DE478389C - Verfahren zur Herstellung von Vielfarbendrucken - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Vielfarbendrucken

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DE478389C
DE478389C DEF64949D DEF0064949D DE478389C DE 478389 C DE478389 C DE 478389C DE F64949 D DEF64949 D DE F64949D DE F0064949 D DEF0064949 D DE F0064949D DE 478389 C DE478389 C DE 478389C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41MPRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
    • B41M1/00Inking and printing with a printer's forme
    • B41M1/14Multicolour printing
    • B41M1/18Printing one ink over another

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  • Printing Methods (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Vielfarbendrucken Bei der Herstellung von Vielfarbendrucken müssen zumeist so viele Druckformen benutzt werden, wie die Zahl der Farben beträgt, in denen der Druck (das Bild) hergestellt werden soll, abgesehen von den Mischfarben, die durch den Übereinanderdruck verschiedener Farbschichten entstehen. Diese Herstellung des Vielfarbendruckes stellt sich zufolge der erforderlichen großen Anzahl von Druckformen, die gewöhnlich durch Handarbeit hergestellt werden, sehr teuer, ist bei kleineren Auflagen überhaupt nicht mehr wirtschaftlich und kommt daher in solchen Fällen praktisch nicht in Betracht. Die Schwierigkeiten bei der exakten Erzeugung der Druckformen bestehen einesteils darin, daß für jede Farbe eine besondere Druckform hergestellt werden muß, die genau zu den anderen Formen passen muß, anderenteils darin, daß die vielen Druckformen beim Drucken genau angelegt werden müssen; denn nur so ist ein gutes Registerhalten zu erreichen. Außerdem aber kann jede folgende Farbe erst nach vollständigem Trocknen der vorherigen Farbe bzw. Farbschicht gedruckt werden, weil ansonsten zufolge des notwendigerweise anzuwendenden großen Preßdruckes die Druckform die noch feuchte Farbschicht des vorangehenden Druckes vom Druckblatt teilweise abheben würde, was zu einer vollständigen Verschmierung der Druckform und schließlich auch der Farbwalze führen müßte. Diese letztere Schwierigkeit spielt allerdings in der Praxis keine Rolle, wenn, wie dies gewöhnlich der Fall ist, von einer Auflage in mehreren tausend Exemplaren die Rede ist, weil die einzelnen Exemplare des vorangehenden Druckes bereits trocken sind, wenn mit dem Druck der nächstfolgenden Farbe begonnen wird; auch dieser Umstand bildet aber einen weiteren Beweis dafür, daß das Drucken mittels Druckformen nur bei großen Auflagen wirtschaftlich sein kann.
  • Alle diese Schwierigkeiten liegen vor, ohne Rücksicht darauf, ob es sich um Hochdruck, Flachdruck oder Tiefdruck handelt.
  • Die Erfindung beruht nun auf der Erkenntnis, daß sämtliche Schwierigkeiten vermieden werden können, wenn man die Farben nicht mit dem in der Drucktechnik üblichen großen Preßdruck auf den Abdruck überträgt, sondern mit einem derart minimalen Druck, der geringer ist als das Haftvermögen der noch feuchten Farbschicht am Papier o. dgl., so daß die zweite Farbschicht die erste selbst im feuchten Zustande nicht stört und die aus den beiden (der vorangehenden feuchten und der nachfolgenden feuchten). Schichten gebildete Mischfarbe der gegenseitigen, in Aussicht genommenen perzentuellen Färbeintensität der beiden Farben entspricht.
  • Es ist klar, daß dies bei Verwendung der üblichen druckereitechnischen Druckformen (Klischees) nicht erreichbar ist, da die Arbeit mit diesen unbedingt einen großen Preßdruck erfordert. Die praktische Lösung der gestellten Aufgabe wurde darin gefunden, daß man die Farben mittels elastischen und nachgiebigen (z. B. Gelatine- oder Gummi-) Farbwalzen unmittelbar auf das Druckblatt aufträgt, und zwar mit einem derart schwachen Druck, daß die mit der vorher aufgetragenen, noch feuchten Farbschicht in Berührung kommende Farbwalze diese nicht abzuheben vermag, sondern die neue Farbschicht auch dort glatt ablegt, wo diese mit der vorherigen in Berührung kommt.
