AT40426B - Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Aetzgrundes für Luftspitzen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Aetzgrundes für Luftspitzen.Info
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Description
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Verfahren zur Herstellung eines haltbaren Aetzgrundes für Luftspitzen.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines Ätzgrundes für Luftspitzen. Luftspitzen werden im grossen derart hergestellt, dass die Stickerei mit Baumwolle auf einem Wollstoff ausgeführt wird, der nach Fertigstellung der Stickerei durch Kochen mit Natronlange unter Druck zerstört wird, so dass die baumwollene Stickerei allein zuriickbleibt.
Es ist ferner versucht worden, den kostspieligen Wollstoff, der bei diesem Verfahren verloren geht, durch wohlfeileren Baumwollstuff zu ersetzen. Da Luftspitzen in den meisten Fällen aus Baumwolle hergestellt werden, handelt es sich darum, den gleichfalls aus Baumwolle herzustellenden Ätzgrund derartig zu präparieren, dass bei einer nach dem Sticken vorzunehmenden Nachbehandlung zwar der Ätzgrund in gewünschter Weise zerstört, nicht aber die Baumwollspitzc selbst angegrinen oder gar zerstört wird.
Es ist bekannt, Baumwollstoff mit Schwefelsäure oder Chlorsäure zu imprägnieren, um ihn dann als Ätzgrund für Luftspitzen zu benutzen, Die Verwendung derartiger Säuren aber hat den Nachteil, dass der Stoff sich nur kurze Zeit nach dem Imprägnieren hält, dann aber so mürbe
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so dass nur ein sehr schnelles Verarbeiten des Stoffes möglich ist.
Nach vorliegendem Verfahren wird nun Baumwollstoff mit neutralen, spaltbaren, nicht hygroskopischen Sulfaten, wie z. B. Aluminiumsulfat, Kupfersulfat, Kaliumchromsulfat, Ferrosulfat, Kaliumaluminiumsulfat o. dgl. imprägniert. Diese Sulfate greifen den Ätzgrund praktisch gar nicht an, so dass es mÖglich ist, fertig imprägnierten Ätzgrund auf Vorrat herzustellen, zu lagern und zu transportieren, ohne dass eine vorzeitige Zerstörung wie bei der Säureimprägnierung stattfindet. Dieser so vorbereitete Ätzgrund wird in der üblichen Weise mit der Stickmaschine bestickt. Darauf wird die Stickerei mit dem Ätzgrund zusammen erhitzt, wodurch das oder die verwendeten Sulfate sich spalten.
Die Faser des Ätzgrundes wird zerstört und kann in bekannter Weise durch Ausschlagen mit Bürsten oder in anderer Weise von der Stickerei entfernt werden.
Der präparierte Baumwollston kann, ohne seine Haltbarkeit zu verlieren, monatelang aufbewahrt worden. Seine Widerstandsfähigkeit gegen feuchte Luft ist so gross, dass er auch in Räumen mit feuchter Luft verarbeitet werden kann, dies ist bei säurcimprägnierten Stonen vollständig ausgeschlossen. Wichtig ist auch der Umstand, dass der nach vorliegendem Verfahren imprägnierte Baumwollstoff die Stickmaschinen bzw. Nadeln nicht zum Verrosten bringt, wie dies bei Säureimprägnation stets der Fall ist.
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haben. Als besonderes Beispiel wird Kochsalz angegeben und von diesem angeführt, dass es bekenntlich begierig Feuchtigkeit aufsauge.
Alle diese salzsauren oder schwefelsauren Salre mögen
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angreifen.
Bei der Fabrikation eines baumwollenen Itzgrundes für baumwollene Spitzen ist aber sorgfältig darauf Rücksicht zu nehmen, dass eine vorzeitige Zerstörung des Atzgrundes nicht stattfindet, und dass vor allem jede schädigende Einwirkung der Imprägnierungsmittel auf die Stickerei selbst, die in den meisten Fällen aus Baumwolle besteht, aber auch gefärbte Kunstseide u. dgl. sein kann, unterbleibt.
Es wurde nun festgestellt, dass neutrale, nicht hygroskopische, spaltbare Sulfate sich vorzüglich zur Herstellung eines baumwollenen Atzgrundes für baumwollene Luftspitzen eignen.
Die Sulfate vermögen den mit ihnen imprägnierten Ätzgrund bei einer Erhitzung auf genügende Temperatur, beispielsweise 120 C, mit genügender Geschwindigkeit zu zerstören, so dass eine Trennung des Atzgrundes von der Stickerei leicht möglich ist. Andererseits unterbleibt jede Einwirkung der Imprägnierungsmittel auf die eigentliche baumwollene Stickerei. Insbesondere kann auch das bei den zum Karbonisieren von Wolle empfohlenen hygroskopischen Salzen unausbleibliche Hinüberwandern des Imprägnierungsmittels auf die nicht zu zerstörende Faser unter dem Einfluss der Luft nicht eintreten, sodass also trotz genügender Ätzwirkung auf den Haumwollgrund die Baumwollstickerei nicht angegriffen wird.
Diese Eigenschaft des Atzgrundes ist sehr wichtig, umsomehr, als es nach vorliegendem
Verfahren gelingt. Stickereien aus Baumwolle, Kunstseide oder sonstigen Fäden auf allerzartesten
Geweben, beispielsweise feinem Baumwolltüll, dadurch herzustellen, dass der Tüll auf den Ätz-
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stellung dieser Tüllstickerei lässt sich der Ätzgrund durch Erhitzen vollständig zerstören, ohne dass selbst das feine Gewebe des Tülls angegriffen wird.
Durch Verwendung eines nach vorliegendem Verfahren hergestellten Ätzgrundes ist es ferner möglich, beispielsweise Stickereien von Kunstseide auf Metalltüll, welche von ausserordentlich reizvoller Wirkung sind, herzustellen, ohne dass das Imprägnierungsmitte ! des Ätzgrundes das Metall oder die Kunstseide angreift oder verfärbt. Es ist ausgeschlossen, derartige Stickereien, bei denen Metallfäden verwendet werden, auf wollenem Atzgrund oder aber nach den bekannten Verfahren auf mit Säure imprägniertem baumwollenen Ätzgrunde herzustellen. ohne dass unliebsame Verfärbungen eintreten.
Ein weiterer Vorzug des Verfahrens liegt darin, dass die Stickereien genau ihre einmal auf der Maschine hergestellte Form behalten. Die einzelnen Stiche der ausgeätzten Stickerei liegen in genau derselben Entfernung, mit der sie hergestellt wurden sind, da das Ausätzen keinerlei Schrumpfung des baumwollenen Stickfadens mit sich bringt, wie es beim Ausätzen des Wollstoffs durch Natronlauge eintritt.
Die Imprägnierung erfolgt beispielsweise derart, dass der Baumwollstoff rmt emer 15% tgen Lösung von Aluminiumsulfat getränkt, gefärbt und bei niederer Temperatur (etwa 25-30 0) getrocknet wird. Dieser Stoff hält sich viele Monate und kann deshalb während einer derartigen langen Zeit beliebig zum Sticken benutzt werden. Nach dem Bestickenwirdder Stoff auf etwa 120 (' erhitzt, wodurch der Stoff zerstört wird und nun in bekannter Weise durch Ausschlagen mit Firsten oder in unterer W pisp von der eigentlichen Stickerei entfernt werden kann.
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