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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur gespannt hängenden Fixierung eines Teppichs, mit einem rechtwinkeligen Rahmen, der zwei flache, parallele Platten aufweist, die eine Vielzahl von zur Rahmenebene geneigten Stiften zum Fixieren des Teppichs tragen und die durch zwei zueinander parallele Stangen gehalten werden, und die weiters in ihrer Entfernung zueinander verstellbar sind. Textile Gegenstände, wie insbesondere Teppiche, werden zu Präsentationszwecken üblicherweise liegend, in Form von Stapeln gleicher Grösse zur Besichtigung durch den Interessenten bereitgestellt. Besonders schöne, kostbare Stücke werden jedoch bevorzugt an der Wand hängend präsentiert, da sich die Feinheit der Arbeit und die Schönheit des Musters aus einiger Entfernung oft besser erkennen lässt.
Auch zu Dekorationszwecken im häuslichen Bereich ist eine Präsentation an der Wand häufig gewünscht.
Zu diesem Zweck werden die Teppiche entweder direkt an der Wand mit Hilfe von Reisszwecken oder an einfachen Holzlatten im Bereich der oberen Kante üblicherweise mit Nägeln befestigt. Um eine gleichmässig ebene Schaustellung zu erreichen, bei der die übrigen Kantenbereiche nicht eingerollt wirken, werden statt einzelner Holzlatten auch Rahmen aus Holzlatten verwendet oder dünne Holzplatten und der Teppich in allen Kantennahbereichen und/oder in den Ecken angenagelt.
Diese Art der Befestigung birgt jedoch die Gefahr in sich, dass das Grundgewebe beschädigt wird, oder sogar aufgrund des Gewichts des Teppichs einreissen kann. Weiters kann es zu feineren oder auch gröberen Verunstaltungen des Flormaterials an den Befestigungsstellen kommen.
Um diese Gefahren zu verringern, sind Klemmvorrichtungen entwickelt worden, die den Kantenbereich des Teppichs mittels Klemmschienen oder mehreren, über die Kantenlänge verteilten Klammern halten. Entlang der oberen Kante des Teppichs kann es durch das Gewicht des Teppichs trotzdem zu Beschädigungen des Grundgewebes und/oder des Flors kommen. Zudem verdeckt der Vorderteil der Klemmvorrichtung einen Teil des Gesamtbildes. All diese Lösungsvorschläge sind darüber hinaus insofern unbefriedigend, da sie nicht verhindern können, dass es im unteren Kantenbereich des Teppichs zu Wölbungen kommt Nach einiger Zeit muss bei diesen Vorrichtungen der Teppich nachgespannt werden.
Aus der GB 2 194 803 A ist ein Spannrahmen für Teppiche bekannt, bei dem der Teppich auf zwei parallelen Platten aufgespannt wird, die eine Vielzahl von Stiften tragen. Der Zweck dieser Vorrichtung ist die Durchführung von Ausbesserungsarbeiten. Das optische Erscheinungsbild des aufgespannten Teppichs ist dabei belanglos, auch ist die Vorrichtung nicht für eine Wandmontage vorgesehen oder geeignet. Ein weiterer Nachteil der bekannten Lösung besteht darin, dass der Einspannvorgang in Abhängigkeit von der jeweiligen Grösse des Teppichs aufwändig und mühsam ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es eine Vorrichtung zu schaffen, die eine optisch ansprechende Fixierung eines Teppichs ermöglicht, ohne eine Beschädigung des Grundgewebes oder des Flors befürchten zu müssen. Das Erscheinungsbild soll eine gleichmässig ebene Fläche darstellen ohne sichtbare Halteelement zuzeigen. Das ebene Erscheinungsbild soll über längere Zeiträume aufrecht erhalten werden ohne ein Nachspannen erforderlich zu machen.
Erfindungsgemäss ist vorgesehen, dass jede der Stangen zwei voneinander unabhängige Mechanismen zur Einstellung der Stangenlänge aufweist.
