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Diese Erfindung betrifft ein Tonmischpult um eine Vielzahl von Tonkanälen zu verarbeiten, wobei in jedem Tonkanal eine Vielzahl von Tonfunktionen ausgeführt werden soll.
Herkömmlich beruhen Tonmischpulte auf einer diskreten Technik mit Tonsignal-Verarbeitungsmodulen, die in einem gewünschten Verhältnis miteinander verbunden sind und dann durch Handschalter auf dem Pult gesteuert werden. Herkömmliche Tonmischpulte besitzen jedoch mehrere Nachteile, einschliesslich ihrer Grösse, der Gesamtanzahl von Handsteuerungen (Überblendregler, Potentiometer, Schalter usw. ) sowie der relativen Unflexibilität des Gesamtaufbaus.
Es wurde daher vorgeschlagen, ein Tonmischpult zu liefern das eine Frontplatte, die eine Vielzahl von Steuerungen aufweist, die der Benutzer betätigen kann, um verschiedene Tonsignal-Verarbeitungsfunktionen zu steuern, sowie einen digitalen Signalprozessor besitzt, um Tonsignale in Abhängigkeit von den Einstellungen der vom Benutzer betätigbaren Steuerungen zu verarbeiten.
Man hofft, dass diese Technik zu einer Reduktion der Gesamtgrösse von derartigen Pulten führen kann, während gleichzeitig die Anpassungsfähigkeit vergrössert wird. Ein Nachteil dieser Technik besteht jedoch darin, dass das direkte körperliche Verhältnis zwischen den tatsächlichen Tonfunktionen und den inneren Verbindungen sowie den Benutzersteuerungen und der Arbeitsweise dieser Funktionen beseitigt wird.
Typisch sind bei Tonmischpulten etwa 128 Kanäle vorgesehen, in denen die Verstärkung, die Entzerrung sowie andere Tonsignal-Verarbeitungsfunktionen ausgeführt werden können. Jeder Kanal kann etwa 100 Parametereinstellungen (z.B Verstärkung, Frequenzen der Entzerrungsfilter usw.) benötigen. In einem herkömmlichen Tonverarbeitungskanal wird jede dieser Parametereinstellungen einem dafür bestimmten Steuerknopf, einem Schalter oder einem Überblendregler zugeordnet, wobei dies zu einer sehr grossen Anzahl von Steuerungen führt, die benötigt werden.
Es wurde vorgeschlagen, die Anzahl von Steuerknöpfen bei einem Mehrkanal-Tonmischpult dadurch herabzusetzen, dass jedem Kanal eine geringere Anzahl von Steuerknöpfen zugeordnet wird, worauf diese Knöpfe dazu verwendet werden können, um Parametereinstellungen für mehrere unterschiedliche Tonverarbeitungsfunktionen vorzunehmen. Auf diese Weise kann ein einziger Knopf beispielsweise für den Verstärkungsfaktor und für die Frequenzregelung verwendet werden.
Weiters wurde beispielsweise vorgeschlagen, den Hauptkanal-Überblendregler für die Steuerung der Filterfrequenz zu verwenden. Dieser Versuch, verschiedene Funktionen einem einzigen Knopf zuzuordnen, verwirrt jedoch den Benutzer und verursacht dort Probleme, wo beispielsweise zwei Funktionen, die einem Knopf zugeordnet sind, gleichzeitig unterschiedlich eingestellt werden müssen.
Ein Tonmischpult der eingangs erwähnten Art wurde auch durch die US 5 233 666 A bekannt.
Bei dieser bekannten Lösung ist lediglich die Zuordnung eines einzelnen Einstellers zu einem vom Benutzer auswählbaren Kanal möglich. Insbesondere ist meist eine Zuordnung eines Abschwächers zu einem Kanal vorgesehen, wobei jedoch nur ein Einsteller, z. B. der Einsteller eines Abschwächers für eine Anpassung eines einzelnen Tonverarbeitungskanals in einer Anordnung einer Vielzahl von Tonverarbeitungskanälen vorgesehen ist.
Im bekannten Falle wird daher lediglich auf die Anordnung von je einem Abschwächer für jeden Tonverarbeitungskanal verzichtet Es ergeben sich daher auch bei einer solchen Lösung im wesentlichen die bereits erläuterten Probleme.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und ein Tonmischpult der eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, bei dem mit einer relativ geringen Zahl von vom Benutzer bedienbaren
Einstellern das Auslangen gefunden wird und trotzdem eine einfache Bedienung möglich ist.
Erfindungsgemäss wird dies bei einem Tonmischpult der eingangs erwähnten Art durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird daher ein Tonmischpult geliefert, um eine Vielzahl von Tonkanälen zu verarbeiten, wobei in jedem Tonkanal eine Vielzahl von Tonverarbeitungsfunktio- nen ausgeführt werden soll, wobei das Mischpult ein Steuerfeld enthält, das eine Vielzahl von Steuerungen besitzt, deren Einsteller vom Benutzer betätigt werden können, wobei jede Steuerung für eine entsprechende Tonverarbeitungsfunktion vorgesehen ist, und das Tonmischpult eine Ein- richtung enthält, um jede vom Benutzer betätigbare Steuerung einem vom Benutzer auswählbaren
Tonverarbeitungskanal dynamisch zuzuordnen.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung steuert daher jeder Steuerknopf, Überblendregler oder eine andere Eingabesteuerung immer eine bestimmte Tonverarbeitungsfunktion wobei er je-
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doch immer dazu verwendet werden kann, um diese Funktion für mehrere verschiedene Kanäle zu steuern, Dadurch wird die beim Benutzer festgestellte Verwirrung wesentlich herabgesetzt, da die Bedienungsperson ihre Aufmerksamkeit normalerweise immer auf das Einstellen der Parameter für einen bestimmten Kanal richtet.
Da die Steuerknöpfe an der Frontplatte des Mischpults in einer vorgegebenen, gewünschten Anordnung vorgesehen sind, kann die Bedienungsperson jenen Einsteller einfach erkennen und betätigen, den dazu notwendig ist, um die Tonverarbeitungseinstellungen auszuführen, von denen die Bedienungsperson wünscht, dass sie im ausgewählten Kanal ausgeführt werden.
Das Tonmischpult enthält vorzugsweise eine Reihe von Steuerungen, deren Einsteller vom Benutzer betätigt werden können, für entsprechende Tonverarbeitungsfunktionen, die in einem Bereich auf einem Steuerfeld angeordnet sind, sowie Einrichtungen, um die Reihe der vom Benutzer betätigbaren Steuerungen einem vom Benutzer auswählbaren Tonverarbeitungskanal dynamisch zuzuordnen.
