AT41834B - Verfahren zur Herstellung von Kornrastern für Farbenphotographie. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kornrastern für Farbenphotographie.Info
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Herstellung von Kornrastern für Farbenphotographie. EMI1.1 bestehen darin, dass man ein Gemisch aus verschieden gefärbten feinen Körnchen über eine Unterlage mit klehender Oberfäcle verbreitet und die zwischen den haftengebliebenen Körnchen sich ergebenden unregelmässigen Leerräume dadurch ausfüllt. dass man die Körnchen so weit EMI1.2 (Verfahren nach Mc. Donougb) : oder man erweicht im Falle von Stärkekörnchen diese durch Dämpfen und walzt dann aus (Verfahren nach Gebr. Lumière). Bei beiden Verfahren erhält man ein Farbenmosaik, dessen Feldchen nach Gestalt und Grösse erheblich voneinander abweichen. Infolge dieser Unregelmässigkeiten ist es bekanntlich ungemein schwierig. von einem mittels Kornrasters hergestellten farbigen Negativ auf photographische Schichten zu kopieren, die mit einem entsprechend farbigen Kornraster verbunden sind. indem die erforderliche gegenseitigeDeckungsichkoloristischentsprechenderRasterelementenurhöchstunvollkommen erzielt werden kann. EMI1.3 sprechende Vorbehandlung die für das Walzverfahren erforderliche Formbarkeit erteilt worden ist. Auf einer durchaus ebenen Glasplatte oder anderen geeigneten Unterlage wird ein Papierblatt (oder ein Blatt aus anderem geeigneten Stoff) glatt ausgespannt und gleichmässig mit einem Klebemittel (Lösung von Gummi arabieum, Gelatine, Gummi etc.) überzogen, das man bis zum Verschwinden der Klebrigkeit an seiner Oberfläche eilltrocknen bczw. so weit trocknen lässt. dass die auffallenden Körnchen nicht wie bei den bekannten Verfahren sogleich haften bleiben. sondern frei zusammenrollen können. Selbstverständlich kann auch ein Blatt benutzt werden, EMI1.4 <Desc/Clms Page number 2> an das Papierblatt heftet. Man lässt wieder, trocknen und entfernt dann die überschüssigen Kügelchen, was durch Wegbürsten leicht zu bewirken ist. Das Papier ist nunmehr mit einer einfachen Schicht der Kügelchen überzogen, die auf ihm gleichmässig und symmetrisch verteilt sind. Man nimmt es von der Unterlage ab und legt es mit der Körnehenseite auf einen dünnen, eben-zweckmässig durch Ausgiessen auf eine polierte Metallplatte-hergestellten Zelluloid- film, dessen Oberfläche noch nicht völlig trocken geworden ist, d. h. noch so viel Klebrigkeit oder Bindekraft besitzt, dass die Körnchenschicht an ihr haftet. Oder man benutzt einen früher hergestellten trockenen Film, den man durch Übersprühen mit einem Lösemittel oberflächlich erweicht hat. Das Gebilde wird, wie für die Herstellung des Kornrasters bekannt, zwischen polierten Metallplatten unter Erwärmung gepresst mit der Wirkung, dass die erweichenden Körnchen infolge FJachpressung mit ihren Umfängen sich dicht aneinanderschliessen und so alle Lücken ausgefüllt werden. Wenn die Kügelchen infolge ihrer Erweichung Neigung zeigen, ineinander zu fliessen, kann man die durch vorheriges Übersprühen mit einer schwachen Lösung von Gelatine in Eisessig oder einem ähnlichen Mittel gegeneinander isolieren ; vor dem Auflegen EMI2.1 nlit einer aus aufsaugendem Stoff hergestellten Walze ab. Man kann zum Zwecke dieser gegenseitigen Isolierung auch einen Teil der Kügelchen vor dem Aufbringen auf das Papier in einem indifferenten Pulver wälzen, oder mit Gelatine oder einem ähnlichen Mittel überziehen. Nach der Pressung lässt man erkalten und zieht dann die Papierunterlage mit Hilfe eines geeigneten Lösemittels für den zum Anheften der Kügelchen benutzten Klebenstoff von der Farbkügelchenschicht ab. Sollte diese unerfüllte Zwischenräume aufweisen, so füllt man diese, wie für die Herstellung von Kornrastern bereits bekannt, durch Einreiben von geeignet gefärbtem Zelluloidpulver aus. Die lückenlose Farbkügelchenschicht überzieht man nun mit einer dünnen Zelluloidschicht, z. B. durch Übersprühen mit einer schwachen Zelluloidlösung, worauf man zum Schluss zwischen heissen Metallplatten poliert. Sind Lücken zwischen Farbkügelchen verblieben, so bestreicht man den Film an diesen Fehlstellen mit Cbromleim-oder Chromgelatinelösung, setzt nach dem Trocknen den Film mit der Rückseite dem Licht aus, so dass nur die die Lücken erfüllende Gelatine unlöslich gemacht wird, worauf man mit heissem Wasser wäscht und die in den Lücken verbliebene Gelatine mit einer geeigneten Färbung versieht, so dass der Film an keiner Stelle weisses Licht hindurchlässt. Es empfiehlt sich, den Film an den ausgebesserten Stellen mit einer Zelluloidlösung zu über- EMI2.2 Es ist nicht unausführbar, die Farbkörnchenschicht unmittelbar auf einem vollkommen ebenen, mit fast trockener Oberfläche versehenen Zelluloidfilm zu bilden, aber es ist ungemein chwierig, in dieser Weise endlose Farbenfilms herzustellen. Das beschriebene Übertragungs- verfahren bietet dagegen Vorteile. Es gestattet, den Film längs seiner Kanten oder an sonst gewollten Stellen mit einfärbigen Streifen (Prüfungsstreifen) zu versehen. Es ermöglicht die Herstellung von endlosen vielfarbigen Films