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Elektrischer Leuchtzeichengebeapparat.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Apparat, der das Wiedergeben von Buchstaben, Worten, Sätzen oder Zahlen vermittelst des elektrischen Lichtes ermöglicht.
Derselbe besteht im wesentlichen aus einer Anzahl von Feldern, auf welchen alle Buchstaben des Alphabetes von A-Z, ferner die arabischen Ziffern von 0--9 und Interpunktionszeichen, nämlich Fragezeichen, Ausrufzeichen, Bindestrich und Apostroph. u. zw. auf jeder Tafel ein beliebiges solches Zeichen mittelst des elektrischen Glühlichtes ersichtlich gemacht werden können. Die Aneinanderreihung mehrerer Lampenfelder gestattet die sofortige Wiedergabe von Worten und Sätzen in leuchtender Schrift.
Die verschiedenen Teile des Photo-Lexigraphs sind ein mit Tastatur versehener Gebeapparat, ein selbsttätiger Stromverteiler, ferner eine Anzahl von Solenoidgruppen und die Lampenfelder bzw. Empfängertafeln.
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Schnitt durch denselben nach"l-I der Fig. 1, Fig. 3 ein Grundriss eines selbsttätigen Stromverteilers, Fig. 4 eine Innenansicht desselben, Fig. f) ein Schnitt nach C-C der
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\''rgrösserter Schnitt durch zwei Solonoide nach E-F der Fig. G, Fig. U ein Schaltungs- schema, Fig. 10 ein Schnitt durch eine Empfängertafel, Fig. 11 eine Ansicht eines Lampen- feldes, dix Verteilung der Lampen zeigend.
Der Gebe- oder Schreibapparat besitzt eine Anzahl von metallenen Behältern a (Fig. 1 und 2), welche Quecksilber enthalten. In diese Behälter tauchen die Zähne b von
Metallkämmen c, von denen jeder mit einer Gruppe von Behältern a korrespondieren. Die
Anzahl der Zähne b und der Behälter a eines Kammes c entsprechen der Anzahl von
Lampen, deren Anordnung je einen beliebigen Buchstaben, eine Ziffer oder dgl. darstellt.
Durch diesen Kontakt wird der Strom geschlossen und so der gewünschte Buchstabe oder das Zeichen hervorgebracht. Die Behälter a sind in einem Isoliersockel d eingefügt und in Parallelreihen angeordnet, deren jede mit einem Kamm korrespondiert. Die Kämme c sind mit den Stangen e verbunden, deren jede an : oberen Ende einen Druckknopf f (Fig. 1 und 2) trägt, auf welchem das Zeichen oder der Buchstabe ersichtlich ist, der heim Niederdrücken der betreffenden Taste auf den später beschriebenen Glühlampenfeldern ) in Leuchtschrift erscheint.
Die Enden der Kämme c sind in Gleitschlitzen q geführt und
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federn 11 gehalten ; bei einem leichten Fingerdruck auf die Drucklmöpfe f werden die Zähne der Kämme in die mit Quecksilber gefüllten Behälter a tauchen, was die Schliessung eines elektrischen Stromkreises verursacht. Jede der sich lotrecht bewegenden Tasten-
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Die Verteilung des Stromes auf die verschiedenen Leuchtfelder wird selbsttätig von einem auf dem Schreibapparat angebrachten Verteiler k (Fig. 2, punktiert Fig. 1) besorgt. Dieser selbsttätige Verteiler wird elektrisch vermittelst eines Solenoides 1 in Wirkung gesetzt (Fig. l und 2).
In dem Solenoid ist ein Kern maus Weicheisen verschiebbar, der ) einen Hebel o betätigt, welcher den automatischen Verteiler k in Betrieb setzt. Der Strom
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wird auf das Solenoid l vermittelst eines grossen Quecksilber enthaltenden Behälters p (Fig. 1) übertragen, in welchem ein metallener Schaft q, der von dem Hebel r getragen wird, eintaucht. Der Hebel t'ist mit einer Schiene 8 (Fig. 1 und 2) fest verbunden und um die Achse t (Fig. 2) drehbar.
Die Bewegung der Schiene 8 und folglich auch des Hebels f wird dadurch hervorgerufen, dass irgendeine der Tasten e niedergedrückt wird.
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verbunden sind, welche unter allen Kämmen c hindurchgeht und beim Niedergehen eines Kammes gesenkt wird, wobei die Schiene 8 niederbewegt wird und ihrerseits den Hebel r nach abwärts dreht, der den Schaft q zum Eintauchen in den Behälter p bringt.