Vorzugsweise enthält das Tonmischpult zusätzlich einen Satz von weiteren vom Benutzer betätigbaren Steuerungen in Form von Überblendreglern, die in einem weiteren Bereich des Steuerfelds angeordnet und der Reihe der vom Benutzer betätigbaren Steuerung zugeordnet sind, sowie eine Einrichtung, um den Satz von Überblendreglern einer Gruppe von Tonkanälen dynamisch zuzuordnen, wobei die Einrichtung für die dynamische Zuordnung der Reihe der vom Benutzer betätigbaren Steuerungen dazu gezwungen ist, die Reihe einer Gruppe von Tonkanälen zuzuordnen, für die die Überblendregler derzeit ausgewählt sind.
Damit kann der Benutzer den Satz von Hauptkanal-Überblendreglern leicht einer bestimmten Gruppe von bereitstehenden Kanälen zuordnen, worauf die Reihe der vom Benutzer betätigbaren Steuerungen einem der Kanäle innerhalb der ausgewählte Gruppe zugeordnet und die gewünschten Einstellungen für diesen Kanal ausgeführt werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die Überblendregler in einer Reihe vor dem Benutzer angeordnet, wobei die vom Benutzer betätigbaren Steuerungen bzw. deren Einsteller in einem Bereich des Steuerfelds unmittelbar hinter den Überblendreglern liegen.
Vorzugsweise weist das Pult eine Vielzahl von Reihen (vorzugsweise zwei Reihen) von Einstellern für vom Benutzer betätigbaren Steuerungen auf, wobei jeder in einem entsprechenden Bereich des Steuerfelds angeordnet ist und jede Reihe einzeln einem entsprechenden Tonverarbeitungskanal zugeordnet werden kann. Vorzugsweise ist ein entsprechender Satz von Überblendreglern jeder Reihe der vom Benutzer betätigbaren Steuerungen zugeordnet. Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung gibt es zwei Sätze von Überblendreglern, die zu beiden Seiten eines mittleren Steuerbereichs angeordnet sind, wobei jede Reihe der vom Benutzer betätigbaren Einstellern, die einem bestimmten Kanal zugeordnet werden können, hinter dem entsprechenden Satz von Überblendreglern liegt.
Der mittlere Steuerbereich kann Hauptüberblendregler sowie gemeinsame Verarbeitungsfunktionen enthalten.
Vorzugsweise sind vom Benutzer betätigbare Einsteller (beispielsweise Steuerknöpfe) vorgesehen, um eine Gruppe von Kanälen auszuwählen, denen ein Satz von Überblendreglern zugeordnet werden soll, wobei weitere vom Benutzer betätigbare Einsteller (z. B. Steuertasten) vorgesehen sind, um die Reihen der vom Benutzer betätigbaren Steuerungen einem ausgewählten Kanal innerhalb der ausgewählten Gruppe von Kanälen zuzuordnen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist jede vom Benutzer betätigbare Steuerung einer bestimmten Tonverarbeitungsfunktion zugeordnet, obwohl die Erfindung die Möglichkeit nicht ausschliesst, dass bestimmte vom Benutzer betätigbare Steuerungen einer Vielzahl von Funktionen zugeordnet werden können.
Vorzugsweise enthält das Pult eine Einrichtung, um die vom Benutzer betätigbaren Einsteller abzufragen und abzutasten, um deren Betätigung und momentane Stellung festzustellen, wobei dies hauptsächlich so wie bei der Abfrage einer Tastatur erfolgt, beispielsweise in einem Rechnersystem oder ähnlichem.
Vorzugsweise sprechen Analog/Digital-Umsetzer auf die Abtasteinrichtung an, um analoge Abtastwerte in entsprechende digitale Werte für die Verarbeitung im Pult festzulegen.
Um die riesige Anzahl von Tonverarbeitungsfunktionen auszuführen, die in einem Tonmischpult typisch benötigt werden, enthält das Tonmischpult vorzugsweise eine parallele Steuerung und Signalverarbeitung. Dementsprechend enthält die Einrichtung für die dynamische Zuordnung der vom Benutzer betätigbaren Steuerungen eine Demultiplexerstufe, um einen Verarbeitungskanal für
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die Verarbeitung von Funktionswerten zuzuordnen, die von der vom Benutzer betätigbaren Steuerung geliefert werden, sowie eine Multiplexerstufe, um einen resultierenden, verarbeiteten Funktionswert vom Verarbeitungskanal rückzukoppeln, wobei die Demultiplexerstufe und die Multiplexerstufe auf ein Steuersignal ansprechen, das den Verarbeitungskanal anzeigt, um die Funktionswerte der vom Benutzer betätigbaren Steuerung zu verarbeiten.
Die vom Benutzer betätigbaren Einsteller enthalten eine Einrichtung, um Änderungen anzuzeigen, die für die verarbeiteten Funktionswerte repräsentativ sind. Beispielsweise können die vom Benutzer betätigbaren Einsteller mit Leuchtanzeigen versehen sein, die eine Einstellung der vom Benutzer betätigbaren Einsteller anzeigen. Eine derartige Anzeige ist besonders dann vorteilhaft, wenn es sich bei dem vom Benutzer betätigbaren Einsteller um einen endlos drehbaren Knopf handelt, d. h. um einen drehbaren Knopf ohne Endanschläge. Die vom Benutzer betätigbaren Einsteller können auch mit einem Motor versehen sein, wobei der Motor für den Einsteller beim Empfang von verarbeiteten Funktionswerten von der Multiplexerstufe automatisch in Betrieb gesetzt wird.
Wie oben erwähnt, besitzt das Tonmischpult bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zwei Reihen von Einstellern, die vom Benutzer betätigbar sind, wobei diese in entsprechenden Bereichen (Unterfeldern) auf dem Steuerfeld enthalten sind, wobei die Unterfelder die selbe Funktion besitzen. Jeder Satz von Überblendreglern für das Unterfeld kann 24 Überblendregler enthalten, die so zugeordnet sein können, um die Verstärkung einer Gruppe von 24 Kanälen aus 128 möglichen Kanälen zu steuern. Die vom Benutzer betätigbaren Steuerungen weisen Entzerrerund Effektsteuerungen auf, die einem momentan ausgewählten einzelnen Kanal aus einer momentanen Gruppe von 24 Kanälen gewünschte Verarbeitungsparameter zuführen.
