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Vorrichtung zum Räuchern, Dämpfen von Wurst- Fleisch- oder
Fischwaren
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung mit einem rotierenden Drehkranz zum Einhängen der
Ware zum Räuchern, Dämpfen od. dgl. von Wurst-, Fleisch- oder Fischwaren.
Es ist Aufgabe der Erfindung, derartige Vorrichtungen zu verbessern, insbesondere dahingehend, dass die Räucherwaren allseitig gleichmässig während der Drehbewegung geräuchert werden.
Gemäss der Erfindung sind bei einer Vorrichtung zum Räuchern, Dämpfen od. dgl. von Wurst-, Fleisch- oder Fischwaren mit einem in einer Räucherkammer angeordneten, rotierenden Drehkreuz, an dem in gondelartig aufgehängten Trägern Räucherspiesse angeordnet sind, diese Räucherspiesse über ein Parallel- und Kreuzgestänge miteinander verbunden, das mit ein oder mehreren, vorzugsweise winkelförmigen
Steuerhebeln gekuppelt ist, die wechselweise feststehende Anschlagmittel berühren.
Diese Anschlagmittel können ausserhalb der Bewegungsbahn der Träger feststehend an den Seitenwänden des Räucherkammergehäuses angeordnet sein und zweckmässig Tragarme mit Anschlagrollen aufweisen.
In die Träger lassen sich Räucherwagen mit etagenweise angeordneten Räucherspiessen einschieben, die ausserhalb der Räucherkammer gefüllt und entleert werden. In günstiger Weise können dabei die etagenartig in den Räucherwagen angeordneten Räucherspiesse durch ein Parallelgestänge miteinander verbunden sein ; die einzelnen Parallelgestänge stehen wieder durch ein Kreuzgestänge miteinander in Verbindung, so dass alle Räucherspiesse eines Wagens untereinander verbunden sind.
Die Räucherspiesse in den Trägern oder in den darin eingestellten Räucherwagen können beispielsweise nach einer Drehbewegung des Drehkreuzes von mindestens 180 verschwenkt oder verkippt werden.
Dazu kann man die Räucherwarenträger mit Führungsmitteln, wie Rollen, versehen, die bei der Drehbewegung des Drehkreuzes an Führungen entlanglaufen, damit diese Träger zeitweise eine Kippstellung einnehmen.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 eine Vor- deransicut einer Räucherkammer mit drehbarer Räuchervorrichtung, Fig. 2 im Ausschnitt eine Vorderansicht eines Räucherwagenträgers vor dem unteren Anschlag, Fig. 3 derselbe Ausschnitt eines Räucherwagenträgers vor dem oberen Anschlag und Fig. 4 eine Vorderansicht mit teilweisem Schnitt eines andern Ausführungsbeispieles einer Räuchervorrichtung.
In einem Gehäuse 10 einer Räucherkammer sind an einem Drehkreuz 12 mehrere, z. B. vier Räucherwarenträger 11 gondelartig aufgehängt, die schwenkbar an den Enden des Drehkreuzes 12 angelenkt sind und der kastenförmigen Form der in sie einzuschiebenden Räucherwagen 13 mit den Räucherspiessen 14 entsprechen.
Um die Schwenkbewegung der Räucherwarenträger 11 während des Rotierens des Drehkreuzes 12 zu steuern, sind an deren Unterseiten Rollen 17 angeordnet, die bei der Auf- und Abbewegung in oder an kurvenförmigen Führungen 15a entlanggleiten (s. Fig. 2 und 3).
Die etagenweise an Querstreben 18 in den Räucherwagen 13 angelenktenRäucherspiesse 14 sind durch je ein Parallelgestänge 15 miteinander verbunden und das Kreuzgestänge 16 verbindet wieder die Parallelgestänge 15 untereinander. Durch diese Einrichtung lassen sich alle Räucherspiesse 14 eines Räucherwagens 13 parallel in zwei Richtungen verschwenken.
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Jeweils am untersten Parallelgestänge 15 eines Räucherwagens 13 ist ein Ansatzauge 19 für ein zweiseitig wirkendes Schwenkarmgestänge vorgesehen. An den Seitenwänden der Räucherwagen 13 wird unterhalb der letzten Querstrebe 18 je ein zweiarmiger Winkelhebel 20 und 21 am Schwerpunkt angelenkt. Die längeren Arme der Hebel 20, 21 ragen aus dem Bereich des Räucherwagens 13 und des Räucherwarenträgers 11 heraus und stossen bei der Drehbewegung des Drehkreuzes 12 an Anschlagrollen 22 und 23, die an Tragarmen 24 am Gehäuse 10 der Räucherkammer befestigt sind. Die kurzen Arme der Hebel 20, 21 sind über ein Verbindungsgestänge 25,26 gelenkig mit dem Ansatzauge 19 für die Schwenk- und Kippbewegung der Räucherspiesse 14 verbunden.
