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Vorrichtung zur Herstellung von Buntdrucken.
Das bekannte Chromolithographieverfahren zur Herstellung von Buntdrucken besteht darin, dass die verschiedenen Farben auf die dem gewünschten Bilde entsprechenden Teile des zu bedruckenden Materials durch gesonderte Einzelformen (Farbformen), deren glatte Druckfläche die erforderlichen Umrisse aufweist, aufgedruckt werden. Es ist schon vorgeschlagen worden, dass die verschiedenen Farben von den Einzelformen nacheinander zunächst auf eine sich nicht verziehende Sammelform und erst von dieser auf das zu bedruckende Material gedruckt werden.
Es ist ferner vorgeschlagen worden, die Farben von den Einzelformen auf die Sammelform durch
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graphen in jeder Hinsicht gleichen, nach dem letzteren dagegen solche, welche Chromolitho- graphien in Punkt-oder Rastermanier darstellen, wobei die einzelnen Punkte oder Linien durchwegs gleiche Grösse bzw. Breite haben.
In jedem der vorerwähnten Verfahren wird die Farbe oder der Farbton an irgend einer Stelle lediglich durch die auf die entsprechende Stelle der Sammelform von den Einzel-oder
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der Farbe jeder einzelnen Bildstelle nur durch die Intensität der auf die entsprechende Stelle der Sammelform aufgetragenen Farbe oder Farben bestimmt werden. Kommen z. B. in einem Bild blassrote und intensiv rote oder b1assw-üne und intensiv grüne Stellen vor (in beiden Fällen
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fahren die für blassrot bestimmten Stellen der Sammelform mit einer anderen Farbe, also von einer anderen Farbform aus einfärben als die für die intensiv rot bestimmten. Die für Blassgrün bestimmten Stellen muss man (bei Bildung von Grün aus Blau und Gelb) mit zwei Farbformen, die für intensiv Grün bestimmten Stellen mit zwei anderen Farbformen einfärben.
Dadurch wird eine grosse Anzahl von Farbformen selbst dann nötig, wenn in einem Bild nur wenig versehiedene Farben aber in verschiedenen Intensitäten vorkommen.
Es würde beispielsweise schon einfärbiges Ombré eine grössere Anzahl von Farbformen erfordern. Die Erfindung ermöglicht nun bei dem vorstehend erwähnten Buntdruckverfahren mit einer Sammelform verschiedene Intensitäten einer und derselben Farbe zu drucken, ohne
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kongruente Quadrate oder Rechtecke sind, und denkt man sich in jedem dieser Flächenelemente einen Teil vertieft und einen Teil, den Kopf Z erhaben, so dass bloss der letztere Farbe aufnehmen kann ;
denkt man sich die Kopfs Z in verschiedenen Teilen der Sammelform verschieden gross, und denkt man sich endlich, dass auf diese Sammelform Farbe von glatten Farbenformen aufgetragen wird, so werden offenbar jene Stellen des Bildes, welche von grösseren Köpfen Z ge- druckt werden, intensivere Farbe zeigen, als jene, welche von kleineren Köpfen gedruckt werden.
Zur Erzielung verschiedener Intensitäten einer und derselben Farbe an verschiedenen Stellen des Bildes ist es daher nur nötig, den Köpfen J an den verschiedenen Stellen der Sammel- form verschiedene Grösse zu geben und die gesamten für die gleichfarbigen (aber verschieden
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selben oder denselben Farbformen (je nachdem es sich um einfache oder Mischfarben handelt) einzufärben. So würde beispielsweise nach Fig.
3 bei gleichmässiger Einfärbung der Sammelform mit bloss einer Farbe ein von rechts nach links blasser werdendes Ombr in dieser Farbe erzielt werden, während nach dem vorstehend erwähnten bekannten Verfahren die Sammel-
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Da man nun, wie bei den vorstehend erwähnten bekannten Verfahren auf verschiedene
Stcllen der Sammelform verschiedene Farben auftragen kann, so kann man bei Verwendung der vorliegenden Sammelform und einer gegebenen Anzahl von Farbformen Effekte erzielen, welche bei dem vorstehend erwähnten Verfahren ein Vielfaches dieser Anzahl von Farbformen erfordern würden.