Es ist ersichtlich, dass dann, wenn zwei Reihen von Einstellern, die vom Benutzer betätigbar sind, und Überblendreglern vorgesehen sind, wobei die beiden Reihen ausgewählten Kanälen dynamisch zugeordnet sein können, ein Konflikt auftreten kann, wenn ein einzelner Kanal von beiden Reihen der vom Benutzer betätigbaren Steuerungen ausgewählt wird. Es wurde daher vorgeschlagen, dass eine Verriegelung vorgesehen ist, um zu verhindern, dass zwei Unterfelder dazu verwendet werden, um das selbe Merkmal des selben Kanals gleichzeitig zu steuern. Dies schränkt die Betriebsfreiheit des Felds ein, wenn beispielsweise zwei Bedienungspersonen gleichzeitig agieren.
Gemäss einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung liefert die Erfindung ein Tonmischpult, das eine Vielzahl von Reihen mit vom Benutzer betätigbaren Steuerungen enthält, wobei jede gleichzeitig dem selben Tonverarbeitungskanal zugeordnet werden kann, und wobei jede entsprechende Demultiplexerstufen und Multiplexerstufen enthält, wobei ein zugeordneter Verarbeitungskanal für eine vom Benutzer betätigbare Steuerung eine faltende Addierfunktion enthält, die auf Änderungen im Funktionswert für die vom Benutzer betätigbare Steuerung von jeder Reihe der vom Benutzer betätigbaren Einstellern anspricht, und wobei mit der faltenden Addierstufe eine Endanschlagsfunktion verbunden ist, um zu verhindern, dass der Funktionswert für den Verarbeitungswert einen oberen und unteren Grenzwert überschreitet.
Unter dem Ausdruck "faltende Addierfunktion" soll verstanden werden, dass dann, wenn der Ad- dierausgang +1 erreicht, ein weiterer Anstieg den Ausgang auf -1 faltet, wobei der Anstieg von dort weitergeht. Das bedeutet, dass der Addierausgang immer im Bereich von-1 bis +1 liegt. Beispielsweise ist bei dieser Faltarithmetik die Summe von +0,25 und +0,3 gleich +0,55, wobei jedoch die
Summe von +0,75 und +0,6 tatsächlich-0,65 beträgt.
Wenn in Übereinstimmung mit diesem Gesichtspunkt der Erfindung die beiden Unterfelder auf die selbe Kanalgruppe eingestellt werden, oder wenn der selbe individuelle Kanal für die Reihe der vom Benutzer betätigbaren Steuerungen ausgewählte wird, werden irgendwelche Änderungen, die auf einem Unterfeld vorgenommen werden, von den Steuerungen auf dem anderen Unterfeld ge- spiegelt. Wenn beispielsweise ein Überblendregler auf einem Unterfeld bewegt wird, wird der ent- sprechende Überblendregler für den entsprechenden Kanal auf dem anderen Unterfeld mit Hilfe einer motorisierten Steuerung in die übereinstimmende Stellung bewegt.
Wenn es sich bei den
Steuerknöpfen um Endlospotentiometer handelt, für die die momentane "Einstellung" der Steue- rung mit einem Leuchtsegment (beispielsweise einer LED) auf dem Rand des Steuerknopfs ange- zeigt wird, wird beim Drehen eines Potentiometers auf einem Unterfeld, wenn der selbe Kanal auf dem anderen Unterfeld ausgewählt ist, das momentan beleuchtete Segment auf dem Rand auf je- dem der beiden entsprechenden Potentiometer geändert, um die neue "Einstellung" des bewegten
Potentiometers wiederzuspiegeln.
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Vorzugsweise erzeugt jedes Potentiometer Funktionswerte zwischen-1 und +1. Die minus-1 und +1 Stellungen liegen vorzugsweise unmittelbar neben der Potentiometerstellung von #6 Uhr", wobei sie diese kennzeichnen.
Die beiden Potentiometerstellungsausgänge werden an die faltende Addierstufe gelegt, die die beiden Zahlen addiert, die die beiden Potentiometerstellungen anzeigen.
Dadurch, dass der Ausgang der faltenden Addierstufe an einen Endanschlag gelegt wird, verhindert diese Funktion, dass der Potentiometerausgang über +1 ansteigt oder unter-1 fällt. Wenn jedoch der Potentiometerausgang am Ende bei +1 angehalten wird, wird irgendeine Abnahme im Ausgang der faltenden Addierstufe den Potentiometerausgang unmittelbar von +1 nach 0 abnehmen lassen. Der Ausgang der Endanschlagsfunktion wird als Potentiometerausgang geliefert, wobei er auch die Anzeige steuert, die jedes Potentiometer umgibt. Dieser Aufbau bedeutet, dass eine Änderung in einem der Potentiometer auf einen Anstieg in der imaginären Stellung von beiden Potentiometern reflektiert und auf beiden Potentiometeranzeigen dargestellt wird.
Bei einem Überblendregler mit Motorantrieb, bei dem die Anzeige (die Stellung des Hebels des Überbelendreglers) auch die Eingabeeinrichtung ist, wird ein Ausgang für eine Einstellungsänderung von einem Einstellregler nur dann geliefert, wenn ein dem Überblendregler zugeordneter Fingerfühler abtastet, dass der Überblendregler vom Benutzer berührt wurde. Wenn daher das System den Überblendregler in Abhängigkeit von verarbeiteten Funktionswerten bewegt, werden vom Überblendregler keine neuen Eingangswerte erzeugt. Nur wenn der Überblendregler vom Benutzer betätigt wird, erzeugt der Überblendregler neue Eingangswerte.
Vorzugsweise enthält die Demultiplexerstufe einen Datenpuffer für jeden Verarbeitungskanal, um momentane Funktionswerte für einen Verarbeitungskanal beizubehalten und zu erneuern, der momentan mit dem Steuersignal ausgewählt wird, und den allerletzten Funktionswert für einen Verarbeitungskanal zu halten, der mit dem Steuersignal momentan nicht ausgewählt wird, und nachher einen Verarbeitungskanal wieder auf Null zu stellen, wenn dieser wieder ausgewählt wird.
Auf diese Weise hält die Demultiplexerstufe den momentanen Einstellwert für ungewählte Funktionen, wobei der Einstellwert für momentan ausgewählte Funktionen erneuert wird. Der erneuerte Einstellwert wird an die entsprechende Endanschlagsfunktion gelegt. Die Multiplexerstufe wählt den Ausgang der momentan ausgewählten Endanschlagsfunktion aus, um die Anzeige des momentan ausgewählten Funktionswerts zu steuern.
Wie oben erwähnt, weisen die vom Benutzer betätigbaren Einsteller Drehpotentiometer-Steuerknöpfe auf, die rund um den Knopfrand mit Leuchtsegmenten versehen sind. Eines dieser Segmente (z. B. eine Leuchtdiode LED) kann beleuchtet werden, um die momentane "Einstellung" anzuzeigen, die diesem Potentiometer zugeordnet ist.
