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Die Erfindung betrifft eine
Einrichtung zur Diebstahisicherung eines Fahrrads mit einer schwenkbaren, in ihrer Stützstellung durch ein Schloss versperrbaren Stützeinrichtung und einem mit dem Fahrrad mitgeführten und an diesem verankerten Sicherungsseil, dessen freies Ende am Fahrrad versperrt festlegbar ist.
Die DE 39 38 799 A1 offenbart eine Zweirad-Diebstahlsicherung mit einem in der Selten stütze untergebrachtem Kabel und einer in ihrer Ausklappstellung blockierbaren Seitenstütze. Das Kabel kann nach dem Herausziehen an seinem freien Ende durch ein in der Halterung der Seitenstütze befindliches Schloss einzeln oder gemeinsam mit der ausgeklappten Seitenstütze verriegelt werden, sodass nicht nur das Hinterrad oder das ganze Zweirad an einem festen Gegenstand gesichert werden kann, sondern die im ausgeklappten Zustand verriegelte Seitenstütze die Betätigung des Kurbelantriebes verhindert und ein Fahren unmöglich macht, auch wenn das Kabel durchtrennt wird. Die blockierte Seitenstütze kann aber leicht umgangen werden, indem das Fahrrad schräg gestellt und weggerollt wird.
Die in der DE 41 01 382 A1 gezeigte Verriegelungseinrichtung für einen zweibeinigen Motorradständer verhindert in der versperrten Stellung ein Zurückklappen des Ständers in seine Fahrposition. Voraussetzung für die Anwendung einer solchen Sperre ist aber das Vorhandensein eines Motorradständers.
Weiters ist aus der DE 35 15 557 A1 ein Kippständer für ein Motorrad zu entnehmen, welcher am Rahmen angelenkt und mit einer Traverse versehen ist. An letzterer ist in der Parkstellung des Kippständers der Arretierhaken einer Sicherungsstrebe eingehängt, die dabei mit ihrem gegenüberliegenden Endabschnitt über ein schlüsselbetätigtes Drehscbloss und einem Halteblech an einer am Rahmen befestigten Aufnahmelasche lösbar befestigt ist. Dadurch kann der Kippständer nicht eingeschwenkt werden, sodass ein diebstabisicheres Parken ermöglicht wird. Durch Schrägstellen des Motorrades kann dieses allerdings weggerollt werden, ohne dass dabei der Kippständer hinderlich wäre.
In der AT 302 058 B ist eine allerdings nicht versperrbare Fahrrad-Standstütze wiedergegeben, welche zu ihrer Verlängerung aus zwei ausziehbaren Teilen zusammengesetzt ist, die über eine Schraubenklemmverbindung gegeneinander festlegbar sind. Es besteht in der gezeigten Ausführungsform aber keine Möglichkeit des Zusammenklappens der beiden Teile.
Weiters ist aus der DE 42 32 540 A 1 ein Seilschloss für Einspurfahrzeuge bekannt, bei der ein Seil für Sicherungszwecke auf einer in einem Behälter gelagerten Trommel aufgewickelt ist. Dabei ist das Seil an einem Ende an der Trommel unlösbar festgelegt, während das andere Ende von dieser abgewickelt, um einen ortsfesten Gegenstand geschlungen und dann versperrt werden kann. Zur Vereinfachung des Aufwickelvorganges sind zwischen der Trommel und dem Behälter Federn angebracht, die sich beim Herausziehen des Seils spannen und beim Loslassen des Seiles die Trommel so lange drehen bis das Seil wieder aufgewickelt ist.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung der eingangs genannten Art anzugeben, welche den Diebstahl eines Zweirades sicher verhindert und welche nur geringen Raum erfordert.
Weitere Aufgabe ist es, eine Einrichtung anzugeben, welche keine abstehenden Einzelteile beinhaltet.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass die an einem die Tretkurbelwelle umgreifenden Gehäuse durch ein Lager schwenkbar gelagerte Stützeinrichtung aus einem Oberteil und einem mit diesem gelenkig verbundenen Unterteil besteht, welche aus einer parallelen, zusammengeklappten in eine aufge- klappte, gestreckte Stützstellung überführbar sind, in welcher aufgeklappten Stützstellung eine durch das Schloss verriegelbare Einrastsperre ein Zusammenklappen von Oberteil und Unterteil verhindert.
