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Die Erfindung betrifft eine Brüh- und Enthaarungsmaschine, insbesondere für Schlachtschweine, mit zwei zueinander parallelen, mit horizontal verlaufenden Achsen in einem Brühwasserbehälter gelagerten angetriebenen
Enthaarungswalzen.
Es ist bereits eine Brüh- und Enthaarungsmaschine für Schlachtschweine bekannt, bei der in einer mittels eines aufschwenkbaren Deckels verschliessbaren Brühwanne zwei Enthaarungswalzen vorgesehen sind, u. zw. eine hochliegende Walze und eine seitlich bezüglich dieser hochliegenden Walze versetzte tieferliegende Walze. Beide
Walzen sind über einen gemeinsamen Antrieb in gleicher Drehrichtung angetrieben. Zur Erleichterung des Be- und Entladens der Maschine ist die Brühwanne schwenkbar auf zwei stabilen Trägern gelagert.
Der wesentlichste Nachteil dieser bekannten Brüh- und Enthaarungsmaschine besteht darin, dass bei unterschiedlich festsitzenden und verwirbelten bzw. in verschiedene Richtungen stehenden Borsten ein einwandfreies Enthaaren der Schlachtschweine auf erhebliche Schwierigkeiten stösst und vor allem ein einwandfreies Entfernen der Scheitelhaare praktisch nicht möglich ist. Diese Schwierigkeiten treten vor allem bei
Schlachtschweinen aus der Übergangszeit vom Sommer auf den Winter und umgekehrt auf.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine insbesondere für Schlachtschweine bestimmte Brüh- und
Enthaarungsmaschine zu schaffen, die bei einfachem Aufbau innerhalb möglichst kurzer Zeit eine einwandfreie
Enthaarung gewährleistet, u. zw. auch bei Schlachtschweinen mit maschinell schwer zu entfernenden Borsten.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, dass die beiden Walzen in Ruhestellung in an sich bekannter Weise in gleicher Höhe angeordnet sind, dass die beiden Walzen in dem Behälter in zwei verschiedene
Arbeitsstellungen, bei denen das Brühwasser im wesentlichen nur jeweils eine der Walzen bedeckt, schwenkbar sind und dass die beiden Walzen entweder in gleicher Drehrichtung mit Drehrichtungswechsel zwischen den beiden Arbeitsstellungen oder in entgegengesetzter Drehrichtung ohne Drehrichtungswechsel zwischen den beiden
Arbeitsstellungen angetrieben sind.
Durch die nach der Erfindung vorgenommene Anordnung der Enthaarungswalzen und die Schaffung von zwei Arbeitsstellungen der Enthaarungswalzen, bei denen jeweils nur eine der beiden Walzen vom Brühwasser bedeckt ist, wird erreicht, dass das Schlachtschwein auf Grund der gewählten Walzendrehrichtungen abwechselnd von der einen Enthaarungswalze gedreht und von der andern geschabt wird, u. zw. dergestalt, dass das
Schlachtschwein selbst in den beiden Arbeitsstellungen in entgegengesetzten Richtungen gedreht wird, wodurch die Enthaarungswalzen aus verschiedenen Richtungen an den Borsten angreifen können und sich demgemäss ein ausgezeichneter Enthaarungseffekt bei überraschend kurzen Enthaarungszeiten ergibt.
Besonders gute Enthaarungsergebnisse werden erreicht, wenn die beiden Walzen von einem einzigen Antriebsmotor mit gleicher Drehzahl angetrieben sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend unter Bezugnahme auf die Zeichnungen erläutert ; in diesen zeigt : Fig. l eine schematische Querschnittsansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemässen Brühund Enthaarungsmaschine und die Fig. 2 und 3 der Fig. l entsprechende Darstellungen der Brüh- und Enthaarungsmaschine in verschiedenen Betriebsstellungen.
Nach Fig. l besteht die Brüh-und Enthaarungsmaschine aus einem nicht schwenkbaren, jedoch vorzugsweise fahr- und blockierbar ausgebildeten Behälter--6--für Brühwasser, der mittels eines aufschwenkbar angelenkten Deckels-l-verschliessbar ist. Der eigentliche Wannenteil des Brühwasserbehälters ist zumindest teilweise doppelwandig ausgebildet, wobei in dem Hohlraum --5-- ein Heizmedium vorgesehen ist.
In der Wanne des Brühwasserbehälters sind zwei mit Schabern--12--besetzte Enthaarungswalzen - -2-- angeordnet, U. zw. derart, dass beide Walzen-2-um eine gemeinsame zu ihren Achsen parallele Achse schwenkbar sind. Zu diesem Zweck sind die Drehachsen der beiden Schaberwalzen in nicht dargestellten Querträgern gelagert, u. zw. mit einem solchen gegenseitigen Abstand, dass sich die Schaber oder Schläger während der Drehung nicht berühren und sich auch die Schaberumfangskreise nicht schneiden. Anderseits sollen sich die Schaber möglichst nahe an die Wannenwand erstrecken.
