DE223063C - - Google Patents
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F5/00—Rotary letterpress machines
- B41F5/22—Rotary letterpress machines for indirect printing
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41M—PRINTING, DUPLICATING, MARKING, OR COPYING PROCESSES; COLOUR PRINTING
- B41M1/00—Inking and printing with a printer's forme
- B41M1/14—Multicolour printing
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- Inking, Control Or Cleaning Of Printing Machines (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 223063 KLASSE 15*?. GRUPPE
in WIEN.
Das bekannte Chromolithographieverfahren zur Herstellung von Buntdrucken besteht darin,
daß die verschiedenen Farben auf die dem gewünschten Bilde entsprechenden Teile des zu
bedruckenden Materials durch gesonderte Einzelformen (Farbformen), deren glatte Druckfläche
die erforderlichen Umrisse aufweist, aufgedruckt werden.
Es ist schon vorgeschlagen worden, das
Es ist schon vorgeschlagen worden, das
ίο Chromolithographie verfahren dahin abzuändern,
daß die verschiedenen Farben von den Einzelformen nacheinander zunächst auf eine
sich nicht verziehende Sammelform und erst von dieser auf das zu bedruckende Material
gedruckt werden. Es ist ferner vorgeschlagen worden, die Farben von den Einzelformen auf
die Sammelform durch geriffelte Abnehmerwalzen zu übertragen, die eventuell in Riffelungen
der Sammelform eingreifen. Nach dem ersten Vorschlag erhält man Bilder, welche gewöhnlichen
Chromolithographien in jeder Hinsicht gleichen, nach dem letzteren dagegen solche,
welche Chromolithographien in Punkt- oder Rastermanier darstellen, wobei die einzelnen
Punkte oder Linien durchweg gleiche Größe bzw. Breite haben.
In jedem der vorerwähnten Verfahren wird die Farbe oder der Farbton an irgendeiner
Stelle lediglich durch die auf die entsprechende Stelle der Sammelform von den Einzel- oder
Farbformen aufgetragene Farbe oder Farben bestimmt. Außerdem kann aber auch die Intensität
der Farbe jeder einzelnen Bildstelle nur durch die Intensität der auf die entsprechende
Stelle der Sammelform aufgetragenen Farbe oder Farben bestimmt werden. Kommen z. B. in einem Bilde blaßrote und intensiv rote
oder blaßgrüne und intensiv grüne Stellen vor (in beiden Fällen von der gleichen Nuance, z. B.
Karminrot bzw. Mitisgrün), so muß man bei den bekannten Verfahren die für blaßrot bestimmten
Stellen der Sammelform mit einer anderen Farbe, also von einer anderen Farbform aus einfärben als die für die intensiv rot
bestimmten. Die für1 Blaßgrün bestimmten Stellen muß man (bei Bildung von Grün aus
Blau und Gelb) mit zwei Färb formen, die für intensiv Grün bestimmten Stellen mit zwei
anderen Farbformen einfärben. Dadurch wird eine große Anzahl von Farbformen selbst dann
nötig, wenn in einem Bilde nur wenig verschiedene Farben, aber in verschiedenen Intensitäten
vorkommen. Es würde beispielsweise schon einfarbiges Ombre eine größere Anzahl von Farbformen erfordern.
Die Erfindung ermöglicht, bei dem vorstehend erwähnten Buntdruckverfahren mit einer Sammelform
verschiedene Intensitäten einer und derselben Farbe zu drucken, ohne daß für die
verschiedenen Intensitäten verschiedene Färbformen erforderlich sind.
Zur Erklärung des zu diesem Zweck eingeschlagenen Weges sei auf Fig. 3 der Zeichnung
verwiesen, welche einen Teil der zu verwendenden Sammelform schematisch in der Draufsicht
darstellt. Fig. 1 zeigt schematisch die Anwendung der Erfindung bei einer Rotationspresse.
Fig. 2 veranschaulicht eine der zu verwendenden Farbformen.
Denkt man sich die Druckfläche der Sammel-
form in untereinander gleiche Flächenelemente geteilt, beispielsweise durch zwei Scharen einander
unter rechtem Winkel schneidender Geraden XX, YY, so daß die Flächenelemente
untereinander kongruente Quadrate oder Rechtecke sind, und denkt man sich in jedem dieser
Flächenelemente einen. Teil vertieft und einen Teil, den Kopf Z, erhaben, so daß nur der letztere
Farbe von einer Farbform aufnehmen kann ;
ίο denkt man sich die Köpfe Z in verschiedenen
Teilen der Sammelform verschieden groß und denkt man sich endlich, daß auf diese Sammelform
Farbe von glatten Farbformen aufgetragen wird, so werden offenbar jene Stellen
des Bildes, welche von größeren Köpfen Z gedruckt werden, intensivere Farbe zeigen als
jene, welche von kleineren Köpfen gedruckt werden.
