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Abtastvorrichtung für metallische Folie
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Die Erfindung betrifft eine Abtastvorrichtung für metallische Folie an Verpackung-un Einwickelmaschinen, die zur Abtastung der Folie und zur Steuerung des Verpackungsprozesses mittels elektrischer Impulse niedriger Spannung durch ein Schalt-und Abtastgerät beaufschlagt wird.
Bekannt sind Abtastvorrichtungen, die mit einem in sich starren, aber um einen Drehpunkt beweglichen Ablenkhebel versehen sind, die für gelochte Folie eingesetzt werden.
Der Nachteil dieser Abtastvorrichtung besteht darin, dass die zur Verpackung eingesetzte Folie mit Durchbrüchen versehen sein muss, was aber schliesslich nur bei festem Material, z. B. Packpapier od. ähnl. möglich ist, weil durch den erforderlichen und notwendigen mechanischen Anpressdruck das abzutastende Material reissen würde. Bei metallischer Folie niedriger Zerreissfestigkeit würde diese der Belastung des Anpressdruckes nicht standhalten.
Weiterhin sind starre Abtastvorrichtungen bekannt, die um einen Gelenkpunkt zwar beweglich gelagert und zur Abtastung mit Rollen versehen sind, wobei aber der Nachteil darin besteht, dass diese ebenfalls nur für Papierbahnen anwendbar sind und zur Abtastung metallischer Folie nicht eingesetzt werden kann, da die Folie von Natur aus mit einer mehr oder weniger starken Oxydschicht behaftet ist, die durch den Taster nicht weggeschliffen wird. Auch durch die Erhöhung des Anpressdruckes wird dieser Nachteil nicht beseitigt, sondern die Folie nur beschädigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Empfindlichkeit des mechanischen Abtastvorganges in Verbindung mit elektrisch gesteuerten Elementen, bei ungelochter Aluminiumfolie, zu erhöhen und die Schalthäufigkeit und Schaltsicherheit zu verbessern.
Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass der zur Auslösung der Schaltimpulse angeordnete Taster aus mehreren elastischen, in ihrer Länge unterschiedlich ausgebildeten und Abbiegungen aufweisenden Blattfedern besteht, die mit einem Schleifkontakt versehen sind, wobei oberhalb des freien Endes der obersten, kürzesten Blattfeder eine auf diese einwirkende Stellschraube vorgesehen ist. Der Taster selbst besteht also aus einem Federpaket, das durch seine besondere und abgekrümmte Form einen gleichmässigen, für Aluminiumfolie erforderlichen Anpressdruck gestattet, so dass keine Beschädigung der Folie entstehen kann. Zur Anpassung des Anpressdruckes ist eine Stellschraube angeordnet, die etwa am Ende der oberen Lage wirkt.
Da zur Abtastung der Aluminiumfolie nur kleine Stromspannungen verwendet werden können, wird in einem nachgeordneten Schaltgerät dieser Abtastimpuls durch Transistoren auf die erforderliche Betriebsspannung hochtransformiert. Mittels dieser so hochtransformierten Betriebsspannung wird der Zugmagnet im Verpackungsrhythmus gesteuert. Da zur Verpackung blanke Aluminiumfolie verwendet wird, ist diese an ihrem Rand in bestimmten Abständen mit aufgedruckten und isolierenden Abtastmarken versehen. Der Stromkreis ist somit so lange über die Aluminiumfolie geschlossen, bis der Taster auf eine solche isolierende Marke auftrifft und diesen kurzzeitig unterbricht.
Diese kurzzeitige Unterbrechung wird durch einen an ein Schaltgerät abgegebenen Impuls zur
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Steuerung eines Zugmagneten und schliesslich zum Abtrennen der Folie ausgenutzt. Da Aluminiumfolie von Natur aus mit einer starken Oxydschicht behaftet ist, macht es sich erforderlich, den Taster so auszubilden, dass dieser eine grosse Betriebssicherheit garantiert. Während des Arbeitsganges der Verpackungsmaschine läuft die Aluminiumfolie kontinuierlich unter dem Taster hindurch, der die auf der Folie vorhandene Oxydschicht aufreisst und so einen einwandfreien elektrischen Kontakt herstellt.