Wenn sich der Rand mit seinen LEDs mit einem Knopf dreht, wird eine relativ gute Anzeige der Drehung des Knopfs geliefert. Das Vorsehen eines drehbaren Rands mit einer Vielzahl von LEDs ist jedoch relativ teuer. Wenn dagegen die LEDs auf dem Feld rund um den Knopf angebracht sind, würde man eine relativ geringe Auflösung der Drehung des Potentiometers erreichen.
Gemäss einem weiteren Gesichtspunkt der Erfindung ist daher ein drehbarer Steuerknopf mit einem Ring von Leuchtsegmenten vorgesehen, um einen Wert anzuzeigen, der momentan mit dem Steuerknopf ausgewählt ist, wobei der Ring von Leuchtsegmenten so gesteuert wird, um eine Makro- und eine Mikro-Einstellung anzuzeigen, wobei eine vollständige Drehung der Mikro-Einstellung einem Schritt der Makro-Einstellung entspricht, wobei die Mikro- und Makro-Anzeigen optisch unterschieden werden können. Damit wird ein einziger Ring von Leuchtsegmenten (z.B. LEDs) dazu verwendet, um sowohl eine #Makro"-Einstellung als auch eine "Mikro"-Einstellung wie beim Stunden- und Minutenzeiger einer Uhr anzuzeigen. Bei der Mikro-Anzeige kann es sich um eine einzige beleuchtete LED handeln.
Um zwischen den beiden Anzeigen unterscheiden zu können, kann die Makro-Anzeige aus zwei benachbarten, beleuchteten LEDs oder aus zwei diametral gegenüberliegenden, beleuchteten LEDs bestehen.
Nunmehr soll eine Ausführungsform der Erfindung anhand eines Beispiels und im Zusammen- hang mit den beiliegenden Zeichnungen beschrieben werden, in denen zeigt:
Fig.1 das vereinfachte Blockschaltbild eines Mischpults für eine Tonsignalverarbeitung,
Fig.2 die vereinfachte Darstellung der Innenverbindung von Steuerungen, die vom Benutzer betätigbar sind, auf dem Steuerfeld 12 sowie das Signalverarbeitungsnetzwerk des Mischpults von
Fig. 1;
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Fig. 3 die vereinfachte Darstellung der Verbindung von zwei vom Benutzer betätigbaren Steuerungen mit einem einzigen Verarbeitungskanal des Mischpults von Fig. 1;
Fig.4 die vereinfachte Darstellung eines drehbaren Steuerknopfs mit einer Stellungsanzeige; und
Fig. 5 die vereinfachte Darstellung eines Überblendreglers mit einer zugeordneten Steuerstufe.
Fig. 1 zeigt das vereinfachte Blockschaltbild eines Tonmischpults 10, das in einem Tonstudio verwendet wird. Das Tonmischpult 10 enthält eine vordere Frontplatte 12, ein Verarbeitungsnetzwerk 14, das eine Reihe von Signalprozessoren 15 sowie eine Vielzahl von Steuerprozessoren und Pufferstufen 16 enthält, sowie ein oder mehrere Eingangs/Ausgangsschnittstellenprozessoren und Schnittstellen 18. In Fig. 1 ist weiters eine Zentraleinheit 20 dargestellt, die dauernd mit dem restlichen System verbunden oder nur während der Vorbereitungsphase und der Fehlerbeseitigungsphase angeschlossen sein kann.
Das Feld 12 enthält eine Reihe von vom Benutzer betätigbaren Einstellern, einschliesslich Überblendreglern, Schaltern, Drehreglern, sowie Video-Sichtstationen, Lampen und anderer Anzeigen, wie dies in Fig. 1 vereinfacht dargestellt ist. Wahlweise kann das Feld 12 mit einer Tastatur, Nachlaufschaltungen usw. sowie mit einer allgemeinen Verarbeitungsstufe (nicht dargestellt) für die Eingabe und Steuerung des Pultbetriebs versehen sein. Ein oder mehrere Video-Sichtstationen können auf dem Feld dann als Anzeige für den Hauptrechner verwendet werden.
Bei einer Ausführungsform wird die Zentraleinheit 20 als Hauptarbeitsstation ausgeführt, die ein rechnerunterstütztes Paket sowie andere Softwarepakete enthält, um mit den anderen Merkmalen des Tonmischpults eine Schnittstelle zu bilden. Die Zentraleinheit kann andererseits als eine nur für diese Zwecke dienenden Arbeitsstation aufgebaut sein, die einen speziellen Verarbeitungskreis besitzt, um die gewünschten Funktionen zu liefern, oder als Zentralrechner, oder als Teil eines Rechnernetzwerks ausgeführt sein. Wie Fig. 1 zeigt, weist die Steuereinheit 20 eine Anzeige 20D, Benutzerschnittstelleneinrichtungen 201, beispielsweise eine Tastatur, eine Maus usw., sowie eine Verarbeitungs- und Kommunikationsstufe 20P auf.
Im Normalbetrieb erfolgt die Steuerung des Tonmischpults an der Frontplatte oder dem Mischfeld 12. Das Tonmischpult 10 ist mit anderen Einrichtungen für die Kommunikation von Ton- und Steuerdaten zwischen dem Verarbeitungsnetzwerk 14 und verschiedenen Eingabe/Ausgabe-Stufen (nicht dargestellt) verbunden, beispielsweise Lautsprechern, Mikrofonen, Aufzeichengeräten, Musikinstrumenten usw. Die Arbeitsweise des Studionetzwerks kann an der Frontplatte oder dem Mischfeld 12 gesteuert werden, wobei eine Datenkommunikation zwischen den Einrichtungen im Studionetzwerk und der Ausführung der notwendigen Verarbeitungsfunktionen durch das Verarbeitungsnetzwerk 14 in Abhängigkeit von der Betätigung der auf dem Feld befindlichen Einstellern ausgeführt wird.
Das Verarbeitungsnetzwerk 14 kann so betrachtet werden, dass es in eine Steuerseite 16, die auf den Zustand der verschiedenen Einstellern auf der Frontplatte 12 anspricht, sowie in eine Tonsignal-Verarbeitungsseite 15 geteilt ist, die die erforderlichen Tonverarbeitungsfunktionen in Abhängigkeit von den Einstellungen der Einsteller ausführt und die Tondaten mit dem Studionetzwerk über die E/A-Schnittstelle 18 in Verbindung bringt.