Durch diese Massnahme der Zusammenklappbarkeit der Stützeinrichtung mit Sperrmöglichkeit ergibt sich ein weitaus besser wirkender Schutz gegen einen Diebstahl des Fahrrades, da es dadurch möglich ist, eine sehr weit abstehende Fahrradstütze zu verwirklichen, die eine wesentlich grössere Behinderung für einen Dieb darstellt, als ein einfach ausgeklappter Fahrradständer, welcher relativ einfach durch Schieben des schräggestellten Fahrrades von einem Dieb entwendet werden kann, während die erfindungsgemässe Diebstahisicherung aufgrund der sehr grossen Auslegerlänge der Stützeinrichtung ein unüberbrückbares Hindernis darstellt, soferne diese nicht zerstört wird.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein dass die Einrastsperre durch einen Innerhalb des Gehäuses angeordneten schwenkbaren Teil gebildet ist, welchen eine Feder in Raststellung mit dem in das Gehäuse ragenden Ende des Oberteils hält. Dadurch kann die Stützeinrichtung wirkungsvoll gegen ein Zusammenklappen gesichert werden.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Oberteil und der Unterteil in Ihrer zusammengeklappten Stellung an der Unterseite der Bodenplatte des Gehäuses aufliegen.
Die Stützeinrichtung steht dadurch nicht von der erfindungsgemässen Einrichtung ab und wirkt damit nicht störend. Dies ist vor allem bei Anwendung für sogenannte"Mountain-Bikes"vorteilhaft, da solche Fahrräder keine abstehenden Fahrradteile aufweisen sollen.
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Weiters kann vorgesehen sein, dass zumindest ein innerhalb des Gehäuses festgelegtes Metallband innerhalb des Oberteils verlaufend entlang der Längsachse des Oberteils verschiebbar geführt und am gelenkigen Ende des Unterteils festgelegt ist.
Durch ein solches Metallband kann der Aufkläppvorgang der Stützeinrichtung in sehr kontrollierter Weise durchgeführt und eine Versperrbarkeit der aufgeklappten Stellung ermöglich werden.
Gemäss einer weiteren Variante der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Oberteil A-förmig gebildet ist, wobei dessen Seltenstreben jeweils ein Metallband geführt ist, das jeweils am gelenkigen Ende der in Längsrichtung der Seitenstreben weiterverlaufenden Streben des Unterteils festgelegt ist.
Durch die mit zwei Stützstreben erfolgte Abstützung des Fahrrades ergibt zum einen eine sehr stabile Stützung und zum anderen bei versperrter Stützeinnchtung eine nur sehr schwer zu überwindende Diebstahlsicherung, da das Rad in der gesperrten Position überhaupt nicht mehr geschoben werden kann.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann die Aufklappbewegung der Stützeinrichtung durch die Wirkung einer Feder unterstützt sein, sodass diese Bewegungen vom Bedienenden nur in Gang gesetzt werden brauchen, woraufhin sie durch die Federeinwirkung von selbst zu Ende geführt werden.
Gemäss einer anderen Variante der Erfindung kann das Sicherungsseil in an sich bekannter Weise auf einer im Gehäuse angeordneten Seiltrommel aufwickelbar sein, wobei der Aufwickelvorgang durch eine sich beim Ausrollvorgang des Seiles spannende Feder, welche am Gehäuse und an der Seiltrommel festgelegt ist, selbsttätig vor sich geht.
Die Seiltrommel ermöglicht das Speichern eines relativ langen Seiles auf geringem Raum, wodurch auch Gegenstände mit grösseren Abmessungen als Sicherungshilfe umfangen werden können.
Gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung kann vorgesehen sein, dass das Sicherungsseil im Gehäuse über eine Seilrolle und eine Seilbremseinrichtung geführt ist, welche Seilbremseinrichtung vorzugsweise durch zwei voneinander beabstandete Walzen gebildet ist. Damit kann ein zu rasches Zurückfahren des durch die Feder gespannten Seiles vermeiden werden.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann die Seilrolle entlang ihrer Drehachse ein innengewinde aufweisen, welches auf einen entsprechenden Gewindebolzen geschraubt ist, der parallel zur Drehachse der Seiltrommel angeordnet ist und der eine der Seitrommelbreite gleiche Länge aufweist, sodass eine Drehbewegung der Rolle eine Höhenversetzung derselben relativ zur Trommel bewirkt. Dies ermöglicht ein geordnetes Aufrollen des Seiles im Gehäuse.