Sofern der Taster sich in Druckmarkenhöhe befindet und diese abtastet, wird der dabei gewonnene Impuls im Schaltgerät verstärkt. Dieser so gewonnene Abtastimpuls wird in einem Transistor gesteuerten Kraftwandler über einen Elektromagnet so in einen Schaltimpuls umgewandelt, dass damit der Schneidvorgang der Verpackungsmaschinen gesteuert, die Folie in der gewünschten Länge vom Band getrennt und der Einschlagmaschine zugeführt wird. Durch geeignete Schaltmassnahmen innerhalb des Arbeitskreises der Schaltungsanordnung wird der Arbeitsbereich der Vorrichtung auf ein festgelegtes Arbeitsfeld begrenzt. Dies kann entweder durch Wahl einer geeigneten Schaltanordnung im Schaltgerät selbst oder durch Nockensteuerung ausserhalb des Schaltgerätes erfolgen. Die Synchronisierung des Gerätes erfolgt durch ständige elektrische Eingriffe von der Einschlagrnaschine selbst.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert.
Es bedeuten : Fig. l : Funktionsschaltbild der Vorrichtung und Fig. 2 : Seitenansicht des Tasters.
Das in Fig. l dargestellte Funktionsprinzip beruht auf elektromechanischer Basis. Dabei sind die einzelnen Arbeitstakte des Tasters --1--, der Zange--7--, des Nockens--5--, sowie des Schaltgerätes --2-- und des Zugmagneten-3-aufeinander abgestimmt. Die Spannung des Tasters--l--ist zur Vermeidung von Fehlschaltungen niedrig ausgelegt auch deshalb, um ein Durchschlagen der Aluminiumfolie --6-- zu verhindern. Bei Einleitung des Umhüllprozesses erhält der Elektromotor--11--Spannung, so dass von der Vorratsrolle--12--Verpackungsmaterial mittels der Zange --7-- abgezogen wird.
In der Vorwärtsbewegung der Zange-7-läuft die Aluminiumfolie--6--, die als Verpackungsmaterial verwendet wird, unter dem Taster--l-- hindurch. Da die Aluminiumfolie--6--entsprechend den erforderlichen Abschnittslängen mit isolierenden Marken versehen ist, wird jeweils beim Passieren dieser Stellen der Stromkreis, der
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weitergeleitet wird. Durch die Speisung des Zugmagneten--3--wird die Zange -7-- geöffnet, so dass die Aluminiumfolie--6--, die bei Erreichen der Endstelle der Zange--7--abgetrennt wurde, dem Verpackungsprozess zugeführt werden kann.
Zur Einleitung des Folgearbeitstaktes wird ein weiterer Impuls durch Schliessung des Endschalters--4--, über Nocken 5 der mit dem Antrieb --11-- gekoppelt ist eingeleitet, der wieder im Schaltgerät--2--verstärkt wird, wodurch die Zange --7-- mittels des Zugmagneten--3--geschlossen und eine neue Verpackungslänge vorgezogen werden kann. Der Taster der kurzzeitig bis zur Schliessung der Zange--7-- stromlos war, erhält wieder Spannung und bildet mit dem Schaltgerät --2-- erneut einen Stromkreis, bis dieser durch die Abtastung der nächsten Marke mittels des Tasters--l--wieder unterbrochen wird. Dieser Arbeitstakt wiederholt sich in schneller Reihenfolge.
Entsprechend Fig. 2 ist der Taster--l--als elastisches Glied ausgebildet. Diese Elastizität wird durch drei übereinanderliegende Blattfedern --8-- erreicht. Zur Erhöhung der Wirkung des Tasters - sind die Blattfedern --8-- in unterschiedlicher Länge angeordnet und um etwa 400 gegenläufig abgebogen, so dass ihre Vorder-und Hinterspitzen parallel verlaufen. An der unteren Lage der Blattfeder--8--ist der Kugelschleifer -10-- fest angeordnet. Der notwendige Anpressdruck wird mittels Stellschraube--9--einreguliert, um die auf der Aluminiumfolie--6--anhaftende Oxydschicht wegzuschleifen. Die Ausbildung des Kugelschleifers--10--als Kugel dient dem Zwecke der Selbstreinigung.