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Motorwagen insbesonders für Wagenzüge.
Werden an einem Motorwagen, der zwei verschwenkbare Achsen besitzt oder aus zwei einachsigen Karren besteht, Beiwagen angehängt, so wird infolge der Stellung der Hinterräder die Bewegung des Trains fortgesetzt in einer Schlangenlinie erfolgen, wodurch oftmals die ganze Strassenbreite oder doch ein grosser Teil derselben für die Bewegung nur eines Trains beansprucht wird.
Diese Ablenkung nach auswärts und die dadurch bedingte Bewegung in Schlangenlinie besteht bei einem Motorwagen mit fixer Hinterachse nicht, da bei diesem die Hinterräder parallel zu der durch die Fahrtrichtung bestimmten Tangente an die Kurve, also in der Fahrtrichtung verbleiben. Allerdings ergeben sich in diesem Falle zwei Spuren und zwar eine, auf der die Lenkachse des Motorwagens führt und eine zweite, auf der seine Hinterachse und alle übrigen Achsen laufen ; diese zwei Spuren können aber sehr nahe aneinander gebracht werden, und bildet Gegenstand vorliegender Erfindung eine Einrichtung, durch welche dies bei Vermeidung der Schlangenlinie erzielt wird.
Wenn man nämlich bei einem Wagen mit einer Lenk-und einer fixen Achse (Vorder-oder Hinterachse) den Abstand der beiden Achsen ganz kurz macht, also die beiden Achsen so nahe aneinander rüokt, als möglich, so ist der Unterschied in den beiden Spuren ein so geringer, dass er in der Praxis gar keine Rolle mehr spielt. Eine der beiden Achsen trägt Treibräder. Da aber einerseits auf diesem kurzen Lenkwagen nicht alle Organe des Motorwagens untergebracht werden können, andererseits fur grössere Lasten eine Treibachse nicht ausreichend ist, wird der Lenkwagen je nach der Anzahl der erforderlichen Triebachsen mit einem oder mehreren einachsigen Karren gekuppelt, deren Achsen angetrieben werden und zwar erfolgt die Kupplung im Mittel zwischen zwei Achsen.
Nachdem durch diese Einrichtung der Unterschied in den Spuren zwischen der Lenkachse und der fixen Hinterachse des Lenkwagens praktisch gar nicht in Betracht kommt und sämtliche angekuppelten einachsigen Karren in der Spur der fixen Hinterachse des Motor- wagens laufen, so wird erreicht, dass der ganze Zug sich in einer einzigen Spur bewegt und gleich- zeitig, dass die Ablenkung des Wagens aus der Fahrtrichtung, wodurch die Bewegung in Schlagen- linien verursacht wird, vermieden wird.
In der Zeichnung ist in Fig. 1 ein Motorwagen mit lenkbarer Vorderachse und fixer Hinterachse und in Fig. 2 derselbe in Kupplung mit einer Anzahl einachsiger Karren veranschaulicht.
Die Lenkachse 1 des Motorwagens ist nicht angetrieben und so nahe an die angetriebene fixe Hinterachse 2 gerückt, dass sich die Räder der beiden Achsen fast berühren. Die anderen Treibachsen 3 bilden die Achsen von einachsigen Karren 4, welche untereinander und mit dem Motorwagen gekuppelt und als Bestandteile des Motorwagens anzusehen sind. Die Kupplung 5 erfolgt immer in der Mitte zwischen zwei Achsen und derart, dass die Wagen in horizontaler Ebene frei beweglich sind.
Die nicht angetriebenen Beiwagen 6, welche dem derart gebildeten mehrteiligen. Motor- wagon us beliebiger Zahl angehängt werden können, sind gleichfalls einachsige Karren, welche in der gleichen Weise miteinander gekuppelt sind.
Der Antrieb des Motorwagens und der Treibkarren kann elektrisch oder mechanisch er- folgen. Die Bremsung des Trains kann auf die verschiedenste Weise durchgeführt werden und zwar auf elektrischem oder mechanischem Wege, wobei diese beiden Bremsarten se'betverständlich miteinander kombiniert werden können.
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