Andererseits kann dieselbe Bewegung der Schiene s und des Hebels unabhängig von der Tastatur dadurch erreicht werden, dass man eine über die ganze Länge der Tastatur reichende Taste (Fig. 1 und 2) nach Art der bei Schreibmaschinen üblichen Spatientaste anwendet, welche von zwei Hebeln x getragen wird, die um die Achse t drehbar sind, so dass beim Anschlagen der Taste w die Schiene s und der Hebel t von einer mit der Taste 10 verbundenen Stange y (Fig. 2) mitgenommen wird.
1) er selbsttätige Stromverteiler k besteht aus einem zylindrischen Gehäuse z, welches oben von einem Zifferblatt a' (Fig. 3 und 5) mit Zeiger b'abgeschlossen ist. Das Zifferblatt zeigt so viel Teilstriche, als der vollständige Apparat Leuchtfelder besitzt, deren Anzahl im Prinzip unbeschränkt ist und für jeden einzelnen Apparat durch die Praxis
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Schaltrad d'sitzt, dessen Zähnezahl der Teilung des Zifferblattes und folglich auch der Anzahl der verwendeten Leuchtfelder entspricht. Das Rad d'wird von einem Schaltzahn e' (Fig. 4) weitergeschaltet, der an einer Stange f'gelagert ist, welche von dem durch den Kern m des Solenoids l gedrehten Hebel o verschoben wird.
Zwei Schraubenfedern g' führen die Stange,/'nach jedem Zug des Hebels o in ihre Normallage zurück, wobei das Rad d'stets um einen Zahn weitergeschaltet wird, was von dem Zeiger b'angezeigt wird. Andererseits trägt das Schaltrad d'eine Feder h' (Fig. 4 und 5), deren freies Ende einen durch das Schaltrad nach abwärts reichenden Schleifkontakt t'besitzt, welcher nach und nach auf Kontakte k' trifft, die auf einer den Boden des Verteilergehäuses bildenden Isolierplatte l'konzentrisch zur Achse c'angeordnet sind und deren Anzahl jeder der verwendeten Leuchtfelder entspricht.
Jedes der letzteren ist mit einem der Kontakte k' verbunden, während der Schleifkontakt t'mit dem anderen Ende des den Stromkreis zwischen den Tasten und den Lampen schliessenden Drahtes verbunden ist, so dass erst dann, wenn der Schleifkontakt i'mit einem der Kontakte h' in Berührung kommt, das
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Die Gruppe der Solenoide, deren Wirkungsweise dieselbe ist wie die eines elektrischen Anzünders, den sie ersetzen, besteht aus einer Zusammenstellung von kleinen Drahtspiralen m' (Fig. fui, ï und 8), deren Widerstand der Anzahl der von jedem einzelnen Solenoid an-
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brettchca n'angeordnet und oben durch zwei Kupferstreifen o'verbunden, die mittelst Bolzen p'an der Platte M'befestigt sind.
Unterhalb eines jeden Solenoides befindet sich ein in die Platte n'eingesetzter kupferner Behälter q' mit Quecksilber, welcher mit einem gewindeschaft , der Drahtklemmuttern s'trägt, durch die Platte 71'reicht. In jedem Solenoid ist ein kleiner Kern t' aus Weicheisen verschiebbar, dessen unteres Ende stets mit dem Quecksilber des Behälters q'in Kontakt bleibt. Im oberen Teile jedes Solenoids ist ein Anker ?"in den Streifen 0'eingeschraubt.
Bei Schliessung des Stromkreises über das Solenoid wird der Kern t'von dem Anker angezogen, so dass auch nach Freigebung des Tasters die Lampen fortleuchten, indem dann der Strom durch die Schiene o', den Anker r', den in das Quecksilber des Behälters q'tauchenden Kern t'und von hier durch
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staben in Glühschrift sichtbar werden, bestehen aus Holzplatten n' (Fig. 10), die von Schwau'/blechplatten v'eingeschlossen sind, um sie vor den Witterungseinflüssen zu schützen. Glühlampen tc', die in Hülsen x'an der Plattc u'befestigt und in einer besonderen
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der Buchstaben des Alphabetes, eine der Ziffern oder irgendeines der angegebenen Interpunktionszeichen zu bilden.
