AT391414B - Chirurgisches klammersystem bestehend aus einem klammerinstrument und einem klammerntraeger - Google Patents

Chirurgisches klammersystem bestehend aus einem klammerinstrument und einem klammerntraeger Download PDF

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Description

Nr. 391414
Die Erfindung betrifft ein chirurgisches Klammersystem bestehend aus einem Klammerinstrument und einem Klammemträger dafür.
Die zunehmende Verwendung chirurgischer Klammem zum Schließen von Wunden und Nähten spiegelt sich in einem umfangreichen Stand der Technik wieder.
Manche der bekannten Klammerinstrumente für chirurgische Zwecke, wie sie beispielhaft in den US-PS 38 19 100 und 41 96 835 beschrieben sind, sind aus einer Vielzahl beweglicher Teile aufgebaut, neigen deshalb zum Verklemmen oder zum falschen Verformen der Klammem und sind vor allem recht klobig aufgebaut, wodurch sie die Sicht des Chirurgen auf die Wundstelle behindern. Auch können sie durch ihr Gewicht die Hand des Chirurgen unerwünscht ermüden, wenn zum Verschließen einer Wunde oder einer Naht eine größere Zahl von Klammem erforderlich wird.
Ein pinzettenartig aufgebautes Klammerinstrument offenbart die US-PS 32 78 107. Dieses Instrument verwendet einen Amboß, auf dem die chirurgischen Klammem gestaucht werden.
Zangenartige Instramente zum Verklammern rohrförmiger Gefäße od. dgl. sind aus den US-PS 32 70 745, 33 26 216,34 39 523, 36 31 707 und 38 67 944 bekannt
Klammemträger für chirurgische Klammerinstromente sind ebenfalls bekannt und beispielsweise in den US-PS 36 18 842, 35 38 847, 36 50 453 und 40 43 504 beschrieben, in denen die Klammem mit jeweils unterschiedlichen Mitteln in eine Verarbeitungsposition vorgeschoben werden.
Auch die bekannten Klammemträger sind regelmäßig vergleichsweise kompliziert aufgebaut und am Klammerinstrument befestigt. Sie erhöhen dadurch zusätzlich die Sicht des Chirurgen bei der Arbeit.
Es ist zwar aus einer Reihe der genannten Patente auch bekannt, die Klammemträger von den Klammerinstrumenten zu trennen. Die entsprechenden Systeme arbeiten jedoch mit Ligaturklammem, die auf eine andere Art gegriffen werden müssen als chirurgische Klammem, denn letztere müssen sich um eine Amboßfläche formen lassen, während erstem nur einfach zusammengedrückt zu werden brauchen.
In der bereits erwähnten US-PS 32 78 107 ist ein System beschrieben, bei dem der Klammemträger von dem applizierenden Instrument völlig getrennt ist Der hieraus bekannte Klammemträger besteht aus einem langgestreckten rechteckigen und hohlen Element das mehrere, je eine chirurgische Klammer enthaltende Kapseln aufnimmt, welche mit einer Feder vorgeschoben werden. Das Klammerinstrument ergreift und entnimmt den Klammemträger diese Kapseln mit der darin enthaltenen chirurgischen Klammer.
Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein preiswert herzustellendes und leicht zu sterilisierendes Klammersystem zum Setzen chirurgischer Klammem vorzuschlagen, welches dem Chirurgen eine möglichst ungehinderte Sicht auf das Operationsgebiet ermöglicht
Das diese Aufgabe lösende chirurgische Klammersystem zeichnet sich erfindungsgemäß dadurch aus, daß das Klammerinstrument eine zangenartige Konfiguration mit zwei Griffen aufweist, deren erster ein Mittelteil mit von diesem ausgehenden, länglichen Arm aufweist, an dessen freiem Ende ein vorstehender Amboß mit einer eine Amboßfläche bildenden Oberfläche vorgesehen ist; daß der Arm und das Mittelteil mit in einer Ebene liegenden Frontseiten versehen sind, an denen ein aus einer Grundstellung in eine Verformungsposition verschiebbarer Klammemformer lösbar befestigt ist; daß der zweite Griff in der Nähe seines einen Endes gelenkig mit dem Mittelteil des ersten Griffes verbunden und an seinem vorderen Ende mit dem Klammemformer gekoppelt ist; daß Einrichtungen zum Vorspannen von Klammemformer und zweitem Griff in ihre Grundstellung vorgesehen sind; daß der Klammemträger ein vom Klammerinstrument unabhängiges, einteiliges, längliches Element ist, in dessen eine Oberfläche mehrere voneinander beäbstandete Schlitze eingesenkt sind, die sich parallel zueinander und quer zur Längsachse des Klammemträgers erstrecken und zur klemmenden Aufnahme je einer Klammer ausgebildet sind, wobei die Stege der Klammem der Oberfläche benachbart sind und daß in den Klammemträger von dessen einer Oberfläche aus eine Längsnut eingelassen ist, die die Schlitze schneidet, zur Führung des freien Endes des Armes konfiguriert ist und eine solche Tiefe hat, daß die Amboßfläche bei in die Längsnut eingesetztem Arm unterhalb und der Klammemformer oberhalb der Steghöhe der Klammem liegt
Das erfindungsgemäße Klammerinstmment ist eine sehr einfache sechsteilige Konstruktion und läßt sich ohne den Gebrauch von Werkzeugen innerhalb weniger Sekunden vollständig zusammen- oder auseinanderbauen und an viele verschieden Klammergrößen anpassen. Der erfindungsgemäße Klammemträger ist sogar einstückig ausgeführt
Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Lösung sind in den Unteransprüchen im einzelnen angegeben.