  • Auf diese Weise gibt die Farbwalze ihre Farbe an die mit ihr in Berührung kommende Fläche in gleicher Weise ab, ohne Rücksicht darauf, ob sie mit vorher gefärbten oder noch ungefärbten Flächen in Berührung kommt, und durch ein auf diese Weise erfolgendes Übereinanderdrucken verschiedener Farbschichten können diese Vorgänge in beliebiger Anzahl ohne Unterbrechung fortgesetzt und sozusagen endlose Variationen von Mischfarben hergestellt werden.
  • Praktisch arbeitet man derart, daß man über das Druckblatt eine mit den zu druckenden Farbflecken entsprechenden Ausschnitten versehene dünne Schablone (Maske) legt und dann die Farbwalze über die Maske abrollt oder das mit der Maske bedeckte Druckblatt über die Farbwalze abzieht. Die Farbe wird dann nur auf die freien Flächen des Druckblattes abgelegt. Es wird hierauf eine zweite mit solchen Ausschnitten versehene Maske auf das Druckblatt gelegt, die den neueren aufzutragenden Farbflecken entspricht, und dies wird den Erfordernissen gemäß so oft wiederholt, bis alle gewünschten Farben aufgetragen sind.
  • Da gemäß diesem Verfahren Konturen und andere feine und scharf begrenzte Einzelheiten (unter etwa i mm Dicke) nicht aufgetragen werden können, wird der Druck schließlich mit einem einzigen oder, wenn derartige feine Linien in mehreren Farben gedruckt werden sollen, mit mehreren Klischees beendet.
  • Auf beiliegender Zeichnung ist die Ausführung des Verfahrens veranschaulicht, und zwar ist Abb. i eine Draufsicht, der zur Herstellung des Bildes nach Abb. 5 dienenden ersten (zum Druck mit gelber Farbe dienenden) Maske, während die Abb. a und 3 die zum Drucke mit roter bzw. blauer Farbe dienenden Masken darstellen. In Abb. 4 ist die Anordnung und Einstellung der Maske am Druckblatt mittels der Stifte a' und der Löcher b' und c' dargestellt.
  • Abb. 5 zeigt das fertige Bild.
  • In Abb. 6 ist schematisch veranschaulicht, auf welche Weise am Bild gemäß Abb. 5 durch Übereinanderlagerung der drei Grundfarben Gelb (a), Rot (b) und Blau (c) die Mischfarben Orange (d), Blaugrün (e) und Lila (f) entstehen. In den Abb. 5 und 6 sind die gleichen Farben durch gleiche Schraffierung gekennzeichnet.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Vielfarbendrucken, dadurch gekennzeichnet, daß die Farbflecke unter einem derart geringen Druck auf dasDruckblatt übertragenwerden, der schwächer ist als die Haftung der auf das Druckblatt bereits aufgetragenen, noch feuchten Farbschichten am Druckblatt.
  2. 2. Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sämtliche Farben oder deren überwiegender Teil unter Vermeidung von Druckformen (Klischees) unmittelbar mittels nachgiebiger und elastischer mit einer gleichmäßigen Farbschicht versehener Farbwalzen, z. B. aus Gelatine oder Gummi, auf das Druckblatt übertragen werden, wobei entweder die Farbwalze am Druckblatt abgerollt oder das Druckblatt über die Farbwalze abgezogen werden kann.
  3. 3. Ausführung des Verfahrens gemäß den Ansprüchen i und z, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck unter Verwendung von zwischen die Farbwalze und das Druckblatt gelegten, mit den aufzutragenden verschiedenen Farbflecken entsprechenden Ausschnitten versehenen Schablonen (Masken) vorgenommen wird.
  4. 4. Ausführung des Verfahrens gemäß den Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck des Bildes derart beendet wird, daß dessen etwaige Konturen, Schattierungen, feine, linienartige oder sonstige scharf hervorzuhebende Einzelheiten durch Druck mittels einer einzigen, gegebenenfalls mehreren diese Einzelheiten enthaltenden Druckformen (Klischees) auf das Bild aufgetragen werden.
DEF64949D 1927-12-12 1927-12-13 Verfahren zur Herstellung von Vielfarbendrucken Expired DE478389C (de)

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