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Quittungsdrucker für Münzzapfsäulen
Die Erfindung betrifft einen Quittungsdrucker für selbstbedienbare Münzzapfsäulen mit
Drucktypenrollensätzen für Preis-und/oder Mengenregistrierung, die von den Preis-und/oder
Mengenzählwerken eines mit einem Münzvorwahlgerät versehenen Preisrechners angetrieben werden und nullstellbar sind.
Es ist bereits bekannt, Preisrechner mit sogenannten Quittungsdruckern auszurüsten, die während des Zapfvorganges die Werte der Preis- und Mengenanzeigerollen des Preisrechners übernehmen und sie auf einem Beleg abdrucken. Es ist auch bekannt, sogenannte selbstbedienbare Münzzapfsäulen mit
Münzwertdruckwerken zu versehen, die nach jedem Zapfvorgang einen Beleg über den durch die
Münzzapfsäule während des Zapfvorganges verbrauchten Geldwert erstellen.
Da die Münzvorwahleinrichtungen an den Münzzapfsäulen aus verschiedenen Gründen so konstruiert sind, dass sich nur Münzen von den Werten 1 DM, 2 DM und 5 DM verwenden lassen und die Münzen vor Beginn des Zapfvorganges in den Münzvorratsspeicher des Münzvorwahlgerätes eingeworfen werden müssen, damit sie während des nachfolgenden Zapfvorganges nacheinander ohne
Unterbrechung aufgearbeitet werden können, besteht bei solchen Münzvorwahlgeräten der Nachteil, dass bei vorzeitiger Unterbrechung des Zapfvorganges der Kunde weniger Ware erhält als er bezahlt hat.
Besonders gross kann der Fehlbetrag werden, wenn im Zeitpunkt des vorzeitigen Unterbrechens des Zapfvorganges gerade eine 5 DM-Münze zur Verarbeitung ansteht. Wenn beispielsweise ein Kunde in der Annahme, er könne für DM 20.-Benzin tanken, vier 5 DM-Stücke in den Miinzautomaten eingeworfen hat und er den Zapfvorgang schon unterbrechen muss, wenn er erst eine Benzinmenge im Werte von DM 15, 50 entnommen hat, weil der Benzintank seines Wagens eine grössere Menge nicht mehr aufnehmen kann, so hat dieser Kunde einen Verlust von DM 4, 50. Wenn nun diese betreffende Tankstelle, an der das passiert, nicht gerade besetzt ist, so kann der Kunde seinen Anspruch auf Vergütung des Verlustes von DM 4, 50 später beim Tankstellenbesitzer nicht geltend machen, weil er keine beweiskräftigen Belege darüber in Händen hat.
Durch den am Münzautomaten angebrachten Quittungsdrucker kann er zwar eine Quittung über den vom Gerät kassierten Geldbetrag erhalten. Er bekommt jedoch keinen Beleg darüber, für wieviel Geld er tatsächlich Benzin gezapft hat.
Um diesem Missstand abzuhelfen, würde es auch nicht genügen, einen zusätzlichen Beleg von einem zweiten Quittungsdrucker über die gezapfte Menge und den entsprechenden Preis zu erhalten, denn eine Kontrolle darüber, ob zwei Belege die Werte ein- und derselben Zapfung ausweisen, ist nicht möglich.
Ein rechtlich einwandfreier Anspruch auf Rückvergütung des zuviel bezahlten Betrages wird den Kunden einer Selbstbedienungszapfsäule nur dann in die Hand gegeben, wenn, wie erfindungsgemäss vorgeschlagen, im Quittungsdrucker ein zusätzlicher Drucktypenrollensatz vorgesehen ist, der von der Münzwerteingabevorrichtung des Münzvorwahlgerätes eingestellt wird und dessen eingestellter Wert zusammen mit dem Abdruck des Preis-und/oder Mengenwertes auf dem zu erstellenden Beleg abgedruckt wird. Dabei muss der zusätzliche Münzwertdrucktypenrollensatz mit der Münzautomatik der Zapfsäule so verbunden sein, dass die während eines Zapfvorganges vom Münzvorwahlgerät
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aufgearbeiteten Münzwerte aufaddiert werden.