Die Erfindung ist nachstehend anhand einer in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform beschrieben. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht eines chirurgischen Klammerinstrumentes in dessen Grandstellung; Fig. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Instrumentes gemäß Fig.l; Fig. 3 eine geschnittene Seitenansicht des ersten Griffes des Instrumentes gemäß Fig. 1; Fig. 4 einen Schnitt (4-4) gemäß Fig. 3; Fig. 5 einen Schnitt (5-5) gemäß Fig. 3; Fig. 6 eine Frontansicht des Klammemformers des Instrumentes gemäß Fig. 1; Fig. 7 eine Seitenansicht des Klammemformers gemäß Fig. 6; Fig. 8 eine Rückansicht des Klammemformers gemäß Fig. 6; Fig. 9 eine Draufsicht des 2. Griffes des Instrumentes gemäß Fig. 1; Fig. 10 einen Grundriß der Gelenkstift-Halter-Einheit; Fig. 11 eine Seitenansicht der Gelenkstift-Halter-Einheit gemäß Fig. 10; Fig. 12 eine Ansicht der Gelenkstift-Halter-Einheit gemäß Fig. 11 von rechts; Fig. 13 eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Instrumentes gemäß Fig. 1 in dessen Grundstellung; Fig. 14 eine -2-
Nr. 391 414 teilweise geschnittene Seitenansicht des Instrumentes gemäß Fig. 1 in dessen Verformungsposition; Fig. 15 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform des Klammernträgers; Fig. 15 einen Schnitt (16-16) gemäß Fig. 15; Fig. 17 einen Schnitt (17-17) gemäß Fig. 15; Fig. 18 eine vergrößerte, teilweise geschnittene Seitenansicht des unteren Teiles des länglichen Armes des Instrumentes gemäß Fig. 1 in seiner vor der Entnahme einer chirurgischen Klammer aus dem Klammernträger eingestellten Position, Fig. 19 einen Querschnitt des Klammemträgers und des unteren Teiles des Armes des Klammeminstrumentes in der Position gemäß Fig. 18; Fig. 20 einen fragmentarischen Querschnitt ähnlich Fig. 18, der jedoch die von dem Klammerinstrument zwischen seiner Amboßfläche und seinem Klammernformer ergriffene Klammer unmittelbar vor der Entnahme aus dem Klammemträger zeigt; Fig. 21 einen fragmentarischen partiellen Schnitt ähnlich Fig. 19, der jedoch die Teile in den gleichen Positionen relativ zueinander zeigt wie Fig. 20; Fig. 22 einen fragmentarischen, teilweise geschnittenen Aufriß, der das Implantieren und Formen einer chirurgischen Klammer in der Haut oder dem Gewebe eines Patienten zeigt; Fig. 23 einen fragmentarischen, teilweise geschnittenen Aufriß, der die Klammer nach dem Formen und Implantieren in der Haut eines Patienten zeigt; Fig. 24 einen fragmentarischen, geschnittenen Aufriß, der die Riegellasche der an dem ersten Griff befestigten Blattfeder in ihrer normalen Position in dem H-förmigen Fenster der an dem zweiten Griff befestigten Blattfeder zeigt; Fig. 25 einen fragmentarischen Aufriß der Struktur gemäß Fig. 24 von der rechten Seite in Fig. 24 gesehen; Fig. 26 eine fragmentarische Ansicht der Struktur gemäß Fig. 24 von unten; Fig. 27 einen fragmentarischen, teilweise geschnittenen Aufriß ähnlich Fig. 24, der jedoch die Riegellasche in ihrer verriegelten Position zeigt; Fig. 28 und 29 den Fig. 25 und 26 ähnliche Ansichten der Struktur gemäß Fig. 27, die jedoch die Riegellasche in ihrer verriegelten Position zeigen; Fig. 30,31 und 32 den Fig. 24,25 und 26 ähnliche Ansichten, die jedoch die Teile in ihren Positionen relativ zueinander zeigen, unmittelbar bevor das Instrument seine Verformungsposition gemäß Fig. 14 erreicht; Fig. 33, 34 und 35 den Fig. 24, 25 und 25 ähnliche Ansichten, die die Teile in ihren Positionen relativ zueinander zeigen, wenn sich das Instrument in seiner Verformungsposition gemäß Fig. 14 befindet
Das chirurgische Klammersystem besteht aus einem Klammerinstrument und einem Klammemträger dafür. Zum Zweck einer verständlichen Beschreibung wird das chirurgische Klammerinstrument zuerst beschrieben. In allen Figuren sind gleiche Teile durch gleiche Bezugszahlen gekennzeichnet.
Gemäß Fig. 1 und 2 besteht das chirurgische Klammerinstrument (1) aus sechs Hauptteilen: einem ersten Griff (2), einem zweiten Griff (3), einer Gelenkstifthalter-Einheit (4), einem Klammemformer (5), einer an dem Griff (2) befestigten Feder (6) und einer an dem Griff (3) befestigten Feder (7).
Fig. 3 und 4 zeigen den ersten Griff (2) im Detail. Er besitzt einen Griffteil (8), den der Chirurg mit seiner Hand ergreifen kann, einen Mittelteil (9) und einen länglichen Arm (10). Der Mittelteil (9) besitzt einen Schlitz (11), der sich derart durch den Mittelteil (9) erstreckt, daß er ihn in zwei Teile bzw. Wandteile (9a) und (9b) teilt, die mit Abstand parallel zueinander angeordnet sind (Fig. 4). Jeder der Wandteile (9a) und (9b) ist mit einer Nut (12) bzw. (13) ausgerüstet. Gemäß Fig. 3 und 4 erstrecken sich die Nuten (12) und (13) in Längsrichtung des Arms (10). Die Wände (9a) und (9b) sind mit einem Paar koaxialer Bohrungen ausgerüstet; eine der koaxialen Bohrungen ist in Fig. 3 dargestellt und durch die Bezugszahl (14) gekennzeichnet. Diese koaxialen Bohrungen dienen, wie später beschrieben wird, zur Aufnahme eines Gelenkstiftes.
Der längliche Arm (10) besitzt eine ebene Frontseite (10a), die sich in der gleichen Ebene wie die vorderen Kanten (9c) und (9d) der Wandteile (9a) und (9b) erstreckt Gemäß Fig. 4 ist der Arm (10) in der Nähe seines freien Endes mit einem Zapfen (15) t-förmigen Querschnittes ausgerüstet.
Der Arm (10) endet in einem vorstehenden Amboß (16), der eine Amboßfläche (17) und einen Kiel (Fig. 18 und 19) besitzt, dessen Zweck nachstehend beschrieben wird.