Die Schwenkachse der Querträger, die mit der Mittelachse --21-- derselben zusammenfällt, ist so gewählt, dass die Schaber der beiden Walzen bei horizontaler Ausrichtung des Walzenpaares über den Wannenrand vorstehen bzw. zumindest bis an den Wannenrand reichen, da auf diese Weise das Auswerfen des gereinigten Schweines praktisch allein mittels der sich drehenden Walzen vorgenommen werden kann.
Der Antrieb der beiden Walzen --2-- erfolgt über einen an der Aussenseite des Behälters--6-- angebrachten Motor, der mit einer in das Behälterinnere führenden Antriebswelle in geeigneter Weise, z. B. über Zahnräder, Keilriemen oder einen Kettentrieb, gekuppelt ist. Die in das Behälterinnere führende Antriebswelle ist wieder mit den beiden Schaberwalzen über einen Riemen oder Kettentrieb gekuppelt, wobei beispielsweise eine
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--17-- über einGemäss einer Ausführungsform der Erfindung ist wenigstens eine der in den Stirnwänden des Behälters --6-- gelagerten Schwenkachsen der Querträger als Hohlwelle ausgebildet und nach aussen geführt, wo ein Betätigungsorgan zur Durchführung des gleichzeitigen Schwenkens beider Walzen vorgesehen ist. Durch diese Hohlwelle kann dann auch die Antriebswelle für die Walzen geführt sein.
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Es ist jedoch auch möglich, beide Querträger an der Innenseite der Stirnwände zu lagern und zur Durchführung der Walzenschwenkung ein eigenes Betätigungsorgan vorzusehen, das an einem der Querträger angreift und ein Schwenken um die Mittelachse-21-ermöglicht. In diesem Fall kann die nach aussen führende Antriebswelle oberhalb der Schwenkachse vorgesehen werden, u. zw. beispielsweise derart, dass der Durchtritt durch die Stirnwand oberhalb des Brühwasserspiegels erfolgt. Auf diese Weise können die Anforderungen an die Dichtheit der Durchführung verringert werden.
Fig. 2 zeigt die Brüh- und Enthaarungsmaschine in einer ersten Arbeitsstellung, bei der die beiden
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die im wesentlichen in diesem Fall das Gewicht des zu enthaarenden Schweines aufnehmen muss, tiefer liegt als die andere Walze. Im Behälter befindet sich dabei so viel Brühwasser, dass in dieser Kipplage im wesentlichen nur die unten liegende Walze --2-- bedeckt ist.
Wenn sich-wie im dargestellten Fall-beide Walzen nach rechts drehen, rotiert der Tierkörper in entgegengesetzter Richtung, wobei das Drehen des Tierkörpers im wesentlichen durch die tieferliegende Walze bewirkt wird, während die in dieser Kipplage oben liegende Walze überwiegend eine Schabefunktion ausübt.
Es wurde überraschenderweise gefunden, dass bei gleicher Walzendrehzahl der Enthaarungseffekt eindeutig verbessert wird. Durch die gleiche Drehzahl der beiden Enthaarungswalzen kann natürlich auch der Antrieb wesentlich vereinfacht werden, da übersetzungen u. dgl. wegfallen.
Nach einer vorgebbaren Zeitspanne wird das Walzenpaar aus der in Fig. 2 gezeigten Schwenkstellung in die in Fig. 3 dargestellte Arbeitsstellung gebracht. Die beiden Arbeitsstellungen sind bezüglich der in Fig. l dargestellten Ruhe-oder Auswerfstellung symmetrisch.
In der in Fig. 3 gezeigten neuen Arbeitsstellung drehen sich die Enthaarungswalzen wieder gleichsinnig, aber nunmehr im Gegenuhrzeigersinn.
Auf diese Weise wird auch der Tierkörper in entgegengesetzter Richtung gedreht, und die Schläger der Enthaarungswalzen greifen nunmehr speziell an den Borsten besonders gut, die auf Grund ihrer Lage in der ersten Kipplage schlecht gefasst werden konnten. Dies gilt vor allem für die Scheitelhaare, die auf Grund der unterschiedlichen Angriffsrichtung der Schläger in den beiden Kipplagen einwandfrei entfernt werden.
Die erfindungsgemässe Brüh-und Enthaarungsmaschine zeichnet sich vor allem durch ihre konstruktive Einfachheit, ihre Betriebssicherheit und ihre ausgezeichnete Enthaarungsleistung aus.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Brüh- und Enthaarungsmaschine, insbesondere für Schlachtschweine, mit zwei zueinander parallelen, mit horizontal verlaufenden Achsen in einem Brühwasserbehälter gelagerten angetriebenen Enthaarungswalzen,
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gleicher Höhe angeordnet sind, dass die beiden Walzen (2) in dem Behälter (6) in zwei verschiedene Arbeitsstellungen, bei denen das Brühwasser im wesentlichen nur jeweils eine der Walzen (2) bedeckt, schwenkbar sind und dass die beiden Walzen (2) entweder in gleicher Drehrichtung mit Drehrichtungswechsel zwischen den beiden Arbeitsstellungen oder in entgegengesetzter Drehrichtung ohne Drehrichtungswechsel zwischen den beiden Arbeitsstellungen angetrieben sind.
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