Zur Erzielung verschiedener Intensitäten einer und derselben Farbe an verschiedenen Stellen des Bildes ist es daher nur nötig, den Köpfen Z an den verschiedenen Stellen der Sammelform verschiedene Größe zu geben und die gesamten für die gleichfarbigen (aber verschieden intensiv gefärbten) Stellen des Bildes bestimmten Teile der Sammelform gleichmäßig von derselben oder denselben Farbformen (je nachdem es sich um einfache oder Mischfarben handelt) einzufärben. So würde beispielsweise nach Fig. 3 bei gleichmäßiger Einfärbung der Sammelform mit nur einer Farbe ein von rechts nach links Wasser werdendes Ombre in dieser Farbe erzielt werden, während nach dem vorstehend erwähnten bekannten Verfahren die Sammelform mit einer großen Anzahl von verschiedenen Farbformen eingefärbt werden müßte.
Zur Erzielung verschiedener Intensitäten einer und derselben Farbe an verschiedenen Stellen des Bildes ist es daher nur nötig, den Köpfen Z an den verschiedenen Stellen der Sammelform verschiedene Größe zu geben und die gesamten für die gleichfarbigen (aber verschieden intensiv gefärbten) Stellen des Bildes bestimmten Teile der Sammelform gleichmäßig von derselben oder denselben Farbformen (je nachdem es sich um einfache oder Mischfarben handelt) einzufärben. So würde beispielsweise nach Fig. 3 bei gleichmäßiger Einfärbung der Sammelform mit nur einer Farbe ein von rechts nach links Wasser werdendes Ombre in dieser Farbe erzielt werden, während nach dem vorstehend erwähnten bekannten Verfahren die Sammelform mit einer großen Anzahl von verschiedenen Farbformen eingefärbt werden müßte.
Da man nun, wie bei den vorstehend erwähnten bekannten Verfahren auf verschiedene Stellen
der Sammelform verschiedene Farben auftragen kann, so kann man bei Verwendung der
vorliegenden Sammelform und einer gegebenen Anzahl von Farbformen Effekte erzielen, welche
bei dem vorstehend erwähnten Verfahren ein Vielfaches dieser Anzahl von Farbformen erfordern
würden.
Sammelformen nach der Erfindung lassen sich beispielsweise dadurch herstellen, daß man sie
aus einzelnen Typen in der im Buchdruck gebräuchlichen Weise setzt, wobei die Typen statt
der Schriftzeichen Köpfe Z von der Größe besitzen, welche der jeweils erforderlichen Intensität
der Farbe entspricht. Dabei geht man am besten in der Weise vor, daß man die gesamte.
Sammelform zuerst aus Typen von gleicher, etwa einer mittleren Farbenintensität entsprechender
Kopfgröße setzt und dann für die blasseren und dunlderen Stellen die zugehörigen
Typen durch solche mit kleineren bzw. größeren Köpfen ersetzt. Von dem Satz kann man natürlich
Klischees anfertigen, die statt des Satzes selbst als Sammelform benutzt werden. Die
Köpfe können bei gegebener Größe verschiedene Gestalt haben, z. B. kreisförmige, rechteckige,
wobei sich die Rechtecke durchweg über die ganze Breite der Typen erstrecken aber verschiedene
Höhe haben, oder kreuzförmig gestaltet sein und sich nach Höhe und Breite über die ganze Typenfläche erstrecken, wie in der
vorletzten bzw. letzten wagerechten Reihe von Fig. 3 angedeutet ist.
Das Auftragen der Farbe auf die Sammelform wird zwar am besten durch Farbformen bewirkt,
es kann aber auch in anderer Weise vor sich gehen, z. B. für gewisse einfache Muster
durch glatte Walzen.
Die vorliegende Sammelform kann natürlich für Buntdruck jeder Art, also für Buch-, Zeitungs-,
Tapeten- und Zeugdruck und auf Pressen und Druckmaschinen jeder Art verwendet
werden. Sie sichert eine beträchtliche Ersparnis im Farbverbrauch gegenüber den
bekannten Verfahren und gestattet die Verwendung jeder der üblichen Schwarzdruckmaschinen
für Buntdruck.