Weiters kann eine im Gehäuse angeordnete Schliessvorrichtung mit dem Schloss verbunden und über dieses betätigbar sein, durch welche einerseits ein Sicherungszapfen zur Seilsicherung und andererseits die Einrastsperre gegen ein Öffnen gesperrt ist, welcher Sicherungszapfen den durch eine Gehäuseöffnung einführbaren Seilanfang gegen ein Ausklinken desselben sichert und über einen aus dem Gehäuse ragenden Knopf wieder lösbar ist. Dadurch erfolgt gleichzeitiges Sperren der Stützvorrichtung und des Sicherungsseiles.
In weiterer Ausführung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass im Gehäuse ein auf das Sicherungsseil wirkender Bremsbügel angeordnet ist, welcher durch das Hineindrücken des Seilanfanges in die Gehäuseöffnung gegen ein im Gehäuse verbliebenes Seilteilstück drückt, wodurch das zur Sicherung um einen Gegenstand geschlungene Seil von der Rückziehwirkung der im Gehäuse wirkenden Aufrollfeder befreit wird.
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung kann das Gehäuse zwei gegenüberliegende, rundbogenförmige und randseitig offene Ausnehmungen aufweisen, mit welchen es über zwei Bügel an beiden Seiten einer Fahrrad- Tretlagerumantelung festlegbar ist.
Dadurch ist eine sehr sichere und stabile Befestigung des Gehäuses möglich.
In weiterer Ausbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Bodenplatte des Gehäuses durch einen an dieser angeformten Haken zusammenwirkend mit der Schliessvorrichtung gegen ein Lösen vom Gehäuse versperrbar ist. Dadurch können alle Befestigungsarbeiten bei nach unten offenem Gehäuse durchgeführt und anschliessend dieses durch die Bodenplatte verschlossen werden.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsformen eingehend erläutert. Es zeigt dabei
Fig. 1 einen Schrägnss einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung ;
Fig. 2 ein Teil der erfindungsgemässen Einrichtung während des Zusammenklappens ;
Fig. 3 einen Grundnss einer Bodenplatte mit Seilrolle einer erfindungsgemässen Ausführungsform ;
Fig. 4 einen Schrägriss eines Fahrrads mit einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung ;
Fig. 5 einen Schrägriss eines Teils einer erfindungsgemässen Ausführungsform ;
Fig. 6 einen Schrägriss eines Details der Ausführungsform gemäss Fig. 2 und
Fig. 7 einen Schrägriss einer Bodenplatte einer erfindungsgemässen Ausführungsform.
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Gemäss Fig. 1 wird eine Einrichtung zur, Diebstahlsicherung an beiden Seiten der Ummantelung eines Fahrrad- Tretlagers (Fig. 4) montiert. Die Verschraubung erfolgt so, dass ein Abmontieren durch Unbefugte nicht möglich ist. Zu diesem Zweck werden obere Bügel 1, welche wie Rundbogen des Gehäuses 3 der erfindungsgemässen Einrichtung mit rutschfestem Material ausgelegt sind, von innen mit dem Gehäuse 3 über Schrauben 4 verschraubt.
Eine mit der Bodenplatte des Gehäuses 3 durch ein Lager 5 verbundene Stützeinnchtung, welche als Standbein 5a, 9 ausgeführt ist, wird am Ende der Montage am Gehäuse 3 eingerastet und festgeschraubt.
Der Mechanismus zum Auf- und Zuklappen des Standbeines funktioniert wie folgt :
Ein an der Bodenplatte befestigtes Metallband 6 verläuft durch den oberen Teil 7 zum unteren Teil des Standbeines und ist mit der zweiten Hälfte des Standbeines 9 mit Punkt 10 verbunden.
