht und Draufsicht, Fig. 18 ein drehbares Absperrorgan in perspektivischer Ansicht, Fig. 19 und Fig. 20 die Vorrichtung zur Bewegung der Welle des Pulsators gemäss Fig. 4-7 in Vorderansicht, Fig. 21 und 22 eine Rohrverbindung in Draufsicht und Schnitt.
Die Melkeinrichtung (Fig. 1) besteht aus einer Luftpumpe 1, welche auf geeignete Weise. beispielsweise mit Hilfe eÌn ('r Gasmaschine 2, Riemen 3 und 4 und Riemenscheiben 5,6 und X angetrieben wird. Eine Kompressionskammer 8 nimmt die Luft auf, welche durch die Pumpe I komprimiert wird und ist mit einem Manometer 9 ausgestattet, welches zum Anzeigen des Druckes dient. Ein Rohr 10 und ein Abzweigrohr 41 leiten die komprimierte Luft nach dem Pulsator 11.
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ein Abzweigrohr 38 und mit einem geschlossenen Milcheimer 20 durch ein nach abwärts geführtes Rohr 21 verbunden. Ein biegsames Rohr 22 verbindet den Milcheimer mit den Behältern 16.
In den Fig. 2 und 3 ist die Pumpe 1 in grösserem Massstabe dargestellt. Die Zylinder 2J und 24 sind gleichartig Eest. altt. rujr sind die Ventile 25 und 26 in dem Kasten 27 des Zylinders 23 so
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Flanschen 39 und 40 und Schlitzen 42 und 43 versehen, welche sich nahezu über seine ganze Höhe erstrecken. Im Innern des rohrförmigen Teiles 37 ist ein Gleitstück 45 für den Kurbelzapfen 47 der K urbe ! scheibe 48 vorgesehen, der durch die Schlitze 42 und 4J reicht und den Antrieb det Pumpen vermittelt.
Die Pumpenwelle 50 trägt ausser der Kurbelscheibe 48 die Riemenscheibe 7 und eine lose Riemenscheibe 51.
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und 58, welche durch einen Deckel 60 luftdicht abgeschlossen sind, der durch eine Querschiene 61 festgestellt ist, die in (bei 66 und 67) drehbar gelagerten Schleifen 63, 64 gehalten wird. Durch Schrauben 68, welche durch die Querschiene 61 geführt sind, wird der Deckel auf die Ventil- kästen angedrückt. Das Abzweigrohr 41, welches ein gabelförmiges Ende 69 besitzt, vermittelt den Eintritt von komprimierter Luft aus dem Kompressionsbehälter 8 nach den Ventilkästen 56 und 57, während aus dem Ventilkasten 58 Luft vermittels des Abzweigrohres 38 durch den Vakuumbehälter 18 abgesaugt wird. In den Kästen 56, 57 und 58 sind Ventile 71, 72 und 73
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An den Bolzen 74, 75 bezw. 76 sind Sperrklinken 83, 84 und 85 durch Schrauben 86, 87 und 89 befestigt und zwischen den Sperrklinken 83, 84 und dem Boden des Ventilkastens Federn 77 angeordnet, welche die Ventile 71 und 72 an ihre Sitze andrücken (Fig. 4).
Die Feder 77 des Bolzens 76 ist zwischen dem Boden des Pulsators und einem ausserhalb desselben auf dem Bolzen befestigten Ringe 106 angeordnet (Fig. 4). Auf einer Welle 90, welche in ihren Lagern 91 verschiebbar ist, sind Daumen 92, 93 und 94 angeordnet und auf derselben durch Schrauben 95, 96 und 97 befestigt. Die oberen Teile 98, 99 und 100 dieser Daumen sind
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erhalten werden (Fig. 6).
Die Welle 90 wird durch einen Zapfen 101 hin-und herbewegt (Fig. 1, 19 und 20), welcher aus einer Scheibe 102, die auf einer Welle 103 angeordnet ist, hervorragt und in eine Gabel 70J auf der Welle 90 eingreift. Der Antrieb der Welle 103 erfolgt durch den Riemen 12. welcher über eine auf dieser Welle angeordnete Riemenscheibe 104 geführt ist.
