DE230994C - - Google Patents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■- M 230994 KLASSE 15 h. GRUPPE
(DAPAG-EFUBAG) in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. November 1909 ab.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von mehrfarbigen Karten, z. B. Fahr- oder Einlaßkarten, mit Farbmustern auf solchen Kartendruckmaschinen, bei welchen die Karten, z. B. Fahrkarten, von einem fortlaufenden Streifen mit den verschiedenen Texten bedruckt und in bestimmten Längen perforiert oder auch mittels Messer abgetrennt werden.
ίο Bisher wurde das Aufdrucken der Farbmuster und das Aufdrucken des Textes der Karten in getrennten Arbeitsvorgängen bewirkt, und zwar wurden die Karten in einer Maschine zunächst mit den Farbmustern und dann in einer anderen Maschine mit dem Textaufdruck versehen. Dieses getrennte Arbeiten bedingte daher stets die Anschaffung zweier Maschinen und die Aufwendung von etwa der Summe der Zeiten, welche zur Ausübung jedes einzelnen Arbeitsvorganges erforderlich ist.
Durch das vorliegende Verfahren wird es ermöglicht, diese Arbeit mit der Arbeit des Textdruckes zu vereinigen und so beide Arbeiten zusammen von gleicher Dauer wie die zum D rucken des Textdruckes erforderliche Arbeit zu machen. Die Lösung dieser Aufgabe erscheint bei oberflächlicher Betrachtung sehr einfach, denn man sollte meinen, daß es nur erforderlich wäre, bei einer bekannten Edmonsonschen Fahrkartendruckmaschine vor dem den Fahrkartentext aufdruckenden Stempeln eine Vorrichtung zum Aufdrucken des 35
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Farbmusters anzuordnen, welche jede Fahrkarte vor dem Aufdrucken des Textes mit dem Farbmuster versieht. Praktische Versuche haben jedoch ergeben, daß dies nicht ohne weiteres möglich ist, weil bei der gedrängten Zusammenstellung aller auf den Fahrkartenstreifen einwirkenden Vorrichtungen derartiger Druckmaschinen der Zwischenraum zwischen dem Farbmusterklischee und dem Textklischee so gering ist, daß' die durch das Farbmusterklischee aufgedruckte Farbe noch feucht ist, wenn sie unter die folgenden Klischees kommt, welche den Text mit fetter Farbe auftragen. Hierbei tritt dann der Übelstand ein, daß die noch nicht trockene Farbe, die vom Farbmusterklischee aufgetragen ist, durch die folgenden Textklischees etwas verwischt wird, und daß ferner die Druckfarbe der Textklischees nicht gut auf der noch feuchten Farbschicht haftet.
Um diese Übelstände selbst bei dichter Aufeinanderfolge der Farbmuster- und Textklischees zu verhüten, wird gemäß der Erfindung so verfahren, daß das Farbmuster nicht mit einer gewöhnlichen fetten Buchdruckfarbe, sondern mit einer in einem genügend schnell verdampfenden Lösungsmittel gelösten oder suspendierten Farbe gedruckt wird, welches fast sofort nach dem Drucke des Farbmusters verdampft, so daß der gleich darauf mit Buchdruckfarbe erfolgende Textdruck eine trockene Druckfläche vorfindet, die nicht mehr verwischt werden kann, und die fette Buch-
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druckfarbe gut annimmt. Als besonders geeignete haben sich für den Musterdruck Anilinfarben gezeigt, welche in irgendeiner an der Luft genügend schnell verdampfenden Flüssigkeit gelöst sind. Je nach der verlangten Geschwindigkeit der Verdampfung kann man Wasser oder Spiritus oder ein anderes derartiges Lösungsmittel in an sich "bekannter Weise wählen. Nach der Herstellung des
ίο Farbmusters wird dann der Text sofort mit Fettfarbe aufgedruckt, indem die mit dem Farbmuster bedruckte Karte unmittelbar unter die Textklischees weiterbefördert und hier sofort bedruckt wird.
Man hat zwar schon beim aufeinanderfolgenden Drucken mit verschiedenen Farben das Trocknen der zuerst aufgedruckten Farben dadurch zu erreichen gesucht, daß man denselben Sikkative beimischte. Bei Billettdruckmaschinen der modernen Art, welche etwa Karten in der Minute mit dem Farbmuster und dem Textdruck versehen, trocknen aber selbst die Sikkativfarben nicht schnell genug, um den genannten Übelstand zu vermeiden. Sie können also für derartige Arbeiten nicht verwendet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung mehrfarbiger Karten, z. B. Fahr- oder Einlaßkarten, aus einem Materialstreifen in einem' Arbeitsgange, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst das Farbmuster mittels einer in einem schnell verdampfenden Lösungsmittel gelösten Farbe und alsdann der Schriftaufdruck mit fetter Farbe aufgedruckt wird, um zwischen beiden Druckvorgängen ein schnelles Trocknen des Farbmusters zu erzielen.
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