In vorteilhafter Weise wird erfindungsgemäss die additive Einstellbewegung der Münzwertdrucktypenrollen von der Bewegung eines Münzwertabfühlhebels des Münzvorwahlgerätes abgeleitet, der den sogenannten Kreditspeicher in die dem Münzwert entsprechende Stellung bringt.
Da Quittungsdrucker für Preisrechner, die Menge und Preis abdrucken, hinreichend bekannt sind, s. beispielsweise franz. Patentschrift Nr. 1. 541. 304) wird in der nachfolgenden Beispielsbeschreibung auf eine ausführliche Wiedergabe des Aufbaues und der Wirkungsweise solcher Quittungsdrucker verzichtet.
Der Aufbau und die Wirkungsweise eines Münzvorwahlgerätes, das am Preisrechner angebaut ist, wird ebenfalls als bekannt vorausgesetzt und kann beispielsweise aus der USA-Patentschrift Nr. 3, 394, 789 entnommen werden.
In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 in schematischer Darstellung einen Preisrechner mit Münzvorwahlgerät und Quittungsdrucker ; Fig. 2 das Muster eines Beleges des erfindungsgemässen Quittungsdruckers ; Fig. 3 Teile des Quittungsdruckers und deren Antriebsorgane und Fig. 4 Teile des Münzvorwahlgerätes.
Der Preisrechner --1--, an dessen Zahlenrollensätzen --2 und 3-der Preis und die Menge
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--5-- ausgerüstet.Kupplung-6-, die mit der Messwelle des Durchflussmessers verbunden wird. Das Münzvorwahlgerät --4- ist mit einem einen Münzeinwurftrichter --7-- besitzenden Münzprüfer --8-- ausgerüstet, durch welchen die eingeworfenen Münzen, wenn sie echt sind, nach Grösse sortiert, in einen
Münzvorratsspeicher --9-- gelangen.
Vom Münzvorratsspeicher --9-- werden während der Zapfung die Münzen der Grösse nach von einer Kassiereinrichtung --10-- nacheinander in eine Kassette --11-- befördert. Während der übernahme der einzelnen Münzen vom Vorratsbehälter-9-in die
Kassette --11-- wird deren Wert in Form einer Winkelbewegung auf einen sogenannten
Kreditspeicher übertragen, der beispielsweise die Form eines Zahnsegmentes-12-hat, dessen Winkelstellung jeweils dem Geldwert entspricht, für den noch Kraftstoff gezapft werden kann.
Im dargestellten Beispiel ist das Zahnsegment --12-- des Kreditspeichers mit fünf Zähnen - 13-- ausgerüstet. Das bedeutet, dass als grösste Münze ein 5 DM-Stück und als kleinste Münze ein
1 DM-Stück verwendet werden kann. In die Zahnlücken der Zähne-13-greift ein Sperrhebel --14-- ein, der in nicht dargestellter Weise von der 1 DM-Zahlenrolle des Preisrechners periodisch ausser Eingriff gebracht wird und jeweils nach Verbrauch einer DM das Zahnsegment --12-- um eine Zahnteilung in Richtung Grundstellung springen lässt.
Diese Rückwärtsbewegung des Zahnsegmentes --12-- wird durch eine Feder --15-- bewirkt. Das Zahnsegment --12-- ist verdrehfest auf einer Welle --16-- befestigt und steht durch einen Hebelarm --17-- über die Stange --18-- mit dem doppelarmigen Münzabfühlhebel --19-- in Wirkverbindung. Der MünzabfnHhebel-19-ist drehbar auf einer Welle --20-- gelagert. Ein Münztransportsegment --21--, das einen Münzschlitz --22-- besitzt, in welchen die Münzen --23-- aus dem Münzvorratsspeicher --9-- einfallen, sitzt auf einer Welle --24-- und steht unter dem Einfluss eines Hebelarmes-25-.