Wenn die Welle 90 in der Richtung des Pfeiles (Fig. 6) bewegt wird, so bewegt der Drücker 9 zuerst die Klinke 83, wodurch das Ventil 71 um seinen Zapfen verdreht und die Öffnung 78 freigelegt wird. Der Drücker 93 betätigt hierauf die Klinke 84 und das Ventil 72 und legt die Öffnung 79 frei. Zuletzt betätigt der Drücker 94 die Klinke 85 und das Ventil 73 und öffnet die Schlitze 80 und 81 (in Fig. 5 durch strichlierte Linien angedeutet).
Die Anordnung der Drücker 92 und 9 : ; ist derart, dass die Klinken 83 und 84 zurückkehren und sich die Ventile 71 und 72 in die Schliess stellung für die OHnungen 78 und 79 bewegen können, bevor das Ventil 73 die Schlitze 80 und 81
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sobald sie mit den Klinken 83, 84 und 85 in Berührung kommen, in ihren Gelenken entgegen der Wirkung ihrer Federn 82.
Die Öffnungen 78 und 79 sind mit Rohren 109 und 110 versehen, von welchen jedes in Rohre 14, 14 bezw. lu, 13 übergeht (Fig. 1, 16,21 und 22). Abzweigungen 112 und 113 verbinden die Rohre 109, 110 mit den Schlitzen 80 bezw. 81.
Fig. 8 zeigt eine abgeänderte Ausführungsform, in welcher das Ventil 115 auf einem kugel- förmigen Zapfen 117 ruht, welcher in ein kugelförmiges, am Boden des Kastens vorgesehenes Lager einpasst. Der Fortsatz 118 des Zapfens ist horizontal abgebogen (Teil 119) und wird von einem an der Welle 90 angeordneten Daumen 120 betätigt. Das Ventil wird in der Hchlussstellung durch eine Feder 121 erhalten, welche zwischen dem Ventil und dem Deckel 60 angeordnet ist und durch Ansätze 126 des Deckels bezw. des Ventils in Lage gehalten wird.
In Fig. 9 ist eine Abänderung veranschaulicht, nach welcher eine den Klinken 83, 84 und 8. j ähnliche Klinke 190 durch einen drehbaren Daumen 122, welcher einer Snhinschraube ähnlich gestattet ist, während einer Umdrehung des Daumens zweimal in Bewegung gesetzt wird.
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abwärts geführte Rohr 27 ist durch ein biegsames Rohr 12. 5 mit einem Stutzen 124 des Deckels verbunden.'
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welche an die Stutzen 129 bezw. 130 aufgeschraubt sind. Das Innere des Gefässes besteht aus einem Beutel 134, welcher aus Gummi oder dergl. hergestellt ist und zweckmässig zylindrische
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Stutzen 129 und 139 des Gehäuses 127 sind den Beutelstutzen 136 bezw. 130 angepasst.
Das obere Ende des Beutels hat einen Hals 140, welcher über das obere Ende des Gehäuses 127 gestülpt werden kann (Fig. 10), an welchem er durch eine Gummikappe 141 festgelegt ist, welche mit einer Öffnung 142 versehen ist, durch welche die Zitze der Kuh hindurchgeht. Das untere Ende des Beutels ist mit einem konischen Mundstück 144 versehen, in welches eine mit einem Hals 146 für das biegsame Rohr 22 versehene Düse U5 einpasst. Oberhalb des biegsamen Rohres ist im Innern des Halses 146, der mit Öffnungen 151 zur Beobachtung des Zuflusses der Milch von den Zitzen versehen ist, ein Glasrohr 147 angeordnet.
Fig. 16,17 und 18 veranschaulichen eine abgeänderte Ausführungsform eines Pulsators.