Der Klammemformer (5) des chirurgischen Klammerinstrumentes ist in Fig. 6-8 dargestellt. Er besteht aus einem länglichen Element, das eine Frontseite (19) und eine ebene Rückseite (20) besitzt. In der Nähe seines oberen Endes besitzt der Klammemformer (5) ein schmales rechteckiges Fenster (21), das sich von der Rückseite (20) durch den Klammemformer (5) zur Frontseite (19) erstreckt. Der Zweck des Fensters (21) wird nachstehend beschrieben. In der Nähe des oberen Endes des Klammemformers (5), unmittelbar unterhalb des Fensters (21) ragt von der Rückseite (20) ein Zapfens (22) T-förmigen Querschnittes nach hinten. Die Flansche des Zapfen (22) sind so ausgeführt, daß sie gleitend von den Nuten (12) und (13) des Griffes (2) (Fig. 4) aufgenommen werden können. Vom unteren Ende des Klammemformers (5) aus erstreckt sich in Längsrichtung des Klammemformers (5) eine Nut (23) t-förmigen Querschnittes aufwärts. Die Nut (23) ist so ausgeführt, daß sie den Zapfen (15) des Arms (10) des ersten Griffes (2) gleitend aufnehmen kann. Auf diese Weise läßt sich durch den Eingriff des Zapfens (22) des Klammemformers (5) in die Nuten (12) und (13) des Griffes (2) und durch den Eingriff des Zapfens (15) des Griffes (2) in die T-förmige Nut (23) des Klammemformers (5) der Klammemformer (5) derart lösbar an der Frontseite (10a) des ersten Griffes (2) befestigen, daß er, wie später beschrieben wird, an der Frontseite (10a) des Griffes (2) zwischen einer Grandstellung und einer Verformungsposition vertikal verschiebbar ist
Der zweite Griff (3) ist in Fig. 2 und 9 deutlich dargestellt Er besitzt einen Griffteil (24), den der Chirurg mit seiner Hand ergreifen kann. An seinem vorderen Ende endet der zweite Griff (3) in einem schmalen Element (25), dessen vorderster Teil (26) gemäß Fig. 2 weitgehend kreisförmig ist. An der Verbindungsstelle des schmalen Teiles (25) mit dem Griffteil (24) besitzt der zweite Griff (3) ein Paar bogenförmiger Schultern (27) -3-
Nr. 391 414 und (28), die weitgehend der bogenförmigen Konfiguration der Wände (9a) und (9b) im Bereich der Gelenkstift-Bohrungen (Fig. 3) entsprechen. Die Schultern (27) und (28) enden in einer querliegenden Anschlagfläche (29). Die Anschlagfläche (29) kooperiert mit einer ähnlichen Anschlagfläche (30) des ersten Griffes (2) (Fig. 2), um die äußerste offene Position des Griffes (3) (Fig. 2) zu definieren. Durch das schmale Element (25) des Griffes (3) erstreckt sich eine Querbohrung (31), die wie nachstehend beschrieben wird, zur Aufnahme des Gelenkstiftes dient
Fig. 2 zeigt den Klammemformer (5), der an dem Arm (10) des ersten Griffes (2) befestigt ist. Fig. 2 zeigt ferner den zweiten Griff (3) im eingebauten Zustand. Der zweite Griff (3) ist mittels eines Gelenkstiftes (32) gelenkig mit dem ersten Griff (2) verbunden; der Gelenkstift (32) erstreckt sich durch die koaxialen Bohrungen des ersten Griffes (2) (von denen nur eine in Fig. 3 bei (14) dargestellt ist) und die Querbohrungen (31) des Teiles (25) des zweiten Griffes (3). Aus Fig. 2 ist ersichtlich, daß der kreisförmige Teil (26) des Griffes (3) gerade passend von dem Fenster (21) des Klammemformers (5) aufgenommen wird. Es ist daher offensichtlich, daß, wenn der zweite Griff (3) in Richtung auf den ersten Griff (2) geschwenkt wird, sein kreisförmiger Teil (26) den Klammemformer (5) aus seiner Grundstellung gemäß Fig. 2 abwärts in Richtung auf den Amboß (16) zu schiebt. Wenn der zweite Griff (3) in seine Grundstellung gemäß Fig. 2 zurückkehrt, schiebt sein kreisförmiger Teil (26) den Klammemformer (5) wieder in seine in Fig. 2 dargestellte Grandstellung zurück.
Die Gelenkstift-Halte-Einheit (4) ist am deutlichsten in Fig. 10-12 dargestellt. Die Halteeinheit besteht aus einer Federmetallklammer (33), die einen ebenen, scheibenförmigen, ersten Teil (34) mit einer durchgehenden Zentralbohrung (35) besitzt. Der scheibenförmige Teil (34) besitzt einen sich seitlich erstreckenden Arm (36), der in einem sich quer erstreckenden hakenförmigen Teil (37) endet. Ein Ende des Gelenkstiftes (32) besitzt einen kleineren Durchmesser als der restliche Teil des Gelenkstiftes (32), so daß es sich durch die Bohrung (35) des scheibenförmigen Teiles (34) der Federklammer (35) erstrecken kann. Das sich durch die Bohrung (35) erstreckende Ende des Gelenkstiftes (32) verbindet durch eine Nietung (38) den Gelenkstift (32) dauerhaft mit der Federklammer (33).
Wenn gemäß Fig. 1 der zweite Griff (3) richtig in dem ersten Griff (2) positioniert ist, so daß seine Bohrung (31) mit dem koaxialen Bohrungen des Griffes( 2) (von denen in Fig. 3 nur eine bei (14) dargestellt ist) fluchtet, läßt sich der Gelenkstift (32) in die miteinander fluchtenden Bohrungen einführen, um den zweiten Griff (3) gelenkig mit dem ersten Griff (2) zu verbinden. Wenn der Gelenkstift (32) vollständig eingeführt ist, kann die Halteklammer (33) gedreht werden, bis ihr Arm (36) entlang des ersten Griffes (2) liegt und ihr hakenförmiger Teil (37) in einem Schnappsitz mit dem Griff (2) in Eingriff kommt. Durch diese Anordnung der Teile wird der Gelenkstift (32) lösbar in seiner Position gehalten.