Bei der erfindungsgemässen Lösung steht im Vordergrund, dass ein Teppich an der Wand hängend formschön und ansprechend präsentiert werden kann. Die Aufhängevorrichtung selbst verschwindet vollständig hinter dem Präsentationsstück und ist somit im Wesentlichen unsichtbar. Es wird eine einfache und funktionssichere Einspannung gewährleistet, da die Entfernungseinstellung der beiden parallelen Platten, die den Teppich tragen, durch die Einstellung der Stangenlänge der selbst bewirkt wird und zwei voneinander unabhängige Mechanismen zur Einstellung der Stangenlänge vorgesehen sind.
Einer der Mechanismen dient dabei zur vorzugsweise stufenlosen Anpassung der Vorrichtung an die Grösse des Teppichs vor dem Einspannen, und der zweite Mechanismus ist dazu vorgesehen, nach dem Fixieren des Teppichs auf den Stiften die Platte um einen im Wesentlichen vorbestimmten Abstand weiter von einander zu entfernen. Dadurch wird erreicht, dass der Teppich zwar in einen ordnungsgemäss gespannten Zustand übergeht, andererseits jedoch eine Beschädigung durch eine zu grosse Spannung vermieden wird
Die Fixierung erfolgt dabei durch eine Vielzahl von Stiften, die den Teppich von seiner Rückseite her durchdringen.
Die Stifte sind bevorzugt als sehr dünne Metallstifte, insbesondere aus Stahl
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ausgebildet, und im Abstand von wenigen Zentimetern in mehreren Reihen auf der Flachseite einer Platte, die bevorzugt als Metallplatte ausgebildet ist, befestigt. Vorzugsweise wird dabei ein erster Mechanismus zur Einstellung der Stangenlänge vor der Fixierung des Teppichs auf den Stiften und ein zweiter Mechanismus nach der Fixierung des Teppichs auf den Stiften betätigt. Im Sinne einer vereinfachten Handhabung ist es dabei besonders günstig, wenn die Stangen mit den Schmalseiten der Platten lösbar verschraubt sind.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen, dass der zweite Mechanismus eine Verlängerung der Stangen um einen vorgegebenen Wert erzielt, der bevorzugt zwischen 5 und 20 Millimeter liegt, wobei der zweite Mechanismus ein Drehoder Klappmechanismus ist. Auf diese Weise kann eine besonders schonende Behandlung der Teppiche erreicht werden.
Eine Anpassung an unterschiedliche Situationen wird insbesondere dadurch erleichtert, dass vorzugsweise das Ausmass der Verlängerung durch den zweiten Mechanismus variabel einstellbar ist.
Eine solche Platte, auf der die Stifte befestigt sind, liegt hinter dem oberen Kantenbereich des Teppichs und ist mit einer oder mehreren Ösen zum Aufhängen an Wandhaken ausgestattet. Eine weitere gleich dimensionierte Platte befindet sich hinter dem unteren Kantenbereich des hängenden Teppichs, wobei eine gleich grosse Vielzahl von Stiften diesen Kantenbereich durchdringt. Um einem Verbiegen der Stifte bei der Längendehnung des Teppichs entgegen zu wirken und den Halt des Teppichs an den beiden Platten zu verbessern, werden diese Stifte bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung an den Platten nicht im rechten Winkel befestigt, sondern die Stifte stehen in einem Winkel von bevorzugt 30 bis 85 zur Plattenebene. Dabei weisen die Stifte der oberen Platte nach oben und die Stifte der unteren Platte nach unten.
Die beiden Platten sind mit zwei parallelen Stangen verbunden, welche in der Schmalseite der Platten befestigt sind. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die beiden parallelen Stangen in die Schmalseiten der Platten eingeschraubt Dadurch können je nach Teppichgrösse längere oder kürzere Stangen verwendet werden. In einer alternativen, in den Figuren nicht dargestellten Variante sind die Stäbe in oder an der Plattenrückseite befestigt.
Eine weitere Anpassung an die unterschiedlichsten Teppichgrössen wird in einer bevorzugten Ausführungsform dadurch ermöglicht, dass jede Stange aus mehreren Teilen besteht, welche so miteinander verbunden werden, dass eine stufenlose Verlängerung in einem Bereich von etwa 60 % bis 100 % der maximalen Stangenlange ermöglicht wird. Selbstverständlich ist die Stangenverlängerung nicht unbedingt auf diesen Bereich beschränkt, es hat sich jedoch in der praktischen Anwendung erwiesen, dass Verlängerungsmöglichkeiten, welche diesen Bereich abdecken bei den vorherrschenden Druck- und Zugspannungen am stabilsten sind.
Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figurenbeschreibung näher erläutert.
Fig. 1 zeigt den zusammengesetzten Rahmen, wobei der darauf zu fixierende Teppich noch fehlt. Der Rahmen besteht aus der oberen Platte 1 und der unteren Platte 2, sowie aus den diese Platten verbindenden Stangen 3 und 4. Diese Stangen 3,4 werden in den Schmalseiten 5 und 6 der Platten 1 und 2 eingeschraubt. Aus der Platte 1 ragt eine Vielzahl von Stiften 7 schräg nach oben heraus, während aus der Platte 2 eine gleich grosse Anzahlt von Stiften 8 schräg nach unten herausragt. Auf beiden Stangen 3,4 befinden sich Mechanismen 9 bzw. 10, welche hier nur angedeutet werden, um die Stangen 3,4 auf einfache Weise um einen vorbestimmten Betrag verlängern zu können Diese Mechanismen 9 und 10 können z. B. einfache umklappbare Hebel sein.
Zur Befestigung des Teppichs wird dieser mit seiner Unterseite nach oben auf eine ebene Unterlage gelegt. Die Länge der Stangen 3 und 4 wird bei bereits zusammengesetztem Rahmen entsprechend den Teppichmassen durch einen ersten Mechanismus zur Einstellung der Stangenlänge eingerichtet, wobei auf eine exakt gleiche Längeneinstellung der beiden Stangen 3 und 4 geachtet werden muss und der Rahmen mit den hervorstehenden Stiften 7 und 8 nach unten auf den Teppich aufgelegt, wobei die Platten 1 und 2 leicht an den Teppich angedrückt werden.
Gleichzeitig werden die von den ersten unabhängigen zweiten Mechanismen 9 und 10 betätigt. In einer nicht dargestellten bevorzugten Ausführungsform werden die Mechanismen 9 und 10 etwa in der Rahmenmitte miteinander verbunden und die gleichzeitige Betätigung der Mechanismen 9 und 10 über eine nicht dargestellte Zusatzeinrichtung, welche an dieser Verbindung angeordnet ist, hervorgerufen.
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Durch die dadurch hervorgerufene Vergrösserung des Abstandes der beiden Platten und 2 um einen vorgegebenen Wert von einigen Millimetern (vorzugsweise 5 bis 20 mm), dringen die Stifte 7 und 8 durch ihre geneigte Ausrichtung in die Teppichrückseite ein und spannen gleichzeitig den Teppich.
Nun ist der Teppich am Rahmen fixiert und der Rahmen kann an der Wand befestigt werden Falls die Befestigung des Rahmens an der Wand nur mittels einer Öse 11erfolgt, kann eine mögliche Schräglage des hängenden Rahmens durch ein verschiebbares Gewicht 12 an einem Verbindungsstab 13 zwischen den Stangen 3 und 4 ausgeglichen werden.
In Fig. 2 ist ein Schnitt durch die erfindungsgemässe Vorrichtung gemäss Fig. 1 entlang der Linie A-A dargestellt. In den Figuren nicht dargestellt ist die Möglichkeit der stufenlosen Verlängerung der Stäbe 3 und 4. Sie kann durch jede dafür bekannte Massnahme (vorzugsweise ein Gewinde über die gesamte Stangenlänge) erzielt werden.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Vorrichtung zur gespannt hängenden Fixierung eines Teppichs, mit einem rechtwinkeligen
Rahmen, der zwei flache, parallele Platten (1,2) aufweist, die eine Vielzahl von zur Rah- menebene geneigten Stiften (7,8) zum Fixieren des Teppichs tragen und die durch zwei zueinander parallele Stangen (3,4) gehalten werden, und die weiters in ihrer Entfernung zueinander verstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Stangen (3,4) zwei voneinander unabhängige Mechanismen (9,10) zur Einstellung der Stangenlänge auf- weist.