AT346838B - Verfahren zur herstellung von neuen optisch aktiven anthracyclinonen - Google Patents

Verfahren zur herstellung von neuen optisch aktiven anthracyclinonen

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AT346838B
AT346838B AT193477A AT193477A AT346838B AT 346838 B AT346838 B AT 346838B AT 193477 A AT193477 A AT 193477A AT 193477 A AT193477 A AT 193477A AT 346838 B AT346838 B AT 346838B
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AT
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methoxy
anthracyclinones
chloroform
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AT193477A
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Federico Arcamone
Luigi Bernardi
Bianca Patelli
Marco Aurelio Di
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Farmaceutici Italia
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  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von neuen optisch aktiven Anthracyclinonen, welche zur Behandlung von bösartigen Krankheiten, insbesondere Sarkom, Brustkrebs,   Lungenkarzinom, bös-   artigem Lymphom, Neuroblastom, akuter Leukämie und Blasenkrebs, verwendbar sind bzw. Ausgangsmaterialien zur Herstellung derartiger Heilmittel darstellen.

   Die neuen erfindungsgemäss erhältlichen Anthracyclinone sind optisch aktive Verbindungen der allgemeinen Formeln 
 EMI1.1 
 und 
 EMI1.2 
 worin a)   R1   Wasserstoff ist und   R2   und   Rs   gleich sind und jeweils Wasserstoff, Methyl, Methoxy, Chlor oder Brom bedeuten, 
 EMI1.3 
 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 
Zur Herstellung der   erfindungsgemäss   erhältlichen Verbindungen erfolgt zunächst die optische Trennung eines Ketols der allgemeinen Formel   (II),   wobei (-)-1-Phenyläthylamin mit racemischem 1,4-Dimethoxy-   - 6-hydroxy-6-acetyltetralin   in einem geeigneten Lösungsmittel, wie Acetonitril, zu diastereoisomeren Schiff'sehen Basen umgesetzt wird,

   welche durch Kristallisation getrennt werden und aus welchen die enantiomeren Ketole (II) durch Säurebehandlung gewonnen werden. Die Trennung erfolgt scharf und völlig unerwartet, da keine früheren Fälle der Trennung von Ketonen über Ketimine aus der Literatur bekannt sind (Eliel, loc. cit. Seite 56), wahrscheinlich weil Schiff sehe Basen gewöhnlich ziemlich instabil sind und sich leicht während der Kristallisation zersetzen.

   Ausserdem wurde gefunden, dass die optisch aktiven Ketole (II) wieder in das racemische Ketol (II) übergeführt werden können, weshalb es möglich ist, das racemische Ketol (II) in die gewünschte optisch aktive Form in sehr hoher Ausbeute überzuführen, u. zw. über die Trennung des racemischen Ketols (II) mit (-)-1-Phenyläthylamin und nachfolgende Rückführung des unerwünschten Isomeren zurück in die racemische Form und Wiederholung der optischen Trennung. 



   In dem oberwähnten, von C. M. Wong et al vorgeschlagenen Reaktionsschema werden für mehrere Reaktionsschritte stark saure Bedingungen angewendet, die Racemisierung des   Chiralzentrums   über ein planares Carbo-Kation begünstigen (Eliel,   loc.   cit, Seite 372) : tatsächlich ist, wenn die optisch aktive Verbindung (II) wie von Wong beschrieben, behandelt wird, das erhaltene Anthrachinon (IV) vollständig frei von optischer Aktivität. 



   Die Erfindung bezieht sich demgemäss auf ein neues Verfahren zur Synthese der optisch aktiven Verbindungen (IV') und   (TV"),   welches darin besteht, dass optisch aktive Ketole der Formel 
 EMI2.2 
 in einem organischen Lösungsmittel, wie Dichlormethan, in Anwesenheit einer Lewis-Säure mit einem Phthalsäuremonoestermonochlorid der allgemeinen Formel 
 EMI2.3 
 worin   Ri 9 R2   und R3 die oben angegebene Bedeutung, haben, umgesetzt werden, wobei nach Behandlung mit 
 EMI2.4 
 gen (IV) und   (IV")   in optisch aktiver Form ausserordentlich überraschend. 



   Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung näher erläutern, ohne dass diese jedoch hierauf beschränkt sein soll. 
 EMI2.5 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Methanol, das 12 ml 2N   HCI   enthielt, gelöst. Die Lösung wurde 10 min auf   500C   erhitzt, dann mit Wasser verdünnt und mit Chloroform extrahiert. Die Extrakte wurden im Vakuum eingedampft und der Rückstand aus 
 EMI3.1 
 
Die Acetonitrilmutterlaugen wurden im Vakuum eingedampft und der Rückstand in 50 ml Methanol, das 14 ml 2N   HCI   enthielt, aufgenommen. Die Lösung wurde 10 min lang auf   50 C   erhitzt, dann mit Wasser verdünnt und mit Chloroform extrahiert.