Auf diese Weise sind die Griffe gelenkig miteinander verbunden. Wenn nun der zweite Griff (3) in Richtung auf den ersten Griff (2) und wieder von diesem weggeschwenkt wird, wird, wie bereits beschrieben, der Klammemformer (5) zwischen seiner zurückgezogenen Grundstellung und seiner unteren Verformungsposition hin und her geschoben. Die Blattfedern (6) und (7) drücken den zweiten Griff (3) in seine äußerste offene Position, die durch das Anschlägen der Anschlagfläche (29) des zweiten Griffes (3) an die Anschlagfläche (30) des ersten Griffes (2) (Fig. 1 und 2) definiert ist, dadurch wird der Klammemformer (5) in seine zurückgezogene Grundstellung gedrückt. Die Blattfeder (6) ist lösbar an der Unterseite des ersten Griffes (2) befestigt. Zu diesem Zweck ist dieser mit einem mit einem Kopf versehenen Stift (39) ausgerüstet, dessen Kopf gemäß Fig. 5 in einem Abstand von der Unterseite des Griffes (2) liegt, der weitgehend gleich der Dicke der Blattfeder (6) ist. Die Blattfeder (6) ist mit einem verjüngten Langloch (nicht dargestellt) ausgerüstet, dessen einer Teil in seiner Breite so bemessen ist, daß er einen Durchgang für den Kopf des Stiftes (39) bildet, und dessen zweiter Teil eine geringere Breite besitzt als der Kopf des Stiftes (39), sodaß die Blattfeder (6) lösbar mit dem Stift (39) in Eingriff gebracht werden kann, wodurch die Blattfeder (6) lösbar an der Unterseite des ersten Griffes (2) befestigt ist.
Die Blattfeder (7) ist mittels eines mit einem Kopf versehenen Stiftes (40) und eines sich verjüngenden Langloches in der Blattfeder (7) (nicht dargestellt) auf gleiche Weise lösbar an der Oberseite des zweiten Griffes (3) befestigt. An ihrem vorderen Ende ist die Blattfeder (6) gemäß Fig. 2 mit einem Schlitz (41) ausgerüstet, während die Blattfeder (7) an ihrem vorderen Ende mit einer Zunge ausgerüstet ist, die von dem Schlitz (41) der Blattfeder (6) aufgenommen wird. Diese Anordnung wirkt wie ein Scharnier, das den Blattfedern (6) und (7) gestattet, den zweiten Griff (3) in seine äußerste offene Position zu drücken. Ferner besitzt die Blattfeder (7) einen Stift (43), der von einem die Blattfeder (7) ausrichtenden Loch (44) in der Oberseite des Griffes (3) aufgenommen wird. Diese Anordnung hält die Blattfedern (7) und (6) korrekt ausgerichtet und verhindert. Drehungen der Blattfedern (6) und (7) um ihre zugeordneten Stifte (39) und (40). Die hinteren Enden der Blattfedern (6) und (7) können mit einer Rasteinrichtung ausgerüstet sein, deren Konstruktion und Zweck später beschrieben wird.
Alle sechs Hauptteile des Instrumentes (1) können aus Edelstahl oder einem Material hergestellt werden, das für den Einsatz in einer chirurgischen Umgebung geeignet ist, und das sich wiederholt durch konventionelle Mittel in Autoklaven sterilisieren läßt. Aus der vorangegangenen Beschreibung ist offensichtlich, daß das Instrument (1) zum Zweck einer gründlichen Reinigung ohne den Einsatz von Werkzeugen innerhalb von Sekunden vollständig auseinander und wieder zusammen gebaut werden kann. Um z. B. das Instrument (I) gemäß Fig. 1 und 2 auseinander zu bauen, ist es nur erforderlich, die lösbaren Blattfedern (5) und (7) zu -4-
Nr. 391 414 entfernen. Der hakenartige Teil (37) der Gelenkstift-Halte-Einheit (4) wird dann von dem ersten Griff (22) gelöst und im Gegenuhrzeigersinn gemäß Fig. 1 gedreht. In diesem Zustand kann der Gelenkstift (32) aus den Griffen (2) und (3) herausgezogen werden, wodurch sich der zweite Griff (3) aus dem ersten Griff (2) und dem Klammernformer (5) herausziehen läßt
Der Klammerformer (5) seinerseits läßt sich von dem Mittelteil (9) und dem Arm (10) des ersten Griffes (2) einfach dadurch lösen, daß er gemäß Fig. 1 vertikal aufwärts geschoben wird; dadurch gibt die T-förmige Nut (23) des Klammemformers (5) den T-förmigen Zapfen des Arms (10) frei und gleichzeitig geben die Nuten (12) und (13) der Wandteile (9a) und (9b) des ersten Griffes (2) den T-förmigen Zapfen (22) des Klammemformers (5) frei. Für den Wiederzusammenbau weiden diese Schritte in der umgekehrten Reihenfolge durchgefÜihrL
Fig. 15,16 und 17 zeigen einen Klammemträger (45). Dieser besteht aus einem weitgehend rechteckigen länglichen Element mit Seitenflächen (46) und (47), Stirnflächen (48) und (49), einer Oberseite (50) und einer Unterseite (51). Der Klammemträger (45) ist im Ausführungsbeispiel ein einteiliges integrales Element, das aus einem Kunststoff geformt ist, der für den Einsatz in einer chirurgischen Umgebung geeignet ist und der sich mit bekannten Verfahren sterilisieren läßt. Der Klammemträger (45) ist mit mehreren identischen in Querrichtung angeordneten Schlitzen (52) ausgerüstet Die Schlitze (52) erstrecken sich von der Oberseite (50) des Klammemträgers (45) aus abwärts; sie sind parallel mit Abstand zueinander angeardnet. Einer der Schütze (52) ist in Fig. 17 dargestellt. Es ist zu beachten, daß der Schlitz (52) vertikal orientierte Enden (52a) und (52b) und einen horizontal orientierten Boden (52c) besitzt.
Der Klammemträger (45) ist ferner mit einer zentralen Längsnut (53) versehen, die sich über die gesamte Länge des Klammemträgers (45) erstreckt. Gemäß Fig. 17 besitzt die Längsnut (53) einen T-förmigen Querschnitt. Dadurch besitzt die Nut (53) obere Seitenwände (53a) und (53b), ein Paar horizontaler Flächen (53c) und (53d), ein Paar unterer Seitenwände (53e) und (53f) und einen horizontalen Boden (53g). Die unteren Seitenwände (53e) und (53f) sind durch Schrägen (53h) und (53i) mit den horizontalen Flächen (53c) und (53d) verbunden.
Fig. 19 ist ähnlich Fig. 17; sie zeigt eine in einem Querschnitt (52) des Klammemträgers (45) positionierte Klammer (54). Die Klammer (54) besitzt einen Steg (55), der an seinen Enden in abwärts ragenden Schenkeln (56) und (57) endet. Die freien Enden der Schenkel (56) und (57) können schräge Schnittflächen (58) und (59) besitzen, so daß sie in einer Spitze enden.