In der Darstellung der Fig. 4 stellt die Münze --23-- ein 2 DM-Stück dar, das, wenn es vom Münztransportglied --21-- unter dem Münzabfühlhebel --9-- hindurch geschwenkt wird, das Zahnsegment-12aus seiner Nullage um zwei Zähne verschwenkt hat. Die übernahme des Münzwertes in den Kreditspeicher erfolgt schon in der ersten Hälfte der letzten Umdrehung der DM-Rolle des Preisrollensatzes des Preisrechners, die noch auf Kosten der zuvor kassierten Münze beendet werden kann. Das neue Auffüllen des Kreditspeichers mit dem Münzwert der nächstfolgenden Münze ist zeitlich deshalb vorverlegt, damit das Gerät rechtzeitig erkennen kann, ob noch weitere Münzen vor Verarbeitung anstehen, oder ob der Abschaltvorgang eingeleitet werden muss, wenn ein Teil der letzten noch im Kreditspeicher gespeicherten DM-Münze aufgebraucht ist.
Die als nächste zur Verarbietung anstehende Münze im Münzvorratsspeicher --9-- wird also durch die Kassiervorrichtung-10-- schon abgerufen und in die Kassette --11-- transportiert, bevor der Kreditwert der von der vorhergehenden Münze in den Kreditspeicher gegeben wurde, aufgebraucht ist.
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dem Quitungsdrucker --5-- herzustellen, ist die Welle-16--, auf der das Zahnsegment-12sitzt, durch den Preisrechner-l-hindurch in den Quittungsdrucker --16-- geführt und im Quittungsdrucker --5-- mit einem Hebelarm --26-- versehen, der eine Schaltklinke-27trägt.
Die Schaltklinke --27-- steht normalerweise in Eingriff mit einem Schaltrad-28-, das
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--29-- mit- -32--. Das Schaltrad --28-- ist noch mit einem Bund --33-- versehen und steht unter dem Einfluss einer Rückholfeder --34--, die sich auf diesem Bund --33-- aufwickelt, wenn eine Fortschaltung stattfindet. Die Rückholfeder --34-- ist einerseits an einem feststehenden Zapfen --35--, der im Schaltrad --28-- sitzt, und anderseits an einem feststehenden Zapfen-36- befestigt.
Das Zahnrad --30-- steht in Eingriff mit einem Zahnrad-37-, der Teil einer Drucktypenrolle --38-- ist. Über einen nicht dargestellten Zehnerschalttrieb steht die Drucktypenrolle-38-in Verbindung mit einer zweiten Drucktypenrolle-39--. Während die Werte auf der Drucktypenrolle --38-- die Einerdezimale verkörpern, stellen die auf der Drucktypenrolle --39-- registrierten Werte die dazugehörige Zehnerdezimalstelle dar. Da die Speicherkapazität des Münzspeichers-9-im allgemeinen auf zirka 30 bis 40 DM beschränkt ist, genügen für die Registrierung der Münzwerte für einen Zapfvorgang zwei Dezimalstellen.
Ein Hebelarm-40-, der mit einem Zapfen --41-- versehen ist, sitzt auf einer Welle - -42--, die während des Nullstellvorganges der Drucktypenrollen des Quittungsdruckers-5-und der Preis- und Mengenanzeigerollen des Preisrechners-l-m Uhrzeigerrichtung soweit verschwenkt wird, dass der Zapfen --41-- die Fortschaltklinke --27-- ausser Eingriff mit dem Schaltrad --28-- drückt.