Die Verarbeitung der digitalen Tondaten erfolgt in einer Parallelsignal-Verarbeitungsstufe 15, die eine grosse Anzahl von integrierten Signalverarbeitungsstufen (SPIC signal processing integrate circuit) enthält. Die SPICs arbeiten mit einer Mikroprogrammsteuerung, wobei der Mikrokode von der Zentraleinheit 20 in einer Vorbereitungsphase des Betriebs geladen wird. Bei der bevorzugten Ausführungsform ist das Verarbeitungsnetzwerk 14 auf einem Rahmen angeordnet, auf dem eine Vielzahl von Karten angeordnet ist Jede Karte trägt eine Anordnung von beispielsweise 25 SPICs, wobei die horizontalen und vertikalen Busleitungen zwischen den Karten so verbunden werden, dass die SPICs sowohl logisch als auch elektrisch gesehen ein grosses Netz bilden.
Die Busleitungen können in einem Ring mit periodischen Pipeline-Registern verbunden sein, um eine Zweirichtungskommunikation rund um den Ring zu ermöglichen und den Zusammenhang zu vergrössern.
Die Signalprozessoren sind ebenfalls mit der E/A-Schnittstelle 18 verbunden.
Die Parallelverarbeitungsstufe sorgt als Ganzes für die Ausführung von allen Tonverarbeitungsfunktionen, die in Abhängigkeit vom Aufbau des Studionetzwerks und den Einstellungen der Steuerungen an der Frontplatte 12 benotigt werden, indem sie digitale Tonverarbeitungskanäle auf dem Signalverarbeitungsnetzwerk festlegt. Der Mikrokode, der während der Vorbereitungsphase
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geladen wird, sorgt für die einzelnen Tonsignal-Verarbeitungsfunktionen, obwohl die Leitwegzuordnung der Daten und die Lieferung von Koeffizientendaten unter der Steuerung des Steuerprozessors (der Steuerprozessoren) 16 während der Laufzeit erfolgt.
Um eine bestimmte Funktion einoder auszuschalten oder die Leitwegzuordnung der Daten zu verändern, bildet (bilden) der (die) Steuerprozessor (en) 16 eine Schnittstelle mit der Reihe von SPICs 15, um Signaldaten, Koeffizienten und Adressen in die SPICs einzuschreiben und Signaldaten, Koeffizienten und Adressen aus den SPICs auszulesen.
Der (die) Steuerprozessor (en) spricht (sprechen) auf die Betätigung der vom Benutzer betä- tigbaren Einsteller auf dem Mischfeld 12 durch den Benutzer an, beispielsweise auf Überblendregler 26, Schalter 39 und Steuerknöpfe 38 usw., um die Charakteristika zu verändern, beispielsweise Signalpegel usw. von Tonsignalen.
Wie man am Besten aus Fig. 1 erkennt, ist das Steuerfeld des Mischpults in zwei Haupt-Unterfelder 22 und 24 mit einem mittleren Steuerfeld 40 unterteilt Die Unterfelder 22 und 24 sind vorzugsweise gleich aufgebaut, so dass der Benutzer entweder das linke oder das rechte Unterfeld verwenden kann, ohne seine Arbeitsweise zu ändern. Das mittlere Steuerfeld 40 enthält zentrale Funktionen, die für den Gesamtbetrieb des Steuerfelds sowie den Betrieb der einzelnen Unterfelder 22 und 24 geeignet sind.
Direkt unterhalb eines jeden Überblendreglers der Gruppe von Kanal-Überblendreglern 26 liegt eine Steuertaste eines Satzes von Steuertasten 32, um den zugeordneten Steuerbereich 30 einem bestimmten Kanal zuzuordnen, dem die bestimmte Taste im Tastensatz 32 und der entsprechende Überblendregler in der Überblendreglerreihe 26 zugeordnet sind.
Jedes Unterfeld 22 und 24 sowie das Steuerfeld 40 weist optische Anzeigen 34,46 auf, um eine gewünschte information darzustellen. Weiters sind den Tasten 32 und 39 optische Anzeigen zugeordnet, um anzuzeigen, wenn sie in Betrieb gesetzt sind, wobei optische Anzeigen den Steuerknöpfen 38 zugeordnet sind, um die momentane #Einstellung" dieser Steuerknöpfe darzustellen.
Fig. 2 zeigt eine vereinfachte Darstellung des Verhältnisses zwischen den Eingabestufen für den Benutzer (einschliesslich der Schalter 32 und 36 sowie der analogen Benutzereinrichtungen 26 und 38) auf dem Steuerfeld und dem Verarbeitungsnetzwerk 14. Im besondern enthält das Steuerfeld 12 eine Multiplexerstufe 52, die auf eine Abfragesteuerung 56 anspricht, um alle vom Benutzer betätigbaren Steuerungen auf dem Steuerfeld der Reihe nach einzeln abzutasten. Die von den Eingabeeinrichtungen für die Benutzer, die binäre Ausgangssignale liefern, beispielsweise von den Schaltern 32, abgetasteten Werte werden direkt über eine Leitung 53 dem Verarbeitungsnetzwerk 14 als Zeitmultiplexsignale zugeführt.
Analogwerte, die von analogen Eingabeeinrichtungen abgetastet werden, beispielsweise von Steuerknöpfen 38 und Überblendreglern 26, werden zeitmultiplex über einen A/D-Umsetzer 54 dem Verarbeitungsnetzwerk 54 zugeführt. Die vom Benutzer betätigbaren Einsteller auf dem Steuerfeld 12 werden so abgetastet, wie dies Fachleuten von Eingabevorrichtungen, z. B. von Tastaturen usw., bekannt ist. Die Abfragesteuerung 56 kann im Steuerfeld 12 enthalten sein, wie dies Fig. 2 zeigt, wobei die Steuerung der Abfrage andererseits direkt vom Signalverarbeitungsnetzwerk 14 erfolgen kann, wie dies die strichlierte Linie 58 zeigt.
Im Betrieb wählt der Benutzer eine bestimmte Gruppe von 24 der bereitstehenden Kanäle (wie bereits erwähnt, beispielsweise eine Gruppe von 24 Kanälen aus 128 Kanälen bei der bevorzugten Ausführungsform), indem er einen geeigneten Block von Tasten 28 für ein bestimmtes Unterfeld (z. B. das Unterfeld 22) betätigt. Durch eine Betätigung der Steuertaste 32 über einem bestimmten Kanal-Überblendregler in der Reihe von Überblendreglern 26 weist der Benutzer die Steuerknöpfe und Tasten 38 und 39 des Steuerfelds 30 dem ausgewählten Kanal zu. Die Steuerparameter für diesen Tonverarbeitungskanal können dann durch die Betätigung der vom Benutzer betätigbaren Steuerknöpfe 38, die Tasten 39 und den Kanal-Überblendregler für diesen Kanal eingestellt und geregelt werden.