Aus Fig. 19 ist ersichtlich, daß der Schlitz (52) so tief ist, daß der Steg (55) der Klammer (54) parallel zur und gerade unterhalb der Oberfläche (50) des Klammemträger (45) liegt, so daß der Klammemträger (45) die Klammer (54) vollständig aufnimmt. Die Klammer (54) wird durch Reibungsschluß zwischen den Klammemschenkeln (56) und (57) und den benachbarten vertikalen Enden (52a) und (52b) des Querschlitzes (52) in dem Querschlitz (52) des Klammemträgers (45) gehalten.
Aus Fig. 18 und 19 ist ersichtlich, daß der untere Teil des Arms (10) des Instrumentes (1) so breit und so konfiguriert ist, daß er gerade gut von dem oberen Teil der längsnut (53) des Klammemträgers (45), der durch die oberen Seitenwände (53a) und (53b) und die horizontalen Flächen (53c) und (53d) der Längsnut (53) definiert ist, aufgenommen wird. Dabei wird der Flansch oder Kiel (18) des Ambosses (16) von dem unteren Teil der Längsnut (53) des Klammemträgers (45) aufgenommen, der durch die unteren Seitenwände (53e) und (53f) und den horizontalen Boden (53c) definiert wird.
Gemäß Fig. 8 und 19 ist das untere Ende des Klammemformers (5) (an seiner Rückseite (20) und am unteren Ende der T-förmigen Nut (23)) mit einem klammemformenden Einschnitt (60) ausgerüstet. Gemäß Fig. 19 besitzt der Einschnitt (60) eine zur Amboßfläche (17) parallele obere horizontale Fläche (60a) und ein Paar vertikaler Flächen (60b) und (60c), die in einem Abstand zueinander angeordnet sind, der größer ist als die Breite der Amboßfläche (17), so daß wie später ersichtlich wird, während des Klammemformvorganges Teile der Klammer (54) von dem Spalt zwischen dem Amboß (16) und den vertikalen Flächen (60b) und (60c) der klammemformenden Vertiefung (60) aufgenommen werden können. Gemäß Fig. 19 enden die vertikalen Flächen (60b) und (60c) an ihren unteren Enden in nach unten und nach außen gerichteten Rundungen (60d) und (60e).
Nachdem die Konstruktion des chirurgischen Klammerinstrumentes (1) und des Klammemträgers (45) detailliert beschrieben worden ist, kann nun ihre Anwendung erläutert werden. Der Chirurg erhält den Klammemträger (45) im gefüllten und sterilisierten Zustand. Zum Herstellen einer Klammemaht braucht der Chirurg nur das untere Ende des Arms (10) des Instrumentes (1) in das eine oder das andere Ende der Längsnut (53) des Klammemträgers (45) einzuführen. Das untere Ende des Arms (10) ist dabei so positioniert, daß die Amboßfläche (17) des Ambosses (16) unterhalb des Steges (55) der ersten im Klammemträger (45) enthaltenen Klammer (54) positioniert ist. Gemäß Fig. 15, 16 und 18 sind die Klammem aufnehmenden Querschlitze (52) so mit Abstand zueinander angeordnet, daß der Amboß (16), wenn er unterhalb des Steges (55) einer Klammer (54) positioniert ist, in Abstand zu und außer Berührung mit der in der Reihe folgenden nächsten Klammer bleibt. Der Amboß (16) wird in der Längsnut (53) des Klammemträgers (45) unter den Klammemsteg (55) geschoben, bis der Steg (55) an der Frontseite (10a) des Armes (10) des Instrumentes (1) anliegt. Da das untere Ende des Armes (10) gerade gut in den oberen Teil der Längsnut (53) des Klammemträgers (45) paßt, kann der Chirurg sicher sein, daß der Amboß (16) und die Amboßfläche (17) unter -5-
Nr. 391414 den Klammersteg (55) exakt positioniert sind.
Dann drückt der Chirurg die Griffe (2) und (3) des Instrumentes (1) zusammen, wodurch der Griff (3) um ein Stuck aufwärts in Richtung auf seine betätigte Position schwenkt, das gerade ausreicht, daß das untere Ende des Klammemformers (5) den Steg (55) einer Klammer (54) gemäß Fig. 20 und 21 berührt und leicht biegt. Aus Fig. 21 ist ersichtlich, daß durch die leichte Biegung des Klammemsteges (55) die Klammemschenkel (56) und (57) geringfügig nach innen schwenken, wodurch sie aus dem Reibungsschluß mit den Enden (52a) und (52b) des Querschlitzes (52), in dem die Klammer (54) positioniert ist, gelöst werden. Fig. 21 zeigt das untere Ende des Armes (10) des Klammerinstrumentes (1), wie es in Richtung des Pfeiles (A) aus dem Klammemträger (45) herausgehoben wird. Das gleiche gilt für die Fig. (20). Wenn das Klammerinstrument (1) eine Klammer (54) gemäß Fig. 20 und 21 ergriffen hat, befinden sich die Teile des Klammerinstrumentes (1) in den in Fig. 13 dargestellten Positionen relativ zueinander.
Wenn die Klammer (54) gemäß Fig. 21 zwischen dem Klammemformer (5) und der Amboßfläche (17) eingeklemmt ist, kann der Chirurg das Klammerinstrument (1) benutzen, um die Klammer (54) vollständig aus dem Klammrauträger (45) herauszuheben und zu der Wunde in der Haut oder dem Gewebe des Patienten zu transportieren. Das Klammerinstrument (1) wird dann über der Wunde zentriert, wobei der abwärts ragende Kiel (18) des Armes (10) in die Wunde ragt. Der Griff (2) kann dann vollständig in seine betätigte Position geschwenkt werden. Dadurch wird der Klammemformer (5) abwärts in seine Verformungsposition geschoben.