Die Arbeitsweise der erfindungsgemässen Räuchervorrichtung wird wie folgt beschrieben.
Beim Rotieren des Drehkreuzes 12 werden die Räucherwarenträger 11 mit dem darin eingefahrenen Räucherwagen 13 gondelartig in einer Kreisbahn im Innern der Räucherkammer bewegt. Nach jeweils einer Drehbewegung von mindestens 1800 verändern die etagenweise in den Räucherwagen 13 angeordneten Räucherspiesse 14 ihre Lage, da das Parallel- und Kreuzgestänge 15,16 über das Schwenkarmgestänge
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11 hervortretenden langen Arme der Winkelhebel 20, 21 laufen auf die Rollen 22,23 auf und werden dabei um ihren Dreh-und Anlenkpunkt am Seitenteil der Räucherwagen 13 verschwenkt.
Beim Auflaufen auf die Rolle 22 (Fig. 2) wird der lange Hebel 20 soweit um seinen Drehpunkt verschwenkt, bis er die Stellung entsprechend Fig. 3 einnimmt. Dabei wird das Ansatzauge 19 über die Stange 26 in Pfeilrichtung verschoben und mit diesem werden alle Räucherspiesse 14 eines Räucherwagens 13 über die mit dem Ansatzauge 19 verbundenen Parallel- und Kreuzgestänge 15,16 verschwenkt.
Das entgegengesetzte Verschwenken der Räucherspiesse 14 erfolgt beim Auflauf des zweiarmigen Hebels 21 auf die Rolle 23 (s. Fig. 3).
Das Ausführungsbeispiel der Fig. 4. entspricht in seiner Grundanordnung und Arbeitsweise derjenigen in Fig. 1. In einem rotierenden Drehkranz 31 mit äusseren Laufrollen 31a sind mehrere, beispielsweise vier, Räucherwarenträger 32 mit herausnehmbaren Räucherwagen 33 gondelartig aufgehängt. Angetrieben wird der Drehkranz 31 durch ein in seiner Innenverzahnung laufendes motorisch betriebenes Ritzel 34. Die beweglich gelagerten Räucherspiesse 35 mit Bewegungsgestänge in den Räucherwagen 33 haben den gleichen Aufbau wie, die in Fig. 1. Dabei dienen die Tragarme 36 mit den Anschlagrollen 37 zum Umschwenken der in d, Räucherwagen 33 angebrachten Räucherspiesse 35.
Innerhalb der beiden Ringe des Drehkranzes 31 ist um die Räucherwarenträger 32 ein Gestell 30 angebaut, das an seinen parallellaufenden Längsseiten je zwei diagonal gegenüberliegende nach aussen zeigende Tragarme 36 besitzt.
Zwischen den beiden Enden der Tragarme 36 ist jeweils eine Anschlagrolle 37 befestigt, an welche die aus den Räucherwarenträgern 32 herausragenden Schwenkhebel 38 jeweils bei einer Drehung von 1800 drücken und dadurch die Bewegungen der Räucherspiesse 35 bewirken.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Räuchern zeichnet sich besonders durch das selbsttätige Ver-
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ganges aus. Dies hat zur Folge, dass die Waren sehr gleichmässig und gut geräuchert werden, da die Rauchgase alle Seiten der Räucherwaren bestreichen können. Durch eine entsprechende Wahl des Getriebes bzw. der Steuerung des Antriebsmotors ist es möglich, die Umdrehungsgeschwindigkeit des Drehkreuzes dem gewünschten Verhältnis anzupassen.
Die Räucherkammer hat ein grosses Fassungsvermögen und die während des Räuchervorganges in sich abgeschlossene Kammer ermöglicht einen guten Rauchzug und somit eine gute Räucherung, PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Räuchern, Dämpfen von Wurst-, Fleisch- oder Fischwaren mit einem in der Räucherkammer angeordneten und rotierenden Drehkreuz, an dem in gondelartig aufgehängten Trägern Räucherspiesse angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Räucherspiesse über ein Parallel- und Kreuzgestänge miteinander verbunden sind, das mit ein oder mehreren, vorzugsweise winkelförmigen Steuerhebeln gekuppelt ist, die wechselweise feststehende Anschlagmittel berühren.