Gleichzeitig kann die Verstärkung für die anderen Kanäle in der ausgewählten Kanalgruppe mit den anderen Überblendreglern innerhalb des Satzes von Überblendreglern 26 eingestellt werden. Die ausgewählte Kanalgruppe kann jederzeit durch eine Betätigung einer geeigneten Taste im Block von Tasten 28 geändert werden, wobei die Zuordnung der Steuerknöpfe 38 und der Tasten 39 im Steuerfeld 30 auf irgendeinen der Kanäle der ausgewählten Kanalgruppe geändert werden kann, indem die geeignete Steuertaste im Satz von Tasten 32 betätigt wird.
Es ist notwendig, die in jedem steuerbaren Kanal eingestellten Werte beizubehalten. Unabhängig davon, ob sie momentan für eine Einstellung auf dem Unterfeld 22 ausgewählt wurden oder
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nicht, ist es notwendig, dass die Steuerwerte, die jeder vom Benutzer betätigbaren Steuerung zugeordnet sind, in einem Signalverarbeitungskanal für den entsprechenden Tonverarbeitungskanal getrennt geregelt werden.
Unter der Annahme, dass zwei Unterfelder 22 und 24 auf dem Steuerfeld 12 vorgesehen sind, und dass jedes Unterfeld irgendeiner gewünschten Kanalgruppe frei zugeordnet werden kann, und dass das Steuerfeld 30 für jedes Unterfeld 22 und 24 frei einem einzelnen Kanal zugeordnet werden kann, muss eine Steuerstufe vorgesehen werden, die geeignet ist eine vom Benutzer betätigbare Steuerung der selben Funktion innerhalb des selben Kanals auf jedem Unterfeld 22 und 24 zuzuordnen.
Fig. 3 zeigt die vereinfachte Darstellung der Steuerstufe gemäss dieser Erfindung, mit der dies ausgeführt werden kann.
In Fig. 3 sind mit den Bezugsziffern 60 und 62 zwei endlos drehbare Steuerknöpfe auf dem ersten Unterfeld 22 bzw. dem zweiten Unterfeld 24 bezeichnet. Das Tonmischpult 12 spricht auf eine Stellungsänderung des Steuerknopfs 60 an, die von einer Abtaststufe abgetastet wird, um ein Ausgangssignal zu erzeugen, das eine schrittweise Drehung der Steuerknöpfe 60 und 62 kennzeichnet. Die Funktion für die Erzeugung des schrittweisen Drehsignals ist für den Steuerknopf 60 bei der Bezugsziffer 61 und für den Steuerknopf 62 bei der Bezugsziffer 63 dargestellt. Diese Funktion kann in der Signalverarbeitungsstufe ausgeführt oder vom Steuerfeld selbst geliefert werden.
Typisch wird ein absoluter Stellungswert für jeden vom Benutzer betätigbaren Einsteller bei jeder Abfrage gespeichert, worauf ein Differenzsignal durch einen Vergleich des momentan abgetasteten Werts mit einem vorher gespeicherten Wert erzeugt wird.
Es ist ersichtlich, dass die direkte Leitungsverbindung zwischen den Steuerknöpfen 60/62 und dem entsprechenden Stellungssignalgenerator 61/63 in diesem Fall eine Verbindung über die Steuerstufe von Fig. 2 darstellt. Der Ausgang vom Stellungssignalgenerator 61/63 wird an einen Multiplexer/Zuordner 64/66 gelegt, der den Steuerknopf dynamisch einem der bereitstehenden Signalverarbeitungskanale (bei dieser Ausführungsform 128 Signalverarbeitungskanale) zuordnet.
Der Multiplexer/Zuordner 64 für den Steuerknopf 60 wird von einer Kanalauswahlsteuerung 78 gesteuert, die auf die Betätigung von einem Block von Steuertasten 28 anspricht, um eine Gruppe von Steuerkanälen auszuwählen, und die auf die Betätigung einer einzelnen Steuertaste in dem Satz von Steuertasten 32 anspricht, um einen einzelnen Kanal auszuwählen. Der Ausgang des Stellungssignalgenerators 61 für den Steuerknopf 60 ist so aufgebaut, dass ein Signal in Komplementen arithmetischer Binärsignale erzeugt werden, die einen Wert zwischen-1 und +1 besitzen.
Einem solchen Komplement zur Grösse N wird durch Subtraktion einer jeden Stelle der gegebenen Grösse von N um 1 und Addieren einer Einheit zu der geringstwertigen Stelle erhalten. So ist z.B. von der Grösse 11010 das Komplement arithmetischer Binärsignale 00110. Die Stellung des Steuerknopfs ist damit als Binärwert zwischen-1 und +1 kodiert. Die Werte-1 und +1 kennzeichnen die Stellungen unmittelbar neben der #6 Uhr"-Stellung. Der Ausgang des Stellungssignalgenerators 61 wird über den Mulitplexer/Zuordner 64 dem geeigneten Signalverarbeitungskanal 68 in Übereinstimmung mit der Kanalauswahl von der Kanalauswahlsteuerung zugeführt.
Auf ähnliche Weise erzeugt der Stellungssignalgenerator 63 einen Stellungsausgang, der die Stellung des Steuerknopfs in komplementär dargestellten Binärsignalen anzeigt, wobei die Stellung des Steuerknopfs als Binärwert zwischen-1 und +1 kodiert ist, wobei die Stellungen -1 und +1 unmittelbar neben der #6 Uhr"-Stellung des Steuerknopfs liegen und diese Stellung kennzeichnen.
Der Ausgang der Stellungsanzeige 63 wird über die Multiplexer/Zuordner 66 an den Tonverarbeitungskanal 68 gelegt, der von der Kanalauswahlsteuerung 79 festgelegt wird. Die Kanalauswahlsteuerung 79 spricht auf die Betätigung eines Blocks von Steuertasten 28 an, um eine Kanalgruppe auszuwählen, sowie auf die Betätigung eines Satzes von Steuertasten 32 an, um einen bestimmten Kanal auszuwählen.
Hier soll angenommen werden, dass sowohl der Steuerknopf 60 als auch der Steuerknopf 62 dem selben Tonverarbeitungskanal 68 zugeordnet sind und dieselbe Funktion innerhalb des Kanals kennzeichnen. Die Ausgänge der Multiplexer/Zuordner 64 und 66 werden an eine faltende Addierstufe 82 gelegt, die jene beiden Zahlen addiert, die die Stellungen der beiden Steuerknöpfe kennzeichnen. Unter dem Ausdruck "faltende Addierstufe" soll verstanden werden, dass dann, wenn der Ausgang der Addierstufe +1 erreicht, ein weiterer Anstieg dazu führt, dass der Ausgang auf-1 gefaltet wird und von dort laufend ansteigt. Das bedeutet, dass das Ausgangssignal der
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Addierstufe immer im Bereich von-1 bis +1 liegt. Beispielsweise ist bei dieser Faltarithmetik die Summe von +0,25 und +0,3 gleich +0,55 wobei jedoch die Summe von +0,75 und +0,6 tatsächlich -0,65 ist.