Fig. 22 zeigt eine chirurgische Klammer (54) in ihrem geformten und implantierten Zustand zu dem Zeitpunkt, in dem der Klammemformer (5) seine Verformungsposition erreicht hat. Fig. 22 zeigt ferner die Haut (61) eines Patienten mit einer Wunde oder einem Schnitt (62). Es ist zu beachten, daß der Kiel (18) des Armes (10) in der Wunde oder dem Schnitt (62) positioniert ist, um ein Überlappen der Gewebekanten während des chirurgischen Klammervorganges zu verhindern. Wenn der Klammemformer (5) seine unterste Position erreicht hat, haben die Seitenflächen (60b) und (60c) des klammemformenden Einschnittes (60) die Teile (63) und (64) des Klammemsteges (55) über die Amboßfläche (17) nach unten gebogen. Dadurch sind die Klammemschenkel (56) und (57) in die Haut (61) des Patienten implantiert worden und haben eine Position erreicht, in der sie weitgehend diametral einander gegenüberliegen. Wenn die Klammer vollständig geformt und implantiert ist, haben die Teile des chirurgischen Klammerinstrumentes (1) relativ zueinander die in Fig. 14 dargestellten Positionen erreicht.
Wenn dem Griff (3) gestattet wird, unter der Wirkung der kooperierenden Blattfedern (6) und (7) in seine Grundstellung zurückzukehren, kehrt der Klammemformer ebenfalls in seine zurückgezogene Grundstellung zurück, in der er außer Eingriff mit der Klammer (54) ist. Der Amboß (16) und seine Amboßfläche (17) lassen sich dann unter der Klammer (54) wegziehen, wodurch die vollständig geformte und implantierte Klammer (54) in dem in Fig. 23 dargestellten Zustand zurückbleibt
Zu diesem Zeitpunkt kann der Chirurg das untere Ende des Armes (10) des Klammerinstrumentes (1) erneut in die Längsnut (53) des Klammemträgers (45) einführen, um die nächstfolgende Klammer (54) auf die bereits beschriebene Weise herauszuziehen. Diese nächste Klammer (54) kann dann auf die anhand der Fig. 22 und 23 beschriebene Weise geformt und implantiert werden. Dieses Verfahren kann wiederholt werden, bis die Wunde oder der Schnitt (62) vollständig geklammert worden ist.
Aus der vorangegangenen Beschreibung ist ersichtlich, daß der Klammemträger (45) so ausgeführt ist, daß der Chirurg sich immer mit einem Blick vergewissern kann, wieviel Klammem (54) noch in dem Klammemträger (45) enthalten sind. Es ist offensichtlich, daß der Klammemträger so ausgeführt werden kann, daß er jede beliebige Anzahl von Klammem aufnehmen kann.
Die Anzahl der aufnehmbaren Klammem ist nur durch die praktikable Länge des Klammemträgers begrenzt. Durch eine entsprechende Bemessung der Querschlitze (52) kann der Klammemträger so ausgeführt werden, daß er Klammem jeder Größe und jeder Drahtgröße aufnehmen kann. Zu diesem Zweck kann der Klammemträger aus farbigem Kunststoff hergestellt werden, so daß er Kennzeichnungsfarben für jeden geeigneten Zweck erhalten kann, z. B. zur Identifikation der in dem Klammemträger enthaltenen Klammemgröße auf einen Blick oder zur Identifikation der anfangs in dem Klammemträger enthaltenen Klammemzahl.
Die Unterseite (51) des Klammemträgers ist mit einer Klebeschicht, z. B. einer druckempfindlichen Klebeschicht od. dgl., ausgerüstet worden. Eine solche Klebeschicht (65) ist in Fig. 16-21 dargestellt Die Klebeschicht (65) gestattet es dem Chirurgen, den Klammemträger (45) temporär an seinem Handrücken, an einem Teil des Patienten in der Nähe der zu klammernden Wunde an einem Teil des Operationstisches oder an jeder anderen geeigneten Oberfläche zu befestigen. Dadurch entfällt die Notwendigkeit, daß der Chirurg den Klammemträger während des chirurgischen Klammervorganges in seiner Hand hält Alternativ kann die Unterseite (51) des Klammemträgers so konfiguriert werden, daß sie in eine schwere Grundplatte (nicht dargestellt) aus Edelstahl oder einem anderen zum Einsatz in einer chirurgischen Umgebung geeigneten Material paßt.
Zum Zwecke einer leichteren Bedienung kann das Klammerinstrument (1) mit einer Rasteinrichtung ausgerüstet werden, um den Klammemformer (5) in seiner klammemgreifenden Position gemäß Fig. 13,20 und 21 zu verriegeln. Das heißt, wenn der Chirurg eine Klammer (54) ergriffen und aus dem Klammemträger (45) herausgehoben hat, braucht er auf den unteren Griff (3) keinen Druck mehr auszuüben, während das Gewebe für das Plazieren der Klammer vorbereitet wird. Bei Verwendung einer solchen Rasteinrichtung kann ferner ein Assistent eine Klammer auf der Amboßfläche (17) des Klammerinstrumentes (1) positionieren und dann dem -6-
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Chirurgen das geladene Klammerinstrument zum Formen und Implantieren der Klammer reichen.
Gemäß Fig. 1,24,25 und 26 sind die hinteren Enden der Blattfedern (6) und (7) so konfiguriert, daß sie die gewünschte Rasteinrichtung bilden.
Gemäß Fig. 1 besitzt die Blattfeder (6) einen ersten hinteren Teil (6a), der vom hinteren Ende des Griffes (2) aus abwärts gekrümmt ist. Die Blattfeder (6) besitzt ferner einen zweiten hinteren Teil (6b), der winkelig zum ersten Teil (6a) angeordnet und weitgehend eben ist
Die Verbindungsstelle der Teile (5a) und (5b) ist mit einem Paar einander gegenüberliegender Kerben (66) und (67) derart ausgerüstet, daß der zwischen den Kerben (66) und (67) liegende Teil der Blattfeder (6) eine verringerte Breite besitzt. Die Kerben (66) und (67) werden nachstehend Transferkerben genannt. Das freie Ende des Teiles (6b) der Blattfeder (6) ist mit einem zweiten Paar einander gegenüberliegender Kerben (68) und (69) (nachstehend Rückstellkerben genannt) derart ausgerüstet, daß das äußerste Ende der Blattfeder (6) ungefähr gleich breit ist wie der zwischen den Transferkerben (66) und (67) liegende Teil. Unmittelbar oberhalb der Rückstellkerben (68) und (69) ist in den Blattfederteil (6b) einfach durch Herausdrücken eines Stückes des Teiles (6b) eine Riegellasche (70) geformt. Die Riegellasche (70) ist besonders deutlich z. B. in Fig. 4 zu sehen.