Letzteres ist in Fig. 1 schematisch veranschaulicht.
A stellt den Klischeezylinder, B den Druckzylinder und C das endlose Papier der Schwarzdruckrotationspresse
dar. F ist der Zylinder für die Sammelform, G, H, I sind die Farbzylinder,
welche die Farbformen G1, H1,11
tragen, die von den Farbwerken K1, K2, Ks
mit Farbe versehen werden. Die Farbformen sind zweckmäßig aus bildsamer Masse hergestellt.
Die Befestigung der Sammelform am Zylinder F erfolgt in bekannter Weise durch Einschiebung
derselben in einen schwalbenschwanzförmigen Falz und Befestigung durch Schrauben,
Klammern usw. Zur Gewinnung der Farbformen werden durch den Zeichner, wie in der
Chromolithographie, nach dem Musterbilde die gleichfarbigen Stellen festgelegt, die so gewonnene
Zeichnung in Metall hergestellt, hiervon eine Matrize abgenommen und von derselben
so viele Farbformen als erforderlich aus einer in ihrer Konsistenz entsprechend vorgerichteten
bildsamen Masse (Walzenmasse, Kautschuk o. dgl.) gegossen, wobei zur Erzielung der
nötigen Festigkeit und Unverziehbarkeit der Farbform der Guß auf ein dichtmaschiges zartes
•Drahtgeflecht L (Fig. 2) ausgeführt wird, so daß im wesentlichen nur die Farbenauf tragfläche
der Farbform über das Drahtgeflecht herausragt. Die Befestigung der einzelnen Farbformen
auf dem entsprechenden Zylinder erfolgt gleichfalls in bekannter Weise durch Einschiebung
in einen schwalbenschwanzförmigen Falz M M und Befestigung durch Schrauben, Klammern
usw.
Die Maschine arbeitet in folgender Weise:
Das endlose Papier C wird, indem es die Berührungslinie D zwischen Klischeezylinder und
Druckzylinder durchläuft, mit dem Bild in Schwarzdruck versehen und hierauf dem Zylinder
F zugeführt. Auf der Sammelform dieses Zylinders F sind inzwischen die Farben dadurch
gesammelt worden, daß jeder einzelne Farbzylinder mittels seiner Farbform die betreffende
Farbe auf die Sammelform übertragen hat. Es
xo ist also der Zylinder F mit der Sammelform
bei einmaliger Umdrehung mit allen zur Verwendung gelangenden Farben versehen worden,
so daß nunmehr bei der Berührungslinie E zwischen Druckzylinder B und Zylinder F das
ganze farbige Bild mit dem Schwarzdruck vereinigt wird. Die Anordnung des Zylinders F
und der ihn umgebenden Farbzylinde G, H, I ist selbstverständlich eine derartige, daß eine
Berührung derselben nur dort stattfindet, wo sich Sammelform und Farbformen begegnen.
Das Drucken kann auch derart durchgeführt werden, daß die Herstellung des Schwarzdruckes
nach Herstellung des Buntdruckes gemäß der Erfindung erfolgt.
Claims (2)
1. Vorrichtung zur Herstellung von Buntdrucken unter Verwendung einer Sammelform,
dadurch gekennzeichnet, daß die Sammelform aus über dieselbe gleichmäßig verteilten, Farbe aufnehmenden, nach Art
des Typensatzes zusammengesetzten Köpfen von verschiedener Größe besteht, um die
Intensität des Abdruckes jeder einzelnen Farbe an verschiedenen Stellen des Bildes
verschieden machen zu können.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, insbesondere für Rotationspressen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Masse auf ein Drahtgewebe derart aufgegossen ist, daß im wesentliehen
nur die Farbenauftragfläche der Farbform über das Drahtgewebe herausragt.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
MRLtN. Gedruckt tu der REicBsbRüiitEREt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB190918763T | 1909-08-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE223063C true DE223063C (de) |
Family
ID=32490945
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT223063D Active DE223063C (de) | 1909-08-14 |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE223063C (de) |
| FR (1) | FR406059A (de) |
| GB (1) | GB190918763A (de) |
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- DE DENDAT223063D patent/DE223063C/de active Active
-
1909
- 1909-08-12 FR FR406059A patent/FR406059A/fr not_active Expired
- 1909-08-14 GB GB190918763D patent/GB190918763A/en not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB190918763A (en) | 1910-04-28 |
| FR406059A (fr) | 1910-01-21 |
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