für kinematographische Zwecke und von Rollen- films, indem man nach der Übertragung Lücken, welche sich etwa infolge mangelhaften An- einanderschlusscs der Einzolübcrtragungen ergeben haben, leicht mit gleichgefärbten Körnchen ausfiillen kann. Statt die Kügelchonschicht von der Papierunterlage auf einen dünnen Film zu übertragen, kann man das mit der Kiigelchenschicht versehene Papier'unter Erwärmung pressen und darauf den Film bilden durch übersprühen mit einer eben hinreichenden Menge Zelluloid- losuzig. Nach dem Abziehen des Papieres übersprüht man dann auch die hierdurch freigelegte Unterseite der Kornchenschicht mit Zelluloidlösung und poliert schliesslich zwischen heissen Metallplatten. Sind die Raster auf Glas herzustellen, so ist dieses zunächst mit einer Haftfläche für Zelluloid zu versehen, was wie folgt bewirkt werden kann. Die Glasplatte wird einseitig mit einer dünnen Schicht Chromgelatine überzogen, die man trocknen lässt ; dann setzt man die nicht- überzogene Seite der Platte für einige Sekunden dem Licht aus, so dass der dem Glase unmittelbar aufliegende Teil der Gelatineschicht unlöslich gemacht wird, und wäscht mit kaltem Wasser ab. Nachdem die Platte wieder trocken ist, überzieht man die Gelatineseite mit einer schwachen, Eisessig oder ein anderes für Gelatine und Zelluloid gemeinsames Lösemittel enthaltenden Zelluloidlösung. Hierbei wird der Gelatinebezug oberflächlich gelöst mit der Wirkung, dass sich eine körperliche Verbindung zwischen der am Glase haftenden Gelatine und dem überlagernden Zelluloid herstellt. Hiernach wird die Gelatine durch Eintauchen der Platte in ein Härtungsbad unlöslich gemacht. Nach dem Waschen und Wiedertrocknen haftet der auf dem Glase gebildete Zelluloidfilm praktisch untrennbar fest an seiner Unterlage. Hiernach überträgt man die Farb- körnchenschicht in der beschriebenen Weise. Das dargelegte Verfahren kann auch zur Herstellung von andersartigen photographischen Rastern benutzt werden. Z. B. es kann dienen zur Herstellung von Hilfsrastern, welche mit einem Wechsel von monochromen Streifen verschiedener Färbung versehen sind, deren Flächen- ausdehnung proportional ist der für die betr. Farbe erforderlichen Belichtungsdauer. Ferner <Desc/Clms Page number 3> zur Herstellung von Schwarzweiss-Halbtonrastern, indem Kügelchen aus farblosem Zelluloid mit einer gleichen Anzahl von schwarzgefärbten oder solchen, die in anderer Weise undurchlässig für diejenigen Strahlen gemacht worden sind, welche zersetzend auf die zum Kopieren benutzten Silbersalze wirken, verwendet werden. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung der Kornraster für Farbenphotographie, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine lösbar auf Papier fixierte Körnchenschicht auf einen mit klebender Oberfläche versehenen Zelluloidfim gelegt, das Ganze in bekannter Weise zur Erzielung des dichten An- einanderschliessens der Teilchen unter Erwärmen zwischen Metallplatten gepresst, das Papier abgezogen, und die dadurch entblösste Seite der Körnchenschicht, gegebenenfalls nach Vornahme der bekannten Ausfüllung noch vorhandener Lücken mit Pulver von gefärbtem Zelluloid, mit einer Zelluloidschicht überzogen wird, wonach das Gebilde zur Fertigstellung zwischen heissen Metallplatten poliert wird. 2. Eine Ausführungsform des unter 1 geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass man den die Körnchenschicht abdeckenden Zelluloidfilm ersetzt durch eine auf der zuvor unter Erwärmung gepressten Körnchenschicht durch Übersprühen derselben mit 'utoid- lösung gebildete Zelluloidschicht.
Claims (1)
- 3. Eine Ausführungsform des unter 1 geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dass man zur Herstellung eines mit einer Glasplatte festhaftend hinterlegten Rasters die Glas- platte einseitig mit Chromgelatine (Chromleim) überzieht, den Überzug durch die freie Glas- seite hindurch belichtet, seine wasserlöslich geblieben Aussenschicht durch Waschen mit Wasser wegnimmt, nach dem Trocknen die verbliebene wasserunlösliche Grundschicht mit einer Zelluloid- lösung überzieht, die mittels Eisessig oder eines anderen zugleich Chromgelatine (Chromleim) lösenden Lösemittels hergestellt ist, mit einem Härtungsbad behandelt und hiernach gemäss Anspruch 1 weiter verfährt.4. Eine Ausführungsform des unter 1, 2 und 3 geschützten Verfahrens, dadurch gekenn- zeichnet, dass man behufs Verhütung des Ineinanderfliessens der Körnchen beim Heisspressen, die Körnchenschicht auf dem Papier mit einer Gelatinelösung, deren Überschuss dann fort- genommen wird, übersprüht, oder einen Teil der Körnchen vor Bildung der Körnchenschicht in einem indifferenten Pulver wälzt oder mit Gelatinelösung überzieht.5. Verfahren zur Herstellung einer übertragbaren Körnchenschicht, dadurch gekennzeichnet, dass man Papier, das einseitig mit Klebstoff überzogen ist, auf der mit Klebstoff überzogenen Seite nach Verschwinden von deren Klebfähigkeit mit den Körnchen bedeckt, den Klebstoff erweicht und nach dem Wiedertrocknenlassen die überschüssigen Körnchen entfernt.
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