Damit dabei auch die Rückhalteklinke --31-- ausser Eingriff mit dem Schaltrad - kommt, ist die Fortschaltklinke mit einem Zapfen --43-- versehen, der vor dem oberen
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den Zapfen --43-- auch auf die Schaltklinke --27-- ein, so dass diese wieder in Eingriff mit dem Schaltrad --28-- bleibt, wenn die Nullstellung beendet ist.
Die Drucktypenrollen-38 und 39-sind lose auf einer Welle-44-gelagert. Auf derselben Welle --44-- sitzen auch die beiden andern Drucktypenrollensätze --45 und 46--. Auf den Drucktypenrollensatz --45-- wird vom Ritzel --47-- über die Welle --48-- und das Zahnrad - während des Zapfvorganges der auf dem Zahlenrollensatz des Preisrechners registrierte Mengenwert übertragen. Das Zahnrad-50--, das mit der Anfangsrolle des Drucktypenrollensatzes --46-- in Eingriff steht, sitzt auf der gleichen Welle --51-- wie das Ritzel--52--, das von dem Zahlenrollensatz --2-- des Preisrechners --1-- angetrieben wird, der jeweils den Preis der tatsächlich gezapften Menge anzeigt.
Auf den Wellen-48 und 51-sind noch Kupplungen-53 und 54-vorgesehen, die zum Zwecke des Nullstellens der Drucktypenrollensätze --45 und 46-eine getriebliche Abkupplung vom Preisrechnerantrieb ermöglichen.
Die Übernahme der Miinzwerte der von der Kassiereinrichtung --10-- in die Münzkassette transportierten Münzen in den Kreditspeicher, dargestellt durch das Zahnsegment --12--, erfolgt also beim Vorbeiführen der Münze --23-- an dem Münzabfühlhebel --19-- durch das Münztransportsegment --21--, wobei der Münzabfühlhebel und damit das Zahnsegment --12-- um einen bestimmten Winkelbetrag ausgelenkt wird.
Die Übertragung dieses übernommenen Münzwertes auf die Drucktypenrollen-38, 39-- erfolgt durch das gleichzeitig mit dem Verschwenken des Zahnsegmentes-12-stattfindende Verschwenken der Welle --16-- und damit des Hebels
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-26--,Zahnsegment --12-- beim laufenden Zapfvorgang durch die Aufarbeitung des im Kreditspeicher kreditierten Geldwertes schrittweise wieder in seine Ausgangsstellung zurückkehrt, wird das Schaltrad --28-- von der Rückschalteklinke-31-am Zurückkehren, das die Feder-34-zu besorgen bestrebt ist, gehindert. Die Schaltbewegung des Schaltrades --28-- wird über die Welle --29-- auf das zahnrad --30-- und von diesem auf das Zahnrad-37-der Drucktypenrolle-38- übertragen.
Dieser Vorgang wiederholt sich während der Übernahme der noch im Münzspeicher-9-vorhandenen Münzen durch die Kassiereinrichtung --10-- in die Münzkassette-11-und die Übertragung deren Werte in den Kreditspeicher des Münzvorwahlgerätes-4--, bis die letzte Münze kassiert ist oder der Zapfvorgang unterbrochen wird. Dabei wird das Schaltrad --28-- jeweils um den einzelnen Münzwerten entsprechende Zähnezahlen vorwärts geschaltet und damit werden auch die Drucktypenrollen-38 und 39-im Sinne einer Wertaddition entsprechend verstellt.
Gleichzeitig laufen die vom Preisrechner-l-errechneten Werte in die Drucktypenrollensätze - 45 und 46-ein, die je für sich genau dem entsprechen, was die Zahlenrollensätze-2, 3-- des Preisrechners--1--anzeigen.
Nach beendetem Zapfvorgang kann nun durch Betätigung einer Kurbel-55-ein Beleg über die auf den Drucktypenrollen --38,39 und 45,46-- registrierten Werte erstellt werden. Ein
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