Die Blattfeder (7) besitzt einen weitgehend ebenen Endteil (7a), der sich über das hintere Ende des Griffes (3) hinaus erstreckt. Der Federteil (7a) besitzt gemäß Fig. 25 ein quer liegendes, H-förmiges Fenster (71). Der dem Ende des zweiten Griffes (3) benachbart liegende Schenkel (72) des H-förmigen Fensters (71) wird nachstehend Arbeitsspur genannt. Die Höhe der Arbeitsspur (72) ist geringfügig größer als die maximale Breite des Teiles (6b) der Blattfeder (6). Der dem Ende des zweiten Griffes (3) entfernt liegende Schenkel (73) des H-förmigen Fensters (71) wird nachstehend Rücklaufspur genannt Deren Höhe ist gleich der Höhe der Arbeitsspur (72). Der zwischen der Arbeitsspur (72) und der Rücklaufspur (73) liegende Teil (74) des H-förmigen Fensters (71) wird nachstehend Transferschlitz genannt. Er hat eine Höhe, die kleiner ist als die maximale Breite des Teiles (6b) der Blattfeder (6), aber größer ist als die Breite der zwischen den Transferkerben (66) und (67) und den Rückstellkerben (68) und (69) liegenden Teile der Blattfeder (6).
Wenn sich das Klammerinstrument (1) in seinem normalen, unbetätigten Zustand gemäß Fig. 1 und 2, d. h. also in seiner Grundstellung befindet ragt das schmale Ende des Teiles (6b) der Blattfeder (6), das sich zwischen den Rückstellkerben (68) und (69) befindet, normalerweise in die Arbeitsspur (72) des Federteils (7a). Die Blattfeder (6) und ihre Teile (6a) und (6b) sind so konfiguriert, daß das unterste Ende des Teiles (6b) gemäß Fig. 24,25 und 26 ständig gegen das hintere Ende des zweiten Griffes (3) gedrückt wird.
Wenn das unterste Ende des Armes (10) des Instrumentes (1) mit der Amboßfläche (17) unterhalb des Steges einer chirurgischen Klammer (54) gemäß Fig. 18 und 19 in den Klammemträger (45) eingeführt wird, und wenn der Chirurg oder sein Assistent den zweiten Griff (3) drückt, um die Klammer (54) gemäß Fig. 20 und 21 zwischen dem Klammemformer (5) und der Amboßfläche (17) zu ergreifen, wird die Riegellasche (70) des Federteiles (6b) durch diese Bewegung des Griffes (3) durch die Arbeitsspur (72) bewegt, so daß sie mit der Unterseite des Teiles (7a) der Feder (7) in Eingriff kommt. Durch diesen Eingriff der Riegellasche (70) mit dem Federteil (7a), wird die Feder (54) in der in Fig. 20 und 21 dargestellten Position verriegelt und der Chirurg oder sein Assistent brauchen auf den zweiten Griff (3) keine Kraft mehr auszuüben. Die Positionen der Teile relativ zueinander sind deutlich in Fig. 13,27,28 und 29 dargestellt.
Wenn der zweite Griff (3) während des Form- und Implantiervorganges um seinen fixierten Gelenkpunkt geschwenkt wird, sind die Blattfeder (6) und ihre Teile (6a) und (6b) so konfiguriert, daß der Teil (6b) in Richtung der Rücklaufspur (73) gedrückt, jedoch noch in der Arbeitsspur gehalten wird, da er den schmaleren Transferschlitz (74) nicht passieren kann. Dadurch gleitet die Blattfeder (6) gemäß Fig. 30,31 und 32 entlang der hinteren Kante der Arbeitsspur (72). Sobald die chirurgische Klammer (54) vollständig geformt und implantiert ist, erreicht der Teil (7a) der Blattfeder (7) schließlich die Transferkerben (66) und (67) des Teiles (6b) der Blattfeder. Die Transferkerben (66) und (67) gestatten es der Blattfeder (6), sich durch den Transferschlitz (74) aus der Arbeitsspur (72) gemäß Fig. 14, 33, 34 und 35 in die Rücklaufspur (73) zu bewegen.
Wenn der Chirurg nach dem Klammervorgang den Griff (3) losläßt, gleitet der Federteil (7a) mittels der Rücklaufspur (73) den Teil (6b) der Blattfeder (6) abwärts. Die Blattfeder (6) und ihre Teile (6a) und (6b) sind so konfiguriert, daß, wenn die Rücklaufspur (73) den Federteil (6b) abwärts gleitet, der Federteil (6b) in Richtung auf die Arbeitsspur (72) gedrückt wird, jedoch in der Rücldaufspur (73) bleibt, da er den schmaleren Transferschlitz (74) nicht passieren kann. Die Riegellasche (70) ist jedoch nur so breit, daß sie den Transferschlitz (74) passieren kann. Sobald die Rückstellkerben (68) und (69) in die Rücldaufspur (73) eintreten, gestatten sie der Blattfeder (6) sich durch den Transferschlitz (74) aus der Rücklaufspur (73) in die Arbeitsspur (72) zu bewegen. Dadurch nimmt der Federteil (6b) seine normale Position gemäß Fig. 1,24,25 und 26 ein, so daß er sich wieder in deqenigen Position befindet, aus der der Klammervorgang wiederholt werden kann. -7-

Claims (10)

  1. Nr. 391414 PATENTANSPRÜCHE 1. Chirurgisches Klammersystem bestehend aus einem Klammerinstrument und einemKlammemträger dafür, dadurch gekennzeichnet, daß das Klammerinstrument (1) eine zangenartige Konfiguration mit zwei Griffen (2,3) aufweist, deren erster (2) ein Mittelteil (9) mit von diesem ausgehenden, länglichen Arm (10) aufweist, an dessen freiem Ende ein vorstehender Amboß (16) mit einer eine Amboßfläche (17) bildende Oberfläche vorgesehen ist; daß der Arm (10) und das Mittelteil (9) mit in einer Ebene liegenden Frontseiten (9c, 9d, 10a) versehen sind, an denen ein aus einer Grundstellung in eine Verformungsposition verschiebbarer Klammemformer (5) lösbar befestigt ist; daß der zweite Griff (3) in der Nähe seines einen Endes (26) gelenkig mit dem Mittelteil (9) des ersten Griffes (2) verbunden und an seinem vorderen Ende (26) mit dem Klammemformer (5) gekoppelt ist; daß Einrichtungen (6,7) zum Vorspannen von Klammemformer (5) und zweitem Griff (3) in ihre Grundstellung vorgesehen sind; daß der Klammemträger (45) ein vom Klammerinstrument (1) unabhängiges, einteiliges, längliches Element ist, in dessen eine Oberfläche (50) mehrere voneinander beabstandete Schlitze (52) eingesenkt sind, die sich parallel zueinander und quer zur Längsachse des Klammemträgers (45) erstrecken und zur klemmenden Aufnahme je einer Klammer (54) ausgebildet sind, wobei die Stege (55) der Klammem der Oberfläche (50) benachbart sind und daß in den Klammemträger (45) von dessen einer Oberfläche (50) aus eine Längsnut (53) eingelassen ist, die die Schlitze (52) schneidet, zur Führung des freien Endes des Armes (10) konfiguriert ist und eine solche Tiefe hat, daß die Amboßfläche (17) bei in die Längsnut (53) eingesetztem Arm (10) unterhalb und der Klammemformer (5) oberhalb der Steghöhe der Klammem (54) liegt.