   Die Extrakte wurden im Vakuum eingedampft und der Rückstand aus 
 EMI3.2 
 misches 1, 4-Dimethoxy-6-hydroxy-6-acetyltetralin durch Konzentrieren gewonnen und in den Zyklus ruckgeführt. 
 EMI3.3 
 methylestermonochlorid zugesetzt und während 1 h 15 g AlCl3 langsam unter konstantem Rühren bei Raumtemperatur zugegeben. Die Suspension wurde 3 h lang bei Raumtemperatur gehalten und dann auf Eis gegossen. Die Lösung wurde mit Chloroform extrahiert und die Extrakte mit Wasser und einer verdünnten NaHCO3-Lösung gewaschen. Die Chloroformextrakte wurden im Vakuum eingedampft und der ölige Rückstand in 100 ml 60%igem Äthanol, das 8 g NaOH enthielt, aufgenommen.

   Die Lösung wurde 1 h lang bei   600C   ge- 
 EMI3.4 
 
Wasser verdünntgewonnen und in den Zyklus rückgeführt Die wässerige Lösung wurde mit 2N   HCI   angesäuert und mit Chloroform extrahiert. Durch Abdampfen der Lösungsmittel wurden 9 g eines öligen Rückstandes (III R1=R2=R3=H) erhalten, der in 20 ml flüssiger HF gelöst wurde. Nach 3 h wurde die HF abgedampft und der Rückstand in Chloroform aufgenommen.

   Der Chloroformextrakt wurde mitWasser und 2N NaOH gewaschen und im Vakuum 
 EMI3.5 
 
Bei Durchführung des Verfahrens gemäss Beispiel lb) jedoch unter Verwendung von   (+)- !,   4-Dimethoxy-   - 6-hydroxy-6-acetyltetralin   wurde   4-Demethoxy-7-desoxy-9-epi-daunomycinondimethyläther   erhalten, Fp. 
 EMI3.6 
 
Beispiel 3:(¯)-4-Demethoxy-7-desoxydannomycinondimethyläther (IV,   R=R=Rg=H)  
Zu 5 g (+)-1,4-Dimethoxy-6-hydroxy-6-acetyltetralin in 30 ml Trifluoressigsäureanhydrid wurden 10 g Phthalsäuremonomethylester zugesetzt und die Lösung 19 h lang unter Rückfluss erhitzt. Die Lösung wurde im Vakuum eingedampft und der Rückstand in 100 ml 60%igem Äthanol, enthaltend 8 g   NaOH,   aufgenommen. 



  Die Lösung wurde 1 h lang bei   60 C   gehalten, mit Wasser verdünnt und mit Chloroform extrahiert, das verworfen wurde. Die wässerige Lösung wurde mit 2N   HCI   angesäuert und mit Chloroform extrahiert. Durch Abdampfen des Lösungsmittels wurde ein Rückstand erhalten, der in 20 ml flüssiger HF gelöst wurde. Nach 3 h wurde die HF abgedampft und der Rückstand in Chloroform aufgenommen. Die Chloroformextrakte wurden mitWasser und   verdünnter NaOH   gewaschen und im Vakuum eingedampft. Der Rückstand wurde aus Äther kristallisiert, wobei racemischer 4-Demethoxy-7-desoxy-daunomycinondimethyläther erhalten wurde (IV, R1=R2=R3=H, 1,5g,Fp,184bis185 C).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von neuen optisch aktiven Anthracyclinonen der allgemeinen Formeln EMI3.7 und <Desc/Clms Page number 4> EMI4.1 worin a) R1 Wasserstoff bedeutet und R2undR2 gleich sind und Wasserstoff, Methyl, Methoxy, Chlor oder Brom bedeuten, b) R2 und R3 beide Wasserstoff und R1 Methyl, Methoxy, Chlor oder Brom darstellen oder c) R1 und R3 beide Wasserstoff und R2 Methoxy bedeuten, dadurch gekennzeichnet, dass optisch aktive Ketole der Formel EMI4.2 in einem organischen Lösungsmittel, wie Dichlormethan, in Anwesenheit einer Lewis-Säure mit einem Phthalsäuremonoestermonochlorid der allgemeinen Formel EMI4.3 worin R, R und Rs die oben angegebene Bedeutung haben, umgesetzt.
    werden, wobei nach Behandlung mit Natriumhydroxyd optisch aktive Benzoylbenzoesäuren EMI4.4 worin R1 bis R3 die oben angegebene Bedeutung haben, erhalten werden, welche mittels Fluorwasserstoff zu den entsprechenden optisch aktiven Verbindungen der Formeln (IV) oder (IV") cyclisiert werden.
AT193477A 1975-01-22 1976-01-19 Verfahren zur herstellung von neuen optisch aktiven anthracyclinonen AT346838B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT395375B (de) * 1987-03-11 1992-12-10 Erba Carlo Spa Immunglobulinkonjugate, verfahren zu deren herstellung und anwendung sowie pharmazeutische mittel, die diese enthalten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT395375B (de) * 1987-03-11 1992-12-10 Erba Carlo Spa Immunglobulinkonjugate, verfahren zu deren herstellung und anwendung sowie pharmazeutische mittel, die diese enthalten

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