Der Apparat besteht demnach aus einer elektrischen Schreibmaschine, die gleichzeitig dazu dient, Buchstaben zu bilden und den Strom nach und nach auf alle vorhandenen Leuchtfelder zu verteilen und aus einer Anzahl von selbsttätig zündenden Solenoiden, die die Weiterbeleuchtung eines jedens Zeichens, das auf den Leuchtfeldern hervorgebracht wurde, gestatten.
Das Schattungsschema gemäss Fig. ! enthält vier Leuchtfelder 1-4, von denen das erste bereits erleuchtet ist, während beim zweiten soeben das Erleuchten des Feldes durch Hetätigung des Manipulators erfolgt. Der Stromlauf beim Erleuchten eines Feldes vollzieht
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sich in folgender Weise : Der elektrische Strom tritt durch die Leitung A ein, gelangt zu den einzelnen Tasten f und teilt sich hier in zwei verschiedene Stromkreise : In den zur Betätigung des Verteilers k und in den zu den Lampen fahrenden Stromkreis.
Was den ersteren betrifft, so wird beim Niederdrucken der Taste f durch Eintauchen des Stiftes q in den Quecksilberbehälter p ein Stromlauf geschlossen, der durch das Solenoid l und die Leitungen L und R zur Stromquelle fliesst. Ist durch die Wirkung des Solenoids l der Zeiger. des Verteilers K auf einen je einem bestimmten Lampenfelde entsprechenden Kontakt kl gelangt, so fliesst der Strom im Nebenschluss zum Solenoid l durch diesen
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Augenblicke der zu den Lampen führende Stromkreis geschlossen, indem die Zungen. J mit den Klemmen K in Berührung kommen.
Der Stromkreis für die Erleuchtung des Feldes verläuft wie folgt : Beim Niederdrücken der Taste f tauchen die mit der Stromzuleitung A leitend verbundenen Zähne b in Queck- silberbelälter a, welche durch Drähte M mit den Leitungen N verbunden sind, deren Zahl der Anzahl der Lampen eines Leuchtfeldes entspricht. An jeder solchen Leitung N sind für jedes Leuchtfeld Klemmen K angeschlossen, welche die Verbindung mit den einzelnen Lampen eines Leuchtfeldes herstellen. Ist also durch die Wirkung des Stromverteilers k der Kontakt zwischen den Klemmen K und den Zungen. J hergestellt, so fliesst der Strom von den Quecksilberbehältern a, die Leitungen Mund.
X, durch die Klemmen K und die Zungen J, die Solenoide m'durch die Lampen M'nach R zurück. Dabei gelangen die Solenoidlierne, die mit einem Ende in Quecksilberbehälter q' tauchen, welche mit den zu den Solenoiden m'führenden Leitungsdrähten verbunden sind, in Kontakt mit den Ankern r', die in durch den Draht A'mit der Stromquelle verbundenen Metallschienen o'befestigt sind, so dass, wie bei dem Lampenfeld l angedeutet, ein Stromfluss von A durch A', die Schiene o', durch die Anker r' und Solenoidkerne t', von hier durch die Quecksilberbehälter q', die Solenoide m'zu den Lampen M'und durch R zur Strom (luelle zurück erfolgt, durch welche auch nach Freigeben der Taste f die Lampen w' leuchtend erhalten werden.
Die Wirkungsweise des Apparates ist kurz folgende : Beim Niederdrücken eines der iaster l'tauchen die Zähne b des hetreffenden Kammes c in die darunter befindlichen
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weitergedreht wird und der Schleifkontakt i'auf einen Kontakt k'auftrifft. In diesem Augenblick wird der Strom von den Kämmen c zu den Solenoiden m' und den Lampen geschlossen, so dass an demjenigen Leuchtfeld, das dem mit dem Schleifkontakt i'in Verbindung stehenden Kontakt k' entspricht, der der betätigenden Taste f entsprechende Buchstabe bzw. die Ziffer oder dgl. ersichtlich wird.
Beim Stromschluss kommt der Weicheisenkern k'des Solenoids m'in Berührung mit dem Anker r', wodurch ein neuer Stromlauf über das Solenoid fM'durch die Lampen K.' erfolgt, so dass der Taster f freigegeben werden kann, ohne das Leuchten der Lampen zu unterbrechen. Nun wird durch Betätigung wieder eine Taste f auf dem nächsten Leuchtfeld ein Zeichen auf dieselbe Weise ersichtlich gemacht ; sollen dabei z. B. einige Felder übergangen werden, so braucht man nur die Taste ! f1, die nur den Stromverteiler betätigt, so oft niederzudrücken. als Felder übersprungen werden sollen.
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