AT313311B - Verfahren zur Herstellung von Dicyan - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Dicyan

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AT313311B
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dicyan
sulfate
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/0006Controlling or regulating processes
    • B01J19/002Avoiding undesirable reactions or side-effects, e.g. avoiding explosions, or improving the yield by suppressing side-reactions
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/003Cyanogen

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Gegenstand des Stammpatentes Nr. 308148 ist ein Verfahren zur Herstellung von Dicyan durch katalytische   Oxydationvon   vorzugsweise in flüssiger Form eingesetztem Cyanwasserstoff, nach dem die katalytische Oxyda- tion von Cyanwasserstoff mit Wasserstoffperoxyd in Gegenwart von Cupribromid, Cupricyanid oder Cuprinitrat   durchgeführt und gegebenenfalls dieReoxydation   der gebildeten Cuproionen durch den Zusatz von Ferriionen bei schleunigt wird. 



   In weiterer Ausgestaltung des Verfahrens nach dem Stammpatent wurde nun gefunden, dass als katalytisch wirksames Kupfersalz Cuprisulfat besonders geeignet ist, vor allem für die Durchführung der Reaktion in konti- nuierlicher Weise. Ferner ist es besonders günstig, als Ferrisalz Ferrisulfat einzusetzen. Ferrisulfat kann auch in situ während der Reaktion gebildet werden u. zw. aus Ferrosulfat und Wasserstoffperoxyd. Es braucht also nicht von Anfang an bei der Reaktion das Ferrisulfat als solches vorzuliegen, sondern es genügt die Zugabe von Ferro- sulfat. 



   Sollten die   Cupri- und Ferrlionen   zurückgewonnen werden, so können sie nach der Entfernung des Dicyans aus dem Reaktionsgemisch durch Fällung mit Alkali- oder Erdalkalicarbonaten als basische Kupfer- oder Eisen- carbonate wiedergewonnenwerden. Besonders geeignet zum Ausfällen ist Calciumcarbonat. Die Carbonate wer- den dann mit Schwefelsäure wieder in die entsprechenden   Cupri- und   Ferrisulfate umgewandelt und der einzu- setzenden Katalysatorläsung wieder zugeführt. 



     Esist   aber auch möglich, das mit dem Wasserstoffperoxyd eingebrachte Wasser und das Reaktionswasser aus der im Kreislauf geführten Katalysatorlösung abzudestillieren und dadurch die Katalysatorlösung wieder auf den
Anfangswert zu konzentrieren. 



   Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen näher erläutert :   Beispiel l : IneinemmitRührer, Thermometer, Rückflusskühler   und Einlauftauchrohr versehenen 250 ml
Rundkolben werden   25 g CuSO4. 5 0 (0, 1 Mol)   und
20 g Fe2(SO4)3 (0,05 Mol) in
50 gH2O gelöst und unter Rühren innerhalb von 100 min 27 g Blausäure und die äquivalente Menge   30% igue   Was- serstoffperoxydlösung (50 ml = 17, 0 g   100%)   zugegeben. Die Temperatur wird hiebei auf 45 bis   600C   gehalten, wobei Gasentbindung stattfindet. Das gaschromatographisch untersuchte Gas enthielt 97% reines Dicyan. 



   Beispiel 2: In   der in Fig. 1 dargestellten. kontinuierlich arbeitenden Apparatur wird eine Lösung von   
 EMI1.1 
 
Kupfersulfat und 0, 60geführt. Die Lösung wird über den Wärmeaustauscher --1d-- und Leitung --1e-- zur raschen Durchmischung mittels Pumpe --3-- im Kreis gerührt. Durch die Leitungen --la und   Ib-werden   die äquimolaren Mengen an Wasserstoffperoxyd und Blausäure   (1   Mol   HO +   2 Mol HCN) in die Reaktionslösung eingeführt. Am Kopf des Reaktors-l-wird-das entstehende Dicyangas über Leitung --1f-- zur weiteren Verwendung entnommen.

   Die   Reaktionslösung wird   zur kontinuierlichen Ausschleusung des mit der Wasserstoffperoxydlösung eingebrachten und desdurchdieReaktiongebildeten Wassers über die Leitung-li-in die Destillationskolonne --2-- geleitet und dort von gelöstem Dicyangas und noch nicht umgesetzten Blausäureresten befreit (Abgas über   Leitung-"lg--)   und durch Abdestillieren von Wasser aufkonzentriert. Die Lösung gelangt dann über Leitung --lk-- zum Reak-   tor-l-zurück.   Bei längerer Laufzeit macht sich die nur geringfügige oxydative Verseifung der Blausäure zu   CO   und Ammoniak durch Säureverbrauch bemerkbar.

   Es ist daher notwendig, der Katalysatorlösung die dem Verbrauch entsprechender Säuremenge von Zeit zu Zeit zuzugeben. 
 EMI1.2 
    4Reaktor-l-und   den entsprechenden Leitungen die gleichen wie in Beispiel 2 beschrieben. Die Reaktionslösung wird aber hier zur kontinuierlichen Ausschleusung des mit dem Wasserstoffperoxyd eingebrachten und des durch die Reaktion gebildeten Wassers über   Leitung in   die Destillationskolonne --2-- geleitet und dort lediglich von gelöstem Dicyangas und noch nicht   umgesetzten Blausäureresten befreit (Abgas   über Leitung Die entgeistete Katalysatorlösung gelangtdann über eine   Leitung--lk-- in Behälter-4-,

     wo sie 
 EMI1.3 
 Hierwerdendie basischen Carbonate mit der entsprechenden Menge verdünnter Schwefelsäure gelöst und-nach Zufuhr über Leitung-In--in der Zentrifuge --5-- von CaSO4 getrennt. Die Lösung von Kupfer- und Eisensulfat gelangt über   Leitung-ih--zurück   in Reaktor --1--. Die mit dieser Arbeitsweise erhaltenen   Um-   setzungen entsprechen den in Beispiel 2-genannten Ergebnissen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Dicyan durch katalytische Oxydation von vorzugsweise in flüssiger Form eingesetztem Cyanwasserstoff, wobei die Oxydation mit Wasserstoffperoxyd in Gegenwart einer Cuproionen liefernden Verbindung, u. zw. von Cupribromid,-cyanid oder-nitrat durchgeführt und gegebenenfalls die Reoxydation der Cuproionen während der Reaktion durch Zusatz von Ferriionen beschleunigt wird, nach Patent Nr. 308148, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxydation mit Wasserstoffperoxyd in Gegenwart von Cuprisulfat und gegebenenfalls Ferrisulfat durchgeführt wird.
    2. VerfahrennaehAnspruchl, dadurch gekennzei-chnet, dassdasFerrisulfatinsituwährendder Reaktion aus Wasserstoffperoxyd und Ferrosulfat gebildet wird. EMI2.1 riionen durch Fällung mit Alkali- oder Erdalkalicarbonaten aus der von Dicyan befreiten Reaktionslösung wiedergewonnen werden.
    4. Verfahren nachdenAnsprüchenlund2, dadurch gekennzeichnet, dassdieCupriionenund gegebenenfalls Ferriionen enthaltende Katalysatorlösung, nach Entfernung des Dicyans, durch Destillation von dem mit Wasserstoffperoxyd eingebrachten Wasser sowie dem Reaktionswasser befreit und in die Reaktionsstufe zurückgeführt wird.
AT321471A 1970-03-17 1971-04-15 Verfahren zur Herstellung von Dicyan AT313311B (de)

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