  2. 2. Klammersystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Klammemträger (45) die Querschlitze (52) so tief sind, daß der Steg (55) einer darin positionierten Klammer (54) parallel zur und unterhalb der Oberfläche (50) des Klammemträgers liegt
  3. 3. Klammersystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsnut (53) des Klammemträgers (45) einen T-förmigen Querschnitt hat.
  4. 4. Klammersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschlitze (52) des Klammemträgers (45) derart voneinander beabstandet sind, daß bei Entnahme einer Klammer (54) die in dem nächstfolgenden Schlitz positionierte Klammer unberührt bleibt.
  5. 5. Klammersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Unterseite (51) des Klammemträgers (45) mit einer druckempfindlichen Klebschicht (65) versehen ist.
  6. 6. Klammersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Klammerinstrument (1) einen von der freien Oberfläche seines Ambosses (16) und vom freien Ende des Armes (10) abstehenden Kiel (18) aufweist, der relativ zum Amboß und zum Arm zentriert ist und sich von deren Frontseite zu deren Rückseite erstreckt.
  7. 7. Klammersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Mittelteil (9) des ersten Griffes (2) des Klammerinstrumentes (1) eine Schlitz (11) aufweist, der sich durch das Mittelteil (9) und dessen Frontseite (9c, 9d) erstreckt; daß sich der zweite Griff (3) durch den Schlitz (11) erstreckt und mittels eines sich durch koaxiale Bohrungen (14, 31) im Mittelteil und im zweiten Griff erstreckenden Gelerikstifts (32) am ersten Griff (2) angelenkt ist; daß der Klammemformer (5) in der Nähe seines einen Endes mit einem Fenster (21) versehen ist, das sich durch den Klammemformer (5) »streckt und daß das vordere Ende (26) des zweiten Griffes (3) abgerundet ist und sich über die Frontseite (9c, 9d) des Mittelteils (9) des ersten Griffes (2) in das Fenster (21) des Klammemformers (5) erstreckt.
  8. 8. Klammersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Klammerinstrument (1) zum Vorspannen der Griffe (2,3) und des Klammemformers (5) in deren Grundstellung zwei Blattfedern (6,7) aufweist, die lösbar an den einander zugekehrten Flächen des ersten und zweiten Griffes (2,3) befestigt sind und daß die jeweils einen Enden der beiden Blattfedern lösbar miteinander verbunden sind.
  9. 9. Klammersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Klammerinstrument (1) eine dem Gelenkstift (32) zugeordnete Federklammer (33) aufweist, die diesen lösbar in seiner Position -8- Nr. 391414 hält; daß die Federklammer (33) ein entlang des ersten Griffes (2) liegendes längliches Element (36) mit einem ersten Ende (34) und einem zweiten Ende (37) aufweist; daß der Gelenkstift (32) an dem ersten Ende (34) der Federklammer (33) befestigt ist und daß das zweite Ende (37) der Federklammer (33) hakenförmig ausgebildet und mit einem Schnappsitz lösbar am ersten Griff (2) befestigt ist.
  10. 10. Klammersystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Klammerinstrument (1) eine Rasteinrichtung (6a, 6b, 7a) aufweist, die den Klammemformer (5) gegenüber dem länglichen Arm (10) in einer zwischen Grundstellung und Verformungsposition befindlichen Zwischenposition hält, in der eine Klammer (54) zwischen dem Klammemformer (5) und dem Amboß (16) eingespannt ist; daß die Rasteinrichtung (6a, 6b, 7a) von den freien Enden der Blattfedern (6,7) gebildet ist, von denen die zweite Blattfeder (7) im Bereich ihres freien Endes (7a) ein H-förmiges Fenster (71) aufweist, welches eine Arbeitsspur (72) und eine hiervon durch einen Transferschlitz (74) getrennte Rücklaufspur (73) definiert, und von denen die erste Blattfeder (6) einen in Richtung auf das freie Ende (7a) der zweiten Blattfeder abgebogenen hinteren Teil (6a, 6b) aufweist, welcher geringfügig schmaler als die Höhe von Arbeitsspur (72) und Rücklaufspur (73) und jedoch breiter ist als die Höhe des Transferschlitzes (74); daß der freie Endäbschnitt (68,69) des hinteren Teils (6a, 6b) der ersten Blattfeder (6) schmäler als die Höhe des Transferschlitzes (74) ausgebildet und unmittelbar vor dem freien Endabschnitt im hinteren Teil der ersten Blattfeder zunächst eine integrale Riegellasche (70) angeordnet ist und darauffolgend mit Abstand zwei einander gegenüberliegende Transferkerben (66,67) angeordnet sind, welche die Breite der Blattfeder (6) auf ein Maß verringern, welches kleiner als die Höhe des Transferschlitzes (74) ist; daß die beiden Blattfedern (6,7) so konfiguriert sind, daß in der Grundstellung des Klammeminstrumentes (1) der freie Endabschnitt (68, 69) in die Arbeitsspur (72) des Fensters (71) ragt, daß in der Zwischenposition die Riegellasche (70) mit der Unterseite des hinteren Endes (7a) der zweiten Blattfeder (7) in Eingriff steht und die Zwischenposition arretiert und daß in der Verformungsposition des Klammerinstrumentes (1) der die Transferkerben (66,67) aufweisende Teil der ersten Blattfeder von der Arbeitsspur (72) durch den Transferschlitz (74) in die Rücklaufspur (73) schwenkt. Hiezu 9 Blatt Zeichnungen -9-
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