AT41766B - Verfahren zur Herstellung von Nachbildungen der Gußtechnik. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Nachbildungen der Gußtechnik.

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AT41766B
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celluloid
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plaster
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Carl Bensinger
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Carl Bensinger
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 



   Bronzen und sonstige kunstgewerbliche Metallgegenstände nach dem galvanischen Reproduktionsverfahren werden seither entweder unter Benutzung eines   Gips-oder Leimkernes   und dergleichen dargestellt, der im galvanischen Bade von aussen mit   Metall umgehen wird.   oder aber es werden vom positiven Modelle vielteilig Formschalen aus Gips oder Leim etc. abgegossen, die dann zur negativen Matrize zusammengesetzt werden ; sodann wird im Innern der negativen Matrize der galvanische Hohlkörper erzeugt und die Matrize später zerschlagen. 



   Dies sind die hauptsächlich in Betracht kommenden galvanischen Reproduktions-Yerfahren. die sehr erhebliche Fabrikationsschwierigkeiten mit sich bringen und die eben darum die erzeugten Gegenstände sehr verteuern. 



   Die Hauptschwierigkeiten bestehen z. 13. darin, dass man aus Gips oder Leim überhaupt keine   Abgusse   erhalten kann, die die feinsten und kleinsten Linien wiedergeben, wenn das Originalmodell aufs peinlichste vorgearbeitet war ; das liegt einmal in der ganzen Art der Gips- 
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   Alle diese Schwierigkeiten und noch viele andere werden vermieden durch Verwendung eines Kernes oder einer Matrize aus Zelluloid. 



   Die Technik, Zelluloidhohlkörper zu pressen bezw. zu blasen, ist in den   letzten Jahren   so   erhebtich vorgeschritten, dass   selbst die   schwierigsten   und kompliziertesten Modelle von Hohlkörpern mit allen möglichen   Unterarbeiten   und Verzierungen durch unsere Erfindung heute erreicht werden können, dank der Plastik, die das Zelluloid an und für sich besitzt, dank seiner   Fälligkeit, sich zusammenkitten   und schweissen zu lassen,   dank seiner grossen Widerstands-   fähigkeit gegen Säuren und gegen Wasser und vor allem dank seiner Eigenschaft durch das scharfe Einpressen in   die Matrizenwandungen   (solche bestehen aus Metall) durchaus   scharfe Altdrücke   erzielen zu lassen,

   die haarscharf dieselben Linienführungen wiedergeben. die den von   Künstlerhand   erzeugten Originalmodellen eigentümlich und so überaus schätzbar sind. 



   Auf Grund dieser Eigenschaft hat man das Zelluloid auch schon zu   Abformungen,   benutzt und zwar für Klischees. Man hat es aber noch nicht zu Formen   für galvanoplastische Reproduktionen   
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 erwähnten Vorteile bietet. 



   Zu diesem Zwecke wird folgendermassen vorgegangen : Das Originalmodell wird in Gips oder sonst einer Modelliermasse dargestellt. Das Modell wird in so viele Teile geteilt, als niitig sind, um jeden Teil der   Zelluloid-Press-bezw. Blastechnik anzupassen,   weil auf diese Weise durch späteres   Zusammenfügen   der geeigneten Linien bezw. Hohlkörperteile alle Unterschneidungen an der Figur leicht erreicht werden können. 

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   Dank der   Klebefä. higkeit des Zelluloids   ist es sodann ein leichtes, die einzelnen Teile   zusammenzufügen.   



   Das so erhaltene Zelluloidbild (Hohlkörper) wird in seinen Nähten fein verschabt und verputzt. Hierbei sind selbstverständlich, trotz feinster Nacharbeit, die einzelnen Stossnähte der Teile, immer noch dem Auge sichtbar. 



   Das stört aber nicht. weil diese Teile durch den galvanischen Überzug verdeckt werden, mit dem der Zelluloidkörper in einem galvanischen Bad auf bekannte Weise versehen wird, nachdem er mit einer im galvanischen Bade gut leitenden Masse, wie z. B. mit Graphit, Metallpulver sorgfältig umstriehen ist. 



   Dass dieses Galvanisieren des Körpers aussen oder innen oder innen und aussen geschehen kann, bedarf keiner weiteren   Erwähnung.   Auf diese Weise erhält man Gussbronze-Imitationen von ausserordentlicher Haltbarkeit und Billigkeit in der Darstellung. weil von den einmal vorhandenen Formen Tausend und Abertausende von Zelluloidabdrücken mit absoluter Identität untereinander und mit dem Originalmodell erzeugt werden können. 



   Es ist auch möglich, nachdem der galvanische   Aussen- oder Innen-Überzug   erzielt ist, den eigentlichen Zelluloidhohlkörper, der ja nur die Dienste eines Kernes oder einer Form versieht, wie seither Gipskern oder Leimkern etc., aus der Galvanoumhüllung heraus-oder abzubrennen oder durch geeignete Lösemittel heraus-oder abzulösen, so dass auf Wunsch endlich nur ein absolut rein-metallisches plastisches Bild übrig bleibt. 



   Nun hat man das Zelluloid bereits zu Abformungen und zwar für Klischees benutzt, auch hat man Gipsformen mit Zelluloidlösung überstrichen, aber man hat es noch nicht zu Formen für galvanoplastische Reproduktionen benutzt. Bei dieser Verwendung bietet es den bisher gebrauchten Materialien gegenüber die bereits erwähnten Vorteile.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH. EMI2.1 his dahin noch sichtbarer Stossnähte mit einem Metallüberzug auf galvanoplastischem Wege versehen wird.
AT41766D 1908-10-17 1908-10-17 Verfahren zur Herstellung von Nachbildungen der Gußtechnik. AT41766B (de)

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