Der Ausgang der faltenden Addierstufe 82 wird an eine Endanschlagssteuerung 84 gelegt. Diese Steuerung verhindert, dass ein Ausgangswert über +1 ansteigt oder weiter als -1 fällt.
Wenn jedoch der Ausgang am Ende bei +1 angehalten wird, wird jede folgende Abnahme im Ausgang der falten Addierstufe den Ausgang unmittelbar von +1 nach 0 fallen lassen. Es ist ersichtlich, dass die Arbeitsweise der Multiplexer 70 und 72 vom Ausgang der Kanalauswahlstufe 78 bzw. 79 gesteuert wird. Der Ausgang der Endanschlagsteuerung 84 wird weiters dazu verwendet, um die Tonsignal-Verarbeitungsfunktion 86 im Signalverarbeitungskanal 68 zu steuern.
Der Ausgang des Multiplexers 70 wird an eine Anzeigesteuerung 73 gelegt, um eine Anzeige 74 zu steuern, die die momentane Stellung des endlos drehbaren Steuerknopfs 60 kennzeichnet.
Die in Fig. 3 gezeigten Werte-1, -0,5,0, +0,5 und +1 werden nicht wirklich auf der Anzeige 74 dargestellt, da sie eher die Stellung am Umfang des Steuerknopfs kennzeichnen, die den verschiedenen Werten des Ausgangs des Multiplexers 70 entsprechen, wobei die Werte vom Stellungsanzeiger 61 geliefert werden.
Auf ähnliche Weise wird der Ausgang des Multiplexers 72 an eine Anzeigensteuerung 75 gelegt, um die momentane Anzeigestellung des Steuerknopfs 76 zu steuern.
Mit dieser Steuerstufe verursacht jede Änderung bei einem der Steuerknöpfe 60 oder 62 eine resultierende Änderung der angezeigten Stellung des Steuerknopfs sowie der angezeigten Stellung des anderen Steuerknopfs.
Da es zu jeder Zeit im Betrieb der Vorrichtung möglich ist, den Kanal zu ändern, dem die vom Benutzer betätigbaren Steuerungen (z. B. der Steuerknopf 60) zugeordnet sind, ist es notwendig, die letzte Stellung der vom Benutzer betätigbaren Steuerung zu halten, die für einen bestimmten Kanal ausgewählt ist, wenn dieser Kanal nicht mehr ausgewählt wird, so dass bei der Wiederauswahl des Kanals der momentane Wert wiedergewonnen werden kann. Dazu ist jeder Multiplexer/Zuordner 64 mit einem Satz von Signalpuffern 65 versehen, in denen der zuletzt ausgewählte Wert für jeden bereitstehenden Kanal gehalten wird.
Fig. 4 zeigt die vereinfachte Darstellung eines endlos drehbaren Steuerknopfs 60 mit einem Absolutstellungsfühler 87, um die absolute Stellung des Steuerknopfs abzutasten, sowie einer Anzeigesteuerung 73, um die Anzeige der momentanen Stellung des Steuerknopfs mit Hilfe einer Stellungsanzeige 74 zu steuern, die eine Vielzahl von Leuchtsegmenten 88 enthält. Bei der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthält die Stellungsanzeige 74 einen Ring von 30 bis 40 LEDs, die als Rand rund um einen Steuerknopf angeordnet sind, wobei sie jedoch auf dem Steuerfeld angebracht werden, das den Steuerknopf umgibt. Die Beleuchtung der einzelnen LEDs erfolgt so, dass sie wie ein Stunden- und Minutenzeiger einer Uhr geliefert wird, so dass "Makro" und "Mikro"-Einstellungsänderungen dargestellt werden können.
Beispielsweise kann eine vollständige Umdrehung des Mikro-Stellungsanzeigers einem Schritt des Makro-Stellungsanzeigers entsprechen.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung wird der Mikro-Stellungsanzeiger durch eine einzige beleuchtete LED dargestellt. Ein Makro-Stellungsanzeiger wird andererseits von zwei beleuchteten LEDs geliefert, die entweder unmittelbar nebeneinander oder diametral einander gegenüber angeordnet sein können.
Fig. 4a zeigt einen alternativen Anzeigenaufbau für einen drehbaren Knopf. Bei diesem Anzeigenaufbau kann ein ungefährer Knopfwert mit einem ersten Ring von LED-Anzeigen 96 dargestellt werden, die auf einem Rand 94 vorgesehen sind, der sich mit einem Knopf 92 dreht, und einem zweiten Ring von Stellungsanzeigern 98 dargestellt werden, die an der Vorderseite des Steuerfelds angebracht sind. Der mit dem Bogen 99 bezeichnete Bereich kann in Übereinstimmung mit dem Betrieb verändert werden. Die durch den Bogen 99 angezeigte Drehung kann beispielsweise 20dB oder 3dB betragen. Zusätzlich kann mit der Hilfe einer digitalen Anzeige 90 ein genauer Knopfwert angezeigt werden.
Andererseits kann die Stellungsanzeige 74 zwei konzentrische Ringe von LEDs enthalten, wobei der Mikro-Stellungsanzeiger durch die Beleuchtung einer entsprechenden Stellungs-LED sowohl im inneren als auch im äusseren Ring dargestellt wird, und wobei der Makro-Stellungsanzeiger durch die Beleuchtung einer einzigen LED auf dem inneren Ring der LEDs dargestellt wird. Es ist ersichtlich, dass andere bestimmte Aufbauten von LEDs verwendet werden können, um die Mikro-
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und Makro-Stellungsanzeiger zu liefern. Beispielsweise können verschiedenfarbige LEDs verwendet werden, um die Makro- und Mikrofunktionen darzustellen.
Fig. 5 zeigt die vereinfachte Darstellung einer vom Benutzer betätigbaren Steuerung in Form eines Überblendreglers. Der Überblendregler 100 enthält eine Skala 101 mit einem Überblendreglerhebel 102, der zwischen Endstellungen längs einer Bahn 108 verschiebbar ist. Die momentane Stellung des Überblendreglerhebels 102 wird mit einem Stellungsfühler 105 dargestellt. Der Überblendregler von Fig. 5 ist mit einem Motor 104 versehen, der auf Signale anspricht, die beispielsweise von einer Anzeigensteuerung empfangen werden, beispielsweise von der Anzeigensteuerung 73 von Fig. 3.