Sammelformen nach der Erfindung lassen sich beispielsweise dadurch herstellen, dass man sie aus einzelnen Typen in der im Buchdruck gebräuchlichen Weise setzt, wobei die Typen statt
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der Schriftzeichen Köpfe Z von der Grösse besitzen, welche der jeweils erforderlichen Intensität der Farbe entspricht. Dabei geht man am besten in der Weise vor, dass man die gesamte Sammelform zuerst aus Typen von gleicher, etwa einer mittleren Farbenintensität entsprechender Kopfgrösse setzt und dann für die blasseren und dunkleren Stellen die zugehörigen Typen durch solche mit kleineren bzw. grösseren Köpfen ersetzt. Von dem Satz kann man natürlich Klichés anfertigen, die statt des Satzes selbst als Sammelform benützt werden. Die Köpfe können bei gegebener Grösse verschiedene Gestalt haben, z.
B. kreisförmige, rechteckige, wobei sich die Rechtecke durchwegs über die ganze Breite der Typen erstrecken aber verschiedene Höhe haben, oder kreuz förmig gestaltet sein und sich nach Höhe und Breite über die ganze Typenfäche erstrecken, wie
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Das Auftragen der Farbe auf die Sammelform wird zwar am besten durch Farbformen bewirkt, es kann aber auch in anderer Weise vor sich gehen, z. B. für gewisse einfache Muster durch glatte Walzen.
Die vorliegende Sammelform kann natürlich für Buntdruck jeder Art, also für Buch-, Zeitungs-, Tapeten-und Zeugdruck und auf Pressen und Druckmaschinen jeder Art verwendet
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Verfahren und gestattet die Verwendung jeder der üblichen Schwarzdruckmaschinen für Buntdruck.
Letzteres ist in Fig. 1 schematisch veranschaulicht.
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schiebung desselben in einen schwalbenschwanzförmigen Falz und Fixierung durch Schrauben, Klammern etc. Zur Gewinnung der Farbformen werden durch den Zeichner, wie in der Chromo-
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in Metall hergestellt, hiervon eine Matrize abgenommen und von derselben so viele Farbformen als erforderlich aus einer in ihrer Konsistenz entsprechend vorgerichteten bildsamen Masse (Walzenmasse, Kautschuk etc.) gegossen, wobei zur Erzielung der nötigen Festigkeit und Unverziehbarkeit der Farbform der Guss auf ein dichtmaschiges zartes Drahtgeflecht L, Fig. 2, ausgeführt wird, so dass im wesentlichen nur die Farbenauftragfläche der Farbform über das Draht-
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Falz M ill und Fixierung durch Schrauben, Klammern etc.
Die Maschine funktioniert nun in folgender Weise :
Das endlose Papier C wird, indem es die Berührtingslinit, D zwischen KhschezyHnder und Druckzylinder passiert, mit dem Bild in Schwarzdruck versehen und hierauf dem Zylinder F
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zylinder G, H I ist selbstverständlich eine derartige, dass eine Berührung derselben nur dort stattfindet, wo sich Sammelformen und Farbform begegnen. Das Drucken kann auch derart durchgeführt werden, dass die Herstellung des Schwarzdruckes nach Herstellung des Buntdruckes gemäss der Erfindung erfolgt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Herstellung von Buntdrucken unter Verwendung einer Sammelform, dadurch gekennzeichnet, dass die Sammelform aus über dieselbe gleichmässig verteilten Farbe aufnehmenden nach Art des Typensatzes zusammengesetzten Köpfen von verschiedener Grösse besteht, um die Intensität des Abdruckes jeder einzelnen Farbe an verschiedenen Stellen des Bildes verschieden machen zu können.
2. Farbformen aus bildsamer Masse (Walzenmasse, Kautschuk o. dgl.) zum Auftragen