Derselbe besteht aus einem Zylinder 148, in welchem Kanäle 149 und 150 für den Eintritt der
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bei schnellem Umlauf durch Stirnräder 1. 59 und 160 oder bei langsamem Umlauf durch die Stirnräder 161 und 162 in Bewegung gesetzt wird. Die Welle 163, auf welcher eine Riemenscheibe 164 angeordnet tat, über welche der Riemen 12 geführt ist, ist mit einer Klaue 76J versehen, die mit der Nabe 166 oder 167 der lose auf der Welle 163 angeordneten Räder 159 bezw. 161 in Eingriff gebracht werden kann.
Das Ventil 158 hat Öffnungen 169, 170, 171, 172, welche während der Umdrehung des Ventiles nacheinander Verbindung zwischen den Stutzen 149, 150, 152 einerseits und 153 und 154 andererseits herstellen, um Luft in die Zitzenpressen, ein-bezw. wieder auszulassen.
Gemäss Fig. 17 ist die Offnung 169 an dem Schlitz 149 vorbeigegangen, nachdem vorher die Verbindung zwischen dem Stutzen 149 und derKammer 156 hergestellt war, wobeikomprimierte
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gleich darauf mit der Kammer 157 Verbindung her, so dass komprimierte Luft durch das Rohr 110 strömen kann, welches mit der ringförmigen Kammer 137 der Zitzenpresse 16 in Verbindung steht. Die Ausnehmung 170 stellt unmittelbar darauf Verbindung zwischenf der Öffnung 152 und der Kammer 156 her, so dass die Luft aus der ringförmigen Kammer 13. 5 durch das Rohr 109 nach der Vakuumröhre 19 entweichen kann.
Die Ausnehmung 171 stellt in ähnlicher Weise Verbindung mit der Oeffnung 162 und der Kammer 1J7 her, so dass die Luft
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sich bei jeder Umdrehung des Kolbenventiles. Die Rohre 14 und 15 sind an den Rohren 109 und 110 durch eine Kupplung (Fig. 1, 16, 21 und 22) leicht abnehmbar befestigt. In die biegsamen Rohre 177 und 178, welche an den Rohren 109 und 110 angebracht sind, sind Verbindungsstücke 175, 176 eingeführt, die mit schrägen Schlitzen 179 versehen sind, in welche Zapfen 180 eines Kopfes 181 einer Verbindungsmune 182 nach Art eines Bajonettverschlusses eingreifen. Der untere Teil 183 der Verbindungsmufc ist hohl und ist mit Verbindungsstücken 184 versehen, welche die Rohre 14 und 15 aufnehmen.
Eine Gummischeibe 185 bildet einen luftdichten Abschluss zwischen der
Verbindungsmuffe und ihren Verbindungsstücken, welch letztere durch Lösung des Bajonett- verschlusses entfernt werden können.
Der Apparat wird folgendermassen betätigt : Nachdem die Pumpe Luft in den Behälter S gedrückt und Luft aus dem Vakïmmbeh lter 18 abgesaugt hat, werden die Pressen 16 an den
Zitzen der Kuh befestigt ; der Pulsator wird dann durch Hin-und Herbewegung bezw. Drehung der Welle 90 in Tätigkeit gesetzt, wodurch das Ventil 71 durch die Sperrklinke 92 verdreht wird, so dass komprimierte Luft in die äussere ringförmige Kammer 135 des Beutels 134 übertreten 'kann. Dadurch wird auf den oberen Teil der Zitze ein Druck ausgeübt und während der Pressung der Zitzen wird durch die Bewegung der Welle 90 und der Sperrklinke 93 das Ventil 71 geöffnet,
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durch die Pumpe 1 betätigt werden.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Pneumatische Melkmaschine mit durch Vakuum an den Zitzen haftenden, diese durch nacheinander aufblasbare Ringkammern von oben nach unten ausdrückenden Zitzenbechem, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringkammer behufs rascherer Entlastung der Zitze zwischen je zwei aufeinanderfolgenden Druckperioden je einmal mit dem Vakuumbehälter in Verbindung gesetzt werden.