Durch das Hinunterdrücken des Standbeines 5a bei Punkt 11 spannt sich das Metallband 8, welches durch beide oberen Hälften des Standbeines 5a verläuft, auf Grund der Hebelwirkung so weit, dass der untere Teil dadurch aufgeklappt wird.
Wenn der oberste Teil 12 in den Schliessmechanismus einrastet, kann das Standbein in abgeschlossenem Zustand nicht mehr zusammenklappen. Das Auf- und Zuklappen wird durch Federn 13 unterstützt (Fig. 6, Fig. 2). Beim Zuklappen des Standbeines wird der Schliessmechanismus nach vorne geschoben.
Ein Seil 14a wird gemäss Fig. 3 auf einer Spule 14, an deren Oberseite eine Spiralfeder 20 angebracht ist, aufgerollt. Es läuft dabei über eine aus zwei Rollen bestehende Bremsvorrichtung 15 und eine kleine Spule 16, welche sich auf einem mit einem Gewinde versehenen Bolzen 17 durch die Drehung auf und ab bewegt, zu einer Öffnung 18 des Gehäuses 3.
Durch das Auf- und Abbewegen der kleine Spule 16 wird ein geordnetes Aufrollen des Seiles 14a ermöglicht. Wird das Seil 14a zum Sichern des Fahrrades verwendet, so wird es in eine Öffnung 19 des Gehäuses 3 gesteckt und mit dem gleichen Mechanismus wie das Standbein 5 gesichert bzw. auf-oder abgeschlossen.
Um die Spannung der Spiralfeder 20 nach dem Abschliessen von dem sich ausserhalb des Gehäuses befindlichen Teils des Seiles 14a zu nehmen, wird durch das Hineindrücken des Seilanfanges durch die Öffnung 19 ein Bremsbügel 19a gegen das Seil gedrückt.
Die Bodenplatte kann nur abgenommen werden, wenn der Schliessmechanismus 21 in Fig. 5 geöffnet ist. Die Bodenplatte ist an ihrer hinteren Seite (Fig. 7) entlang einer Kante 22 eingerastet und vorne durch eine mit dem Schliessmechanismus 21 verbundenen Haken 23 gesichert, welcher an der in Fig. 5 mit Pfeil 23 bezeichneten Stelle des Schliessmechanismus 21 gesichert ist. Zusätzlich wird die Bodenplatte an Gewindehülsen 24 festgeschraubt.
Der Schliessmechanismus 21 dient gleichzeitig zur Sicherung des durch die Öffnung 19 eingeführten Seiles 14a mittels eines Bügels 25 sowie zur Sicherung des Standbeines 5a, 9 durch eine Einrastperre 29.
Der Schliessmechanismus ist mit dein Gehäuse über Nuten 26 verbunden. Er wird an der Vorderseite mit einer Feder nach hinten gedrückt und ist vorne (Pfeil 27) mit einem Zahlen- oder Zylinderschloss 28 verbunden, welches je nach Ausstattung am Gehäuse 3 befestigt ist.
Im abgeschlossenen Zustand kann der Bügel 25 zur Sicherung des Seiles 14a nicht nach vorne geschoben werden, ein Ausklinken des Seilanfanges ist somit nicht möglich.
Das Standbein 5a, 9 kann auf Grund der nach oben beweglichen Einrastsperre 29 auch in abgeschlossenem Zustand, in dem sich der Schliessmechanismus nicht nach vorne schieben lasst, aufgeklappt werden.
Die nach oben bewegliche Einrastsperre 29 ist mittels eines Scharniers 30 mit dem Schliessmechanismus 21 verbunden und wird durch eine Feder 31 nach unten gedrückt. Das Zuklappen des Standbeines ist nur möglich, wenn das Schloss nicht abgesperrt ist. Dabei wird die Einrastsperre 29 mit dem gesamten Schliessmechanismus nach vorne geschoben, was bei abgeschlossenem Zustand nicht möglich ist.
Der oberste Teil des Standbeines 12 rastet aus und wird durch Hinaufdrücken des Standbeines bei Punkt 11 nach unten gedrückt. Unterstützt durch Federn 13 klappt das Standbein zusammen. Das Seil 14a wird durch Nachvorschieben des aus dem Gehäuse stehenden Knopf 32 entsichert.
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