DE84121C - - Google Patents

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DE84121C
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Germany
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/02Sand moulds or like moulds for shaped castings
    • B22C9/04Use of lost patterns

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT. \%
PATENTSCHRIFT
KLASSE 31: Giesserei und Formerei.
(Frankreich).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. Februar 1894 ab.
Die bisher gebräuchlichen Verfahren der Herstellung von Metallabgüssen von Kunstwerken mittelst verlorener Wachsschicht leiden an Uebelständen, welche eine gewerbliche Ausbeutung derselben verhindern.
Diese Uebelstände beziehen sich entweder auf die zu hohen Kosten der Handarbeit für die Nacharbeitung des Wachsmodelles, sowie jene, welche beim Arbeiten mit in Hälften hergestellten Kernen entstehen — oder auf die vom künstlerischen Standpunkte aus ungenügenden Resultate, welche man erhält, wenn man die Wachsschicht, in einer entsprechenden Form formt, dann in Streifen zerschneidet und auf einem vorbereiteten Kern wieder zusammensetzt.
Die vorliegenden Neuerungen an den bisher gebräuchlichen Verfahren, welche die Beseitigung der vorerwähnten Uebelstände zum Zwecke haben, beziehen sich insbesondere 'auf die Herstellung der Formen, auf die Bildung des Kernes, sowie jener der Wachsschicht bezw. des Wachsmodells.
Die Herstellung der Formen geschieht wie folgt: Von dem in Metall abzugiefsenden Modell wird zuerst nach den gewöhnlichen Verfahren ein zweites aus Gyps und davon zwei Abgüsse hergestellt.
Einer dieser Abgüsse (Fig. 1) wird vom Künstler nachgebessert, um als endgültiges künstlerisches Modell zu dienen; der andere Abgufs (Fig. 2) wird mittelst Abschabens auf seiner ganzen Oberfläche in einer der beabsichtigten Metallstärke des .zu erzeugenden Musters entsprechenden Dicke verkleinert und bildet das Modell für den Kern.
Diese beiden Modelle sind mit gleichliegenden Marken oder Merkstiften versehen, welche genau auf dieselbe Weise an denselben Stellen angeordnet sind.
Das erste künstlerische Modell (Fig. 1) dient zur Herstellung einer Hohlform aus Gelatine oder Gyps mit Mantelstücken, die mit entsprechenden Marken versehen sind. Das zweite oder verkleinerte Modell (Fig. 2) dient zur Herstellung einer Form, die aus Theilen besieht und an deren Mantelstücken die Marken oder Merkstifte ebenfalls angebracht sind. Diese zweite Form ist die Kernform. Letztere (Fig. 3) ist aus Gyps und ihr unterer Theil besteht aus einem oder mehreren abhebbaren Stücken, während der obere Theil immer aus mehreren abnehmbaren Stücken besteht.
Das Kennzeichen dieses oberen Theiles der Form ist, dafs alle Stücke α derselben querlaufend sind, eine geringe Breite haben und aus einem oder zwei Stücken bestehen, die genau numerirt sind.
Das Formen des Kernes geschieht durch Einstampfen von Formsand oder Thon in die so gebildete Form, indem man auf folgende Weise vorgeht:
Wenn der obere Theil der Form, Mantel und Stücke, abgenommen sind, legt man auf den unteren Theil eine geeignete, mit einer Luftpfeife b versehene Armatur aus Metall auf,
welche dem Formsand oder Thon als Stütze und Halt dient und gleichzeitig Kernmarken bildet. Hierauf legt man das erste Stück des oberen Theiles auf und stopft oder stampft mit dem Finger Thon oder Formsand in die entstandene Höhlung.
Wenn die Höhlung gefüllt ist, legt man eine zweite Reihe querlaufender Stücke α auf und fährt fort, mit der Hand einzustopfen, da die Stücke nur eine geringe Breite haben. Dieser Vorgang wird fortgesetzt, bis die Form vollkommen geschlossen und mit dem Kernmaterial gefüllt ist.
Hierauf werden die Stücke a mit ihrem Mantel bedeckt, und läfst man das Ganze trocknen, bis der Thon oder Sand fest wird.
Der so gebildete Kern wird nun aus seiner Form genommen; er besteht aus einem einzigen, völlig homogenen Stück und besitzt eine in dem Kernmaterial fest eingeschlossene Armatur.
Wenn der Kern genügend ausgetrocknet ist, legt man ihn in die Hohlform aus Gelatine, Leim oder aus Gypsstücken, die man mittelst des nachgebesserten Modelies (Fig. i) erhalten hat.
Zu diesem Zwecke werden die Marken oder Merkstifte des Kernes genau in den unteren Mantel der Hohlform eingebracht, welcher dem entsprechenden Mantel des Kernes vollkommen gleich ist.
Wenn der Kern durch seine Marken auf der unteren Form, welche die Hälfte der Gelatineform c enthält, gut befestigt ist, zieht man aus dem oberen Mantel die Gelatineform heraus und legt sie auf den unbedeckten Theil des Kernes, der aus der anderen Hälfte der Gelatineform hervorragt.
Der Kern ist hierdurch vollständig durch die beiden Hälften der Gelatineform (Fig. 5 Querschnitt) bedeckt; es verbleibt jedoch zwischen ihnen und der Gelatineform ein leerer Raum d, dessen Breite der Dicke der zur Herstellung des verkleinerten Modells (Fig. 2) abgeschabten Gypsschicht entspricht.
Das hierauf in den Raum d eingegossene und von einem vollkommenen Kerne geschützte Wachsmodell giebt das Originalwerk im Ganzen und in seinen Einzelheiten auf das Genaueste wieder und ist so vollkommen, dafs der Künstler gar keine Ausbesserung vorzunehmen hat. Es ist nur nöthig, die Gufsnaht wegzunehmen, und auch diese ist infolge der Anwendung von Gelatine sehr schwach.
Die nun folgende Herstellung der Endform, sowie der Metallgufs erfolgen nun auf die gewöhnliche bisher übliche Art und Weise.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Herstellung von Formen mit verlorener Wachsschicht zur . Erzeugung von Metallabgüssen von Kunstwerken, gekennzeichnet durch die Herstellung zweier Gypsabgüsse des Ursprungswerkes, von welchen der eine, künstlerisch nachgebessert, zur Erzeugung einer Gyps- oder Gelatinehohlform dient, während der zweite, der Wandstärke des zu erzeugenden Abgusses entsprechend abgeschabt, zur Abgiefsung einer aus mehreren querlaufenden, abnehmbaren Theilen bestehenden Kernform dient.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1182780B (de) * 1959-08-05 1964-12-03 Krauss Maffei Ag Verfahren zum Herstellen von Dauergiessformen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1182780B (de) * 1959-08-05 1964-12-03 Krauss Maffei Ag Verfahren zum Herstellen von Dauergiessformen

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