Es ist ersichtlich, dass ein Handregler, wie er in Fig. 5 dargestellt ist, keine getrennte Stellungsanzeige benötigt, um die momentane Stellung des Überblendreglers anzuzeigen, wobei dies dadurch erfolgt, dass der Überblendreglerhebel 102 mit dem Motor 104 in Abhängigkeit von Signalen der Anzeigesteuerung 73 bewegt wird. Dieser Aufbau kann jedoch Probleme liefern, wenn es wie beim Beispiel von Fig. 3 notwendig ist, zwischen einer Betätigung des Überblendreglers durch das System und einer Betätigung des Überblendreglers durch den Benutzer zu unterscheiden.
Um Abtasten zu können, ob ein Benutzer die Überblendreglersteuerung betätigt, ist auf dem Überblendreglerhebel ein Fühler 103 vorgesehen. Ein Detektor 106 tastet die Betätigung des Fühlers 103 ab. Vorzugsweise handelt es sich beim Fühler 103 um einen kapazitiven Fühler, um das Vorhandensein des Fingers einer Bedienungsperson abzutasten. Durch das Vorsehen des kapazitiven Fühlers 103 und des Detektors 106 kann bestimmt werden, wenn die Bewegung des Überblendreglers durch den Benutzer erfolgt ist. Nur in diesem Fall wird der Ausgang des Stellungsdetektor 105 dazu verwendet, um eine geänderte Eingabevariable für die Verarbeitung anzuzeigen.
Dies erreicht man durch eine Nullungsschaltung 107, die vom Ausgang des Berührungsdetektors 106 gesteuert wird. Wenn der Berührungsdetektor "ausgeschaltet" ist, womit angezeigt wird, dass der Benutzer den Überblendregler nicht berührt, kann der Motor 104 den Überblendregler in Abhängigkeit von der Anzeigesteuerung 73 einstellen. Während dieses Vorgangs speichert die Nullungsschaltung 107 die momentane Stellung des Überblendreglers vom Stellungsdetektor 105 in einem Register XXX (nicht dargestellt) Wenn der Benutzer den Überblendregler berührt, friert der Berührungsdetektor 106 den Strompegel im Register XXX ein. Wenn der Überblendregler jetzt vom Benutzer bewegt wird, wird die Differenz zwischen dem im Register XXX gespeicherten Wert und dem Momentanwert des Stellungsdetektors 105 über ein Register YYY (nicht dargestellt) für eine nachfolgende Verarbeitung abgeben.
Wenn der Benutzer den Überblendregler auslässt, und wenn der Überblendregler daraufhin vom Motor 104 bewegt wird, wird der im Register YYY gehaltene Ausgangswert konstant gehalten, während der im Register XXX gehaltene Wert mit dem Momentanwert des Stellungsdetektors auf den neuen Stand gebracht wird. Bei einer nachfolgenden Betätigung des Berührungsdetektors 106 wird die Differenz zwischen dem Momentanwert des Stellungsdetektors 105 und dem Register XXX zum Register YYY addiert, um den neuen Ausgangswert zu liefern.
Auf diese Weise kennzeichnet der Ausgangswert immer die Gesamtsumme von allen Stellungsbewegungen, während der der Berührungsfühler aktiv war, unabhängig von irgendwelchen Bewegungen durch den Motor, die dazwischen erfolgt sein können,
Es wurden hier verschiedene Gesichtspunkte eines Tonmischpults mit Benutzersteuerungen beschrieben, die den entsprechenden Verarbeitungskanalen dynamisch zugeordnet werden kön- nen. Mit dieser Erfindung ist es möglich, ein kompaktes Tonmischpult zu liefern, das voll funktions- fähig ist, wobei es jedoch eine relativ kleine Anzahl von Einstellern besitzt, die vom Benutzer betätigt werden können, einschliesslich zuordnenbare Kanalüberblendregler und Steuerknöpfe für die Tonsignalverarbeitung, Tasten usw.
Es wurde eine Datenverarbeitungsstufe beschrieben, wo- bei einzelne Steuerwerte für die vom Benutzer betätigbaren Steuerungen für jeden Verarbeitungs- kanal auf den neuesten Stand gebracht, beibehalten und gehalten werden können, der den einzel- nen vom Benutzer betätigbaren Steuerungen zugeordnet werden kann Weiters wurde eine Verar- beitungsstufe beschrieben, bei der ein einzelner Verarbeitungskanal einer vom Benutzer betätigba- ren Steuerung auf zwei Unterfeldern des Steuerfelds zugeordnet werden kann, wobei die vom
Benutzer betätigbaren Einsteller auf beiden Unterfeldern getrennt dazu verwendet werden können, um die Verarbeitung innerhalb dieses Kanals zu steuern.
Weiters wurden Gesichtspunkte der
Anzeige der resultierenden Änderungen in den #Einstellungen" der vom Benutzer betätigbaren Ein- steller als Ergebnis der Steuerung einer Signalverarbeitung innerhalb eines Verarbeitungskanals
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durch entsprechende vom Benutzer betätigbare Einsteller auf den entsprechenden Unterfeldern beschrieben.
Obwohl in Fig. 1 ein Steuerfeld dargestellt ist, das zwei Unterfelder und ein mittleres Steuerfeld besitzt, ist ersichtlich, dass bei einer alternativen Ausführungsform eine unterschiedliche Anzahl von Unterfeldern der Erfindung vorgesehen sein kann. Weiters kann eine andere Anzahl von Überblendreglern in jedem Unterfeld vorgesehen sein. Weiters ist ersichtlich, dass bei anderen Ausführungsformen der Erfindung ein anderer Aufbau von verschiedenen Steuerbereichen innerhalb des Steuerfelds vorgesehen sein kann.
PATENTANSPRÜCHE:
1. Tonmischpult (10) für die Verarbeitung einer Vielzahl von Tonkanälen, wobei ein Steuer- feld (12) vorgesehen ist, das mindestens einen Einsteller für eine Steuerung aufweist, die vom Benutzer betätigbar ist und jede für eine Tonverarbeitungsfunktion vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Einstellern zu einem Satz von Einstellern zusammengefasst sind und das Tonmischpult (10) eine Einrichtung aufweist, die jede vom
Benutzer betätigbare Steuerung einem vom Benutzer auswählbaren Tonverarbeitungska- nal dynamisch zuordnet, so dass die Tonverarbeitung, die durch den Satz von Steuerungen gesteuert ist, durch den ausgewählten Tonverarbeitungskanal durchgeführt wird.